„Jerusalem von Gold“ ist Lied der 60 Jahre Israels

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Jerusalem, 29. April 2008 – „Jerusalem aus Gold“ ist das schönste israelische Lied seit der Gründung des Staates vor 60 Jahren. Diese Hymne auf Jerusalem, gedichtet von Naomi Schemer, und 1967 kurz vor Ausbruch des Sechs-Tage-Krieges von der Sängerin Schuli Natan nur in der Begleitung ihrer Gitarre ausgeführt, erhielt die meisten Punkte bei einem Israel-Weiten Wettbewerb, der am Montag Abend gleichzeitig im Rundfunk und im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Der Wettbewerb wurde in einem Konzertsaal in der Stadt Aschkelon nahe dem Gazastreifen aus Anlass der 60 Jahres Feiern Israels ausgetragen, aber auch Zuschauer des Fernsehens konnten mitstimmen und entschieden sich am Ende für dieses historische Lied.
„Jerusalem aus Gold“ mit seiner einprägsamen Melodie beschreibt die in Gold getauchte Stadt mit einer „Luft so klar wie Wein“. Obgleich ein poetisches Lied, wurde es 1967, kurz vor der Eroberung des Ostteils Jerusalems mit allen Heiligen Stätten zu einem sinnlichen Schlachtlied.
Im Internet widmet die Enzyklopädie „Wikipedia“ dem Lied einen eigenen ausführlichen Eintrag. Dort heißt es: „Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery, damals Abgeordneter der Knesset, schlug Jerusalem aus Gold als Nationalhymne für den Staat Israel vor. Über diese Eingabe wurde jedoch nie abgestimmt, so blieb es bei der Hatikvah. Avnery spricht dem Lied jedoch den „inoffiziellen Status einer zweiten Nationalhymne“ zu. Im deutschsprachigen Raum wurde Jerusalem aus Gold vor allem durch die Schlussszene des Filmes Schindlers Liste bekannt.
Naomi Shemer hinterließ nach ihrem Tod 2004 ein Schreiben, wonach sie die Melodie nicht selbst verfasst, sondern – unbewusst – von einem baskischen Wiegenlied namens Pello Joxepe übernommen habe.
Die Übersetzung des Liedes bei Hagalil.com Die Luft der Berge ist klar wie Wein, Und der Duft der Pinien schwebt auf dem Abendhauch.
und mit ihm, der Klang der Glocken.
Und im Schlummer von Baum und Stein, gefangen in ihrem Traum; liegt die vereinsamte Stadt und in ihrem Herzen eine Mauer.
Jerusalem aus Gold
und aus Kupfer und aus Licht,
lass mich doch, für all deine Lieder, die Geige sein.
Wie vertrocknet die Brunnen sind,
wie leer der Marktplatz.
Keiner, der den Tempelberg besucht, in der alten Stadt.
Und in den Höhlen der Felsen, heulen die Winde.
Und es gibt keinen, der hinabstiege zum Toten Meer, auf der Strasse nach Jericho.
Jerusalem aus Gold
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