Prof. Arnd Krüger – ein „seriöser“ Historiker, besonders wenn es um Juden, Israelis und Verschwörungstheorien geht… Außerdem: Larijani in Berlin, neue Informationen zum Thema BpB und Dr. Ludwig Watzal & mehr…

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Prof. Arnd Krüger – ein „seriöser“ Historiker, besonders wenn es um Juden, Israelis und Verschwörungstheorien geht…
„Von den männlichen Mitgliedern des israelischen Teams waren nur Geheimdienstler, Reserveoffiziere und Freiwillige da. Außer der Ringer Moshe Weinberg...
Ich muss sagen: Dafür habe ich keinen Beleg.
“ 

Außerdem: Larijani in Berlin – ein Skandal der nicht folgenlos bleiben sollte,
neue Informationen zum Thema BpB und Dr. Ludwig Watzal,
und mehr…
 


INHALTSANGABE
  1. TEIL 1 – Antisemitismus in Akademikerkreisen ein „Novum“? Wohl eher nicht! Ein Professor redet sich um Kopf und Kragen
  2. TEIL 2 – Ein Update: Larijani als Gast der Deutschen Steuerzahler in Berlin – Konsequenzen werden weiterhin gefordert
  3. TEIL 3 – Update in Sachen BpB und der „Freizeitantisemitismus“ des bis vor kurzem „krank“ geschriebenen Dr. Ludwig Watzal
  4. TEIL 4 – SONSTIGES – Einige Leseempfehlungen... 

TEIL 1 – Antisemitismus in Akademikerkreisen ein „Novum“? Wohl eher nicht! Ein Professor redet sich um Kopf und Kragen 
 

  1. Präsidium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) Erklärung des Präsidiums der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft e.V. (dvs) zu den Behauptungen von Prof. Dr. Arnd Krüger (Universität Göttingen) zum Attentat auf israelische Sportler während der Olympischen Spiele 1972
    Das Präsidium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) distanziert sich ausdrücklich von den völlig inakzeptablen Behauptungen und Aussagen von Prof. Dr. Arnd Krüger zum Attentat auf israelische Sportler während der Olympischen Spiele 1972 (siehe dazu:
    www.sportwissenschaft.de).
    Das Präsidium der dvs bedauert es zutiefst, dass Prof. Dr. Arnd Krüger, ein erfahrener Hochschullehrer und Mitglied der dvs, die Gefühle des jüdischen Volkes und der Angehörigen der ermordeten israelischen Sportler verletzt hat. Die Behauptungen und Aussagen von Prof. Dr. Arnd Krüger können als antisemitische Positionen verstanden werden. Antisemitismus und Rassismus haben keinen Platz in der dvs. Das Präsidium der dvs stuft die Äußerungen von Prof. Dr. Arnd Krüger und die Reaktionen darauf als überaus ernstzunehmenden und schwerwiegenden Vorgang ein.
    Aus Sicht einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft stellt die dvs darüber hinaus fest, dass die von Prof. Dr. Arnd Krüger getätigten Aussagen spekulativ und wissenschaftlich gehaltlos sind. Er hat keinerlei Belege für seine abstrusen Behauptungen erbringen können. Wesentlicher Kern von Wissenschaft sind die Belegbarkeit und Nachprüfbarkeit von Hypothesen und Theorien, erst dann wird ein wissenschaftlicher Diskurs möglich. Die eigene Zeitzeugenschaft und Hörensagen machen aus einer Behauptung keine wissenschaftliche Aussage. Die unmittelbar nach dem Vortrag erfolgte Missbilligung der Aussagen Prof. Dr. Arnd Krügers durch die Mitglieder der dvs-Sektion Sportgeschichte und der Beschluss, die Schriftfassung des Vortrags nicht im Tagungsband zu veröffentlichen, verdeutlichen dies.
    Das Präsidium der dvs ist der Auffassung, dass die von Prof. Dr. Arnd Krüger geäußerten Behauptungen dem Ansehen der Sportwissenschaft und dem der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft schaden. Das Präsidium der dvs sieht daher die Voraussetzungen für die Einleitung eines Verfahrens zum Ausschluss von Prof. Dr. Arnd Krüger aus der dvs als gegeben an. Satzungsgemäß (gemäß § 4 der dvs-Satzung) ist vor einer Beschlussfassung durch das Präsidium das betreffende Mitglied anzuhören. Diese Anhörung wird das Präsidium zeitnah unter Einbeziehung des Ethik-Rats der dvs durchführen.
    Das Präsidium der dvs nimmt die von Prof. Dr. Arnd Krüger am heutigen Tag abgebene Erklärung zur Kenntnis, seine Behauptungen endlich zurückzuziehen und sich für die Äußerungen zu entschuldigen.
    Frankfurt am Main, den 3. Juli 2008
    Das Präsidium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft e.V. (dvs)
    Prof. Dr. Bernd Strauß, Universität Münster, Präsident
    Prof. Dr. Oliver Höner, Universität Tübingen, Vizepräsident Nachwuchsförderung
    Prof. Dr. Andreas Hohmann, Universität Bayreuth, Vizepräsident Leistungssport
    PD Dr. Christoph Igel, Universität des Saarlandes, Vizepräsident Medien & Technologie
    Dr. Maike Tietjens, Universität Münster, Vizepräsidentin Finanzen
    Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich, Universität Bayreuth, Vizepräsidentin Bildung & Gesundheit

  2. Georg-August-Universität Göttingen Erklärung des Präsidiums der Georg-August-Universität Göttingen – 30.06.2008
    Der Sportwissenschaftler an der Universität Göttingen Prof. Dr. Arnd Krüger hat im Rahmen der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), die vom 19. bis 21. Juni in Göttingen stattgefunden hat, einen Beitrag mit dem Titel „Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“ vorgetragen. Dem Präsidium liegen inzwischen der PowerPoint-Vortrag von Prof. Krüger sowie schriftliche Berichte von Prof. Krüger und dem Göttinger Sporthistoriker PD Dr. Wolfgang Buss als dem örtlichen Organisator der dvs-Tagung vor. Auf dieser Grundlage hat das Präsidium die universitäre Ombudskommission beauftragt zu prüfen, ob durch die Thesen Prof. Krügers die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verletzt worden sind.
    Nach eigenen Angaben wollte Prof. Krüger im Rahmen der Sporthistoriker-Tagung mit einer Darstellung der tragischen Ereignisse im Verlauf der Olympischen Spiele in München 1972, bei denen elf israelische Sportler ermordet wurden, die Bedeutung von Zeitzeugen im Prozess der Geschichtsschreibung beleuchten. Er vertrat dabei die auf seinen persönlichen Erlebnissen und seinen engen freundschaftlichen Kontakten zu Mitgliedern der israelischen Mannschaft beruhende These, dass die Mitglieder der israelischen Mannschaft damit rechnen mussten, dass sie von palästinensischen Kommandos angegriffen werden würden. Offen ließ er, ob sie im Glauben an einen Olympischen Frieden im Olympischen Dorf blieben oder ihren möglichen Tod im Interesse ihres Staates in Kauf genommen haben. Die Opfertod-These stellte Prof. Krüger dabei in einen Bezug zu einem unterschiedlichen „Körperverständnis und Verständnis von (werdendem) Leben“ in Israel im Vergleich zu anderen Industrienationen. So gäbe es in Israel eine höhere Abtreibungsquote, einen geringeren Schutz ungeborenen Lebens und eine Kultur, die „versucht Leben mit Behinderungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern“.
    Das Präsidium der Universität Göttingen erklärt dazu, dass Thesen oder Hypothesen von Angehörigen der Universität im wissenschaftlichen Diskurs behandelt und bewertet werden müssen, bevor sie von der Hochschulleitung kommentiert werden. Gleichzeitig distanziert sich das Präsidium entschieden von allen Äußerungen rassistischen oder auch antisemitischen Inhaltes innerhalb und außerhalb der Universität. Das Präsidium bedauert es zutiefst, dass Äußerungen eines Göttinger Wissenschaftlers Anlass dazu gegeben haben, als Angriff auf den Staat Israel und seine Bürger oder als antisemitische Positionen verstanden zu werden. Das Präsidium wird alles ihm mögliche tun, um derartigen Vorgängen entgegenzuwirken und klare Zeichen gegen Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus zu setzen. Die Universität Göttingen ist stolz auf ihre langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit mit israelischen Forschern und Universitäten und fördert aktiv Forschungskooperationen ihrer Mitglieder mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Israel.
    Prof. Dr. Kurt von Figura für das Präsidium der Georg-August Universität Göttingen


    1. Georg-August-Universität Göttingen Stellungnahme des Präsidiums der Georg-August-Universität Göttingen
      Der Sportwissenschaftler an der Universität Göttingen Prof. Dr. Arnd Krüger hat im Rahmen der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) einen Beitrag mit dem Titel „Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“ vorgetragen.
      Im Rahmen seines Beitrags hat Prof. Krüger Auffassungen vertreten, die von einer breiten Öffentlichkeit innerhalb und außerhalb der Universität als Angriff auf den Staat Israel und seine Bürger wahrgenommen werden. Das Präsidium der Georg-August-Universität distanziert sich mit aller Entschiedenheit von dem politischen Gehalt der von Prof. Krüger geäußerten Thesen und verurteilt, dass durch diese Äußerungen antisemitischen Positionen in unserer Gesellschaft Vorschub geleistet wird.
      Das Präsidium der Universität Göttingen hat am 30. Juni 2008 die universitäre Ombudskommission beauftragt zu prüfen, ob Prof. Krüger mit den von ihm vertretenen Thesen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verletzt hat. 


    2. Sieht so eine Distanzierung aus, siehe der peinliche Rechtfertigungsversuch unten im Text? Das gleiche Entschuldigungsstrickmuster wie jetzt in Hessen. Dass da Konsequenzen und ehrliche Bestandsaufnahme ausbleiben ist zu erwarten. (bd)
      achgut –
      Das Präsidium bedauert zutiefst…
      Der Sportwissenschaftler an der Universität Göttingen Prof. Dr. Arnd Krüger hat im Rahmen der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), die vom 19. bis 21. Juni in Göttingen stattgefunden hat, einen Beitrag mit dem Titel „Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“ vorgetragen. Dem Präsidium liegen inzwischen der PowerPoint-Vortrag von Prof. Krüger sowie schriftliche Berichte von Prof. Krüger und dem Göttinger Sporthistoriker PD Dr. Wolfgang Buss als dem örtlichen Organisator der dvs-Tagung vor. Auf dieser Grundlage hat das Präsidium die universitäre Ombudskommission beauftragt zu prüfen, ob durch die Thesen Prof. Krügers die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verletzt worden sind. 
      Nach eigenen Angaben wollte Prof. Krüger im Rahmen der Sporthistoriker-Tagung mit einer Darstellung der tragischen Ereignisse im Verlauf der Olympischen Spiele in München 1972, bei denen elf israelische Sportler ermordet wurden, die Bedeutung von Zeitzeugen im Prozess der Geschichtsschreibung beleuchten. Er vertrat dabei die auf seinen persönlichen Erlebnissen und seinen engen freundschaftlichen Kontakten zu Mitgliedern der israelischen Mannschaft beruhende These, dass die Mitglieder der israelischen Mannschaft damit rechnen mussten, dass sie von palästinensischen Kommandos angegriffen werden würden. Offen ließ er, ob sie im Glauben an einen Olympischen Frieden im Olympischen Dorf blieben oder ihren möglichen Tod im Interesse ihres Staates in Kauf genommen haben. Die Opfertod-These stellte Prof. Krüger dabei in einen Bezug zu einem unterschiedlichen „Körperverständnis und Verständnis von (werdendem) Leben“ in Israel im Vergleich zu anderen Industrienationen. So gäbe es in Israel eine höhere Abtreibungsquote, einen geringeren Schutz ungeborenen Lebens und eine Kultur, die „versucht Leben mit Behinderungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern“.
      Das Präsidium der Universität Göttingen erklärt dazu, dass Thesen oder Hypothesen von Angehörigen der Universität im wissenschaftlichen Diskurs behandelt und bewertet werden müssen, bevor sie von der Hochschulleitung kommentiert werden. Gleichzeitig distanziert sich das Präsidium entschieden von allen Äußerungen rassistischen oder auch antisemitischen Inhaltes innerhalb und außerhalb der Universität.
      Das Präsidium bedauert es zutiefst, dass Äußerungen eines Göttinger Wissenschaftlers Anlass dazu gegeben haben, als Angriff auf den Staat Israel und seine Bürger oder als antisemitische Positionen verstanden zu werden.
      Das Präsidium wird alles ihm mögliche tun, um derartigen Vorgängen entgegenzuwirken und klare Zeichen gegen Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus zu setzen. Die Universität Göttingen ist stolz auf ihre langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit mit israelischen Forschern und Universitäten und fördert aktiv Forschungskooperationen ihrer Mitglieder mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Israel. 
      Prof. Dr. Kurt von Figura für das Präsidium der Georg-August Universität Göttingen

    3. WEITERE INFORMATIONEN DER UNIVERSITÄT:
      Anlage/Download:
      aktuellen Kooperationen mit Universitäten in Israelund „Partnerschaftsvertrag mit der Hebräischen Universität Jerusalem
      Außerdem: „…zum Iran unterhalten wir [die Uni] zur Zeit keine Forschungskooperationen, dies ist aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen…“

  3. DEUTSCHER OLYMPISCHER SPORT BUND DOSB fordert Professor Krüger zur Rücknahme seiner Thesen auf – DOSB-Präsident Thomas Bach und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper haben Göttinger Sportwissenschaftler Professor Arnd Krüger aufgefordert, seine abstrusen Thesen zum Tod der israelischen Geiseln von 1972 öffentlich zurückzunehmen.

    Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper haben den Göttinger Sportwissenschaftler Professor Arnd Krüger aufgefordert, seine abstrusen Thesen zum Tod der israelischen Geiseln anläßlich des palästinensischen Terroranschlags auf die Olympischen Spiele von Münschen 1972 öffentlich zurückzunehmen.
    Vor allem aber, so Bach und Vesper weiter, solle sich Krüger unverzüglich bei den Hinterbliebenen der damaligen Terroropfer entschuldigen. Krüger hatte seine Thesen bei der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften am 20.Juni 2008 in Göttingen vorgetragen. Diese seien „völlig inakzeptabel“ nicht nur, weil sie sich auf keinerlei Belege stützten, sondern vor allem wegen des daraus sprechenden antisemitischen Menschenbildes, so Bach und Vesper.

  4. TAZ – Krude Thesen zum Olympia-Attentat von 1972 – „Ich habe eins auf die Nase bekommen“ – Arnd Krüger treibt die Frage um, warum israelische Sportler 1972 im Olympischen Dorf blieben, obwohl es Warnungen vor einem Anschlag gab. Im Interview nimmt er Stellung zu seinen umstrittenen Thesen.
    taz: Herr Krüger, Sie haben Sie behauptet, die israelischen Sportler seien bei dem Olympiamassaker 1972 freiwillig in den Opfertod gegangen. 
    ARND KRÜGER leitet das Institut für Sportwissenschaft an der Uni Göttingen. Er hat zu Sport im Nationalsozialismus, Sport und Antisemitismus und zur Arbeitersportgeschichte geforscht.    Foto: archiv
    Arnd Krüger: Das habe nicht gesagt, ich habe nicht vom Opfertod oder ähnlichem gesprochen. 

