ABSOLUT UNGLAUBLICH: ARTIKEL ZUM BUNDESTAGSBESCHLUSS DER AUFHEBUNG DER GAZABLOCKADE. Das hätte niemals so beschlossen werden dürfen!!!!!

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Einfach ohne Worte…
SZ
Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
Berlin (dpa) – Der Bundestag hat über alle Fraktionsgrenzen hinweg eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens gefordert. Die Absperrung sei kontraproduktiv und diene nicht den israelischen Sicherheitsinteressen, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von Union, SPD, FDP und Grünen. Der Antrag wurde am Abend einstimmig verabschiedet. Auch die Linke unterstützte den fraktionsgreifenden Beschluss. Ausschlaggebend für die Bundestagsinitiative war die Erstürmung einer Hilfsflotte durch die israelische Armee. 
 

  1. BUNDESTAGBeschlüsse des Bundestages am 1. und 2. Juli
    Militäreinsatz gegen Gaza-„Solidaritätsflotte“ soll untersucht werden: Der Bundestag hat am Donnerstag, 1. Juli, einen Antrag der Fraktionen von CDU/CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (17/2328
    ) einstimmig angenommen. Darin heißt es, dass die Bundesregierung die Forderung nach einer internationalen Untersuchung des Militäreinsatzes israelischer Streitkräfte gegen die Gaza-„Solidaritätsflotte“ am 31. Mai unterstützen solle. Das Vorgehen beider Seiten, einschließlich möglicher Verbindungen von Organisationen zur radikalislamistischen Hamas und anderen radikalen islamistischen Gruppen müsse in den Blick genommen werden. Die Beteiligung des Nahost-Quartetts (USA, Russland, Vereinte Nationen und EU) wäre sinnvoll, so die Antragsteller. Abgelehnt wurde dagegen ein Antrag derFraktion Die Linke (17/2259
    ), in dem sie verlangt hatte, die Bundesregierung solle sich für eine neutrale, von den Vereinten Nationen geführte Untersuchungskommission zur Aufklärung des Angriffs israelischer Truppen auf einen Schiffskonvoi vor dem Gaza-Streifen aussprechen. Laut Antrag solle Israel dazu aufgefordert werden, dieser Untersuchungskommission „unverzüglich“ alle Unterlagen und Materialien zur Verfügung zu stellen, die Film-, Foto- und Audioaufnahmen der „Free Gaza“-Passagiere freizugeben und der Kommission alle Freiheit für die notwendigen Ermittlungen einzuräumen. Ferner habe die israelische Regierung Wiedergutmachung gegenüber den Opfern des Angriffs zu leisten. Nach Ansicht der Linksfraktion war der Angriff ein „aggressiver und zu verurteilende Akt“…


    • Ein solch unnötiger Antrag, der so viele Widersprüche in sich birgt ist lächerlich und infam. So lange keine vergleichbaren Anträge in Bezug auf den Iran, Kirgistan und andere Länder verabschiedet werden, in denen wahre Verbrechen verübt werden, ist diese Aussonderung Israels nicht nur im Widerspruch zu der angeblichen „Staatsräson“, sondern auch Delegetimierung des Jüdischen Staates anzusehen! Darüber hinaus stellt dieser Antrag einen klaren Erfolg für die Hamas dar.  

      Deutscher Bundestag Drucksache 17/2328 –
      Antrag der Fraktionen CDU/ CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Ereignisse um die Gaza-Flottille aufklären — Lage der Menschen in Gaza verbessern — Nahost-Friedensprozess unterstützen

