Erste Ergebnisse, eine Pressezusammenstellung, sowie einige Fotos und YouTube-Clips vom 1. Organisationsübergreifenden Deutschen Israelkongress…

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Erste Ergebnisse, eine Pressezusammenstellung, sowie einige Fotos und YouTube-Clips vom
1. Organisationsübergreifenden Deutschen Israelkongress


INHALTSANGABE
  1. TEIL 1 – Gemeinsame Deklaration und Forderungskatalog
  2. TEIL 2 – Ausschnitt der bisherigen Berichterstattung über den Kongress
  3. TEIL 3 – Erste Fotos und YouTube Clips...
  4. TEIL 4 – Eine wichtige Aktion, die aus dem Israelkongress hervorgegangen ist
  5. TEIL 5 – SONSTIGES...

TEIL 1 – Gemeinsame Deklaration und Forderungskatalog...  
 

Es gibt erste konkrete Ergebnisse der Konferenz…

  1. Im Vorfeld zu der Konferenz haben sich die Veranstalter und unterstützer des 1. organisationsübergrefeinden deutschen Israelkongresses auf nachfolgende gemeinsamen Deklaration (pdf) verständigt:

    „GEMEINSAM FÜR ISRAEL“

    Deklaration anlässlich des 1. Deutschen Israelkongress 2010

    „In einer Zeit der fortschreitenden Entsolidarisierung von Politik und Gesellschaft mit der einzigen rechtsstaatlichen Demokratie im Nahen Osten erklären wir unsere unverbrüchliche Freundschaft mit dem demokratisch-freiheitlichen jüdischen Staat Israel.

    Wir blicken mit Besorgnis und Kritik auf die deutsche Nahostpolitik.

    Während einerseits das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels in Deutschland als Staatsräson beschworen wird,  artikuliert sich andererseits im Konkreten die Solidarität mit Israel bestenfalls kleinlaut. Schlimmer: Oft  werden völlig einseitige Aufforderungen an die Adresse Israels formuliert.

    Der Deutsche Bundestag verabschiedete am 30.06.2010 einstimmig zum Thema „Ereignisse um die Gaza-Flottille aufklären – Lage der  Menschen in Gaza verbessern – Nahost-Friedensprozess unterstützen“ eine Erklärung, die dies offensichtlich werden ließ.

    Wir verurteilen diesen einseitig Israel belastenden Beschluss des Bundestages aufs Schärfste. Nach dem Bekanntwerden der Teilnehmer der Gaza-Flotte, u.a. die djihadistische und terroristische IHH mit Verbindungen zur Hamas, hätten wir vielmehr vom Deutschen Bundestag erwartet die mitreisenden Politiker der Linken und die türkische Regierung für ihre Protektion des Unternehmens zu verurteilen.

    Zudem stellt die Einstimmigkeit dieser fraktionsübergreifenden Erklärung ein besorgniserregendes Novum dar, denn eine vergleichbare Einheit fehlt bei wichtigen Themen wie Maßnahmen gegen Antisemitismus und Israelfeindschaft in der deutschen Gesellschaft, konsequenten Bekämpfung des Islamismus und Forderungen nach einer harten Sanktionspolitik gegenüber dem Iran.

    Gerade dann und nur dann parteiübergreifende Geschlossenheit zu demonstrieren, wenn man völlig einseitige Aufforderungen gegenüber Israel formuliert, kann vor dem Hintergrund deutscher Geschichte nur als Affront gegen Israel aufgefasst werden.

    Mit dem 1. Deutschen Israelkongress „Gemeinsam für Israel“ setzen wir als unterzeichnende Organisationen dazu einen ebenso bewussten wie auch notwendigen Kontrapunkt und fordern die deutsche Politik dazu auf

    – sich dem unverhohlenen Antisemitismus des iranischen Regimes u. a. dadurch entgegenzustellen, dass weitere einschneidende ökonomische und politische Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran beschlossen und durchgesetzt werden.
    – sich mit allem Nachdruck für die Umsetzung der begrüßenswerten und eindeutigen Forderung der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen vom 27.10.2010 auf Freilassung von Gilad Shalit einzusetzen.
    – es zu unterlassen, dem Staat Israel, der sich seit über 60 Jahren in einem Überlebenskampf befindet, besserwisserische Ratschläge zu erteilen, wie er sich gegen Bedrohung und Terror zur Wehr zu setzen habe. 

    Bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen unterzeichnenden Organisationen, seien sie jüdisch, christlich oder politisch engagiert, stehen wir:
    „GEMEINSAM FÜR ISRAEL“ und damit

    – gegen die stillschweigend hingenommene Ausweitung der Delegitimierung Israels, die auch in Europa zum Beispiel durch akademische Boykotte oder die Unterstützung von Gaza-Flotillen Einzug hält und 
    – gegen eine einseitig Israel verurteilende deutsche Nahostpolitik, wie sie jüngst durch den fraktionsübergreifenden Bundestagsbeschluss vom 30.06.2010 zum Ausdruck kam.  

     

    ISRAEL, DU BIST NICHT ALLEIN!

  2. Darüber hinaus hat sich der 1. organisationsübergreifende Israelkongress in Frankfurt bei einem Treffen am Vorabend des eigentlichen Kongresses einstimmig auf nachfolgende Forderungen (pdf) an Gesellschaft und Politik verständigt:

    Forderungskatalog

    1.     Wir fordern ein klares Bekenntnis zum Existenzrecht des Staates ISRAEL in Frieden und Freiheit in anerkannt gesicherten Grenzen mit einer ungeteilten Hauptstadt JERUSALEM.

    2.     Wir fordern die Deutsch-Israelische Parlamentariergruppe auf, sich aktiver für das deutsche Bekenntnis zum Staat Israel einzusetzen. Dies kann durch öffentliche Erklärungen und der Veranstaltung eines jährlichen Israeltags in den Räumen des Bundestages geschehen. Ferner soll sie sich für Expertengremien und Anhörungen zur Förderung der Zusammenarbeit mit Israel einsetzen. Die Parlamentariergruppe sollte geschlossen gegen anti-israelische oder unausgewogene Resolutionen stimmen.

    3.     Wir fordern einen kompromisslosen Einsatz bei Aufklärung und Maßnahmen gegen Antizionismus und Antisemitismus (etwa als Teil der Integrationsarbeit). Die vom Bundestag bereits verabschiedete und anerkannte Antisemitismus Definition der European Union Agency for Fundamental Rights (ehemals EUMC) sollte dabei konkret angewendet werden.

    4.      Wir fordern vom Bundestag ein konsequentes Eintreten für die Freilassung von Gilad Shalit. Der fraktionsübergreifende Antrag ist bei Weitem nicht ausreichend. Vielmehr muss die Hamas direkt, konkret, bedingungslos und unmissverständlich aufgefordert werden, diese menschenrechtsverletzende Geiselhaft zu beenden.

    5.      Wir fordern von Politik und Wirtschaft, i.B. den Industrie- und Handelskammern, dass Geschäftsbeziehungen mit der Islamischen Republik Iran nicht länger gefördert werden. Jede Infrastrukturhilfe muss gestoppt werden, speziell in den Bereichen Energie und Hightech. Ferner muss der gescheiterte „kritische Dialog“ mit dem Mullahregime und dessen Präsidenten konsequent auf allen kulturellen und sonstigen Ebenen abgebrochen werden.
    Vom deutschen Bundestag fordern wir einen Beschluss zu wirksamen wirtschaftlichen Sanktionen. Wenn nicht anders möglich, auch im Alleingang ohne die europäischen Partner. Wir fordern die Aufnahme der Iranischen Revolutionsgarden in die Liste terroristischer Organisationen.

    6.      Wir, 60 NGO´s halten das Regime in Teheran für menschenverachtend und verbrecherisch. Mit seiner Holocaustleugnung verstößt Präsident Ahmadinidschad gegen deutsche Gesetze. Mit seinen fast täglichen Drohungen Israel zu zerstören, verstößt er zudem gegen jegliche Moral und die vermeintliche deutsche Staatsraison, einen erneuten Holocaust an den Juden nie wieder zuzulassen.

    7.      Wir fordern von den öffentlich-rechtlichen und anderen Medien, Befürwortern der Politik der Hamas oder eines „Dialogs“ mit dieser Terrororganisation (gemäß einer offiziellen Erklärung von Bundeskanzlerin Merkel, der EU, der USA und der UN) entschieden weniger Raum einzuräumen. Ebenso fordern wir, Mitgliedern jüdischer oder israelischer Randgruppen, wie der so genannten „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ keinen überproportionalen Raum zur Selbstdarstellung zu bieten. Mit ihren Positionen sind sie weder repräsentativ für hierzulande lebende Juden, noch für die Mehrheit der israelischen Bevölkerung. All zu oft bieten Medien einzelnen Personen ohne jegliche Relevanz für „die Juden“ oder Israel eine Bühne.