    Sondern?
    Ich gehe davon aus, dass es in der israelischen Olympiamannschaft Warnungen vor einem palästinensischen Attentat gab. In Israel hatte man darüber öffentlich diskutiert. Die Sportler, die im Olympischen Dorf blieben, müssen dies nach reiflicher Überlegung getan haben.
    Dafür bieten Sie unter anderem die Begründung an, dies sei eine „Grundlage für die Verlängerung der Schuld(en) Deutschlands gegenüber Israels“.
    Wenn man versucht, das Ganze zu erklären, läuft man Gefahr, auch von mir akzeptierte Grenzen zu berühren oder zu übertreten. Bei dem Versuch, mir selbst die Sache zu erklären, habe ich alle möglichen Erklärungsansätze aufgelistet, auch diesen. Dass ein Teil von dem, was ich gesagt habe, bei Anderen in den falschen Hals kommt, habe ich nicht erwartet.
    Was denn?
    Ich wollte ja gerade klarmachen, dass es keine antisemitischen Erklärungen gibt. Ich habe nicht antisemitisch argumentiert, nicht einmal antiisraelisch.
    Wie kommen Sie denn auf Ihre These?
    Hana Shezifi, eine israelische Läuferin, mit der ich befreundet war, hatte mir damals gesagt, dass sie über Nacht aus dem Olympischen Dorf ausgezogen war, weil es ihr zu heiß wurde. Meine Frage ist nun, warum sind elf Sportler geblieben? Große Teile des israelischen Teams wurden in Privatwohnungen untergebracht. Warum diese Elf nicht?
    Sie haben ein angeblich anderes Körperverständnis in der israelischen Gesellschaft angeführt: Mit Behinderten ginge man nicht gut um, die Abtreibungsrate sei exorbitant hoch. Was soll das?
    Ich habe eine israelische Dissertation aus dem Jahr 2007 zitiert, die vom Körperverständnis in Israel handelt.
    Was wollten Sie zeigen?
    Es war ein Fehler von mir, dies zu zitieren. Es ist eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2007, die sich auf die letzten Jahre bezieht. Daraus einen Schluss auf 1972 zu ziehen, ist falsch und ahistorisch.
    Nehmen wir an, es gäbe eine Studie zur Abtreibungsrate in Israel in den frühen Siebzigerjahren – was hätte das über den Mord in München besagt?
    Es ging mir um das individuelle Entscheidungsproblem der Sportler. Weil in Israel eine freie Diskussionskultur herrschte, gehe ich davon aus, dass niemand den Sportlern gesagt hat, sie müssten bleiben. Ich will herausfinden, warum die Sportler aus freien Stücken geblieben sind.
    Mit der Abtreibungsrate?
    Nein, es gibt in verschiedenen Ländern unterschiedliche Einstellungen zum Körper, zum Leben. Das äußert sich etwa in der Diskussion zur Stammzellenforschung. In Israel ist man viel forschungsfreundlicher als in Deutschland. So war meine hypothetische Überlegung. Das war wohl ein Fehler. Individuelles Handeln kann man so nicht erklären.
    Sie machen den Versuch, das Verhalten von Menschen in der Extremsituation mit einem besonderen Körperverständnis zu begründen. Unbegreiflich.
    Ich will herausfinden, warum die Sportler in dem Haus blieben. Ich glaube, man kann nicht sagen: Die waren durch Zufall da. Auch eine politische Erklärung, wonach es einen Befehl gegeben hätte, schließe ich aus. Es bleibt der soziologische Ansatz. Da könnte es zum einen eine gruppensoziologische Antwort geben, dass es eine Art Gruppendruck gab, nicht vorab aus dem Dorf auszuziehen oder in der konkreten Situation zu flüchten. Aber es sind ja viele Sportler ausgezogen. Und einige sind auch geflohen. Und dann gibt es noch die Ebene der Körpersoziologie. Es ist also der Versuch, die Frage, warum die elf Sportler geblieben sind, aus dem Umgang mit ihrem Körper heraus zu erklären. Ob man das wirklich so erklären kann, weiß ich nicht.
    Im Göttinger Hochschulsportmagazin „Seitenwechsel“ haben Sie auch schon zu dem Thema geäußert.
    Das war doch satirisch. Haben Sie das Interview ganz gelesen?
    Ja.
    Dann wissen Sie, dass ich auch gefragt wurde, ob ich den Fosbury-Flop erfunden habe und so weiter. Das war vom Tonfall der Studenten ulkig gemeint. Meine Antworten waren flapsig, dem Thema nicht angemessen.
    Sie haben dort gesagt, die Sportler, die im Olympiadorf wohnten, seien Geheimdienstmitarbeiter gewesen.
    Habe ich das gesagt?
    Ja, ich zitiere: „Von den männlichen Mitgliedern des israelischen Teams waren nur Geheimdienstler, Reserveoffiziere und Freiwillige da. Außer der Ringer Moshe Weinberg.“
    Ich muss sagen: Dafür habe ich keinen Beleg.
    Es heißt, Sie wollten Ihre Thesen demnächst gemeinsam mit einem israelischen Kollegen veröffentlichen.
    Meine Hypothese, dass es eine Warnung in israelischen Zeitungen gab, muss ich überprüfen. Ich spreche leider kein Hebräisch, also habe ich im Vorfeld Kontakt zu einem Kollegen aufgenommen. Ich weiß nicht, ob er mir als Partner noch zur Verfügung steht, jetzt, wo überall zu lesen ist, ich sei ein Antisemit.
    Warum wollen Sie an dem Thema dran bleiben?
    Ich habe eins auf die Nase bekommen. Nicht wegen der These, sondern wegen ihrer Begründung. Die These, dass es vorab eine Warnung gab, die das Verhalten der Sportler beeinflusst hat, halte ich für tragfähig. Nur kann ich die so nicht veröffentlichen.
    INTERVIEW: MARTIN KRAUSS

  5. TAZ – Krude Thesen zum Olympia-Attentat von 1972 – Uni findet Vortrag doch antisemitisch – Mit abstrusen Israel-Thesen hat sich der Göttinger Professor Arnd Krüger um Kopf und Kragen geredet. Der Olympia-Bund tobt, jetzt distanziert sich auch die Uni von dem Professor. VON VEIT MEDICK
     
    Die israelischen Sportler hätten sich freiwillig in ihrem Schicksal ergeben, um sich als politische Opfer zu stilisieren, meint Krüger.     Foto: dpa
    Es wird langsam eng für den prominentesten Göttinger Israeltheoretiker: Nach seinem umstrittenen Vortrag auf einer Tagung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS) am 20. Juni geht die Universität Göttingen in einer neuen Stellungnahme auf Distanz zu ihrem Sporthistoriker Arnd Krüger: „Das Präsidium der Georg-August-Universität distanziert sich mit aller Entschiedenheit von dem politischen Gehalt der von Prof. Krüger geäußerten Thesen und verurteilt, dass durch diese Äußerungen antisemitischen Positionen in unserer Gesellschaft Vorschub geleistet wird“, heißt es in der Erklärung. Jetzt muss die eingesetzte Ombudskommission klären, ob disziplinarische Maßnahmen eingeleitet werden. Krüger entschuldigte sich am Abend „für die Folgen, die meine Erklärungsansätze ausgelöst haben“.
    Der Sportwissenschaftler hatte auf der Jahrestagung der DVS einige abstruse Thesen zum Besten gegeben. Der Titel seines Vortrags lautete: „Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“ Kern des Power-Point-Vortrags: Die ermordeten Israelis hätten vom bevorstehenden Attentat gewusst und sich freiwillig ihrem Schicksal ergeben. So hätten sie sich als politische Opfer stilisieren können, „um der Sache Israels als ganzer zu nutzen“. Die Opfertod-These stützte Krüger auf ein unterschiedliches „Körperverständnis und Verständnis von (werdendem) Leben“ in Israel im Vergleich zu anderen Industrienationen. So gäbe es in Israel eine höhere Abtreibungsquote, einen geringeren Schutz ungeborenen Lebens und eine Kultur, die „versucht Leben mit Behinderungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern“. Noch auf der Tagung hatten Kollegen ihm „dummes Zeug“ und „antijüdische Stereotype“ vorgeworfen und sich geweigert, den Beitrag in den Sammelband der Tagung aufzunehmen.
    Inzwischen hat auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Krüger aufgefordert, seine Thesen öffentlich zurückzunehmen. Diese seien „völlig inakzeptabel“, vor allem wegen des daraus sprechenden antisemitischen Menschenbildes, sagten DOSB-Präsident Thomas Bach und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Krüger müsse sich unverzüglich bei den Hinterbliebenen der damaligen Terroropfer entschuldigen. Auch von Seiten des DVS dürfte er noch etwas zu hören kriegen. Der Dachverband widmete sich am Donnerstag in einer extra einberufenen Präsidiums-Sitzung der Causa Krüger. „Ich halte das wirklich für einen sehr ernsten Vorgang“, sagte Präsident Bernd Strauß der taz. „Wir müssen deutlich Position beziehen.“ Eine Erklärung wird für den Abend erwartet.
    Entsetzt ist auch die israelische Botschaft. Deren Vize Ilan Mor hatte vor ein paar Tagen von der „schlimmsten Formen der Dehumanisierung des Staates Israel“ gesprochen. In Kürze will Israels Chefdiplomat Yoram Ben-Zeev einen offiziellen Brief an den Unipräsidenten Kurt von Figura senden, um sich über Krüger zu beschweren. Die Thesen des Sporthistorikers seien eine Mischung aus Dummheit und Ignoranz, hies es am Donnerstag in der Botschaft. Dies betreffe besonders Krügers Beschreibung der israelischen Bevölkerungspolitik. Ein Blick auf die israelischen Ergebnisse bei den Paralympics hätte genügt, um zu wissen, dass er falsch liege.
    Krüger selbst kündigte am Abend in seiner neuesten Erklärung an, seine Thesen nicht weiter verfolgen zu wollen. Ihm sei klar geworden, dass seine Erklärungsversuche untauglich seien. „Ich ziehe sie daher mit dem Ausdruck großen Bedauerns zurück.“
    Unterstützung erhält der 64-Jährige dagegen von der sozialwissenschaftlichen Dekanin der Uni Göttingen, Margret Kraul. Sie werde ihm keinen Rücktritt nahelegen. Sein Lebenswerk zeige, dass „Herr Krüger eher antifaschistisch argumentiert“, sagte Kraul der taz. „Herr Krüger hat Fragen gestellt. Fragen darf ein Wissenschaftler stellen. Auch solche, die schwer zu ertragen sind.“ Ganz glücklich sei jedoch auch sie nicht mit der Vorstellung Krügers: „Belege für Antworten vermisst man bei Herrn Krüger.“ Er habe verschiedene Dinge vermischt. „Israel hat eine pronatalistische Bevölkerungspolitik. Aber die Frage ist, was das mit 1972 zu tun hat“, so Kraul.
    Jetzt warten alle auf das Ergebnis der Ombudskommission. „Wir haben eine Vorprüfung auf Verdacht von wissenschaftlichem Fehlverhalten gemäß der Richtlinie der Universität Göttingen begonnen“, erklärte Kommissionsmitglied Andreas von Tiedemann der taz. Das Gremium habe Krüger deshalb um eine kurzfristige Stellungnahme gebeten. „Zu bewerten, ob das antisemitisch ist, ist allerdings nicht Aufgabe einer Ombudskommission.“

  6. WELTWOCHE/HC Antisemitismus der klugen Kerle – Von: Henryk M. Broder

    Zu den Sätzen, mit denen man auf jeder Party Punkte sammeln kann, gehören Gemeinplätze wie „Die Basis ist die Grundlage des Fundaments“, „die Armut kommt von der Powerteh“ und „Antisemitismus ist eine Frage der Bildung“. Während die beiden ersten Behauptungen über jeden Zweifel erhaben und richtig sind, erweist sich die dritte immer wieder als reines Wunschdenken. Antisemitismus hat so viel mit Bildung bzw. Unbildung zu tun wie Durchfall mit der politischen Haltung des Betroffenen. Dennoch ist die Überraschung jedes mal groß, wenn ein Angehöriger der gebildeten Schichten mit beiden Beinen im antisemitischen Fettnapf erwischt wird.

    Wie der Direktor des Sportwissenschaftlichen Instituts an der Universität Göttingen, Prof. Dr. Arnd Krüger, ein bekannter und anerkannter Sporthistoriker. Er hat Hunderte von Beiträgen zur Kulturgeschichte des Sports und angrenzender Disziplinen veröffentlicht – über Nudismus in Nazi-Deutschland, internationalen Arbeitersport, Sport, Politik und Appeasement in den 30er Jahren, die Anfänge der olympischen Bewegung in Europa.

    In der Juni-Ausgabe des Göttinger Hochschulsportmagazins „Seitenwechsel“ erschien ein Interview mit Krüger, in dem er u.a. auch gefragt wurde, ob es stimmen würde, dass er 1972 „als Betreuer der israelischen Olympiamannschaft“ einem der Ringer „zur Flucht verholfen“ habe, als die Israelis von einem palästinensischen Terrorkommando überfallen wurden. Das sei so nicht gewesen, antwortete Krüger, er habe die israelischen Leichtathleten 1971 bei den „Vorolympischen Spielen“ betreut. Ob er auch ein Jahr später in München dabei war, ließ Krüger offen, trotzdem erzählte er eine Geschichte, die bis dahin niemand je gehört hatte.

    „Als die Attentäter in das Olympische Dorf eindrangen, flüchtete einer der Geher als letzter aus dem israelischen Quartier über den Balkon. Er hatte zentimeterdicke Brillengläser, d.h. er war praktisch blind ohne Brille. Und wenn jemand wie er flüchten konnte, hätte jeder flüchten können. Aber die Anderen wollten nicht, sie hatten sich freiwillig gemeldet und wussten, dass die Palästinenser kommen würden. Nicht wann – aber dass.“

    Der Interviewer wollte weder wissen, woher diese Informationen stammten, noch warum Krüger sie 36 Jahre für sich behalten hatte; das Interview wurde gedruckt und blieb unbemerkt, obwohl „Seitenwechsel“ mit einer Auflage von immerhin 12.500 Exemplaren erscheint und auch außerhalb von Göttingen gelesen wird.

    Kurz darauf nahm Prof. Dr. Arnd Krüger an einer Tagung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft in Göttingen teil, wo er  über das Olympia-Attentat von 1972 in München sprach – sozusagen die Fortsetzung des Interview-Statements. Seine Kollegen trauten ihren Ohren nicht, als Krüger seine Version des Anschlags vor ihnen ausbreitete. Er habe gesagt, erinnert sich ein Teilnehmer der Tagung, „die jüdischen Sportler hätten gewusst, dass es ein Attentat geben werde, sie seien freiwillig in den Tod gegangen für eine größere jüdische Sache“, Krügers Beitrag „war ein Skandal, der mit Wissenschaft nichts zu tun hatte, eine antijüdische Räubergeschichte“.

    Freilich: Zu einem richtigen Skandal wurde die „Räubergeschichte“ erst, nachdem sie von einigen Medien, u.a. dem Deutschlandfunk und Spiegel online, aufgegriffen wurde. Es ging nicht nur um Krügers Ruf, auch das Ansehen der Göttinger Uni war in Gefahr, die zu den Hochschulen mit „Exzellenz“-Status gehört.

    Während Krüger abtauchte und telefonisch nicht zu erreichen war, gingen auch seine Kollegen vom Institut für Sportwissenschaften auf Distanz. Professor Schröder sei auf Dienstreise, hieß es aus dem Sekretariat, Professor Buss nur während seiner Sprechstunde, dienstags von 12 bis 13, zu erreichen. Anfragen beim Rektorat wurden an die Pressestelle weiter geleitet, dort war zu erfahren, der Präsident der Universität habe die Ombudskommission beauftragt, die Äußerungen von Krüger entsprechend den Regeln „guter wissenschaftlicher Praxis“ zu prüfen, das könnte aber eine Weile dauern. In einer „Erklärung“, die der Präsident der Universität am Montagabend herausgab, hieß es, „Thesen oder Hypothesen von Angehörigen der Universität (müssen) im wissenschaftlichen Diskurs behandelt und bewertet werden, bevor sie von der Hochschulleitung kommentiert werden“. Zugleich distanzierte sich das Präsidium „entschieden von allen Äußerungen rassistischen oder auch antisemitischen Inhaltes innerhalb und außerhalb der Universität“ und bedauerte es „zutiefst, dass Äußerungen eines Göttinger Wissenschaftlers Anlass dazu gegeben haben, als Angriff auf den Staat Israel und seine Bürger oder als antisemitische Positionen verstanden zu werden“.

    Im Klartext: Das Präsidium der Göttinger Uni distanzierte sich von allem, nur nicht von den Ansichten Krügers. Und es bedauerte, dass seine Äußerungen missverstanden worden sein könnten. Krüger selbst meldete sich zeitgleich mit einer mail zu Wort, in der er versicherte: „Ich bedaure sehr, dass der Eindruck entstanden ist, als sei ich ein Anti-Semit.“ 

    Früher war der Antisemitismus der „Sozialismus der dummen Kerle“ (Bebel), heute kommt der Antisemitismus der klugen Kerle auch in besseren Kreisen vor. 
     