    • Lohnt sich zu lesen…
      Deutscher Bundestag
      Plenarprotokoll 17/51Deutscher Bundestag – Stenografischer Bericht – 51. Sitzung – Berlin, Donnerstag, den 1. Juli 2010
      Tagesordnungspunkt 13:
      a) Antrag der Abgeordneten Wolfgang Gehrcke, Jan van Aken, Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE: UN-geführte Untersuchung des israelischen Angriffs auf den Gaza-Hilfstransport – Sofortige Aufhebung der Blockade (Drucksache 17/2259) . . . . . . . . . . . . . . .
      b) Antrag der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
      Ereignisse um die Gaza-Flottille aufklären – Lage der Menschen in Gaza verbessern – Nahost-Friedensprozess unterstützen
      (Drucksache 17/2328) . . . . . . . . . . . . . . .
      Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE) . . . . . . . . .
      Thomas Silberhorn (CDU/CSU) . . . . . . . . . .
      Dr. Rolf Mützenich (SPD) . . . . . . . . . . . . . . .
      Dr. Rainer Stinner (FDP) . . . . . . . . . . . . . . . .
      Kerstin Müller (Köln) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
      Philipp Mißfelder (CDU/CSU) . . . . . . . . . . .

  2. SIMON WIESENTHAL CENTER – „HYPOCRISY AND DOUBLE STANDARD (IM)MORALITY“ WON THE DAY IN THE BUNDESTAG
    The Simon Wiesenthal Center expressed its outrage over Thursday’s vote in the Bundestag that condemned Israel over the Mavi Marmara incident and backed calls for an international investigation of the Turkish-led pro-Hamas Gaza flotilla.  „Hypocrisy and double standard immorality won the day in the Bundestag,“ charged Rabbis Marvin Hier and Abraham Cooper, Founder and Dean and Associate Dean of the Simon Wiesenthal Center (respectively). „We heard no such unanimity from German politicians when Hamas and Hezbollah terrorists targeted Israeli civilians, including Holocaust survivors and their families,“ they continued, adding,  „We are not surprised that the Left Party, some of whose members support Hamas and Hezbollah and have had the audacity to liken Israel to Nazis are in lockstep with efforts to demonize the Jewish State, but we are deeply shocked that mainstream German parties rushed to judgment by expressing support for yet another UN-led judicial lynching of Israel, even before the Middle East’s only democracy completed its own investigation.“
    „Germans know full well that there is only one reason why Israel was forced to impose a blockade against Gaza –  Hamas. And it’s important to remember that the people of Gaza had a golden opportunity for peace after then-Prime Minister Sharon unilaterally withdrew from Gaza. Instead of embracing that opportunity, they overwhelmingly voted for Hamas and their Islamist extremism, suicide terror and 8,000 rockets,“ Wiesenthal Center officials said. „That was the time when the Bundestag should have weighed in with a unanimous condemnation.“
     „Israelis and friends of the Jewish state everywhere reject this outrageous ‘resolution‘ – they are not interested in the world’s crocodile tears shed for victims of Hamas terrorism. Jerusalem has the right and moral obligation to protect its six million citizens from Hamas and Hezbollah terror and the looming nuclear threat of their sponsors  in Tehran,“ Hier and Cooper concluded.
    The Simon Wiesenthal Center is one of the largest international Jewish human rights organizations with over 400,000 member families in the United States. It is an NGO at international agencies including the United Nations, UNESCO, the OSCE, the OAS, the Council of Europe and the Latin American Parliament (Parlatino).
    For more information, please contact the Center’s Public Relations Department, 310-553-9036, join the Center on Facebook, www.facebook.com/simonwiesenthalcenter,  or follow @simonwiesenthal for news updates sent direct to your Twitter page or mobile device.

  3. WELTGaza-Bundestagsantrag – einstimmig, aber kurzsichtig – In seltener Einmütigkeit fasste der Bundestag einen Beschluss zur Gaza-Blockade. Dieser krankt daran, dass er die Realitäten falsch einschätzt. In der Diskussion wird häufig vergessen, dass die Israelis die See- und Landblockade von Gaza immer wieder lockerten (Foto: Lkw am Kerem-Shalom-Übergang) – von Clemens Wergin
    Es ist selten, dass es im Bundestag zu einstimmigen Beschlüssen kommt, zumal zu so strittigen Fragen wie dem Nahost-Konflikt. Überraschend ist auch, dass die Linkspartei einen Beschluss unterstützt, der ziemlich deutlich sagt, dass ihre Parlamentarier, die auf der Gaza-Flottille mitfuhren, sich mit radikalen Islamisten eingelassen haben. Insgesamt versucht der deutsche Bundestag im Antrag zur Gaza-Flottille also eine Balance zu halten….

