Marine verhindert illegales Eindringen von Frachtschiff

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Jerusalem, 5. Februar 2009 – Der israelische Militärsprecher veröffentlichte
eine ausführliche eigene Beschreibung der Vorgänge um den Frachter „Tali“,
der versucht habe, illegal in die von Israel kontrollierten Küstengewässer
des Gazastreifens einzudringen.
Nach Angaben des Militärsprechers handle es sich um einen Frachter, der
unter der Flagge von Togo fuhr. Vor einigen Tagen sei das Schiff von Tripoli
im Libanon in See gestochen und habe nach einem Zwischenstop in Zypern Kurs
auf Gaza genommen.
Schon auf See habe Israel den Frachter kontaktiert und klar gemacht, dass
ihm nicht genehmigt werde, in die Küstengewässer des Gazastreifens
einzudringen. Als Grund habe Israel „Sicherheitsrisiken“ und die bestehende
Meeresblockade angegeben. Seit Mittwoch habe Israel im Kantakt mit der
„Tali“ gestanden, bis die Mannschaft des Frachters ihre Absicht kundgetan
habe, Kurs auf den Hafen von El Arisch in Ägypten nehmen zu wollen.
In den Morgenstunden des Donnerstag habe der Frachter jedoch nach Angaben
des Militärsprechers sein „Benehmen geändert“ und sei in Richtung des
Gazastreifens abgedreht, „im Widerspruch zu den Behauptungen der Mannschaft
am Abend zuvor“.
Alle Warnungen außer acht lassend sei der Frachter dann doch in die
Küstengewässer des Gazastreifens eingedrungen, behauptet der
Militärsprecher. Das Verhalten der Schiffsmannschaft erregte Verdacht, die
Sicherheit zu bedrohen. Das Schiff könnte dazu benutzt werden, „verbotenes
Gerät“ in den Gazastreifen zu schmuggeln. In Klammern werden in der
offiziellen Pressemitteilung Waffen erwähnt.
Infolge der Aktionen der Mannschaft des Frachters habe eine Streitkraft der
israelischen Marine das Schiff gestoppt, geentert und die Kontrolle über den
Frachter übernommen, um ihn zum israelischen Hafen Aschdod umzuleiten.
Beim Entern und der Eroberung des Frachters seien keine Schüsse abgefeuert
worden. Die Mannschaft des Frachters werde der Polizei zum Verhör übergeben.
Die „humanitären Güter“ an Bord des Frachters sollen auf dem Landweg durch
einen der israelischen Grenzübergänge in den Gazastreifen gebracht werde.
Abschließend behauptet der Militärsprecher, dass „jede Organisation und
jedes Land“ humanitäre Hilfe in den Gazastreifen schicken könne, aber nur
über die bestehenden Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gazastreifen und
nur nach vorheriger Absprache.

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