  7. HC EXKLUSIV: Stellungnahme von Prof. Arnd Krüger zu seinen Thesen zum Olympia-Anschlag 1972 …
    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Mon, 30 Jun 2008 18:14:35 +0200 (CEST)
    Von:
    akruege1@gwdg.de
    An: …
    Betreff: Re: … interview
    Sehr geehrter Herr …,
    In dem Referat bei der DVS-Sektion Sportgeschichte am 20.06.2008 ging es um die Frage, was die Israelische Mannschaft vor dem Terroranschlag befürchten musste. Aufgrund der Information von Zeitzeugen und der Diskussion in israelischen Zeitungen vor dem Attentat und der offensichtlich begrenzten Sicherheit im Olympischen Dorf bin ich davon ausgegangen, dass die Frage der Sicherheitslage in der israelischen Mannschaft diskutiert wurde. Dies habe ich auch bereits 1999 in einem Buchkapitel geschrieben: A. KRÜGER: The Unfinished Symphony. A History of the Olympic Games from Coubertin to Samaranch, in: J. Riordan & A. Krüger (Hrsg.): The International Politics of Sport in the 20th Century. London: Spon 1999, 3 – 27.
    Ich halte dies auch weiterhin für eine legitime Frage, da bei der bisherigen Erforschung des historischen Kontextes vor allem die Frage des Danach, nicht aber das Davor thematisiert wurde. Als Zeitzeuge, der vier Mitglieder der israelischen Mannschaft persönlich kannte (darunter einen der Ermordeten) und der seine Gefühle in der Sache unmittelbar nach dem Attentat auch in einem Nachruf für die Zeitschrift Leistungssport wiedergegeben hat, treibt mich die Frage um, was damals eigentlich wirklich passiert ist. Dazu ist die Erforschung des Kontextes erforderlich. Meine Betroffenheit über die Situation, wie ich sie damals ausgedrückt habe, hat sich bis heute nicht verändert, deshalb habe ich in dem Vortrag auch meinen damaligen Nachruf in der Power-Point-Präsentation gezeigt….
  8. JP – German university teaches anti-Semitic theory – Jul. 2, 2008 – BENJAMIN WEINTHAL, Jerusalem Post correspondent in Berlin , THE JERUSALEM POST
    Mounting pressure from non-Jewish groups and the Israeli Embassy in Berlin has led the German Sports Science Association and the University of Göttingen to convene special sessions to address an anti-Semitic theory propagated by Göttingen Prof. Arnd Krüger.
    At an academic conference on June 20 in Göttingen, Lower Saxony, Krüger argued in his lecture on „Hebron and Munich: How do we communicate sports history without getting caught in [the] snare of anti-Semitism?“ that the 11 Israeli athletes and coaches who died at the 1972 Olympic Games in Munich essentially committed suicide „for the cause of Israel.“
    According to a report in the mass-circulation daily Süddeutsche Zeitung, Krüger contends the sportsmen sacrificed themselves to prolong financial restitution from Germany, and to preserve guilt among Germans due to the Holocaust.
    Speaking to The Jerusalem Post from his office at the University of Münster in North Rhine-Westphalia, Michael Krüger, a sports historian (unrelated to Arnd Krüger) who was present at the controversial lecture, said Arnd Krüger had asserted that the Israelis wanted to „strengthen the victim status of Israel“ and thereby allow the Jewish state to use their deaths as an „instrument against the Palestinians.“
    Arnd Krüger also said Israel had a high abortion rate compared with other industrialized nations, and that the Jewish state went to great lengths to prevent „living with disabilities.“
    In an e-mail to the Post he wrote, „I hoped to explain a phenomenon of cultural history, not because I intended to discredit anyone with it.“
    Ilan Mor, the chargé d’affairs at the Israeli Embassy, told the Post: „What does that have to do with“ the Palestinian Black September terror raid against Israel’s Olympic squad?
    Mor said whether or not Krüger „steps down is a matter for the decision-makers“ at the university and the German Federation of Science of Sports.
    Mor reiterated his statement from Saturday: „This is the worst form of dehumanizing the State of Israel.“
    Dr. Marietta Fuhrmann-Koch, a spokeswoman for the University of Göttingen, told the Post an ombudsman committee would meet this week to review the matter. When asked whether anti-Semitism experts would be involved, she said no, but that faculty members from the law, medicine and agricultural departments would be. „We Germans are all anti-Semitism experts,“ Furhmann-Koch said.
    The university’s press statement, while condemning racism and anti-Semitism, did not reject the content of Krüger’s speech. Fuhrmann-Koch said the university’s leadership would wait for the ombudsman committee’s review.
    Critics charge the university with tolerating Krüger’s unsavory theory. The Post received a copy of a strongly worded letter from the German chapter of Scholars for Peace in the Middle East, issued to the president of the university, Dr. Kurt von Figura, saying that „this is not the first time“ Krüger has posited anti-Israel views.
    The college sports magazine Seitenwechsel published an interview with Krüger in April during which he disseminated his martyr theory.
    „They had volunteered and knew the Palestinians would come,“ said Krüger, referring to the Israeli athletes, who were „only secret servicemen, reserve officers and volunteers,“ and who „didn’t want“ to flee.
    Experts assert that holding Jews culpable for their own murder – whether during the Holocaust or in Munich in 1972 – is a manifestation of anti-Semitism. Fuhrmann-Koch said the university had received no complaints about the content of the interview.
    Frederick Borkenhagen, director of the German Federation of Science of Sports, told the Post that an ethics committee would meet on July 3 and 4 to examine whether Krüger’s „work is clean,“ and to deliberate over his possible „expulsion from the DVS [German Federation of Science of Sports].“
    Michael Krüger, who is also a DVS member, said that „most of those present at Krüger’s lecture“ categorized his „pattern of thought as anti-Semitic.“
    Sacha Stawski, the editor-in-chief of Honestly Concerned, a media watchdog outlet in Germany monitoring anti-Semitism and anti-Israelism, told the Post, „Although [Arnd] Krüger has Jewish friends,“ Stawski said he was „not surprised“ that „ritual murder anti-Semitism is deeply rooted in his thinking.“
    Christians manufactured the myth of Jews committing a „ritual murder of gentile children,“ Stawski said.
    „Anti-Semitism has nothing to do with the degree of education,“ said Stawski.
    He said he was less worried by right-wing neo-Nazi anti-Semitism; rather, he thinks anti-Semitism from the middle and upper classes, in people like Dr. Ludwig Watzal of Germany’s Federal Agency for Civic Education and Arnd Krüger, represented the more disturbing trend in Germany. Academic anti-Semitism had become [increasingly] respectable, according to Stawski.
    Honestly Concerned and other organizations combating anti-Semitism and racism are seeking the dismissal of Watzal, who is a top-level employee at the Agency for Civic Education and has written articles – during his leisure time – for the Web site Campo Antiimperialista, which passionately supports Hamas and Hizbullah. The agency works to prevent and end anti-Semitism and anti-Zionism in Germany. The most popular pro-Israel blogger in Germany, Lizas Welt, named Watzal a „free-time anti-Semite.“
    The Post broke the story about Watzal’s anti-Israel diatribes in March. Agency for Civic Education press spokesman Raul Gersson told the Post that Watzal had a new assignment and no longer was editor for their publication Apuz.
    The daily Tagesspiegel reported in June that Watzal had been demoted. An ongoing disciplinary process is currently unfolding at the agency, and Interior Minister Wolfgang Schäuble has intervened because of Watzal’s anti-Israel positions.
  9. LIZASWELTGöttinger Verschwörungstheorien
    Vor knapp zwei Wochen vertrat ein Göttinger Universitätsprofessor in einem Vortrag vor akademischem Publikum die Ansicht, die elf während der Olympischen Spiele 1972 in München von palästinensischen Terroristen ermordeten israelischen Sportler hätten von dem bevorstehenden Attentat gewusst und seien freiwillig in den Tod gegangen, um sich für Israel zu opfern. Nach Protesten sahen sich nun sowohl der Sportwissenschaftler als auch das Präsidium der Hochschule veranlasst, Stellung zu beziehen.
    Hellhörig hätte man in Göttingen schon früher werden können. Arnd Krüger,
    Professor für Sportgeschichte und Sportsoziologie und Direktor des zur Universität gehörenden Instituts für Sportwissenschaften, hatte seine Thesen nämlich bereits im Frühjahr in einem Interview mit dem Hochschulsportmagazin Seitenwechsel angedeutet:* „Als die Attentäter in das Olympische Dorf eindrangen, flüchtete einer der Geher als Letzter aus dem israelischen Quartier über den Balkon. Er hatte zentimeterdicke Brillengläser, das heißt er war praktisch blind ohne Brille. Und wenn jemand wie er flüchten konnte, hätte jeder flüchten können. Aber die anderen wollten nicht. Sie hatten sich freiwillig gemeldet und wussten, dass die Palästinenser kommen würden. Nicht wann – aber dass.“ Die israelische Presse habe die Gefahr für die israelischen Sportler „schon Wochen vorher“ diskutiert; die Frauenmannschaft sei deshalb privat untergebracht worden. Die Männer im Olympischen Dorf wohnen zu lassen, sei „eine politische Entscheidung“ gewesen, sagte Krüger, den die Vorgänge und ihre angeblichen Hintergründe an ein historisches Ereignis erinnerten: „[Auch] in Hebron nahm 1949** der damalige Herrscher den Tod der Bevölkerung in Kauf, um einen Freifahrtsschein für einen Krieg von der Weltöffentlichkeit zu bekommen.“


    1. ACHGUT Liza: Die Projektionen von Professor Unrat
      „Die 1972 beim Olympiaattentat durch palästinensische Terroristen getöteten israelischen Athleten hätten von den mörderischen Plänen gewusst und seien freiwillig in den Tod gegangen – ‚um der Sache Israels als ganzer zu nutzen'“, fasste unter anderem die Süddeutsche Zeitung, die sich auf Teilnehmer der Tagung berief, Krügers Darstellungen zusammen. „Dieser spektakuläre Opfergang hätte die Schuld (und auch die Schulden) Deutschlands gegenüber dem Staat Israel verlängern sollen. Zudem konstruierte der Professor Zusammenhänge zwischen diesem angeblichen Opfergang sowie einem unterschiedlichen Körperverständnis, das in Israel herrsche. Im Vortrag hieß es, die Abtreibungsrate in Israel sei bis zu zehnmal höher als in anderen westlichen Industrienationen. Die jüdische Kultur versuche, Leben mit Behinderungen massiv zu verhindern.“
      http://www.lizaswelt.net/2008/07/gttinger-verschwrungstheorien.html   
  10. KSTA – Skandal um Wissenschaftler – „Antisemitismus pur“ – Der Sportwissenschaftler Arnd Krüger behauptet, die 1972 beim Olympia-Attenat getöteten israelischen Athleten seien freiwillig gestorben – und zwar um die Schuld Deutschlands gegenüber dem Staat Israel zu verlängern. Der Zentralrat der Juden ist entsetzt über die Äußerung.
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    Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann (Bild: ddp)
    KÖLN – Die Äußerungen des Göttinger Sportwissenschaftlers Arnd Krüger, wonach die 1972 beim Olympia-Attentat getöteten israelischen Athleten freiwillig gestorben seien, sind „Antisemitismus pur“, sagte der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann. Der Wissenschaftler hatte erklärt, dieser spektakuläre Opfergang habe die Schuld Deutschlands gegenüber dem Staat Israel verlängern sollen.
    Zusätzlich habe der Professor auf der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte in Göttingen Zusammenhänge mit einem unterschiedlichen Körperverständnis konstruiert, das in Israel herrsche konstruiert, heißt es in der „Süddeutschen Zeitung“. Im Vortrag hieß es demnach, die Abtreibungsrate in Israel sei bis zu zehnmal höher als in anderen westlichen Industrienationen. Die jüdische Kultur versuche Leben mit Behinderungen massiv zu verhindern….

    1. goettinger-tageblatt.de  Zentralrat der Juden fordert Konsequenzen
      Antisemitismus pur“ sind für den Vizepräsidenten des Zentralrates der Jugend in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, die Thesen des Göttinger Sportwissenschaftlers Prof. Arnd Krüger. Dieser hatte bei einer Tagung der „Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft“ (dvs) im Juni Thesen aufgestellt, wonach Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft 1972 in München bewusst in der Mannschaftsunterkunft geblieben waren – trotz Hinweisen auf mögliche Angriffe (Tageblatt berichtete).
      Graumann forderte Konsequenzen für Krüger. Dessen Äußerungen seien eine Überschreitung der Meinungsfreiheit und grenzten an „Volksverhetzung“, erklärte der Vizepräsident in Bezug auf die „konstruierten Zusammenhänge, wonach zwischen dem angeblichen Opfergang sowie einem unterschiedlichen Körperverständnis, dass in Israel herrsche“. Ebenso sind nach Ansicht von Graumann, „das Schweigen und die bisherigen Beschwichtigungsversuche der Leitung der Universität Göttingen und der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) mindestens ebenso skandalös wie Krügers Aussagen selbst.“

  11. JUEDISCHE.ATVolkssport Geschichtsfälschung? – Wissenschaftlicher Status als Freibrief für Verleumdung?  Doris Kalveram 
      
    Mit der Unterstellung , die israelischen Sportler wollten sich während der Olympischen Spiele 1972 massakrieren zu lassen, greift Prof. Krüger die Ehre ermordeter Menschen an.
    Sie hätten damit ihrem Staat dienen wollen, spekuliert der Göttinger Professor öffentlich. In dieser schändlichen Weise wird nun an 11 jüdische Männer erinnert, die 1972 bereit waren, an der ersten Olympiade im demokratischen Deutschland teilzunehmen.
    Für die Sicherheit des Teams waren Deutsche verantwortlich. Auf dem olympischen Gelände galt ein generelles Waffenverbot. Als die palästinensische Terrorgruppe
    „Schwarzer September“ ins olympische Dorf eindrang , hatten die israelischen Sportler keine Chance, sich zu verteidigen. Heute haben sie keine Chance , sich gegen Diffamierungen zu wehren.
    Inzwischen lässt das Präsidium der Göttinger Universität prüfen, ob durch Krügers „Thesen“ „Regeln guter wissenschaftlicher Praxis“ verletzt wurden. Was interessiert Menschenwürde, solange Regeln befolgt werden ?
    Mangelnde Gründlichkeit wird dem Institutsleiter kaum nachzuweisen sein. Es gelangt ihm , alle Fakten zu ignorieren, die seine „These“ widerlegen….


  12. FR – Attentat 1972 – Sporthistoriker unter Verdacht – VON HARRY NUTT
    Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, hatte der Sporthistoriker Arnd Krüger Ende Juni in einem Vortrag in Göttingen gefragt, „ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“. Aus dem Vortrag ist ein Fall Krüger geworden, und das Wort „verhaspeln“ ist angesichts der heftigen Reaktionen eine sehr milde Bezeichnung.
    Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden in Deutschland nennt Krügers Äußerungen „Antisemitismus pur“ und fordert Konsequenzen von der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS), auf deren Jahrestagung Krüger als Leiter des Instituts für Sportwissenschaften der Universität Göttingen gesprochen hatte.
    Der frühere Leichtathlet hatte dort über den Überfall palästinensischer Terroristen bei den Olympischen Spielen 1972 in München referiert und über mutmaßliche Motive der israelischen Sportler nachgedacht, vorausgegangene Warnungen zu missachten. Tatsächlich waren einzelne Mitglieder der Mannschaft aus Sicherheitsgründen nicht in das olympische Dorf gezogen. Krügers Überlegungen waren als eine Art Opfer-Mythos verstanden worden. Die ermordeten Israelis hätten ihren Tod in Kauf genommen, um sich absichtlich als politische Opfer zu stilisieren. „Dummes Zeug“, „antijüdische Stereotype“, empörten sich Teilnehmer der Tagung. Schriftlich weist Krüger den Vorwurf des Antisemitismus zurück. „Ich bedaure sehr, dass der Eindruck entstanden ist, ich sei ein Anti-Semit. Alle meine bisherigen Publikationen beweisen das Gegenteil.“ Ferner habe er in dem Referat nicht von einem Opfer-Tod der israelischen Sportler gesprochen.
    Krüger ist auch Zeitzeuge
    Arnd Krüger beansprucht eine Art Zeitzeugenschaft für die Vorgänge von 1972. Er kannte Mitglieder der israelischen Mannschaft persönlich, darunter auch zwei der Ermordeten. Arnd Krüger ging 1972 im Olympischen Dorf ein und aus. Der einstige Mittelstreckler war 1968 in Mexiko selbst Olympiateilnehmer und schied dort im Zwischenlauf über 1500 Meter aus….

  13. ABENDBLATTOlympia-Massaker 1972 Göttinger Sporthistoriker stellt unglaubliche These auf: „Israels Sportler opferten sich freiwillig“ – Empörung bei Israels Botschaft und Wissenschaftlern: „Eine Form von Antisemitismus.“ Uni berät Konsequenzen. – Von Thomas Frankenfeld
    Deutliche Worte findet auch der Berliner Publizist Rafael Seligmann: „Wenn diese Äußerungen so gefallen sind, halte ich sie für mit das Empörendste, was ich je im Nachkriegsdeutschland über Juden gehört habe. Ich bin wirklich nicht sehr empfindlich, aber das ist ja eine Entmenschlichung. Dass die Israelis freiwillig gestorben sind – das ist intellektuelle Selektion, falls man bei so einem Menschen überhaupt von intellektuell sprechen kann.“ Auf die Frage, wie Krüger auf seine These gekommen sein mag, erwidert Seligmann: „Da müssen Sie seinen Psychiater fragen.“ Um Antisemitismus gehe es gar nicht, sagte Seligmann dem Abendblatt, „das ist einfach unmenschlich. Es würde mich genau so ärgern, wenn er das über Iraner, Dänen oder Homosexuelle gesagt hätte“….

  14. göttinger tagblatt Zentralrat der Juden fordert Konsequenzen
    Antisemitismus pur“ sind für den Vizepräsidenten des Zentralrates der Jugend in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, die Thesen des Göttinger Sportwissenschaftlers Prof. Arnd Krüger. Dieser hatte bei einer Tagung der „Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft“ (dvs) im Juni Thesen aufgestellt, wonach Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft 1972 in München bewusst in der Mannschaftsunterkunft geblieben waren – trotz Hinweisen auf mögliche Angriffe (Tageblatt berichtete).
    Graumann forderte Konsequenzen für Krüger. Dessen Äußerungen seien eine Überschreitung der Meinungsfreiheit und grenzten an „Volksverhetzung“, erklärte der Vizepräsident in Bezug auf die „konstruierten Zusammenhänge, wonach zwischen dem angeblichen Opfergang sowie einem unterschiedlichen Körperverständnis, dass in Israel herrsche“. Ebenso sind nach Ansicht von Graumann, „das Schweigen und die bisherigen Beschwichtigungsversuche der Leitung der Universität Göttingen und der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) mindestens ebenso skandalös wie Krügers Aussagen selbst.“
    Die Universität Göttingen und die Vereinigung für Sportwissenschaft hatten am Montag erklärt, in ihrer Ombuds- und Ethikkommission die Thesen zu prüfen. Die dvs will sich mit Krügers Vortrag in ihrer Präsidiumssitzung am Donnerstag befasssen.
    Krüger hatte erklärt, dass sein „Werkstattbericht“ sporthistorisch die Situation vor der Geiselnahme und Ermordung des israelischen Teams beleuchten sollte. „Es tut mir leid, wenn ich hierdurch persönliche Gefühle verletzt habe“, sagte Krüger, der 1972 Kontakt zum israelischen Team in München hatte.jes
     
     

     
  15. Es kommt immer dicker. Achten Sie auf die letzten beiden Sätze in diesem Auszug…(bd)
    ta
    z –
    In den Fallstricken des Antisemitismus
    Ein Professor behauptet, die israelischen Opfer des Olympia-Attentats von 1972 seien freiwillig in den Tod gegangen. Der Zentralrat der Juden kritisiert die Äußerungen als Volksverhetzung“. VON BENJAMIN LAUFER

    Ein bewaffneter Polizist schirmt im September ’72 den Block des Olympischen Dorfes in München ab, in dem Palästinenser israelische Sportler als Geiseln genommen haben. Foto: dpa
    Heftige Kritik hat ein Wissenschaftler der Universität Göttingen mit antisemitischen Äußerungen auf sich gezogen. Der Direktor des Instituts für Sportwissenschaften, Arnd Krüger, hatte auf einer Tagung behauptet, die elf israelischen Sportler, die beim Olympia-Attentat 1972 in München starben, seien freiwillig in den Tod gegangen. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, nannte das „Antisemitismus pur“.
    Der Vortrag des Professors Arnd Krüger im Juni in Göttingen hatte sich darum gedreht, wie man die Zeitgeschichte des Sports vermitteln könne, ohne sich in den „Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln“ – so der Titel. Genau das war ihm aber nicht gelungen. Seine These: Die israelischen Sportler hätten sich 1972 freiwillig gemeldet und gewusst, dass die Palästinenser kommen würden und ein Attentat verüben würden. Es habe sich um eine politische Entscheidung gehandelt, dass die Sportler zum Zeitpunkt des Anschlags überhaupt anwesend waren. In der israelischen Geschichte hätten Herrscher schon früher den Tod von Israelis in Kauf genommen, um Kriege zu rechtfertigen. Diese Meinung hatte der Wissenschaftler schon in einem Göttinger Hochschulmagazin zu Semesterbeginn vertreten.

