Lokalwahlen

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Jerusalem, 11. November 2008 – Unmittelbar nach der Schließung der Wahllokale in den israelischen Städten um 22:00 Uhr Ortszeit wurden schon die ersten Hochrechnungen veröffentlicht. In Jerusalem führte deutlich Nir Barkat, der eltlich ausgerichtete Millionär und Computerexperte, mit 50 Prozent der Stimmen, vor dem ultraorthodoxen Rabbiner Meir Porusch (42 %), während der russische Oligarch Arkady Gaidamak nur 7 Prozent erhielt. In Haifa führt knapp der langgediente Bürgermeister Jona Jahav. In Tel Aviv hält der ebenfalls langgediente Bürgermeister Jona Huldai einen knappen Vorsprung vor Dov Chanin.
Sehr enttäuschend war die Wahlbeteiligung. Sie lag landesweit nur bei etwas über 42 Prozent, in Jerusalem sogar nur bei 36 Prozent, während die in den arabischen Ortschaften und in den ultraorthodox jüdischen Wahlkreisen „extrem hoch“ gewesen sei.
Als am Abend in Jerusalem die Wahlbeteiligung dann doch etwas anzog, herrschte in der Wahlzentrale des Rabbi Porusch Panik. Dort betete man für die „Groissen Brider“, also das Reality Programm im Fernsehen „Der Große Bruder“, dem vor Allem die weltlichen Bürger der Stadt und damit auch die potentiellen Wähler von Nir Barkat verfallen sind. Aber gemäß den Hochrechnungen scheint Gott das Gebet der Orthodoxen nicht erhört zu haben.
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