  4. N-TV Deutsche Haltung zu Gaza – Bundestagsappell gegen Blockade

    Bundestagsappell gegen Blockade'); //--> //]]>
    Fraktionsübergreifend stellt der Bundestag fest, dass die Sperre des Gazastreifens kontraproduktiv ist und den israelischen Sicherheitsinteressen letztlich nicht diene. Dennoch sollten Lieferungen in den Gazastreifen weiter überwacht werden, um Waffenschmuggel und Raketenbeschuss zu verhindern.
    In einem fraktionsübergreifenden Appell wirbt der Bundestag für eine sofortige Aufhebung der Gaza-Blockade. Die Sperre sei kontraproduktiv und diene den israelischen Sicherheitsinteressen letztlich nicht, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, der in den Bundestag eingebracht wurde. In die gleiche Richtung zielt auch ein Entschließungsantrag der Linken. Der fraktionsübergreifende Antrag betont aber darüber hinaus, dass Lieferungen in den Gazastreifen weiter überwacht werden müssten, um Waffenschmuggel und Raketenbeschuss zu verhindern.
    Hintergrund ist die Erstürmung einer internationalen Gaza-Hilfsflotte durch die israelische Armee, bei der vor einem Monat neun Menschen getötet wurden. Nach dem blutigen Zwischenfall hatte Israel seine dreijährige Blockade zumindest gelockert. Nach Ansicht der Bundestagsfraktionen ist die radikalislamische Hamas durch die Blockade nicht geschwächt, sondern politisch gestärkt worden. Gleichzeitig müsse die Situation der dortigen Zivilbevölkerung dringend verbessert werden.
    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte den fraktionsübergreifenden Antrag im Vorfeld kritisiert und eine wachsende einseitige Parteinahme gegen Israel ausgemacht.

  5. TAGESSCHAU Fraktionsübergreifender Beschluss – Bundestag fordert Ende der Gaza-Blockade
    Der Bundestag hat über alle Fraktionsgrenzen hinweg eine sofortige Aufhebung der Gaza-Blockade gefordert. Die Absperrung des Landstrichs sei kontraproduktiv und diene nicht den israelischen
    Sicherheitsinteressen, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von Union, SPD, FDP und Grünen, der am Abend einstimmig verabschiedet wurde. Auch die Linkspartei, die einen eigenen Antrag ins Parlament eingebracht hatte, unterstützte den fraktionsübergreifenden Beschluss. Darin wird auch betont, dass Lieferungen in den Gazastreifen weiterhin überwacht werden müssten, um Waffenschmuggel und Raketenangriffe auf Israel zu verhindern.
    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte den fraktionsübergreifenden Antrag im Vorfeld kritisiert und eine wachsende einseitige Parteinahme gegen Israel ausgemacht.
    Hauptgrund Sicherheitsinteressen Israels
    Philipp Mißfelder (Foto: picture-alliance/ dpa) 
    Bildunterschrift:
    Auch Philipp Mißfelder betont Israels Sicherheitsinteressen.

    Ausschlaggebend für die Bundestags-Initiative war die Erstürmung einer internationalen Gaza-Hilfsflotte durch die israelische Armee. Dabei waren vor einem Monat neun Menschen getötet wurden. Nach dem Zwischenfall hatte Israel die vor drei Jahren verhängte Blockade zumindest gelockert. Nach Ansicht des Bundestags reicht das aber nicht aus. Die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Kerstin Müller, erklärte, die Blockade sei nicht im Interesse Israels. Die radikalislamische Hamas im Gazastreifen sei dadurch nicht geschwächt, sondern gestärkt worden. Auch Philipp Mißfelder von der CDU betonte, Hauptgrund für die Forderung des Parlaments seien die
    Sicherheitsinteressen Israels. Der SPD-Abgeordnete Rolf Mützenich ergänzte, in Gaza müssten dringend die humanitäre Lage der Bevölkerung verbessert und das Fundament für eine wirtschaftliche Entwicklung gelegt werden.