  16. goettinger tagblatt Kritik an Krügers Opfertod-These – Angela Brünjes
    Sind israelische Teammitglieder bei den Olympischen Spielen 1972 in der Sportler-Unterkunft geblieben, obwohl es Hinweise auf Anschläge gab? Mit dieser Frage und weiteren Thesen in einem Vortrag bei einer Fachtagung hat der Göttinger Sportwissenschaftler Prof. Arnd Krüger scharfe Kritik ausgelöst in Fachkreisen und von der Botschaft Israels.

    Prof. Arnd Krüger  
    Bei der Tagung „Sportgeschichte erforschen und vermitteln“ der Sektion Sportgeschichte der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) sprach Prof. Krüger, Direktor des Instituts für Sportwissenschaften der Georg-August-Universität, über „Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“. Was Krüger in seinem Werkstattbericht darlegte, waren Thesen ohne Beleg, die anfangs zwei Zuhörer scharf kritisierten, später folgten weitere Fachkollegen, so von den Universitäten Münster, Gießen und Hannover.
    Er habe, erklärte Krüger am Montag auf Tageblatt-Anfrage, die Frage erörtern wollen, welche Bedeutung Zeitzeugen für die historische Forschung haben. „In diesem Fall war ich selber Zeitzeuge. Ich kannte Mitglieder der israelischen Mannschaft“, sagte Krüger, er ist 1972 im Olympischen Dorf in München „ein- und ausgegangen“. Seitdem beschäftigt er sich mit dem Thema. Bereits 1999 habe er publiziert, dass 1972 israelische Mannschaftsmitglieder aus Sicherheitsgründen nicht im Dorf, sondern in der Stadt untergebracht wurden.

  17. jüdische.at Offenbar keine Konsequenzen für antisemitische Entgeleisung eines Mitarbeiters der Universität Göttingen

    Prof. Dr. Kurt von Figura für das Präsidium der Georg-August Universität Göttingen
    Erklärung des Präsidiums der Georg-August-Universität Göttingen 
    Der Sportwissenschaftler an der Universität Göttingen Prof. Dr. Arnd Krüger hat im Rahmen der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), die vom 19. bis 21. Juni in Göttingen stattgefunden hat, einen Beitrag mit dem Titel „Hebron und München. Wie vermitteln wir die Zeitgeschichte des Sports, ohne uns in den Fallstricken des Antisemitismus zu verhaspeln?“ vorgetragen.
    Dem Präsidium liegen inzwischen der PowerPoint-Vortrag von Prof. Krüger sowie schriftliche Berichte von Prof. Krüger und dem Göttinger Sporthistoriker PD Dr. Wolfgang Buss als dem örtlichen Organisator der dvs-Tagung vor.
    Bitte weiterlesen…

  18. süddeutsche „Antijüdische Stereotype“ – Thomas Kistner 
    olympia attentat 1972
     
    Von diesen acht Mitgliedern der Olympia-Mannschaft Israels, die am 5. September 1972 von arabischen Terroristen als Geiseln genommen werden, kommen sieben bei der Schießerei zwischen Terroristen und Polizei in der Nacht zum 6. September auf dem Flugplatz von Fürstenfeldbruck ums Leben. Es handelt sich um (von oben links nach unten rechts) den Ringer Eliezer Halfin, der als Einziger überlebt, den Schießtrainer Kehat Shorr, den Leichtathletiktrainer Amitzur Shapira, den Gewichtheber David Berger, den Fechttrainer Andre Spitzer, den Ringer Mark Slavin und die beiden Gewichtheber Joseph Romano und Zeev Friedman. Insgesamt kommen bei dem Überfall der Terroristen und später bei der tragisch endenden Befreiungsaktion elf Israelis, ein Polizist und fünf Terroristen ums Leben.
     
    Der Sportwissenschaftler Arnd Krüger behauptet, die 1972 beim Olympia-Attentat getöteten israelischen Athleten seien freiwillig gestorben, um die Schuld Deutschlands gegenüber dem Staat Israel zu verlängern.   Die Affäre bei der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS) ist eine Woche alt. Doch behandelt wurde sie erst diskret, hinter universitären Türen. Anlässlich der Jahrestagung der Sektion Sportgeschichte in Göttingen hatte am 20. Juni Professor Arnd Krüger die Kollegen mit einer fundamentalen Erkenntnis aus Zeitzeugensicht geschockt: Die 1972 beim Olympiaattentat durch palästinensische Terroristen getöteten israelischen Athleten hätten von den mörderischen Plänen gewusst und seien freiwillig in den Tod gegangen – „um der Sache Israels als ganzer zu nutzen“. Dieser spektakuläre Opfergang hätte die Schuld (und auch die Schulden) Deutschlands gegenüber dem Staat Israel verlängern sollen.
     

  19. JP Israel wants action against academic who defamed Munich athletes – Benjamin Weinthal
    Neither Black September, a Palestinian terrorist group with ties to Fatah, nor incompetence on the part of German authorities was responsible for the murder of 11 Israeli athletes during the Munich Olympic Games on September 5, 1972; rather, according to a German sports historian, the athletes sacrificed themselves voluntarily.
    The Israeli Embassy in Berlin has demanded that German politicians take action against University of Göttingen professor Arnd Kruger, whose alleged anti-Semitic lecture has created a public row. 


    1. Achgut Another Non-Antisemite – Benjamin Weinthal
      Der Spiegel’s Web site reported Saturday that Kruger, director of the Institute for Sport Studies in Göttingen, Lower Saxony, had said the murdered Israeli athletes had prior knowledge of the planned massacre and consciously decided to stay at the Olympic village to sacrifice themselves for the Jewish state. Kruger supported his martyr theory by saying there is a „different perception of the human body“ in Israel compared with other industrialized nations. He also said that „Israel is trying to prevent at all costs living with disabilities“ and had a higher abortion rate than other Western countries.
      http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1214726153485&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull  

  20. israelnetz Sporthistoriker: Attentatsopfer von München 1972 opferten sich selbst
    GÖTTINGEN (inn) – Der Vortrag eines deutschen Sporthistorikers am Freitag hat sowohl in Israel als auch in Deutschland Empörung ausgelöst. Arnd Krüger, Direktor des sportwissenschaftlichen Institutes der Universität Göttingen, hatte auf einer Tagung behauptet, die israelischen Sportler, die 1972 bei den Olympischen Spielen in München Opfer eines palästinensischen Attentats wurden, hätten sich freiwillig geopfert. Einen Beleg für seine These konnte Krüger nicht geben.
    Acht palästinensische Terroristen hatten 1972 bei den Olympischen Spielen in München das Quartier der israelischen Sportler überfallen. Sie nahmen die elf Israelis zunächst als Geisel und töteten sie bei einem Befreiungsversuch der deutschen Polizei. Dabei kamen auch ein deutscher Beamter sowie fünf der Täter ums Leben. Der Sporthistoriker Krüger sagte in seinem Vortrag, die israelische Mannschaft habe den Überfall der Terroristen erwartet und sei absichtlich in den Tod gegangen, um dem Staat Israel zu dienen.

  21. DLF/Sport am Sonntag: „Verhöhnung jüdischer Opfer“- Skandal bei deutschen Sporthistorikern
    „Sportgeschichte erforschen und vermitteln“, so lautete der  Titel einer Historikertagung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, die an diesem Wochenende in Göttingen stattfand. Sporthistoriker aus ganz Deutschland diskutierten über Themen wie Fußball im Nationalsozialismus, Sportgeschichte als Kulturwissenschaft und welchen Beitrag die Sportgeschichte für den Schulunterricht leisten kann.  Manfred Wichmann vom Jüdischen Museum berichtete über eine Ausstellung zum jüdischen Sport,  Peter Tauber aus Frankfurt präsentierte in seinem Vortrag neueste Erkenntnisse zur Situation des Sports im ersten Weltkrieg und der Zeithistoriker Wolfram Pyta aus Stuttgart skizzierte in seinem vielbeachteten Einführungsvortag neue Forschungsperspektiven für die Sportgeschichte.  In verschiedenen Referaten wurde  über die Bedeutung von Quellen und Zeitzeugen gesprochen, die Frage ihrer Verlässlichkeit hinterfragt.  Mitten in diesen kritischen Umgang mit der Geschichte platzte ein Beitrag von Professor Arnd Krüger, Direktor des Sportwissenschaftlichen Instituts der Universität Göttingen, der  im Auditorium große Betroffenheit auslöste. Michael Barsuhn informiert:
    mp3:
    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/06/22/dlf_20080622_1945_1e4f9d55.mp3

  22. haaretz German prof.: Israeli athletes willfully sacrificed themselves in Munich massacre – Assaf Uni
    Berlin – A German academic has claimed that there is a possibility that the 11 Israeli athletes who were massacred by Palestinian militants during the 1972 Olympic Games in Munich knew of the attack in advance but willfully sacrificed themselves, the German weekly Der Spiegel reported on Saturday.
    At an academic conference last week, Prof. Arnd Kruger of the Institute for Sport Studies at the University of Gottingen compared the 1929 massacre of Hebron Jews with the athletes‘ refusal to leave the Olympic Village despite alleged prior knowledge of the attack.
    During the 1972 Summer Olympics an offshoot of the Palestinian Fatah movement called Black September took over the apartment of the Israeli team, taking them hostage. After nerve wrecking negotiations, the 11 athletes, as well as a German police officer and five of the eight perpetrators, were killed in a botched rescue attempt.
       
  23. Achgut The Nutsy Professor And The 1972-Olympics – Henryk M. Broder
    Es ist nicht einfach, fortschrittsgläubigen Menschen die Einsicht zu vermitteln, dass Antisemitismus nichts mit Bildung bzw. Unbildung zu tun hat, dass er bei Angehörigen der gebildeten Stände ebenso oft (und manchmal sogar öfter) vorkommt wie bei den sogenannten bildungsfernen Schichten. Und dass Antisemitismus nichts mit dem Verhalten von Juden, nicht mal mit deren Vorhandensein zu tun hat. Der Antisemit leidet an einer Obsession, der er sich lustvoll hingibt. Man erkennt ihn meistens daran, dass er sich immer auf seine vielen guten „jüdischen Freunde“ beruft, neuerdings auch, dass er sich für eine „gerechte Lösung“ im Nahen Osten einsetzt, die für Israel einer Endlösung gleichkäme. Der Antisemit findet immer einen Dreh, die Juden für das verantwortlich zu machen, was ihnen angetan wird, so wie der Vergewaltiger immer einen Grund findet, warum die Frau, die er vergewaltigt hat, selber schuld ist, dass sie vergewaltigt wurde.

  24. hagalil Deutscher Professor zu Münchner Massaker: Israelische Sportler haben sich freiwillig geopfert – Assaf Uni
    Übersetzung von Daniela Marcus
    Ein deutscher Akademiker hat behauptet, es bestünde die Möglichkeit, dass die 11 israelischen Sportler, die während der Olympischen Spiele 1972 in München von palästinensischen Militanten niedergemetzelt wurden, zuvor von diesem Angriff gewusst, sich jedoch freiwillig geopfert hätten. Dies berichtete die deutsche Wochenzeitschrift „Der Spiegel“ am Samstag.

  25. YNETGerman prof.: Sportsmen slain in Munich knew of pending attack – Professor Arnd Krüger claims Israeli athletes murdered in 1972 knew their lives were in danger because of ‚Olympic village’s poor security,‘ but decided to stay, sacrifice themselves for Israel’s interests – Eldad Beck
    BERLIN– A prominent German professor claimed recently that the 11 Israeli sportsmen killed during the 1972 Munich Olympics knew of the coming terror attack in advance and decided to sacrifice themselves for the sake of their country.
    In a recent lecture, Prof. Arnd Krüger of the University of Göttingen, who covered the Munich Olympics as a journalist and claimed to have known some of the murdered Israeli athletes, compared the decision made by the sportsmen to stay in the Olympic village despite the known threat to their safety to the decision made by the Jews to stay in Hebron during the 1929 Palestine riots.
    Krüger, reported some of the attendants in the lecture, even went as far as to suggest that the athletes knew of the impending attack and decided to stay on the premises and sacrifice themselves for the sake of Israel’s interests.
    Speaking to Yedioth Ahronoth on Saturday, Krüger denied ever saying he believed the Israeli mission to the Munich Olympics knew that it would be targeted, but added that „one has to assume that the sportsmen who stayed in the village knew it had poor security.
    „In fact, the security was so substandard, that it was practically an open invitation to terrorists. The Israeli journalists reported about that. The athletes spoke about it. One has to wonder why they decided to stay anyway.“
    ‚Dehumanizing Israel in the worst way‘
    Other Israelis on the Munich delegation, added Krüger, knew the situation on the grounds was not safe, „But they believed no harm would come to them. I’m not a racist or an anti-Semite, I’m just trying to understand what really happened.“
    Nevertheless, Krüger’s statement stirred up quit the controversy in Germany. The German Sports Lecturers Union has declared it would be calling a special session in the next few days, to discuss the appropriate disciplinary measures it is going to take against Krüger.
    The Israeli Embassy in Germany demanded some action be taken against him, saying his statement „is one of the worst possible ways to dehumanize Israel.“
    Ilan Mor, Israel’s deputy ambassador to Germany, called the statement „a new kind of anti-Semitism, which has become more and more common in Germany, and is disguised by so-called criticism of Israel.“
    Esther Roth-Shachamarov, one of the sportswomen who took part in the Munich Olympics, was stunned by Krüger’s statement.
    „This is absurd. I’ve always heard about blood libels against the Jews, but now I’ve witnessed it too. It’s a little like denying the Holocaust,“ she said.
    Nir Guntage contributed to this report  
     

  26. SIEHE DAZU AUCH:
    HCWIR FORDERN EIN ENDE DER LEEREN WORTE! DIE ZEIT FÜR WEITERE „ERKLÄRUNGEN“ UND ENTSCHULDIGUNGEN IST VORBEI. ES IST AN DER ZEIT DEN WORTEN DER KANZLERIN HARTE ENTSCHEIDUNGEN FOLGEN ZU LASSEN!!!
    Eine Ritualmordanklage im Stil der fiktiven „Protokolle der Weisen Zions“ und anderer Jüdischer Weltverschwörungstheorien, darf nicht ohne unmißverständliche Konsequenzen bleiben. Eine Weiterbeschäftigung eines Professors, der solchen Unsinn auf einer angesehenen Historikertagung verbreitet, ist genauso untragbar, wie Antiisraelische Hetzte und Leugnung des Holocausts, auf einer mit deutschen Steuergeldern, von FES, Auswärtigem Amt, SPD und EKD geförderten und in Berlin ausgerichteten Konferenz! Wir fordern ein Ende des Kuschelkurses mit Antisemiten und mit Antisemitischen Regimen!

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TEIL 2 – Ein Update: Larijani als Gast der Deutschen Steuerzahler in Berlin – Konsequenzen werden weiterhin gefordert  


  1. Der eine Skandal ist noch nicht verdaut, da wird das Deutsche Streben nach der Eroberung des „potentiellen Ziellands“ Iran weiter vorangetrieben und alles getan, um den vielversprechenden Worten der Kanzlerin KEINE Taten folgen lassen zu müssen….


     
    • DEUTSCH-IRANISCHE HANDELSKAMMER e.V. (DIHKeV)  – Iran: Erfolgreich im Geschäft – Interkultureller Workshop
      Durch sein enormes Wachstumspotenzial ist der Markt Iran für viele deutschen Unternehmen zu potentiellen Zielland geworden. Kaum ein Markt ist jedoch schwieriger zu handhaben als der iranische Markt: Um erfolgreich agieren zu können, sind nicht nur Führungs- oder Verkaufsqualitäten gefragt, sondern vor allem interkulturelle Kompetenz und der angemessene Umgang mit den verschiedenen Kulturen.
      Zielsetzung:
      Sie erfahren, welche interkulturellen Faktoren für Ihre Irangeschäfte wichtig sind und wie man diese korrekt berücksichtigt, wie man sich in iranischen Kulturkreisen verhält und welche Besonderheiten im Umgang mit iranischen Geschäftspartnern und Mitarbeitern zu beachten sind.
      Zielgruppe:
      Geschäftsführer und Unternehmer und deren Mitarbeiter, die einen Markteintritt im Iran planen, in den Iran versetzt werden, den richtigen Vertriebspartner suchen, mit iranischen Geschäftspartnern verhandeln oder einen Messeauftritt in Iran planen.
      Teilnehmerzahl:  maximal 10 Teilnehmer/-innen
       
      Dozent: Farahnaz Bergmann
      Telefax: 040-45036777
      E-Mail:
      bergmann@dihkev.de
      Büroleiterin der Deutsch-Iranischen Handelskammer e.V.
      Anmeldung und Auskünfte:                        
       
      Farahnaz Bergmann   
      Telefon: 040-440847
      Veranstaltungsort: Deutsch-Iranische Handelskammer e.V.    
      Mexikoring 29, 3. Stock 
      22297 Hamburg
      Datum: Freitag, 25.07.2008 
      10:00- ca. 15:00 Uhr
      Teilnahmeentgelt:
       
      Mitglieder: 100 Euro zzgl. MwSt.
       