    8.      Wir fordern die Politik und alle Teile der Gesellschaft dazu auf, die Beziehung zu Israel als einziger rechtsstaatlicher Demokratie im Nahen Osten zu fördern und zu vertiefen.
    Wir fordern mehr Schüleraustausch, mehr Israelreisen, mehr Städtepartnerschaften und mehr wissenschaftlichen wie kulturellen Austausch. Der Handel mit Israel sollte durch Aufklärung und attraktivere Rahmenbedingung, i.B. für den Mittelstand gefördert werden.

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TEIL 2 – Ausschnitt der bisherigen Berichterstattung über den Kongress  


  1. NEWSLETTER DER ISR. BOTSCHAFTIm Zeichen der Solidarität – 1000 Teilnehmer am Israel-Kongress in Frankfurt  

    Foto: Rafael Herlich/Copyright ILI 

    Unter dem Motto „Gemeinsam für Israel“ hat am Sonntag in Frankfurt am Main der 1. Deutsche Israelkongress stattgefunden. Ganze 80 Freundschafts- und Kooperationsorganisationen aus dem gesamten Bundesgebiet, die sowohl überregional als auch lokal agieren, kamen dazu im Saalbau Titus-Forum zusammen.

    Alle Fotos: Rafael Herlich/Copyright ILI
     
    Unter der Federführung von Sacha Stawski (ILI e. V. und Honestly Concerned) setzten circa 1000 Gäste, darunter Politiker und Wissenschaftler sowie Diplomaten der Botschaft, ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem Staat Israel.
    Zuvor hatten die teilnehmenden Organisationen am Samstagabend einstimmig eine Solidaritätserklärung sowie einen Forderungskatalog an die deutsche Öffentlichkeit und Politik verabschiedet. (Hierzu der folgende Link:
    http://israelkongress.de/dekla.html)
    Der Kongress am Sonntag bot neben Podiumsgästen und einer Fülle von Informationen aller Teilnehmer vor allem die Möglichkeit der Begegnung und der Vernetzung über politische, gesellschaftliche und religiöse Grenzen hinweg.

    Israels Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, betonte in seiner Rede, dass die deutsch-israelischen Beziehungen in erster Linie auf gegenseitigem Vertrauen basieren sollten. „Kritik unter Freunden“ sei zwar legitim, dürfe aber nicht das Herzstück der Freundschaft sein.
    Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, nannte die Sicht der deutschen Medien auf Palästina „völlig verquer“. Israel werde inzwischen sogar als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet. „Ja sind denn alle verrückt geworden?“, fragte Knobloch. Israel sei täglich im Fadenkreuz von Terroristen, aber die westliche Staatengemeinschaft lasse sich vom Iran „am Nasenring“ herumführen. „Um Ursachen und Wirkung des Nahostkonflikts darzustellen, werden die Juden in Deutschland und Europa mehr denn je als Brückenbauer gebraucht“, so Knobloch.

    Der Ehrengast aus Israel, der Knesset-Abgeordnete und Generalsekretär der Kadima-Partei Yohanan Plesner, forderte in seiner Rede Deutschland dazu auf, wachsamer und aktiver auf die Gefahren aus dem Iran zu reagieren. Auch Dieter Graumann (Vizevorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland) sprach in seinem Statement im Rahmen des Iran-Panels die unmoralischen Aktivitäten der deutschen Wirtschaft mit dem iranischen Regime hervor.
    Mit Sorge betrachtete man insgesamt die in den deutschen Medien und der deutschen Öffentlichkeit verbreitete Tendenz, Israel stets einseitig zu verurteilen, wenn es sich gegen die Bedrohungen und Verletzungen seiner Souveränität und Sicherheit wehrt. So bezeichnete die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann die Resolution des Deutschen Bundestages zur Gaza-Flottille als „Unfall“.

    Der Tag endete mit einem fröhlichen Konzert und ausgelassenem Tanz. Der Israel-Kongress soll laut Veranstalter in einem Jahr seine Fortsetzung finden.
    Unter
    http://www.israelkongress.de werden in den kommenden Tagen neben Bildern und Videos vom Wochenende auch Informationen über die Planung für das nächste Jahr zur Verfügung gestellt. 