  6. HA’ARETZGerman government passes bipartisan bill calling for end to Gaza blockade 
    ISLAMISCHE ZEITUNG Berlin: Bundestags-Initiative gegen Gaza-Blockade – „Aufhebung gefordert“
    (dpa) In einem fraktionsübergreifenden Appell wirbt der Bundestag für eine sofortige Aufhebung der Gaza-Blockade. Die Sperre sei kontraproduktiv und diene den israelischen Sicherheitsinteressen letztlich nicht, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, der am Donnerstagabend in den Bundestag eingebracht werden sollte. In die gleiche Richtung zielt auch ein Entschließungsantrag der Linken. Der fraktionsübergreifende Antrag betont aber darüber hinaus, dass Lieferungen in den Gazastreifen weiter überwacht werden müssten, um Waffenschmuggel und Raketenbeschuss zu verhindern.
    Hintergrund ist die Erstürmung einer internationalen Gaza-Hilfsflotte durch die israelische Armee, bei der vor einem Monat neun Menschen getötet wurden. Nach dem blutigen Zwischenfall hatte Israel seine dreijährige Blockade zumindest gelockert. Nach Ansicht der Bundestagsfraktionen ist die radikalislamische Hamas durch die Blockade nicht geschwächt, sondern politisch gestärkt worden. Gleichzeitig müsse die Situation der dortigen Zivilbevölkerung dringend verbessert werden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte den fraktionsübergreifenden Antrag im Vorfeld kritisiert und eine wachsende einseitige Parteinahme gegen Israel ausgemacht.
    1. NZ Bundestag einstimmig gegen Gaza-Blockade
    2. ALLGEMEINE ZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    3. T-ONLINE Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    4. SWR Fraktionsübergreifender BeschlussBundestag fordert Ende der Gaza-Blockade
    5. WIESBADENER KURIER Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    6. IDSTEINER ZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    7. MAINSPITZE Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    8. WORMSERZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    9. SÜDKURIER Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    10. KANAL8 Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    11. NODSEEZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    12. TROSTBERGER TAGBLATT Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    13. LAUSITZER RUNDSCHAU Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    14. AN Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    15. AZ Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    16. KA-NEWS Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    17. FOCUS : Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    18. MINDENER TAGBLATT Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    19. HEILBRONNER STIMME Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    20. WELT Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    21. BERLINER MORGENPOST Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    22. PFORZHEIMER ZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    23. AHLENER ZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    24. OSTSEEZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    25. MORGENWEBBundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    26. MÜNSTERLÄNDISCHE VOLKSZEITUNG Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    27. NEWS.DE Bundestag einstimmig gegen Blockade des Gazastreifens
    28. DEUTSCHE WELLE Bundestag einstimmig gegen Gaza-Blockade
    29. GREENPEACE MAGAZIN Bundestag einstimmig gegen Gaza-Blockade
  7. Hier noch ein paar Zitate aus der Bundestagsdebatte vom 01.07.2010, in denen es um die israelorientieren bzw Israel nahestenden Organisationen und Einzelpersonen geht – zumindest hier zeigt sich, dass die Stellungnahmen nicht unbemerkt geblieben sind.
    Dr. Rainer Stinner (FDP):
    […] Auch Ihnen ist es vielleicht so gegangen wie mir: Ich habe in den letzten Tagen eine ganze Reihe von Briefen und Mails von besorgten Menschen überwiegend aus israelorientierten Organisationen bekommen. Die müssen wir natürlich ernst nehmen. Deswegen lassen Sie mich einleitend sehr deutlich sagen, was dieser Antrag nicht beinhaltet.
    Er beinhaltet erstens keine endgültige, abschließende Bewertung der Ereignisse vom 31. Mai, (Dr. Rolf Mützenich [SPD]: Ja, klar!) sondern die eindeutige Forderung nach einer internationalen Untersuchung.
    Zweitens. Er beinhaltet nichts, was die berechtigten Sicherheitsinteressen Israels in irgendeiner Weise vernachlässigt.
    Ganz im Gegenteil: Wir weisen in diesem Antrag gemeinsam bestimmt fünfmal auf die wirklich berechtigten israelischen Interessen hin. Das haben wir immer wieder dort, wo wir es tun konnten und sollten, sehr deutlich formuliert.
    Drittens ist ganz bedeutsam für uns alle: Dieser Antrag bedeutet natürlich in keinster Weise – in keinster Weise! – irgendein Abrücken von dem gemeinsamen Konsens im Deutschen Bundestag über unsere historisch bedingte besondere Beziehung zum Staat Israel. Die ist von diesem Antrag in keinster Weise grundsätzlich berührt. Das möchte ich sehr deutlich sagen.
    […]
    Philipp Mißfelder (CDU/CSU):
    […] Vor diesem Hintergrund möchte ich, ähnlich wie Rainer Stinner es schon gemacht hat, auf die Reaktionen im Vorfeld verweisen: Bevor die Drucksache vorlag, wurde der eine oder andere von uns schon von Personen aus Israel nahestehenden Bewegungen gefragt: Was steckt eigentlich hinter diesem Antrag, von dem wir in der Zeitung gelesen haben? Welche Zielrichtung verfolgt er? Ist denn gesichert, dass die Sicherheitsinteressen Israels im Mittelpunkt der Beratungen stehen? – Zu keinem Zeitpunkt der Beratungen des Antrags hat dies ein geringe Rolle gespielt, sondern dies stand immer – das war fraktionsübergreifend der Fall – im Mittelpunkt unserer Überlegungen.
    […]