      Nicht-Mitglieder:  200 Euro zzgl. MwSt. inkl. Präsentation  auf CD
       
      Tagungsgetränke
      DEUTSCH-IRANISCHE HANDELSKAMMER e.V.   
        
      DIHKeV
      Antwortbogen – bitte zurücksenden bis 14. 07. 2008
      Fax-Antwort: 040 / 4503 6777 oder per E-Mail:
      info@dihkev.de
      Hiermit melde ich mich/melden wir uns verbindlich für das kostenpflichtige Seminar an:
      Iran: Erfolgreich im Geschäft – Interkultureller Workshop
      Freitag, 25. Juli 2008, 10.00 bis 15.00 Uhr in der Deutsch-Iranischen Handelskammer e.V.
      (3. Stock) Mexikoring 29, 22297 Hamburg
      Nach Eingang der Teilnahmegebühr auf unserem Konto (Kontonummer 901542500 bei der Dresdner Bank AG, BLZ 200 800 00) unter Angabe „Interkultureller Workshop“ wird Ihnen eine Teilnahmebestätigung zugehen. Bitte das Formular unbedingt in Druckbuchstaben ausfüllen.
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      DEUTSCH-IRANISCHE HANDELSKAMMER e.V.
       
      Mexikoring 29 – D-22297 Hamburg
       
      Tel.: 040 / 44 08 47
       
      Fax: 040 / 45 03 67 77
       
      E-Mail:
      info@dihkev.de
      www.dihkev.de
       
       
  2. SIMON WIESENTHAL CENTER – EUROPE Wiesenthal Centre to German Foreign Minister: „Condemn, Investigate and Discipline Those Responsible for Berlin Government-Backed Antisemitic Conference that Undermines Chancellor Merkel’s Policy“
    Paris, 2 July 2008 – In a letter to German Foreign Minister, Frank-Walter Steinmeier, the Simon Wiesenthal Centre’s Director for International Relations, Dr Shimon Samuels, expressed „deep concern at the violently antisemitic statements made at the German Government-backed ‚Third Transatlantic Conference on Common Solutions in the Middle East‘, held last week in Berlin.“
    At the conference, Iran’s former Deputy Foreign Minister, Muhammad Javad Larijani, reportedly, called for the „cancellation of the Zionist project“, adding that „denial of the Holocaust in the Muslim world has nothing to do with antisemitism.“
    Samuels noted that „apparently, such positions were endorsed by representatives of Lebanon, Syria and Saudi Arabia without condemnation from any of the German participants, which included the SPD’s Friedrich Ebert Foundation, the Protestant Church (EKD), the State of Hessen and the Federal Ministries of Finance and of Foreign Affairs.“
    The letter emphasized that „the time and place of the proceedings only aggravate the outrage; such statements, in close proximity to the Holocaust Memorial in the 70th anniversary year of ‚Kristallnacht‘, constitute:
    – a violation of German law, as also of European Union and OSCE provisions against abuse of the Holocaust and incitement to Jew-hatred;
    – an undermining of Chancellor Angela Merkel’s declared policy of German sensitivity to the dangers to Israel, especially from Iran’s nuclear ambitions;
    – an endorsement of Iranian President Ahmadinejad’s oft-stated genocidal intent, his Holocaust denial, Iran’s nuclear threat to the West itself, while contradicting the international community’s diplomatic initiatives to contain this global menace.“
    Samuels added, „in 2004, our Centre had protested a Friedrich Ebert Foundation conference, cosponsored with Hizbollah and Hamas in Beirut, just as we had earlier exposed one of your predecessor’s silence in the face of similar positions, made on German soil, by former Iranian Foreign Minister Velayati – now indicted by Argentina for complicity in the bombing of a Buenos Aires Jewish Centre, that left 85 dead and over 100 maimed.“
    „In the spirit of Chancellor Merkel’s new Middle East policy“, the Centre called for the Minister’s „public condemnation of the aforementioned statements; his investigation and disciplining of those responsible for the invitations and funding of this scandalous encounter; and his support for an immediate launch, by the Federal Justice Ministry, of criminal proceedings against Muhammad Javad Larijani for his violation of German law against offending the memory of the Holocaust.“
    „Prompt steps are vital to protect the architecture of Germany’s peace policy so sensitively crafted by Chancellor Merkel,“ concluded Samuels.
    For further information, please contact Shimon Samuels at +33.609.77.01.58.

  3. ZENTRALRAT DER JUDEN IN DEUTSCHLAND – PRESSEERKLÄRUNG Stellungnahme des Generalsekretärs des Zentralrats der Juden in Deutschland zu den antisemitischen und antiisraelischen Äußerungen des ehemaligen iranischen Vizeaußenministers Laridschani anlässlich der „Third Transatlantic Conference“ am 24. – 25. Juni 2008 in Berlin
    „Die antisemitischen und antiisraelischen Äußerungen des früheren stellvertretenden iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Ardaschir Laridschani während der „Dritten Transatlantischen Konferenz der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung“ (HSFK) vom 24.-25. Juni 2008 in Berlin sind nicht nur ein Skandal. Antiisraelische Äußerungen und die erneute Leugnung des Holocausts auf einer mit deutschen Steuergeldern, von FES, Auswärtigem Amt, SPD und EKD geförderten und in Berlin ausgerichteten Konferenz, stellen im 70. Jahr der Erinnerung an die Reichspogromnacht die regierungsamtlichen Solidaritätsbekundungen mit Israel in Frage. Die Tatsache, dass Laridschani, ein Mittäter im Mullah-Regime, auf Anregung des Auswärtigen Amtes eingeladen wurde, ist schon schlimm genug“, so der Generalsekretär Stephan J. Kramer. „Dass weder das Auswärtige Amt noch Außenminister Frank-Walter Steinmeier persönlich den kruden Vergleichen Laridschanis energisch widersprochen haben, zeigt die Doppelmoral und Gleichgültigkeit im Umgang mit dem Mullah-Regime“, kritisiert Kramer.  
    „Wie bereits in der Tibet-Frage rangieren offenbar handfeste Wirtschafts- interessen vor Menschenrechten und bestimmen den Kuschelkurs des Auswärtigen Amtes und einzelner Mitglieder des deutschen Bundestages mit der Diktatur im Iran. Die Leidtragenden sind nicht in erster Linie die Bürger Israels oder die Juden insgesamt, sondern die verfolgten und unterdrückten Studenten, Frauen und Journalisten im Iran selbst“, betont Kramer.
    „Die deutsche Regierung hofiert das Mullah-Regime, indem sie ihm unkritische Plattformen bietet, seine menschenverachtende Propaganda und Hetze zu verbreiten, von der erodierenden Glaubwürdigkeit deutscher Außenpolitik gar nicht zu reden“, so der Generalsekretär.
    Berlin, den 27. Juni 2008 

  4. Mideast Freedom Forum Berlin  – Presseerklärung zu den antisemitischen Drohungen des iranischen Funktionärs Laridschani auf der „Third Transatlantic Conference“ in Berlin  
    Das Mideast Freedom Forum Berlin protestiert auf das Schärfste gegen die antisemitische Hetze des iranischen Spitzenfunktionärs Mohammad Laridschani auf der „Third Transatlantic Conference“, die am 24. und 25. Juni 2008 in der Vertretung des Landes Hessen in Berlin stattfand. Laut Angaben der veranstaltenden „Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung“ wurde die Konferenz durch die Deutsche Bundesregierung, die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Evangelische Kirche Hessen und Nassau politisch und finanziell unterstützt.[1] Nach unserer Kenntnis ist dies die erste von einer deutschen Bundesregierung unterstützte Konferenz, auf der zur Zerstörung Israels aufgerufen wird.  
    Mohammad Laridschani ist der ehemalige Vizeaußenminister des iranischen Regimes. Als Vorsitzender des „Menschenrechtsstabes der iranischen Justiz“ erklärte er 2007, dass die Strafe der Steinigung weder Folter noch unangemessen sei: „Manche denken, dass wir uns schämen, wenn die Westler uns wegen der Steinigung beschimpfen, wenn wir nur die Gesetze befolgen. Aber es ist keineswegs so. Für das religiöse Gesetz braucht man sich nicht zu schämen.“[2] 
    Allein die Einladung dieses ‚Menschenrechtsbeauftragten‘ ist ein Skandal erster Güte. Sie ist ein Schlag ins Gesicht der iranischen Oppositionellen, deren Widerstand gegen die Mullahs im Iran täglich stärker wird. 
    Dass Laridschani auf der Berliner Konferenz ungehindert zur Zerstörung Israels aufrufen und verbreiten konnte, die Leugnung des Holocaust in der muslimischen Welt habe nichts mit Antisemitismus zu tun[3], stellt schließlich alle Beteuerungen der Bundesregierung infrage, sie unterstütze Israel gegen die iranischen Vernichtungsdrohungen. 
    Ein Gutes hat diese „Transatlantische Konferenz“: Die Hetzreden Laridschanis in Berlin auf einer so genannten Friedenskonferenz zeigen ein für allemal, dass jede politische, diplomatische und ökonomische Aufwertung, die das Iranische Regime durch Deutschland und Europa erfährt, dieses Regime nur noch aggressiver macht. Die Kriegsgefahr im Nahen Osten geht eindeutig vom Gottesstaat Iran aus, der sich die Vernichtung Israels zum Ziel gesetzt hat. Eine letzte Chance, die offene militärische Konfrontation abzuwenden besteht lediglich dann, wenn die Bundesregierung endlich ihre Unterstützung für das iranische Regime aufgibt, für die die Einladung des Henkers der iranischen Bevölkerung nach Berlin nur ein Beispiel unter vielen ist. 
    Das Mideast Freedom Forum Berlin fordert von der Bundesregierung:
             die lückenlose Aufklärung darüber, wer die Konferenz finanziert hat, in welcher Weise die Bundesregierung in die Einladung Mohammad Laridschanis nach Berlin involviert war sowie den Rücktritt der daran beteiligten Mitarbeiter der Bundesregierung;
             das Ende der ‚Stillen Diplomatie‘ mit Teheran, die die internationalen Sanktionen gegen das iranische Regime untergräbt. Stattdessen die konsequente Umsetzung der bisherigen internationalen Sanktionsbeschlüsse und die Verkündung weiterer unilateraler Sanktionen gegen das Regime durch die Bundesregierung;
             die Beendigung von Schikanen und Überwachungsmaßnahmen gegen iranische Oppositionelle in Deutschland;
             die Offenlegung und konsequente Verfolgung von Aktivitäten des iranischen Geheimdienstes bezüglich der Verfolgung von Exiliranern in Deutschland und des Schmuggels von Technologie für das iranische Atomprogramm aus Deutschland.
    Für Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 
    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Spaney
    Mideast Freedom Forum Berlin e.V.
    Phone: +49 (0)179 – 660 34 32
    Fax: +49 (0)30 700 143 1010
    Mail: press@mideastfreedomforum.org   
    Web: www.mideastfreedomforum.org 

  5. JTAWiesenthal Center: Sue ex-Iranian official 
    The Simon Wiesenthal Center called on Germany to sue a former Iranian official who said the „Zionist project“ should be canceled.
    Shimon Samuels, the center’s director for international relations, in a letter sent Wednesday to German Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier said Germany should launch „criminal proceedings against Mohammad Javad Larijani for his violation of German law against offending the memory of the Holocaust.“
    Larijani, Iran’s ex-foreign minister, made the comments last week in Berlin at the Third Transatlantic Conference, which was supported in part with German federal funding. He reportedly also said that „denial of the Holocaust in the Muslim world has nothing to do with anti-Semitism. And [Iranian] President Mahmoud Ahmadinejad has never denied the Holocaust.“
    The Central Council of Jews in Germany said earlier this week that the German government’s failure to respond to Larijani’s remarks raises questions about the depth of German solidarity with Israel.
    In his letter to Steinmeier, Samuels noted that „apparently, such positions were endorsed by representatives of Lebanon, Syria and Saudi Arabia without condemnation from any of the German participants, which included the Social Democratic Party’s Friedrich Ebert Foundation, the Protestant Church, the State of Hessen and the Federal Ministries of Finance and of Foreign Affairs.“
    The conference focused on issues of missile defense. It was was presented by the Peace Research Institute-Frankfurt and hosted by the Berlin Representation of the State of Hessen.
    According to the institute’s Web site, the event was sponsored by the German government and the Friedrich-Ebert Foundation.
    The Mideast Freedom Forum Berlin, an association of academics, journalists, members of Jewish organizations and Iranians in exile demanded Thursday that the German government reveal and fire those officials who financed the conference and invited Larijani.
  6. ACHGUT Kein Groupie vom Dienst
    Anfang des Jahres 2004 fand in Beirut eine Konferenz statt, zu der die Friedrich Ebert Stiftung der SPD, vertreten durch den Leiter der Abteilung Naher/Mittlerer Osten, eingeladen hatte. „The Islamic World and Europe; From Dialogue towards Understanding“. An der Konferenz nahmen neben Hizbollah-Vertretern auch anerkannte Kapazitäten wie Volker Perthes und die Wiener Nahost-Fachfrau Karin Kneissl teil.  Thomas von der Osten Sacken und Thomas Uwer schrieben über die Beiruter Konferenz in der „Jüdischen“ einen ausführlichen Bericht: „Verständnisvolles Europa“ http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/thomas_v_d_osten_sacken_und_thomas_uwer_verstaendnisvolles_europa/
    Vor kurzem war die Ebert Stiftung Mitveranstalterin einer Konferenz in Berlin, zu der auch Mohammad Javad Ardashir Larijani, ein ehemaliger stellvertretender iranischer Außenminister, eingeladen war. In seinem Beitrag rief er das zu auf, das „zionistische Projekt“ zu beenden. Daraus ergab sich eine Korrespondenz zwischen dem Herausgeber der „Jüdischen“, Samuel Laster, und dem Leiter des Referats Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika/Abteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit, Dr. Andrä Gärber, in der es darum ging, wer Larijani eingeladen und wer seine Reise bezahlt hatte. In diesem Zusammenhang stellte Laster die Behauptung auf: „Friedrich Ebert Stiftung arbeitet weiter mit Linksfaschisten zusammen“ und nannte Dr. Andrä Gärber einen „Hizbollah-Groupie“.  Worauf Gärber so reagierte:
    sehr geehrter herr laster,
    wir haben ihren o.a. beitrag, der vom 30.6.08 bis 1.7.08 auf der website
    http://www.juedische.at zu finden war, zur kenntnis genommen. nach rücksprache
    mit der rechtsabteilung der fes erwarten wir eine schriftliche
    entschuldigung für ihre diffamierenden bemerkungen bis spätestens
    freitag, 4. juli 2008, 12.00 uhr. andernfalls sehen wir uns gezwungen,
    rechtliche schritte gegen sie einzuleiten.
    mit freundlichen grüssen
    Dr. Andrä Gärber
    Leiter
    Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika
    Abteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit
    Friedrich-Ebert-Stiftung
    Hiroshimastraße 17
    D-10785 Berlin
    TEL:  ++49 30 26 935 729
    FAX:  ++49 30 26 9357 57
    E-MAIL:  gaerbera@fes.de gaerbera@fes.de gaerbera@fes.de
    gaerbera@fes.de
    Was lernen wir daraus? Mit Leuten zusammenzuarbeiten, die den Job zu Ende bringen wollen, den die Nazis unvollendet abbrechen mussten, ist nicht ehrenrührig. Ehrenrührig ist nur, „Hizbollah-Groupie“ genannt zu werden. Welche Bezeichnung wäre denn okay gewesen? Fan? Kollaborateur? Mitläufer? Oder einfach nur: Sozi?

    • ZUM THEMA FES SIEHE UNBEDINGT AUCH:
      NGO MONITOR/HCDialog mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

      Hintergrund

      Im Juli 2007 veröffentlichte NGO Monitor einen detaillierten Bericht [Deutsche Übersetzung: Nichtregierungsorganisationen in Deutschland und auf EU-Ebene] über die Aktivitäten der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), bezogen auf den arabisch-israelischen Konflikt. Der Bericht kam zu dem Ergebnis, dass, während viele Aktivitäten der FES sich im Einklang mit ihrem erklärten Mandat „mittels seines Beitrags auf die Verwirklichung eines Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern hinzuwirken“, befinden, es sich bei anderen Projekten um die Finanzierung oder Partnerschaft mit politisierten NGOs handelt, die ihre Aktivitäten mehr auf ideologische Angriffe gegen Israel fokussieren, statt auf Frieden, verantwortungsvolle Regierungsführung und Entwicklung.