    • Rede von Botschafter Ben-Zeev
      Im Folgenden einige Auszüge aus der Rede, die Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, am Sonntag auf dem Israel-Kongress in Frankfurt gehalten hat:

      Alle Fotos: Rafael Herlich/Copyright ILI
       
      „Es ist ein überwältigendes Bild, Sie alle von hier oben zu sehen! Und es ist großartig zu wissen, dass Sie alle heute hierher gekommen sind, um Ihre Freundschaft und Solidarität mit Israel zu zeigen! Ich glaube nicht, dass ich in Deutschland schon einmal vor so vielen Israel-Freunden gesprochen habe. Für mich als israelischer Botschafter – und auch ganz persönlich – ist das ein besonderer Moment.
      Ich möchte mich bei den Organisatoren des ersten deutschen Israel-Kongresses sehr herzlich bedanken für ihre herausragende Initiative! Und ich danke Ihnen allen – Unterstützern und Teilnehmern – für Ihren Einsatz! 
      Es ist wichtig, dass der Israel-Kongress stattfindet. Wir brauchen diese Veranstaltung dringend, gerade jetzt. Es gibt eine Tendenz zur Delegitimierung Israels – in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern in Europa. Die Kampagnen sind nicht nur unfair. Es sind schlicht Lügen, die verbreitet werden.“
      „Ich hoffe, dass ein Signal von diesem Kongress ausgeht, ein Signal, das weit über Frankfurt hinaus reicht. Ich hoffe, dass noch mehr Menschen in Deutschland verstehen werden, dass Israel echte Freunde und Unterstützer braucht.“

