„Das ist die Stimme der Revolution des iranischen Volkes.“

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„Das ist die Stimme der Revolution des iranischen Volkes.“

 

 

Am 1.2.1979 kehrte Ayatollah Khomeini in den Iran zurück. Am 16.1.1979 war Schah Reza Pahlavi ins Ausland gegangen. Sein Premierminister Schapour Bakhtiar, ein bürgerlich-liberaler Politiker, übernahm die Macht, erhielt aber keine Unterstützung durch die Bevölkerung, weder von revolutionären Säkularisten noch von den revolutionären Islamisten. Am 11.2.1979 besetzten Revolutionäre die Zentrale der staatlichen Medien. Sie erklärten: „Das ist die Stimme der Revolution des iranischen Volkes.“

Rund zwei Monate später ließ Khomeini in einem Pseudo-Referendum das Volk befragen. Die Iraner konnten sich entweder für oder gegen die Islamische Republik Iran entscheiden.

Seit 28 Jahren nunmehr wird der 11. Februar als der Tag der Revolution gefeiert.

Wie berichtet wird, nahmen in diesem Jahr viel weniger Menschen an den Demonstrationen teil, als angekündigt worden ist. Obwohl Tausende Demonstranten mit Bussen aus dem ganzen Land nach Teheran gekarrt worden waren, nahmen nur „Hunderttausende“ teil. In Teheran leben mindestens 7 Millionen Menschen. Die meisten von ihnen sind zu Hause geblieben.

Im Folgenden werden einige Stellungnahmen iranischer Politiker zu den diesjährigen Demonstrationen dokumentiert.

 

 

Kayhan: „Niemand wird zu Hause bleiben.“

 

Kayhan beklagt zunächst den wachsenden Druck auf die Islamische Republik Iran. Alle Iraner würden sich der „Verschwörungen der Feinde“ widersetzen und an den Demonstrationen des 11. Februar teilnehmen. Kayhan schrieb: „Morgen wird die iranische Bevölkerung  in größerer Anzahl als je zuvor an den Demonstrationen teilnehmen müssen. Denn die Iraner werden mehr denn je zuvor bedroht.“ Kayhan schrieb, dass „alle morgen präsent sein werden, [….] und niemand wird zu Hause bleiben.“[1]

 

 

Jannati spricht von der islamischen Weltherrschaft und dem Märtyrertod.

 

Der Vorsitzende des totalitären Organs des Wächterrates, Ayatollah Jannati, spricht von der islamischen Weltherrschaft: „Der Sieg der islamischen Revolution war der Beginn der islamischen Weltregierung. Mit diesem Sieg konnte sich der Islam, unter der Führung eines Wissendenden und eines frommen Kleriker, nach Jahren der Isolation wieder in Szene setzen. Im Schatten des Sieges der islamischen Revolution erfolgte ein Welterwachen, eine neue Philosophie entstand, die ‚nicht östlich und nicht westlich‘  [weder sozialistisch noch kapitalistisch] sein will. Der verstorbene Imam Khomeini betonte, dass dieser Ansatz ein Schlüssel zur Lösung der Probleme dieser Welt sei. Imam Khomeini hat der Menschheit erklärt, dass sie frei sein könne und dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse des Sieges der islamischen Revolution für die ganze Welt.“

Jannati zufolge haben die Anhänger Khomeinis während der islamischen  Revolution von 1979 bewiesen, dass sie bereit sind, gegen die Vormachtstellung Amerikas zu kämpfen. Er warnte die arabischen Regierungen vor dem „Tag des jüngsten Gerichts“: „Wir müssen die islamischen Regierungen warnen, dass der Prophet ihnen am Tag des jüngsten Gerichts an den Kragen gehen wird. [2] Sie tun doch nichts gegen das zionistische Regime, das sie umzingelt.“ Für Jannati ist die größte Gefahr, die den Islam bedrohe, die Spaltung der Sunniten und der Schiiten. Dazu sagte er: „Wenn ein solcher Plan realisiert wird, werden der Islam und die Muslime in ernste Gefahr geraten. […] Und unsere Strafe ist die Tatsache, dass wir Unterdrückung nicht dulden. Wir sind stolz auf den Märtyrertod.“[3]

 

 

Khamenei lobt die „Größe des iranischen Volkes“.

 

Und der religiöse Führer des Iran, Ayatollah Khamenei, sagte: „Der 11. Februar ist der Tag, an dem die Geheimdienste der Amerikaner, der Israelis und der Briten sehr besorgt und verärgert sein werden. Auch in diesem Jahr wird die Bevölkerung zahlreich auf den Straßen erscheinen.“ Der religiöse Führer des Iran meint, dass es nicht vernünftig sei, die Gefahr der Feinde nicht sehen zu wollen, aber es sei auch nicht vernünftig, die „Größe des iranischen Volkes zu unterschätzen.“

Khamenei weiß: „Die guten Feinde wissen, dass jede Form der Aggression dazu führen wird, dass das iranische Volk allseitig reagieren und alle Interessen der Aggressoren weltweit gefährden wird. Wir sind uns sicher, dass niemand so weit gehen wird und so irrational sein wird. Niemand wird seine Interessen einfach gefährden. Dennoch sagen manche Leute, dass der amerikanische Präsident in der Regel nicht gewöhnt ist zu kalkulieren und auch nicht an die Folgen seiner Taten denkt. Aber wir werden sogar solche Leute zur Besinnung bringen. Die amerikanischen Analytiker und die Politikmacher wissen, dass das iranische Volk keine Aggression ohne Antwort dulden wird.“ Zudem lobte er die iranische Luftwaffe und die Iraner, die einen „einheitlichen Glauben, einen Führer und einheitliche Ziele für alle Schichten der Bevölkerung haben.“[4]