      Nach der Veröffentlichung des FES-Berichtes schrieb Jörg Haller, Journalist und deutscher Staatsangehöriger, an die FES und ersuchte um eine offizielle Antwort auf die Ergebnisse von NGO Monitor (NGO Monitor seinerseits bekam auf seine Anfragen von FES oder deren Büros in Jerusalem, Herziliyah und Ramallah keine Antwort). Eine formelle Erwiderung auf Herrn Haller kam von Dr. Andrä Gärber, Direktor des Referats für den Nahen/Mittleren Osten und Nordafrika in der Abteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit der FES… 
       
        

    • ACHGUTThomas v. d. Osten-Sacken und Thomas Uwer: Verständnisvolles Europa 
      In Beirut lädt die Friedrich Ebert Stiftung und die österreichische Botschaft zum Dialog mit Islamisten ein:
      Stellte man nach dem 11. September 2001 die Frage, wie es denn möglich sei, dass sich ein derart radikaler und organisierter islamischer Terrorismus entwickelte und die mit dem Islam und der nahöstlichen Region befassten Wissenschaften zugleich scheinbar nichts davon mitbekommen hatten, so lautete die gängige Antwort, dass ddies nicht die Aufgabe von Wissenschaft sei. »Vor Terroristen zu warnen, ist nicht Sache der Gelehrten, sondern der Geheimdienste. Dafür zahlt man immerhin Steuern«, nahm beispielsweise Edward Said auf dem ersten Weltkongress der Orientalisten jene Wissenschaft in Schutz, als deren Kritiker er einst bekannt geworden war. Dass es sich mit dem Verhältnis zwischen panarabischen und islamistischen Bewegungen auf der einen, den Forschern, die sich ihrer annehmen, auf der anderen Seite nicht ganz so einfach verhält, darauf wies bereits vor den Anschlägen des 9/11 die …  

       
  7. jta German Jewish leader raps Iranian’s remarks
    A top German Jewish leader questioned his government’s commitment to Israel following „scandalous“ remarks in Berlin by Iran’s former foreign minister.
    Stephan Kramer, the general secretary of the Central Council of Jews, said in a statement released Friday that the remarks made June 25 by Mohammad Javad Ardashir Larijani were „not only scandalous,“ but because the event was supported in part with federal funding, „called into question the government’s official declarations of solidarity with Israel.“
    Larijani, speaking at Berlin’s Third Transatlantic Conference on missile defense systems, said the „Zionist project“ should be canceled and that „the Zionist plan has failed miserably and has only caused terrible damage to the region.“
    Larijani also told Israeli journalists that „denial of the Holocaust in the Muslim world has nothing to do with anti-Semitism. And President Mahmoud Ahmadinedjad has never denied the Holocaust.“
     

  8. die jüdische Eine hessische Stiftung verharmlost offenbar antisemitische Hetze – Samuel Laster
    Die Erklärung der HSFK wirft mehr Fragen auf als beantwortet werden. 
    Die klaren antisemitische Aussagen des früheren iranischen Vizeministers Mohammed Dschawad Ardaschir Laridschani haben die Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), zu einer Art Schadensbegrenzung veranlasst.
    „Absolut unverschähmt“ empfindet es Eldad Beck von Yedioth Aharonot wenn hier so getan wird als ob nur die Gefühle von Israeli (und nur ihre?) verletzt werden könnten wenn antisemitisch gegen Israel gehetzt wird.

  9. JP Berlin forum calls for Israel’s destruction – BENJAMIN WEINTHAL
    Representatives of Germany’s foreign and economics ministries are fumbling the hot potato of who, exactly, backed a conference in Berlin last week that became a mouthpiece for anti-Semitic Iranian propaganda and a call for Israel’s destruction.
    Iran’s former deputy minister of foreign Affairs, Dr. Muhammad Javad Ardashir Larijani, told the Third Transatlantic Conference – whose stated purpose was to address „common solutions“ in the Middle East – that „the Zionist project“ should be „cancelled“ and „has failed miserably and has only caused terrible damage to the region.“
    Representatives from Syria, Lebanon and Saudi Arabia also attended the conference and voiced brazen anti-Israeli statements. The conference was a source of great embarrassment for the German Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier, whose ministry served as one of its main sponsors. Critics argue that Steinmeier’s Iran policy is ignoring Israel’s security interests at a crucial period in German-Israeli relations. „That neither the Foreign Office, nor Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier personally, forcefully contradicted Larijani’s crude comparisons shows the double standards and complacency in dealing with the mullah regime,“ said Stephan J. Kramer, the General Secretary of the Central Council of Jews in Germany.

     

  10. spd-web.de – Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Deutschland
    Das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland unter Leitung ihrer Präsidentin Charlotte Knobloch und das Präsidium der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands unter Leitung des Parteivorsitzenden Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, sind am Montag, dem 30. Juni 2008, zu einem zweistündigen Spitzengespräch im Willy-Brandt-Haus in Berlin zusammengetroffen.
    Gesprächsthemen waren die Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Deutschland, Erinnerungskultur und Gedenken angesichts der Jahrestage 2008/2009, die Friedenspolitik im Nahen Osten und die Bedrohung durch den Iran sowie die gemeinsame Verantwortung für die Stärkung der Demokratie in Deutschland. Mit großer Freude stellten beide Seiten fest, dass die jüdischen Gemeinden in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen sind. Erstmals nach der Shoa wurden wieder Rabbiner ordiniert, die in Deutschland ausgebildet wurden.
    Die Hochschule für Jüdische Studien hat sich fest in der deutschen Hochschullandschaft etabliert. Im Blick auf die Situation der jüdischen Gemeinden hob der Zentralrat der Juden die enorme Leistung hervor, die sie bei der Integration von Zuwanderern aus den ehemaligen GUS-Staaten erbringen. Das SPD-Präsidium unterstrich die herausgehobene Bedeutung der Shoa für die Erinnerungskultur in Deutschland. Der Zentralrat der Juden äußerte die Sorge, dass mit wachsendem zeitlichen Abstand die Erinnerung an die organisierte millionenfache Ermordung von Jüdinnen und Juden durch Nationalsozialisten nur noch in eine Reihe mit der Erinnerung an andere Unrechts- und Gewalterfahrungen gestellt würde.
    Die SPD betonte dem gegenüber, die Sozialdemokratie sei sich der geschichtlichen Verantwortung bewusst und stelle sich revisionistischen Argumentationen entschlossen entgegen. Die Präsidien des Zentralrats der Juden in Deutschland und der SPD erklärten, in der Frage künftiger Ausgestaltung des Gedenkens den Dialog zu verstärken. Im Blick auf die Situation im Nahen Osten bekräftigte das SPD-Präsidium, dass nur die bedingungslose Anerkennung des Existenzrechts Israels Grundlage für einen dauerhaften Frieden in Nahost sein kann. Das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland erkannte den hohen diplomatischen Einsatz von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für einen umfassenden Lösungsansatz in Nahost ausdrücklich an. [??????????]
    Mit Sorge bewerteten beide Seiten die Entwicklungen im Iran. Der Zentralrat der Juden verlangte, sich dafür einzusetzen, dass auf politischer und wirtschaftlicher Ebene alles unterlassen wird, was das Mullah-Regime stabilisiert. Besonders kritisch beurteilte die Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch, den jüngsten Auftritt des ehemaligen iranischen Vize-Außenministers Mohammed Laridschani auf einer Konferenz der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Berlin.
    Das SPD-Präsidium unterstrich seine Überzeugung, dass die Lage im Rahmen der Europäischen Union und der Internationalen Staatengemeinschaft weiterhin genau beobachtet und gegebenenfalls mit weiter verschärften Sanktionen reagiert werden muss.
    Am Schluss des Gesprächs betonten das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland und das Präsidium der SPD die gemeinsame Verantwortung für die Stärkung der Demokratie in Deutschland. Beide Seiten beobachten sehr aufmerksam und mit Sorge die Veränderungen des klassischen Rechtsextremismus‘ und Antisemitismus‘, der sich zunehmend als Sozial-, Globalisierungs- und Kapitalismuskritik tarnt und dabei auch den Schulterschluss mit islamistischen Gruppen anstrebt. Unter Zustimmung des Zentralrats der Juden unterstrich Kurt Beck, dass die SPD daran festhalten wird, ein NPD-Verbotsverfahren voranzutreiben.
    Das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigte ferner die lange Tradition und den entschlossenen Kampf der Sozialdemokratie gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Beide Seiten vereinbarten einen Dialog in der Frage, wie die Werte und Ideale unserer Verfassung weiter gestärkt werden können und welche gemeinsamen Projekte für die Stärkung der Demokratie umgesetzt werden können. Nach dem offenen und konstruktiven Austausch wurde vereinbart, die gemeinsamen Gespräche auch künftig regelmäßig fortzusetzen. 


    1. achgutDie Schöne und das Biest – Henryk M. Broder
      Die Älteren unter uns können sich noch an die wunderbaren Kommuniques erinnern, die man früher im ND, in der UZ und anderen Zentralorganen der Arbeiterklasse lesen konnte. Wenn, sagen wir, eine Delegation der albanischen KP die Genossen vom ZK der SED besuchte, um über den weiteren Verlauf des Klassenkampfes in der Mongolischen VR zu diskutieren, hieß es hinterher immer, die Gespräche hätten in „freundschaftlicher und herzlicher Atmosphäre“ stattgefunden, man sei sich „in der Einschätzung der Lage einig“ gewesen und habe beschlossen, „den Gedankenaustausch bald fortzusetzen“, um die „imperialistischen, revisionistischen und revanchistischen Kräfte“ in die Schranken zu weisen. 
      Bitte weiterlesen…

       
    2. press relations Pressemitteilung vom 30.06.2008
      Gemeinsame Erklärung nach einem Gespräch zwischen dem Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland und dem Präsidium der SPD
      Das Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland unter Leitung ihrer Präsidentin Charlotte Knobloch und das Präsidium der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands unter Leitung des Parteivorsitzenden Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, sind am Montag, dem 30. Juni 2008, zu einem zweistündigen Spitzengespräch im Willy-Brandt-Haus in Berlin zusammengetroffen.
      Gesprächsthemen waren die Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Deutschland, Erinnerungskultur und Gedenken angesichts der Jahrestage 2008/2009, die Friedenspolitik im Nahen Osten und die Bedrohung durch den Iran sowie die gemeinsame Verantwortung für die Stärkung der Demokratie in Deutschland.
      Zum vollständigen Text….

       
  11. LIzas Welt Der neue Sophismus – Gastbeitrag von Christian Heinrich
    [Iranflag.jpg]
    Mit wem „multilaterale“ deutsche Friedensforscher für eine „raketenfreie Zone Nahost“ kämpfen, wie man Israel moderat und pragmatisch aus der Welt schafft, wer derlei großzügig unterstützt und was das alles mit deutschen Tugenden zu tun hat – darüber gab eine Konferenz Aufschluss, die kürzlich in Berlin vonstatten ging. Christian J. Heinrich hat sich für Lizas Welt mit ihr auseinander gesetzt und begreift nun besser als je zuvor, was man im „Land der Ideen“ unter „Einfallsreichtum“, „schöpferischer Leidenschaft“ und „visionärem Denken“ versteht.
    Es ist üblich geworden, unsere Zeiten als „postideologisch“ oder „postmodern“ zu bezeichnen und das als Fortschritt zu verstehen. Wir haben, so wird behauptet, die Ideologien und die Moderne hinter uns gelassen; aus der angestrengten Suche der Aufklärer nach der einen Wahrheit ist der Reichtum vieler, jeweils kulturell bestimmter Wahrheiten geworden. Diese Vielfalt kultureller Wahrheiten trifft auch das politische Feld. Einige der ehemaligen Bundeskanzler beispielsweise (nach eigenem Verständnis: Demokraten) bemühen sich redlich, der Demokratie ihren universalen Wert abzusprechen. Gerhard Schröder bezeichnet Putin als „lupenreinen Demokraten“, und Helmut Schmidt nimmt China in Schutz: „Ich halte nichts davon, mit westlicher Überheblichkeit von außereuropäischen Staaten mit ganz anderer Geschichte und kultureller Prägung Demokratie zu verlangen.“ Statt solcher „Überheblichkeit“ wird – nicht zuletzt zum eigenen Nutzen – der respektvolle „Dialog“ anempfohlen.

  12. ACHGUT Berliner Allianzen
    Vermutlich schon wieder ein Übersetzungsfehler: 
    Former Deputy Minister of Iranian Foreign Affairs Dr. Mohammad Javad Ardashir Larijani gave a speech Wednesday at an international conference calling for the cancellation of the „Zionist project“, which he said turned in the past 60 years into a „failed plan“ that „created only violence and atrocities.“
    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3560577,00.html
    Siehe auch:
    Die HSFK freute sich in ihrer Presserklärung hingegen, „dass alle konkurrierenden Positionen“ auf der Konferenz „gleichberechtigt repräsentiert“ gewesen seien.
    http://www.ftd.de/politik/international/:Antiisraelische%20Parolen%20Antisemitismus%20Staatskosten/378537.html

  13. SIEHE DAZU AUCH
    HC» Antisemitismus auf Staatskosten «Dass iranische Politiker gegen Israel hetzen, wird mittlerweile als Normalität abgehakt. Dass das in Berlin passiert, ist nicht ganz so üblich… 


     
       

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TEIL 3 – Update in Sachen BpB und der „Freizeitantisemitismus“ des bis vor kurzem „krank“ geschriebenen Dr. Ludwig Watzal... 

  1. Dr. Watzal hatte sich zuerst für mehrere Wochen krank schreiben lassen – eine Zeit in der er nicht untätig war (siehe nachfolgend), dann hat er erst einmal Urlaub gemacht, und nun sollte er eigentlich seinen neuen Schreibtischjob antreten. Im Impressum von APUZ (Aus Politik und Zeitgeschichte) ist er zumindest schon mal NICHT mehr zu finden…

    • JP – German university teaches anti-Semitic theory – Jul. 2, 2008 – BENJAMIN WEINTHAL, Jerusalem Post correspondent in Berlin , THE JERUSALEM POST
      ….Honestly Concerned and other organizations combating anti-Semitism and racism are seeking the dismissal of Watzal, who is a top-level employee at the Agency for Civic Education and has written articles – during his leisure time – for the Web site Campo Antiimperialista, which passionately supports Hamas and Hizbullah. The agency works to prevent and end anti-Semitism and anti-Zionism in Germany. The most popular pro-Israel blogger in Germany, Lizas Welt, named Watzal a „free-time anti-Semite.“
      The Post broke the story about Watzal’s anti-Israel diatribes in March. Agency for Civic Education press spokesman Raul Gersson told the Post that Watzal had a new assignment and no longer was editor for their publication Apuz.
      The daily Tagesspiegel reported in June that Watzal had been demoted. An ongoing disciplinary process is currently unfolding at the agency, and Interior Minister Wolfgang Schäuble has intervened because of Watzal’s anti-Israel positions.

    • TAGESSPIEGELGefahr der Gegenwart Bundestag und Bundesregierung wollen stärker gegen Judenfeindlichkeit vorgehen. Wie groß ist das Problem des Antisemitismus in Deutschland?
      „…Demnächst könnte auch ein Streitfall entschieden sein, der einigen Abgeordneten und Sachverständigen als klassisches Beispiel für den Konflikt um bürgerlichen Antisemitismus im Gewand des Antizionismus gilt. Am Rande der Anhörung hieß es, der von jüdischer Seite kritisierte Publizist Ludwig Watzal, Redakteur bei der Bundeszentrale für politische Bildung, werde dort „umgesetzt“ – also degradiert. Watzal schreibt in seiner Freizeit häufiger rabiate Texte: So verteidigte er die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah gegen den Vorwurf antisemitischer Vernichtungsfantasien. Im März hatten drei jüdische Institutionen in Briefen an Bundesinnenminister Schäuble gefordert, die Bundeszentrale solle Watzal entlassen…“
  2. Der Bundesinnenminister antwortet dem Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus und der Jüdischen Gemeinde Berlin…
    SIEHE
    http://www.honestly-concerned.org/Temp/Antwort_BMI_Watzal_Koordinierungsrat.pdf !!!

    • ANTWORT DES Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus und der Jüdischen Gemeinde Berlin auf den Brief von Dr. Schäuble…

      Betr.: Ihr Schreiben vom 20.  Mai 2008 wegen Dr. L. Watzal, Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), und der Forderung nach einem Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung

      Sehr geehrter Herr Bundesminister,

      vielen Dank für Ihr Schreiben vom 20. Mai 2008, mit dem Sie das Schreiben der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und des Koordinierungsrates deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus vom 27. März 2008 beantworten. Auch das inzwischen gegründete Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (vgl. Anhang B)) unterstützt die Positionen des an Sie gerichteten Schreibens vom 27. März 2008. Das Forum gehört deshalb auch zu den Mitunterzeichnern  dieses Antwortbriefs.

      Wir freuen uns über die Übereinstimmung in der Frage, dass eine arbeitsrechtliche Überprüfung der Tätigkeit des BpB-Mitarbeiters Dr. L. Watzal erforderlich ist und dass, soweit die Grenzen des Gebots der Mäßigung und Zurückhaltung überschritten wurden, auch arbeitsrechtliche Maßnahmen zu ergreifen sind. Nach unserer Auffassung, die wir in unserem Schreiben vom  27. März 2007 im Einzelnen dargelegt haben, hat Herr Watzal diese von ihm zu beachtenden Grenzen in grober Weise verletzt und damit auch in erheblichem Umfang dem Ansehen der Bundeszentrale für politische Bildung geschadet. Die Bundeszentrale hätte schon längst Anlass gehabt, die von Ihnen, Herr Bundesminister, geforderte Überprüfung und Abwägung vorzunehmen und sich von diesem Mitarbeiter zu trennen.

