Ahmadinidschad ist ein zum Islam konvertierter Jude

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President Mahmoud Ahmadinejad holds his passport while flashing the victory sign after casting his ballot for the Iranian presidential election in Tehran.
President Mahmoud Ahmadinejad holds his passport while flashing the victory sign after casting his ballot for the Iranian presidential election in Tehran. Photo: Reuters
Jerusalem, 3. Oktober 2009 – Der iranische Präsident Ahmadinidschad ist ein zum Islam konvertierter Jude. Das hat die britische Zeitung Daily Telegraph herausgefunden, indem sie den Personalausweis Ahmadinidschads auf einem Pressefoto vergrößerte und genauer untersuchte. Während des Wahlkampfes hatte der Präsident seinen offenen Ausweis in die Kameras hoch gehalten. Dabei stellte sich heraus, dass dort sein früherer Familienname verzeichnet war: Sabourjian. Die Endung des Namens, „jian“, deute darauf hin, dass seine Angehörigen praktizierende Juden waren.
Das ist nach Angaben des israelischen Rundfunks, der in seiner Nachrichtensendung damit aufmachte, ein im Iran weit verbreiteter typisch jüdischer Name und bedeute: „Talith-Weber“. Der Talith, ein jüdischer Gebetsmantel heißt auf persisch „Sabour“.
Die Familie Ahmadinidschads sei nach seiner Geburt zum Islam konvertiert, mutmaßlich, als der Junge etwa vier Jahre alt war. Weiter heißt es beim Daily Telegraph, dass der Präsident nie einen Hehl daraus gemacht habe, seinen Familiennamen geändert zu haben. Doch habe er nie verraten, wie sein früherer Name lautete.
Die Sabourjians stammen ursprünglich aus Aradan, dem Geburtsort Ahamadinidschads. Dieser Familienname ist auf Listen des iranischen Innenministeriums allein für jüdische Familien reserviert.
Der Daily Telegraph zitiert Ali Nourizadeh vom Zentrum für arabische und iranische Studien: „Dieser Aspekt des Hintergrundes von Herrn Ahmadinedschad liefert viel zu seinem Verhalten. Jede Familie, die zu einer anderen Religion konvertiert übernimmt eine neue Identität, indem sie ihren früheren Glauben verdammt. Mit seinen anti-israelischen Äußerungen versucht er jegliche Verdächte zu seinen jüdischen Wurzeln zu vertuschen. Er fühlt sich in der radikal-schiitischen Gesellschaft verletzbar.“ Ein Sprecher der israelischen Botschaft in London sagte auf Anfrage der britischen Zeitung nur: „Das ist nichts, worüber wir sprechen möchten“. Nach Angaben des israelischen Rundfunk habe auch die iranische Botschaft jegliche Stellungnahme verweigert.
Ein Foto von Ahmadinidschad mit seinem Personalausweis verbreitete
Reuters am Wahltag im Iran.
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