  8. Passend dazu auch…
    ISRAELNETZ „Welt“-Autor: „Westen wendet sich von
    Israel ab“‚ href=“http://www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum/2010/07/02/welt-autor-westen-wendet-sich-von-israel-ab/“>„Welt“-Autor: „Westen wendet sich von Israel ab“ 
    BERLIN (inn) – Israel wird nicht mehr als unverzichtbarer westlicher Vorposten im Nahen Osten angesehen, sondern zunehmend als „Sicherheitsproblem“ beargwöhnt. Diese Ansicht äußert der Publizist Richard Herzinger in einem Essay, der in der aktuellen Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ abgedruckt wurde.
    „Israel sieht sich ungewöhnlich massiver Kritik vonseiten westlicher Regierungen und Medien ausgesetzt – in einer Intensität, die selbst verbrecherische Diktaturen kaum je über sich ergehen lassen mussten“, schreibt Herzinger. Als Beispiel nennt er die schnelle Forderung der EU nach einem Ende der Gaza-Blockade infolge der Razzia auf der „Mavi Marmara“. „Dass die treibenden Kräfte hinter der Aktion der angeblichen ‚Friedensaktivisten‘ in Wahrheit militante türkische Organisationen mit engen Verbindungen zur radikal-islamischen Hamas waren, hat bei westlichen Politikern und Medien weit weniger Irritation ausgelöst als die vermutete ‚Überreaktion‘ Israels. Und gänzlich unbehelligt blieb die türkische Regierung, die das vermeintliche Hilfsschiff ‚Mavi Marmara‘ von einem türkischen Hafen aus und unter türkischer Flagge zu seiner provokatorischen Mission aufbrechen ließ, ja diese sogar ausdrücklich unterstützte und mit wütenden antiisraelischen Parolen untermalte.“
    In dem Artikel unter der Überschrift „Lässt der Westen Israel fallen?“ geht der Autor auch auf die Folgekonferenz zum Atomwaffensperrvertrag im Mai ein. Bei dem Kongress in New York unterzeichneten die USA eine Abschlussresolution, „die nur die Atombewaffnung Israels namentlich infrage stellt, das bedrohliche iranische Atomprogramm dagegen unerwähnt lässt. Diesen Loyalitätsbruch gegenüber ihrem langjährigen, treuesten Verbündeten im Nahen Osten, verbunden mit einer demütigenden Konzession an das antisemitische und amerikafeindliche Regime in Teheran, begründeten die USA damit, die arabischen Staaten hätten andernfalls die Teilnahme an einer weiteren Atomkonferenz verweigert“.
    Herzinger folgert hieraus: „Diese Bereitschaft, dem Druck israelfeindlicher Kräfte nachzugeben – unter die sich mit der Türkei nun auch noch ein wichtiger strategischer Verbündeter des Westens eingereiht hat -, zeigt: Die herausgehobene Beziehung zu Israel passt der westlichen Politik nicht mehr ins Konzept – sie erscheint ihr vielmehr zunehmend als Hindernis bei der angestrebten Annäherung an die ‚islamische Welt‘.“
    „Holocaust wird an den Rand gedrängt“