 

 

Ahmadinejad: „Die Machtdemonstration mancher Staaten ist

nicht mehr als nur eine Show.“

 

Ahmadinejad meint: „Die Machtdemonstration mancher Staaten ist nicht mehr als nur eine Show. Denn alle Völker der Welt seien erwacht und loben den Gott.“ Weiter sagte der iranische Präsident: „Wir sagen ihnen, betrachtet die Geschichte und öffnet die Augen und schaut wohin es geführt hat, als der Pharaon sich dem Moses entgegen stellte, oder wozu es führte, als die Kaiser sich gegen Christus stellten. Sie wurden vernichtet. Die Islamische Republik Iran ist gegründet worden, um die göttlichen Versprechen zu erfüllen und Gott wird uns helfen. Die islamische Revolution war ein großer Schritt, damit das iranische Volk und die Menschheit einen Höhepunkt ihrer Entwicklung erreichen.“

Ahmadienjad ist davon überzeugt, dass das iranische Volk mit „all seiner Macht die Werte der islamischen Revolution schützen wird.“

Zudem sei die „Herrschaft des Klerus das Rätsel für die Weiterexistenz des iranischen Volkes.“ Ahmadinejad meint: „An der Spitze der Errungenschaften des iranischen Volkes steht die heilige Ordnung der Islamischen Republik, die unter der Führung eines gerechten Klerus steht. Und der Führer setzt den Weg der 12 Imame und der Propheten fort, um dem iranischen Volk Unabhängigkeit und Einheit zu ermöglichen.“ Ahmadinejad ist fest davon überzeugt, dass die „Herrschaft des Klerus im Iran heute die Fortsetzung der Herrschaft Mohammads und der Imame ist.“ [5]

 

 

Mehdi Karrubi sagt, dass das revolutionäre Bewusstsein aus dem Iran

in die gesamte islamische Welt exportiert worden ist.

 

Die Staatsbeamten müssen sich dem reformislamistischen Politiker zufolge „verantwortlich verhalten, damit die Einheit bewahrt wird.“

Karrubi, der Vorsitzender der „Hezbe Etemade Melli“ ist, der „Partei des nationalen Vertrauens“, bezeichnete die „Einheit als den wichtigsten Faktor des gesellschaftlichen Erfolges, die in allen Dimensionen erhalten bleiben muss. […] Die wichtigste revolutionäre Parole war, dass das revolutionäre Bewusstsein sich in der gesamten Region durchsetzen muss, was erfolgt ist. Dieses revolutionäre Bewusstsein wurde von Iran aus exportiert, so dass es Wellen in den palästinensischen Gebieten und in der gesamten islamischen Welt schlug.“ [6]

 

 

Mohammad Khatami sagt, dass der Westen keine andere Alternative hat,

als das iranische Atomprogramm anzuerkennen.

 

Khatami: „Die Unterstützung des iranischen Volkes für die iranische Regierung ist eine gute Gelegenheit, damit die Gesellschaft noch schneller wachsen kann.“ Zudem ist Khatami der Meinung: „Der Westen hat keine andere Alternative als das iranische Atomprogramm anzuerkennen. Und Iran ist auch bereit für jede Form der Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen.“ [7]

 

 

General der Pasdaran verteidigt die „religiöse Volksherrschaft“.

 

General der Pasdaran: Seyyed Yahya Rahim Safawi: „Eine der Errungenschaften der Revolution war die Erweckung der freiheitsliebenden Bewegungen auf der Grundlage der religiösen Volksherrschaft und unter der Führung von Imam Khomeini.“ Die religiöse Volksherrschaft sei „global betrachtet eine neue Lektion für die Muslime, die Unterdrückten und Freiheitskämpfer.“ Die islamische Republik sei gar ein „Modell für die Kämpfe, die sich für Gerechtigkeit einsetzen.“ Die Kämpfe würden sich in Ostasien, in Lateinamerika und in Westafrika gegen den US-Imperialismus richten. Außerdem habe der Zionismus durch die Errungenschaften der islamischen Revolution große Niederlagen erlitten: „Die westliche Welt und Amerika werden nichts gegen das iranische Volk ausrichten können.“[8]

 

 

Ramin meint, dass die „zionistischen Medien“ den Iranern

Angst einjagen wollen.

 

Mohammad Ali Ramin, Organisator der Holocaust-Ausstellung, bezeichnete die Präsenz der Bevölkerung bei den Demonstrationen als eine „Heldentat.“ Die Bevölkerung sei gekommen, obwohl die „zionistischen Medien, die von der amerikanischen, britischen und israelischen Regierung betrieben werden, der iranischen Bevölkerung Angst einjagen wollen.“[9]    

Ramin, der auch vorsitzender der „Weltstiftung für Holocaust“ ist, hatte kürzlich die europäischen Regierungen, insbesondere die deutsche, die österreichische und die polnische aufgefordert alle authentischen Akten und Dokumenten für die Ermordung der europäischen Juden einem „unabhängigen internationalen Komitee zur Wahrheitsfindung, die von der Weltstiftung anhängig ist, zur Verfügung zu stellen,“ berichtet die offizielle staatliche Nachrichtenagentur.[10] 

 

 

Zum aktuellen Stand des iranischen Atomprogramms lesen Sie auch:

          http://memri.org/bin/latestnews.cgi?ID=IA32707

          http://memritv.org/Transcript.asp?P1=1379

 

 

 



[2] Im persischen sagte er „Peygambar yaqeye anha ra khahad gereft“, wörtlich heißt es „Der Prophet wird ihnen an den Kragen gehen“.

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