      Für eine Trennung von Herrn Watzal spricht auch ein in bestimmten Grundpositionen vergleichbarer Fall im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der durch eine Entlassung aus dem Beamtenverhältnis abgeschlossen wurde. Der dem ehemaligen Beamten gemachte Vorwurf bezog sich vor allem darauf, außerhalb seiner dienstlichen Tätigkeit im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung einen Artikel publiziert zu haben, in dem er die Verfassungswidrigkeit der Strafbarkeit der Holocaustleugnung behauptet hatte. Vergleicht man dieses Verhalten mit dem von Herrn Watzal, wie es in dem Schreiben vom 27. März 2008 dargestellt wurde, wird sich kaum sagen lassen, dessen Positionen seien gemäßigter oder zurückhaltender als diejenigen des ehemaligen Beamten im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Äußerungen von Herrn Watzal weisen zudem deutlich stärkere Bezüge zum Bildungsauftrag der Bundeszentrale für politische Bildung auf als diejenigen des ehemaligen Beamten im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zur Tätigkeit dieses Ministeriums. Wir können uns daher nicht vorstellen, dass die von Ihnen erwähnte arbeitsrechtliche Überprüfung zu einem anderen Ergebnis als dem der Trennung von Herrn Watzal führen kann.

      Zu einer Aussage in Ihrem Schreiben vom 20. Mai 2008 haben wir im Übrigen eine Verständnisfrage. Sie führen darin aus, Herr Watzal habe zu dem Themenbereich, der mit seinen im Schreiben vom 27. März 2008 kritisierten Äußerungen beschrieben wird, bei der Bundeszentrale „keine Zuständigkeiten für Veröffentlichungen“. Zum Thema „60 Jahre Israel“ hat die Bundeszentrale für politische Bildung in der von ihr herausgegebenen Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (Heft 17/2008 vom 21. April 2008) Beiträge veröffentlicht. In den Redaktionsangaben zu diesem Heft wird Herr Dr. L. Watzal als Redakteur geführt. Wie dürfen wir in diesem Zusammenhang Ihre Aussage verstehen, er verfüge „zu diesem Thema“ (so Ihr Schreiben vom 20. Mai 2008) bei der Bundeszentrale über „keine Zuständigkeiten für Veröffentlichungen“?

      Sie nehmen in Ihrem Schreiben vom 20. Mai 2008 vor allem mit dem Hinweis auf den Zweiten Periodischen Sicherheitsbericht und  den jährlichen Verfassungsschutzbericht auf unsere Forderung nach einem jährlichen Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung Bezug.  Wir nehmen an, dass dieser Bezug auf einem Missverständnis beruht. Sie werden damit nämlich der Intention unserer Forderung nicht gerecht, die sich auf das bewährte Vorbild anderer Staaten stützt.  In zwei Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten aus dem Jahre 2007 hat sich Prof. Dr. h. c. Arno Lustiger ausführlich mit dem Inhalt und der Anlage eines jährlichen Berichts der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung sowie mit dem Verfahren zu seiner Erarbeitung befasst, ebenso die seinem letzten Schreiben beigefügte Gründungsresolution des Koordinierungsrats deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus vom 16. Juni 2007. Im Anhang C) bis E) fügen wir die zwei Schreiben von Prof. Dr. h. c. Arno Lustiger und die Gründungsresolution noch einmal bei.

      Herr Prof. Dr. h. c. Arno Lustiger hat Inhalt und Richtung des von uns geforderten jährlichen Berichts der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung in zwei Passagen seines Briefs vom September 2007 zutreffend beschrieben, die wir hier zitieren wollen:

      „Die von mir erhobene Forderung nach einem Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung hat inzwischen u. a. durch den scheidenden israelischen Botschafter Shimon Stein, die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und den außenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Prof. Gert Weisskirchen, der zugleich persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden für die Antisemitismusbekämpfung ist, Unterstützung gefunden. Die Berichterstattung von Prof. Gert Weisskirchen hat dabei deutlich gemacht, dass uns nicht nur in verschiedenen zentralen Bereichen u. a. Daten und Erhebungen in Deutschland fehlen, sondern darüber hinaus etwa zwei Drittel der OSZE-Staaten ihren Berichts- und Bestandsaufnahmepflichten nach den einschlägigen Forderungen von OSZE-Konferenzen bislang überhaupt nicht nachkommen. Bei diesem Stand wäre es außerordentlich wichtig, wenn Deutschland in Europa mit einem jährlichen Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung eine internationale Vorbildrolle spielen würde.

      Zu meinem Erstaunen habe ich gehört, dass gegen die Berichtsforderung eingewandt worden ist, angesichts der Verfassungsschutzberichte des Bundes und der Länder sei eine gesonderte Berichterstattung  der  Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung nicht erforderlich. Eine derartige Einschätzung kann nur auf großer Unkenntnis der Verhältnisse und der Optionen beruhen, die durch eine Berichterstattung über den Stand und die Handlungsoptionen eröffnet werden. Wie geschildert, gibt es für wichtige Gebiete, z. B. über den Antisemitismus von muslimischen Bürgerinnen und Bürgern und auch über den neuen israelfeindlichen Antisemitismus, noch keine ausreichenden Erhebungen. Außerdem liegt Antisemitismus ja nicht nur dort vor, wo Straftaten verfolgt werden. Ein Bericht der Bundesregierung müsste sich neben der Bestandsaufnahme auch mit der Antisemitismusbekämpfung selbst befassen, z. B. mit den Maßnahmen gegen die antisemitische Propaganda. aus arabischen und islamischen Ländern. Die ohne jeden Zweifel antisemitische Hisbollah ist in Deutschland z. B. noch immer nicht verboten. Eine jedes Jahr stattfindende öffentliche Debatte über einen Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung eröffnet zudem viele bislang nicht vorhandene Möglichkeiten für einen kritischen Diskurs. Eine weitere Behauptung, die gegen die Berichtsforderung vorgebracht worden ist, geht dahin, ein Bericht der  Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung könnte nach den Erfahrungen mit Regierungsberichten den wesentlichen Fragen ausweichen oder zumindest ungenau und unvollständig antworten. Auch dieser Gefahrenerwartung könnte aber eine jährliche kritische Diskussion durchaus entgegenwirken. Außerdem weigere ich mich, die Bundesregierung bei einem derartigen Thema von vorneherein unter Verdacht zu stellen.“

      Dieser – richtigen – Darstellung ist nichts hinzuzufügen. Wir wären daher für eine Unterstützung unserer Forderung sehr dankbar.

      Mit freundlichen Grüßen

      ….

  3. Herr Dr. Ludwig Watzal hat die Zeit seiner „Krank“-schreibung „produktiv“ genutzt, um einen „netten“ neuen Blog zu starten, auf dem er Texte veröffentlicht, in denen er u.a. den Vornamen der Vorsitzenden der Berliner Jüdischen Gemeinde verunstaltet…

    • BETWEEN THE LINES – LUDWIG WATZAL
      Auszug:
      Tinky Winky, …, Laa Laa, … ? Nein, Lala Süsskind!
      Im Zentralorgan der antideutschen Politsekte – „Konkret“ – findet sich in der Mai-Ausgabe 2008 ein Interview mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Berlin, Lala Süsskind, das sehr aufschlussreich ist. Es offenbart nicht nur die „intellektuelle“ Verfassung der als Stichwortgeber auftretenden Journalisten Hermann L. Gremliza und Tjark Kunstreich, sondern gibt auch tiefere Einblicke in die Denke von Frau Süsskind.
      Quer zu allen Grundwerten unserer demokratisch verfassten Gesellschaft (Meinungsfreiheit, Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit) unterhält man sich über mich, einen, der wegen seiner Kritik an den Besatzungspolitiken der USA im Irak und Israels in Palästina ins Fadenkreuz geratenen Mitarbeiters einer oberen Bundesbehörde, der die US-Besatzungsmethoden mit denen der israelischen in den besetzten Gebieten vergleicht, und diese als „Israelisierung“ bezeichnet hat.
        
  4. HC – Juni 16, 2008 – Innenausschuss: Öffentliche Anhörung von Sachverständigen am Montag, dem 16. Juni 2008 zum Thema Antisemitismus in Deutschland – Stellungnahme von Henryk M. Broder: ANTISEMITISMUS OHNE ANTISEMITEN 
    …Neu ist auch das Berufsbild des Freizeitantisemiten, der tagsüber seiner regulären Arbeit nachgeht – unter Umständen sogar bei einer Bundesbehörde – und nach Dienstschluss „israelkritische“ Texte verfasst, die dann auf obskuren antizionistischen Websites erscheinen. Niemand will ein Antisemit sein, aber in der Hall of Shame der Antizionisten wird der Platz langsam knapp…

  5. ACHGUT Solidarität mit Dr. Ludwig Watzal – 20.6.08
    Früher haben die Juden zu Pessach Christenkinder geschlachtet, um aus deren Blut Matzen zu backen. Heute veranstalten sie „anlässlich der 60. Gründung des Staates Israel“ (!) eine „Menschenjagd“, um lästige Kritiker „mundtot“ zu machen – sagt Fritz Edlinger, Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen und ebenso wie Watzal ein Nah-Ost-Experte der Spitzenklasse und ebenfalls Opfer einer „Jagdgesellschaf“t:
    http://www.hagalil.com/archiv/2005/11/austria.htm. Hier im Gespräch mit muslim-markt http://www.muslim-markt.de/interview/2005/edlinger.htm
    Und hier der Aufruf zur Solidarität mit einem „der kompetentesten deutschen Nah-Ost-Kenner“:
    http://www.saar.at/ludwig_watzal.htm
    Wer solche Freunde hat, dem ist vor seinen Feinden nicht bange.
     
    1. „NETTE“ Solidaritätsbekundigungen für den „Freizeitantisemiten“ Dr Watzal... 
      saar.at Solidarität mit Dr. Ludwig Watzal
      Dr. Ludwig Watzal, deutscher Journalist, Publizist und einer der kompetentesten deutschen Nah-Ost-Kenner, ist wieder einmal Zielobjekt einer Diffamierungskampagne, ausgehend von pro-israelischen Organisationen und Personen. Seit einigen Monaten werden großteils aus dem Zusammenhang gerissene Zitate als Beweise für den angeblich latenten Antisemitismus von Watzal verbreitet und seine Entfernung aus der „Bundeszentrale für Politische Bildung“, wo Watzal als Journalist tätig ist, gefordert. Diese Zitate stammen fast ausschließlich aus Publikationen aus 2005 und 2006 und sind bereits damals im Mittelpunkt einer ähnlichen  Menschenjagd gestanden. Offensichtlich will man im Jubiläumsjahr anlässlich der 60. Gründung des Staates Israel (wobei man von israelischer Seite nur allzugerne vertuschen möchte, dass diese Staatsgründung auf den Ruinen von mehr als 400 zerstörten palästinensischen Städten und Dörfern geschehen und erst durch die Vertreibung von rund 800.000 PalästinenserInnen möglich gemacht worden ist!) derartige lästige Kritiker mundtot machen. Diese Jagdgesellschaft wird von sattsam bekannten zynischen Polemikern wie Henrik Broder angeführt und von verschiedensten pro-israelischen Lobbyorganisationen vehement unterstützt. Darunter befinden sich auch die Österreichischen Kultusgemeinden. Dies war schließlich der ausschlaggebende Grund dafür, dass sich auch die GÖAB mit Ludwig Watzal solidarisierte und auch die folgenden Informationen auf ihre Webseite stellte. 
       
       
  6. ACHGUT Ludwigslust und Ludwigslast 
    Dr. Ludwig Watzal, Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung im gelegentlichen Krankenstand und Gelegenheitsautor der website „campo antiimperialista“, wo er schon mal über die bevorstehende Vertreibung der Palästinenser phantasiert –
    „Seit Monaten wird in Israel und selbst im Parlament, der Knesset, offen über einen Transfer der Palästinenser, sprich Vertreibung oder ethnische Säuberung, im Rahmen eines Krieges gegen den Irak diskutiert. Der Transfer-Gedanke ist der zionistischen Bewegung von Beginn an inhärent gewesen. Alle wichtigen zionistischen Politiker habe sich darüber geäußert; einige radikaler als andere. Im Rahmen eines Krieges gegen den Irak bietet sich eine gute Gelegenheit, die zweite Hälfte von 1948 zu vollenden“
    (http://www.antiimperialista.org/index.php?option=com_content&task=view&id=3230&Itemid=0)
    – der große Prophet und Kaffeesatzexperte Dr. Ludwig Watzal schickt uns eine mail:…

  7. ACHGUTLudwig – allein gegen alle und alle gegen Ludwig
    http://www.watzal.com/Verleumdungs_und_Diffamierungskampagne.pdf
    Hallo „Achsen“-Mitglieder,
    so tief bin ich noch nicht gesunken, dass ich auf der so genannten Achse des Guten als „Gastautor“ publizieren müsste. Bitte korrigieren Sie das und stellen dafür den Namen des „verantwortlichen“ „Achsen“-Mitglieds ein. Ansonsten gilt: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten.“
    L. W.
     
  8. ACHGUT – 21.05.2008 – Eine Party ohne Ludwig
    achgut-Leser D.N. ist nach Düsseldorf gefahren, um dort an einer Kundgebung beizuwohnen, an der auch Ludwig Watzal, der größte Nahostexperte aller Zeiten, teilnehmen sollte. Der war nicht da, aber sonst war es auch ziemlich irre. Hier der Bericht:
    = Ich komme gerade von der Veranstaltung des Friedensforums im Düsseldorfer ZAKK, die ich auf Grund Ihres Artikels besucht habe, nicht zuletzt, um einen Herrn Ludwig Watzal einmal live zu erleben. Nur leider war er nicht anwesend! Der Vertreter des Friedensforums sagte zur Begründung, Ludwig Watzal habe vor zwei Tagen auf anwaltlichen Rat hin eine Absage erteilt. Und weiter sinngemäss, ein Auftritt in diesem Kontext könne ihn seine Arbeitsstelle kosten. Er wurde als Opfer einer Schmutzkampagne hingestellt, die im Moment gegen ihn laufe…. 

          

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TEIL 4 – SONSTIGES – Einige Leseempfehlungen
 

  1. ACHGUT – Eine Islamisierung findet nicht statt! 
    Von den Medien weitgehend unbemerkt, hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, in dem auch Despoten und Diktatoren vertreten sind, den „Schutz religiöser Gefühle“ über das Recht auf Meinungsfreiheit gestellt. Formal geht es um alle Religionen, de facto nur um die „Religion des Friedens“, den Islam. Auf diese Weise soll praktisch jede kritische Auseinandersetzung mit der Scharia verhindert werden. Bis auf den Weltverband der Zeitungsverleger hat sich noch keine Organisation über diesen Rückfall in die Voraufklärung aufgeregt, denn das könnte auch als Angriff auf die Scharia verstanden werden. Nicht einmal über die Steinigung von Frauen darf geredet werden:
    „Auch bei den Zusammenkünften des UN-Menschenrechtsrates wird Sprechern künftig das Wort verboten, wenn sie „religiöse Gefühle verletzen“. Als der britische Historiker David Littman in einer Sitzung am 16.Juni die Steinigung von Frauen und die Verheiratung neunjähriger Mädchen in Ländern verurteilte, wo die Sharia angewendet werde, wurde er zunächst von IOC-Delegierten durch ständige Wortmeldungen zur Geschäftsordnung daran gehindert, seine Erklärung zu verlesen. Anschließend verbot der rumänische Präsident des Rats, Doru Romulus Costea, künftig jegliches Urteil über eine Religion, ein religiöses Gesetz oder ein religiöses Dokument.“
  2. ACHGUT Post aus Amman
    Jordanien will ein Dutzend europäische Bürger wegen „Religionsbeschimpfung“ anklagen. Die Vorladungen sind schon verschickt. Alles irre, aber wahr:
    In one subpoena, issued in early June, the Jordanian court ordered ten Danish newspaper editors to travel to Jordan for the „crime“ of having republished the „Mohammad cartoons“ last February. The cartoons, first published in 2005, were also greeted with disturbances in Muslim lands. Seventeen Danish newspapers republished the controversial cartoons as a response to the discovery of an Islamist plot to murder Kurt Westergaard. Westergaard, a caricaturist, drew the most famous of those cartoons in the form of Mohammad wearing a bomb-shaped turban, for which he is also included in the summons.
    http://www.frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID=85172F94-8FB5-40D2-84BF-4933F4633B52
  3. ACHGUT – Claudio Casula (Gastautor) – Baufahrzeug rammt Bus
    Ein klarer Fall, sollte man meinen. Jedenfalls sind deutsche Medien nicht zimperlich mit der raschen Verbreitung vermeintlicher Tatsachenbehauptungen, die sich hinterher als Fake herausstellen – das fängt mit al-Dura an, geht über Kana und hört mit dem „Massaker von Jenin“ noch lange nicht auf. Allerdings war es mal wieder ein Araber, der mit Vorsatz jüdische Zivilisten ermordete, da muss man mit dem bösen T-Wort ganz sparsam umgehen. Am besten, man macht es wie die ARD und titelt zwei Stunden nach dem Anschlag, als die Identität des Attentäters längst feststand, „Baufahrzeug rammt Bus – 4 Tote in Jerusalem, Täter unklar“, womit sich das Massaker in die Nähe eines tragischen Verkehrsunfalls rücken ließ. Noch abends um zehn war im ARD-Videotext von einem „Mann“ die Rede, bei dem es sich „vermutlich (!) um einen Palästinenser“ handelte.
    http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/07/03/verkehrsunfall/
  4. ACHGUT „Die Besatzung beenden, im Westjordanland ebenso wie in Haifa oder Nazareth!“
    Igal Avidan interviewt einen Israeli, der ein Palästinenser ist, der wie ein Israeli fühlt, der wie ein Palästinenser leidet. Oder so ähnlich. Alles, was man über ihn wissen muss, ist dies: Er ist der Sohn eines Palästinensers und einer jüdischen Mutter. Das ist eine schwere Hypothek. Aber statt sich einen Anwalt zu nehmen und seine Eltern zu verklagen, will er Palästina vom zionistischen Kolonialismus befreien. Ganz Palästina.
    „Ich habe die Seite der Gerechtigkeit gewählt, weder eine Nationalität noch eine Religiosität. Politisch gesehen bin ich ein Palästinenser. Ich kämpfe mit den Palästinensern, aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Es ist nicht unbedingt meine Sehnsucht, noch einen Staat zu gründen mit einer zusätzlichen Polizei und Armee. Der palästinensische Befreiungskampf ist meiner. Ich bin aber kein guter Jude, der den armen Arabern hilft. Ihr Kampf ist unser Kampf als Israelis. Wir haben eine eine gemeinsame Zukunft. Als jüdischer Israeli ist der Zionismus mein Feind ebenso wie ihrer. Dieser Konflikt ist Ergebnis des zionistischen Kolonialismus. Sich davon zu befreien, heißt, die Besatzung zu beenden, im Westjordanland ebenso wie in Haifa oder Nazareth.“
    http://text.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-299/_nr-390/i.html  
     