    Zudem schwinde im Westen die „Wahrnehmung des Holocaust als Bezugspunkt eines absoluten moralischen Imperativs, der – wenn auch keineswegs ausschließlich – die besondere Beziehung zu Israel begründet“. Der „Welt“-Autor spricht von einer „Opferkonkurrenz“ und einem „Holocaustneid“ in Ländern, die in ihrer Geschichte unter Kolonialisierung zu leiden hatten: „Der europäische Sklavenhandel in Afrika etwa die jahrhundertelange innerafrikanische und arabisch-islamische Sklaverei wird dabei wohlweislich verschwiegen -, aber auch die angebliche ‚Vertreibung‘ der Palästinenser als Voraussetzung für die Gründung des Staates Israel 1948 sollen gemäß einer Ideologie des Antikolonialismus, die sich in manchen UN-Gremien wie dem Menschenrechtsrat bereits weitgehend durchgesetzt hat, in der internationalen Gedächtniskultur mindestens den gleichen Status als Menschheitsverbrechen erhalten wie der Holocaust. Es werden dafür sogar Begriffe geprägt, die dem der ‚Schoah‘ entsprechen sollen – ‚Yovoda‘ für die Sklaverei, ‚Nakba‘ für das Unrecht an den Palästinensern.“
    Während sich der Westen trotz der gemeinsamen demokratischen Werte von Israel abwende, orientiere sich der jüdische Staat auf der Suche nach neuen Bündnispartnern in Richtung Indien, stellt Herzinger fest. Die bestehenden Beziehungen ließen „islamistische Extremisten bereits eine Verschwörung von ‚hindu-zionistischen Kreuzzüglern‘ wittern“. Gemeinsamkeiten zwischen Die beiden Staaten verbinde nicht nur ein enormes Potenzial an Hochtechnologie-Entwicklung. „Mit Israel teilt Indien zudem das Bewusstsein der unmittelbaren Bedrohung durch islamistischen Extremismus und Terrorismus. Indien blickt dabei vor allem auf Pakistan, hat aber großes Interesse daran, den islamistischen Einfluss im gesamten Nahen Osten sowie in Ostafrika zurückzudrängen.“
    In der israelisch-indischen Zusammenarbeit sieht Herzinger zudem einen Anknüpfungspunkt für eine „Erneuerung des strategischen Bündnisses zwischen den USA und Israel“. Denn auch die Vereinigten Staaten setzten auf Indien als langfristigen Partner, um ein Gegengewicht zu China zu erhalten. „Die enge Kooperation zwischen Indien und Israel findet daher den ungeteilten Beifall der USA und macht für sie Israel als Bindeglied zur potenziellen Weltmacht Indien interessant.“ Zu Europa bemerkt der Verfasser abschließend: „Da es derzeit eher gegen seinen politischen und ökonomischen Niedergang ankämpfen muss, könnte es ihm irgendwann sogar einmal leidtun, Israel in einer kritischen Situation wie der jetzigen mit solch ultimativ fordernder Herablassung behandelt zu haben.“
    Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.

  9. Ebenfalls passend dazu…
    JP


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