      Wichtig ist, dass die deutsch-israelischen Beziehungen nicht nur zwischen Regierungen bestehen. Sie müssen vor allem zwischen den Menschen beider Länder bestehen.
      Und hier – liebe Freunde – kommen Sie alle ins Spiel.
      Bitte schauen Sie sich einmal um.
      Schauen Sie auf die hunderte Menschen in diesem Saal.
      Sie sind die Freunde Israels in diesem Land.
      Sie repräsentieren die ganze Vielfalt unserer Beziehungen. 
      Sie sind die Gestalter.
      Sie machen die Beziehungen lebendig.
      Und Sie alle sind auf Ihre Art auch Botschafter Israels in Deutschland!
      Ganz ehrlich: Ich bin sehr froh, dass meine Kollegen in der Botschaft und ich Ihre Unterstützung haben! Dafür danken wir Ihnen!
      Sie als Freunde Israels werden mir zustimmen, dass in einer Freundschaft auch manchmal Emotionen im Spiel sind. In unserem Fall kann das zum Beispiel bedeuten, dass es Diskussionen zum Thema „Kritik an Israel“ gibt. 
      Lassen Sie es mich deutlich sagen: Es ist selbstverständlich, dass Israel auch in Deutschland kritisiert werden darf. Auf sachlicher Ebene – auch das ist klar. Jeder, der sich ein bisschen auskennt; jeder, der die israelische Medienlandschaft kennt – und jeder, der weiß, dass wir in Israel über sieben Millionen Ministerpräsidenten haben – muss diesen Hinweis für überflüssig halten.
      Scharfe Debatten und harte Kritik gehören zu unserem Alltag. In Israel wird in einer Art und Weise diskutiert – über politische Entscheidungen, über die Regierung, über den Friedensprozess, über das Thema Integration – dass es sich mancher Deutsche nicht einmal vorstellen kann.
      Ich bin absolut überzeugt davon: Es darf in einer Demokratie keine Tabus geben. Unsere Streitkultur ist etwas, worauf wir Israelis wirklich stolz sein können! Bei uns kommen die Themen offen und direkt auf den Tisch. Sicher, diese Offenheit tut manchmal auch weh. Doch das wichtigste ist: Israel ist ein demokratischer Staat. Und wir müssen unsere Demokratie unter allen Umständen verteidigen – gegen alle Widerstände – und in einer feindlichen Umgebung.
      Was nun die Kritik unter Freunden angeht: Ich denke nicht, dass dies das Hauptthema einer Freundschaft sein sollte. Das Herzstück einer Freundschaft sollte vielmehr gegenseitiges Vertrauen sein.“
      Einen Videoclip mit Auszügen gibt es unter dem folgenden Link:
      http://www.youtube.com/watch?v=mcBwufZoWGY
      (Botschaft des Staates Israel, 31.10.10) 
  2. JPKadima MK calls on German gov’t to confront Iran – Yohanan Plesner hopes „Germany will have the guts and wisdom to send a clear message,“ because Germany and Israel share the same values.
    FRANKFURT Kadima’s director-general and MK Yohanan Plesner told over 1,000 Israel supporters on Sunday at a historic German conference titled Together for Israel, devoted exclusively to promoting solidarity and security for the Jewish state, that „we need a Germany that not only talks the talk, but a Germany that will face the Iranian threat.“
    Plesner echoed the criticisms of many of the speakers and participants who argued that the German government was not meeting its international responsibility to stop Iran’s alleged drive to obtain nuclear weapons.
    „German companies are profiting from Iran,“ Plesner said. „It is in Germany’s interest
    not only morally and ethically to face Iran before it becomes a nuclear threat. This is a real threat, and this real threat requires real action.“
    He added that he hopes that „Germany will have the guts and wisdom to send a clear message,“ because Germany and Israel share the same values.
    Speaking to a diverse group of over 80 organizations including pro-Israel Christian groups, Yoram Ben-Ze’ev, Israel’s ambassador to Germany, declared that this was the first time that he had „spoken in front of so many friends of Israel in Germany.“
    Ben-Ze’ev criticized the „tendency in Germany to delegitimize“ Israel and the „negative reporting“ about the Jewish state in German press.
    In addition to Iran’s foreign policy, a German parliamentary resolution from July, which many observers view as tainted by anti-Israeli bias, dominated many of the conference panels and discussions at the Frankfurt event. The resolution, which was passed unanimously by all German parties, called for an independent investigation of the violence on the Mavi Marmara and an immediate end to the blockade of Gaza. The resolution slammed Israel for allegedly violating the principle of proportionality during the May 31 incident in which nine Turkish activists were killed by Israeli naval commandos who were violently attacked while boarding the ship.
    Gitta Connemann, an MP from Chancellor Angela Merkel’s Christian Democratic Union (CDU) who voted for the resolution, said „it cannot be the message of this event that the German Bundestag is positioned fundamentally against Israel.“
    Connemann and MP Jerzy Montag, a Green Party MP who passionately defended the resolution, are members of the German-Israeli parliamentary group set up to foster greater cooperation between the two countries.
    Montag and Connemann were noticeably irritated by the criticisms of the pro-Israeli crowd, including Jochen Feilcke, the head of the German-Israeli friendship society in Berlin Potsdam, and Prof. Gert Weisskirchen, a former Social Democratic Party MP and leading expert on European anti-Semitism.
    Feilcke reminded the German lawmakers that Merkel had told the Knesset in 2008 that Germany should not provide „advice“ from outside and interfere in Israel’s security objectives.
    Feilcke, a former CDU MP, termed the resolution „counterproductive, and it does not serve the security interests“ of Israel. Weisskirchen said „it is not the function of the Bundestag“ to attack Israel, and he could not recall a time in which such a „turning point“ in terms of German-Israeli relations took place.
    Israeli diplomats have previously criticized Montag for his pro-Palestinian advocacy work instead of focusing on his role as chairman of parliamentary group devoted to advancing Israel’s security.
    Lothar Klein, a CDU city councilman from Dresden and former MEP, explained the support of resolution as coming because „many of the members of the German parliament orient themselves toward public opinion,“ which is largely anti-Israel.
    Klein, one of the key supporters of Israel in the state of Saxony in eastern Germany, criticized Germany for being the „most important trade partner of Iran.“
    Montag’s attempts to defend the resolution prompted a wave of boos from the packed auditorium. His fellow Green Party MP Volker Beck, who also voted for the resolution, was met with displeasure from the audience for his focus on lifting the Gaza blockade and criticizing Israeli settlements during his talk.
    Responding to Beck, Sacha Stawski, the key organizer of the conference, defended the blockade and said the „background of the Gaza blockade is not mentioned,“ adding that Israel could not allow weapons to be delivered to Hamas, an act which the blockade prevents.
    Ben-Ze’ev insisted that „the settlements are not the main problem.“
    Stawski told The Jerusalem Post that „we wanted to send a signal outside and inside that Israel is not alone.“
    Dieter Graumann, vice president of Germany’s Central Council of Jews in Germany and probable successor to its current president, Charlotte Knobloch, sharply criticized German MPs for visiting Iran in October and meeting with regime figures who repress women. Graumann singled out Claudia Roth, who purports to be a feminist but said that she had subjugated herself to the mullahs by wearing a head scarf. He called the German legislators‘ trip a „scandal“ for meeting with Teheran’s parliamentary chairman, Ali Larijani, who denied the Holocaust in Munich in 2009, and Iranian Foreign Minister Manouchehr Mottaki, who opened the Holocaust denial conference in 2006.
    Graumann called the German-Iranian trade relationship a „disgrace“ because Germany was conducting flourishing business with the „world champion of anti-Semitism.“ Graumann said the German Green Party informed him that „if we do not conduct business with the Iranians then others will do it.“
    He insisted there was a „wall of silence“ among German politicians from all parties and in trade associations about their business deals with the Iranian regime. 
     

