Terroranschlag auf den Übergang „Karni“ verhindert

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Die israelische Armee und die Allgemeine Sicherheitsbehörde (Shabak) haben am Dienstag (29.8.06) gemeinsam einen Terroranschlag auf den Grenzübergang „Karni“ im nördlichen Gazastreifen verhindert. Das berichtete das Armeeradio am Mittwoch.

Die Soldaten entdeckten den Tunnel im Gebiet von Sajjaiyeh im nördlichen Gazastreifen und zerstörten ihn. Der Tunnel führte in Richtung Kani. Der Eingang befand sich in einem Gebäude, 1,3 Kilometer von der Grenze entfernt. Der Schaft war 13 Meter tief. Der Anschlag galt Soldaten und Zivilisten, die an dem Waren-Übergang zwischen Israel und dem Gazastreifen arbeiten, erklärten die Behörden. Der Shabak schließt nicht aus, dass auch israelische Soldaten oder Zivilisten durch den Tunnel in den Gazastreifen entführt werden sollten.

Bei dem erfolgreichen Armee-Einsatz war die Brigade 71 der Panzerverbände beteiligt, in der der Hauptgefreite Gilad Shalit bis zu seiner Entführung am 25. Juni 2006 diente. Infolge der Entführung intensivierte die Armee ihre Einsätze im Grenzgebiet zum Gazastreifen. Über 13 bewaffnete Palästinenser wurden im Laufe dieser Woche bei dem Einsatz im Gebiet von Sajjaiyeh getötet, erklärte die Armee.

Der Übergang Karni wurde am 16. August 2006 wegen Terrorwarnungen geschlossen. Der israelische Verteidigungsbereich überwacht die Lieferbestände für den Gazastreifen und stellt die Grundversorgung über die verschiedenen Übergänge sicher. Details zu den Lieferungen seit 2. Juli finden Sie in den Newsletter-Ausgaben der vergangenen Wochen.

Für die Ein- und Ausfuhr von Transportgütern musste Israel nun auf andere Übergänge zurückgreifen. So wurden über den Übergang „Sufa“ 120 Kälber in den Gazastreifen geliefert. In Vorbereitung auf Ramadan sollen in den kommenden Wochen Hunderte weitere Schlachttiere über Israel den Gazastreifen erreichen. (Ynetnews.com, 30.8.)

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