Stuxnet: Wird der Iran im Cyberspace zurückschlagen?

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Stuxnet: Wird der Iran im Cyberspace zurückschlagen?

HonestReporting Media BackSpin, 6. Oktober 2010

Ob nun das Stuxnet-Virus, das iranische Anlagen attackiert hat, aus Israel, den USA oder sonst woher stammt – gehen Sie einmal davon aus, dass die Revolutionsgarden im Cyberspace zurückschlagen werden.

Newsweek beschäftigt sich mit der  „Cyber-Armee“ des Iran:

Nachdem etliche Webseiten der Regierung während der umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009 gehackt worden waren – wahrscheinlich von Regimegegnern -, startete Teheran eine Gegenoffensive mit seiner neu aufgestellten Cyber-Armee, einer Gruppe, die zu den Revolutionsgarden gehört. Letztes Jahr schalteten diese regimenahen Hacker Twitter aus, und sie wollen ihre Ziele ausweiten: ein Sprecher der Revolutionsgarden hat erklärt, dass sie beabsichtigen, den „virtuellen Raum [zu] erobern“.

Teil dieser Anstrengungen war, dass kürzlich 120 Mitglieder der Basij-Nachwuchsmiliz nach Mashad zum Training für das „Schreiben von Weblogs, Erstellung Sozialer Medien, psychologischer Operationen, Internetspionage-Abwehr, Mobilfunktechnik und deren Einsatzmöglichkeiten sowie Basij-Cybercenter und Videospiele zur Infiltrierung des IT-Netzes“ abkommandiert wurden. Ganz abgesehen davon, wer Stuxnet in Umlauf gebracht hat steht fest, dass der Iran beabsichtigt, seine eigenen Schüsse im Cyberwar abzufeuern.

Vor zwei Jahren interviewte ich Gadi Evron, einen israelischen Computer-Topexperten. Er sagte mir, man könne definitiv nicht beweisen, dass irgendein Staat hinter Cyberattacken stecke. Aber dies würde wohl kaum die Iraner davon abhalten, zurückzuschlagen. Die Möglichkeit für einen Staat, seine Täterschaft zu dementieren, ist einfach zu groß.

…es sei denn, die Iraner können Filmaufnahmen von Überwachungskameras vorweisen, auf denen mysteriöse Typen mit Perücken, Tennisschlägern [wie etwa in Dubai] und falschen Schnurrbärten gefilmt werden, wie sie Bushehr betreten….

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