  5. ACHGUTDie Irren von Nivelles
    Der 6o. Jahrestag der Gründung Israels wurde in fast allen europäischen Städten feierlich begangen – meistens mit Kundgebungen zur Erinnerung an das Unrecht, das den Palästinensern widerfahren ist, denen die Israelis seit ebenfalls 60 Jahren die Heimkehr verweigern. Auch in Nivelles bei Brüssel fand eine Gedenkfeier statt, organisiert von einer „Gruppe für einen gerechten Frieden im Nahen Osten“.  Dabei wurde die „Vertreibung“ der Palästinenser von 1948 nachgespielt, als „Araber“ verkleidete Statisten wurden von anderen Statisten, die als israelische Soldaten kostümiert waren, durch die Fußgängerzone der Stadt getrieben und auf einen Lastwagen verladen. Allen Beteiligten soll die Aktion großen Spaß gemacht haben. Bis auf ein paar humorlose belgische Juden, die sich noch daran erinnern konnten, wie und wohin sie vor über 60 Jahren deportiert worden waren, ohne dass ihnen jemand zur Hilfe gekommen wäre.
    http://www.youtube.com/watch?v=EXFmYH76aFY&feature=related  
     
  6. ACHGUT – Bahman und der iranische Komparativ
    Bahman Nirumand gehört zu denjenigen „Kritikern“ der iranischen Politik, die sich darauf spezialisiert haben, das iranische Regime durch einen Weichzeichner darzustellen – im Vertrauen auf das schlechte Gedächtnis ihrer Leser. Schon bald nach der Wahl Ahmadinejads zum Präsidenten des Iran sagte er dessen baldigen Sturz voraus. Die Voraussage erfüllte sich nicht, aber Bahman machte munter weiter und entdeckte immer wieder einen Silberstreif am wolkenverhangenen Teheraner Horizont. Jetzt hat er „versöhnlichere Töne aus Teheran“ vernommen, was bedeutet, dass die Töne, die bis jetzt aus Teheran zu vernehmen waren, bereits „versöhnlich“ klangen. Nach dem Komparativ kommt der Superlativ. „Bahman am versöhnlichsten“ wird demnächst die staatliche iranische Presseagentur IRNA melden.
    http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/versoehnlichere-toene-aus-teheran/  
     
     
      
  7. achgut Grüner Antisemit oder linker Kretin? – Henryk M. Broder
    Laurent Vonwiller, Vorstand der Basler Stadt-Grünen, hat vor kurzem zwei ZDF-Sendungen über Israel gesehen und rezensiert. Er kriegt sich vor Empörung nicht mehr ein. Wir aber, die wir die Schweiz lieben, weil wir in der Kronenhalle tafeln, bei Migros einkaufen und für die Weltwoche schreiben, staunen über den Temperamentsausbruch eines grünen Eidgenossen, der sich schon auf den Tag freut, da „der Fremdkörper Israel verschwinden wird, vom Wind der Gescshichte gefegt“, um Platz zu machen einem Palästinensischen Staat, „wo Muslims, Juden, Christen und andere in Frieden miteinander leben können“. Ja, das hoffen wir auch. Am besten im Kanton Basel-Stadt.
    http://www.palaestina.ch/d/pdf/ZDF_Sendung_60J_Israel.pdf

  8. achgut Noch einmal: Die DIG, der Paech und die Kassams
    Herr Schweigmann-Greve (im folgenden SG) – der hier nur als pars pro toto angesprochen werden soll, für die Haltungen, die er vertritt, da persönliche Angriffe, wie er sie vornimmt in den Bereich der schlechten Manieren fallen, die er glaubt bei anderen vorzufinden – verteidigt seine Unterstützung und Mitfinanzierung der Veranstaltung mit dem „Carl-Schmitt-ähnlichen“ Norman Paech als Ausweis seiner demokratischen Gesinnung. Diese tatsächlich äußerst treffende und zitationsfähige Wendung lässt mit Spannung die Frage aufkommen, wann SG sich Horst Mahler zur Seite setzt und vor einem entsprechendem kontroversen Publikum in einer fairen Debatte die Argumente austauscht. Über ein paar Euro durch Beiträge von DIG-Mitgliedern für die Holocaustleugner-Prozesskostenkasse freut sich dieser sicherlich. So logisch dies in der Konsequenz der Argumentation von SG wäre, wird es dazu natürlich nicht kommen, weil Mahler im Verhältnis zu Paech antiquiert und sein Antisemitismus nicht auf der Höhe der Zeit ist. War der völkische Antisemitismus vom Kaiserreich bis zum Dritten Reich salonfähig und diskutabel, so ist es heute der als Antizionismus und Antiamerikanismus daherkommende.
    Bitte weiterlesen…

  9. ACHGUT Na also, es geht doch!
    Heidemarie Wieczorek-Zeul hat eine Münchener Firma aufgefordert, kein Spezialpapier nach Simbabwe zu liefern, wo es für die Herstellung von Banknoten gebraucht wird. Wo die rote Heidi Recht hat, da hat sie Recht. Jetzt warten wir nur noch darauf, dass sie deutsche Firmen auffordert, ihre Geschäfte mit dem Iran einzustellen. – Kleine Frage am Rande: Weiss jemand, wie hoch das deutsche Handelsvolumen mit Simbabwe ist? Zum Vergleich: 2004 lieferte Deutschland Waren im Wert von über 3,5 Milliarden Euro nach Iran – doppelt so viel wie im Jahre 2000. „Mit Ausfuhren im Wert von über 4,4 Milliarden Euro war Deutschland im Jahr 2005 neben den Vereinigten Arabischen Emiraten das Hauptlieferland des Irans. Über ein Zehntel aller Importe kam aus der Bundesrepublik. Nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums genießen deutsche Waren eine bevorzugte Stellung unter westlichen Produkten. Geschätzt würden Qualität und Zuverlässigkeit.“ (Focus)
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,562644,00.html
    http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/577/183009/ 
    Siehe auch: Beziehungen zwischen Iran und Deutschland – Wirtschaft
    http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Iran/Bilateral.html#t2 

     
  10. honestly concerned info IKG SPEZIAL zum Fall Mohammed Al-Dura…


    1. jihadwatch – Mohammed al-Dura was not killed
      Melanie Phillips explores a modern-day blood libel that has caused innumerable actual deaths. „Faking a Killing,“ in Standpoint, July 2008 (thanks to Dave):
      On September 30 2000, two days after Ariel Sharon, then the leader of Israel’s opposition Likud Party, went for a walk on Temple Mount, Palestinians mounted a demonstration at Gaza’s Netzarim Junction. A 55-second piece of video footage of that demonstration, transmitted that day by the French TV station France 2, was to cause unprecedented violence in the Middle East and throughout the world.
      The footage, with a voice-over by France 2’s Jerusalem correspondent, Charles Enderlin, showed what was said to be the killing of 12-year-old Mohammed al-Dura by Israeli marksmen. Viewers saw the child crouching in terror behind his father, Jamal, as they sheltered next to a barrel under what Enderlin said was Israeli gunfire, and then slumping to the ground as Enderlin pronounced that he was dead.

       

  11. honestreporting.com  Caught: BBC’s Shocking First Response to Terror Attack :We catch the BBC’s despicable first headline before it gets changed.
    At the time of writing, more details are emerging on today’s (Tuesday July 2) terror attack on Jerusalem’s busy Jaffa Street thoroughfare. A Palestinian resident of Jerusalem went on the rampage in a bulldozer, attacking two buses, a number of cars and innocent passers-by, killing at least three people and wounding dozens more before being shot by an Israeli policeman.
    While BBC Online currently covers the story „
    Bulldozer rampage hits Jerusalem,“ this was not the original headline. Offering a glimpse into the BBC’s warped journalism, the initial headline read „Israel bulldozer driver shot dead.
     

  12. readers editionWenn Nahostkorrespondenten ihre Neutralität verlieren – Lukas Lehmann

    Für einige Nahostexperten sind sie ein Dorn im Auge: israelische Siedlungen in der Westbank. Photo: Creap
    In ihrem Beitrag „Ist eine Zwei-Staaten-Lösung noch realistisch?“ für die Deutsche Welle kritisiert Bettina Marx, die Nahostkorrespondentin der ARD, aufs Schärfste die einseitige Parteinahme der Bundesregierung zu Gunsten Israels. Diese würde kein wirkliches Interesse für eine tragfähige Lösung eines lebendigen Palästinenserstaates zeigen. Vielmehr ginge es ihr um die Aufstockung der palästinensischen Sicherheitskräfte, die das palästinensische Volk in Schach halten solle, um Israels Existenz weiter zu bewahren. Doch diese Gleichung würde nicht aufgehen, denn den Palästinensern gehe es nicht nur um Sicherheit, sondern vor allem um einen zukünftigen Palästinenserstaat.
     
  13. guysen.com – UNESCO Headquarters hosted an anti-Israel United Nations International Conference on Palestine Refugees – Ray Archeld

    The United Nations Committee on the Exercise of the Inalienable Rights of the Palestinian People organized a conference on „the present situation of Palestine refugees“ at the UNESCO (UN Educational, Scientific and Cultural Organization) Headquarters in Paris (France) on April 29 and 30, 2008.
    It was the second such conference on Palestine refugees held at UNESCO Headquarters under the Committee’s auspices following one in April 2000.
    On July 12 and 13, 2005, UNESCO also had offered its premises for a „UN International Conference of Civil Society in Support of Middle East Peace“ convened by the Committee.
    That conference had adopted an „Action Plan“ calling for „a global campaign of boycotts, divestment and sanctions to pressure Israel to end the occupation and to comply with international law“.
    On July 15, 2005, the outraged Anti-Defamation League (ADL) had called for the abolition of that „anti-Israel UN committee“.

  14. spiritofentebbe – Hallo, hysterische Tochter! – Claudio Casula
    „Aus dem Antisemitismus“, schrieb Sandór Friedrich Rosenfeld alias Alexander Roda Roda einmal, „könnte schon was werden, wenn sich die Juden seiner annähmen.“
    Hier irrte der sonst so kluge österreichische Publizist, denn er zog die Möglichkeit nicht in Betracht, dass jemand wie Evelyn Hecht-Galinski in Erscheinung treten könnte. Zuletzt tat „die Tochter“ dies in der WDR-Hörfunksendung „ Hallo Ü-Wagen“, einer von einer gewissen Julitta Münch moderierten Veranstaltung, die Volkes Stimme zu allerlei kleinen und großen Themen einholt und, tolerant, wie man beim WDR nun einmal ist, auch gern mal veritable Deppen zu Wort kommen lässt. Deren große Stunde schlägt, wen wundert’s, beim Thema „Ganz schön kompliziert: Reden über Israel“, weshalb sich Gestalten wie EHG und Udo Steinbach vorm Mikro versammelten, um Israel für seine Selbstverteidigung zu schelten und sich darüber zu beschweren, dass man ja nix sagen dürfe in Deutschland, was aber schon durch die Tatsache widerlegt wird, dass man hierzulande alles andere als ernst zu nehmenden Leuten wie ihnen immer wieder gern ein Forum für ihre faktenresistenten Tiraden bietet.
    Der vollständige Wortlaut möge, wie der schöne Kommentar, hier nachgelesen werden. Wir von SoE beschränken uns heute darauf, die ebenso engagierte wie zivilcouragierte, ja beinahe todesmutige, wenn auch leicht derangiert daherredende Evelyn Hecht-Galinski zu würdigen.
  15. Intelligence and Terrorism Information Center at the Israel Intelligence Heritage & Commemoration Center (IICC) Contemporary Arab-Muslim anti-Semitism, its Significance and Implications  
    The Protocols of the Elders of Zion : The Lie That Wouldn’t Die…  
    Renewed escalation in the Gaza Strip
     
    Contents
    1. The main findings of the study
    2. Methodological notes
    3. Part 1: The sources, characteristics and dangers of contemporary anti-Semitism in the Arab-Muslim world.
    Read more… 

  16. HC MEDIEN BACKSPIN – Das Hass-Netz
    honestreporting Media Backspin, 30. Juni 2008
    The Jewish Spider
    Ziv Hellman beschreibt in der
    Jerusalem Post detailliert, wie Antisemitismus im Web 2.0 funktioniert:
    Das Innovationstempo versetzt Hassgruppen in die Lage, ihre Techniken permanent zu verbessern. Die Einführung von Web 2.0, das zum Informationsaustausch und Zusammenarbeit anregt – hatte zur Folge, dass immer mehr Videoseiten, soziale Netzwerke, Spiele, Blogs und dreidimensionale virtuelle Welten von den Händlern des Hasses in Beschlag genommen wurden, sobald sie auf dem Markt waren…
    Experten sind besorgt wegen der Auswirkungen, die diese neuen Medien auf junge Menschen und leicht beeinflussbare Charaktere haben.

    Den vollständigen Artikel können sie hier [in Englisch] lesen….

  17. CAMERA Unintended Consequences of Foreign Aid to the Palestinians

    CAMERA analysis postulates that aid to the Palestinian Authority during the second Intifada had unintended negative consequences

    1. middle east forum Does Foreign Aid Fuel Palestinian Violence? – Steven Stotsky
      On December 17, 2007, eighty-seven countries and international organizations met in Paris and pledged to provide $7.4 billion over three years to the Palestinian Authority[1] (PA), an amount far in excess of any previous level of U.S. or European aid to the Palestinians. The conference participants justified the aid as a means of providing „immediate support to the entire Palestinian population,“[2] and as a reward intended to strengthen those Palestinians who favor peaceful coexistence with Israel.[3]
      In the midst of the effort in Paris to bestow unprecedented sums of foreign aid on the Palestinians, there was little discussion of the unintended consequences — often deadly ones — of previous aid regimens. The recent history of foreign assistance shows a distinct correlation between aid and violence. Perhaps aid itself does not cause violence, but there is strong evidence that it contributes to a culture of corruption, government malfeasance, and terrorism that has had lethal consequences for both Israelis and Palestinians over the past decade.


  18. HC MEDIEN BACKSPIN – Jüdische Flüchtlinge? Welche jüdischen Flüchtlinge?
    honestreporting Media Backspin, 30. Juni 2008
    Vor ein paar Tagen war ich angenehm überrascht, als der Guardian einen sehr guten Kommentar von Lyn Julius über jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern veröffentlichte. Angesichts des üblichen Israels-Bashings auf der Comment Is Free (CiF)-Seite des Blattes stellte das schon eine Rarität dar.
    Gut, bei CiF bleibt keine Wohltat ungestraft: Heute antwortet Rachel Shabi auf Julius.
    Spoiler alert: Sie geht auf die Juden los.
    Mehr vom gefiskten* Zeug bei Judeopundit (via Point of No Return)
    ———
    *abgeleitet von Robert Fisk, der uns seit langer Zeit besonders „am Herzen“ liegt.

    1. Nicht zu fassen, dass ausgerechnet der Guardian diesen Artikel veröffentlichte (bd)
      ejc
      Recognising the Jewish ‚Nakba‘ – Lyn Julius
      This week, before an audience of peers and MPs, an 80-year-old Jewish refugee named Sarah told the story of her traumatic departure in 1956 in the wake of the Suez crisis. Her husband lost his job. Taken ill, she had remained behind in Egypt with her new baby, while he left to look for work in Europe. She departed with nothing – along with 25,000 other Jews expelled by Nasser and forced to sign a document pledging that they would never return. In a final act of spite, the customs officers ransacked her suitcase and even her baby’s carrycot.
      Sarah was speaking at a House of Lords briefing as part of the Justice for Jews from Arab Countries congress. JJAC, an international coalition of 77 organisations, is holding its inaugural congress in London, and aims to highlight the neglected rights of (according to indisputable UN figures) 856,000 Jewish refugees like Sarah.

    2. JPThe double Nakba

      Had the Arabs also agreed to the ’47 Partion Resolution, there would have been no refugees – neither of Arabs from Palestine nor of Jews from Arab lands, writes Irwin Cotler.

           

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