    1. JP Berlin and Frankfurt to host Jewish solidarity confabs – The European Council of Jewish Communities holds a conference on „Leading Jewish Europe Together Now“ in Germany
      And next Sunday, German pro-Israel activists will jumpstart the first Israel congress to be held in Frankfurt.
      The principal message of the „German Cross-organizational Israel Solidarity Conference“ is to show that „Israel is not alone“ regarding its national security concerns.
      Claudia Korenke, who heads the German-Israel Friendship Society in Frankfurt and is on the board of the „I Like Israel“ organization, wrote The Jerusalem Post by e-mail on Friday, „My father was one of the architects of the German-Israeli relations. By then the dialogue was commitment, responsibility and moral obligation.
      Today, being an outspoken friend of a Jewish State of Israel automatically makes you a target of attack in this country; not only for Islamists, Holocaust deniers, and anti-Semites, but also for a large part of the average German public. Even among so-called ‘friends of Israel,‘ being unconditionally pro- Israel is a rather unique position.“
      Korenke added, „We therefore felt it is time that those who stand for Israel in Germany are strengthened. I am very happy that the more than 700 visitors who registered for the congress are coming from all religions, organizations and companies – it is the first time ever that they unite in one voice for Israel.“
      The pro-Israel conference in Frankfurt is the brainchild of Sacha Stawski, who heads the media watchdog organization Honestly Concerned, which tracks anti-Israelism and anti-Semitism in the German media.
      „We are proud to say that this is the first time ever that organizations from literally all sectors of society – Jewish, Christian, nondenominational, leftist and whatever else – will be coming together on such a large scale, to learn from one another and to seriously discuss long lasting ways to cooperate and network with one another – whether in times of crisis, when quick actions may be needed, or merely as a way to express their unanimous solidarity with the State of Israel,“ Stawski, who is also the chairman of „I like Israel,“ told the Post on Saturday.
      More than 70 organizations have registered to attend.
      Ambassador to Germany Yoram Ben-Zeev and Kadima MK Yohanan Plesner are to address the conference. One panel will discuss „Anti-Semitism and anti-Israelism in Daily Life.“
      Nathan Gelbart, a Berlin based attorney and head of Keren Hayesod Germany, will speak on modern anti-Semitism.
      Stawski told the Post, „In times when the challenges and threats facing the State of Israel on all levels have been increasing continuously, particularly in light of the Iranian nuclear threat, the need and thirst for cooperation has also become increasingly more urgent. The outburst of openly expressed anti-Zionism, combined with a general increase in anti-Semitic incidents worldwide – particularly in Europe – have further underlined the urgency within many organizations to be able to exchange and cooperate much more with other like-minded organizations, when it comes to expressing their support for the State of Israel.“

  3. STADT FRANKFURT‚Ein weiter Weg zum Frieden‘ – Stadtkämmerer Becker beim ersten Israel-Kongress in Deutschland
    (pia) Stadtkämmerer Uwe Becker hat am gestrigen Sonntag beim ersten Israel-Kongress in Deutschland im Frankfurter Titus-Forum die Grüße der Stadt überbracht und dabei die Freundschaft Frankfurts zu Israel hervorgehoben.
    Stadtrat Uwe Becker (CDU) © Stadt Frankfurt am Main
    Er freue sich darüber, dass der erste Israel-Kongress dieser Art in Frankfurt stattfinde, da die Stadt eine große jüdische Tradition besitze, sagte Becker. Diese habe zwar durch den verbrecherischen Nationalsozialismus eine schreckliche Zäsur erfahren, heute sei in Frankfurt aber wieder eine starke und wachsende Jüdische Gemeinde aktiv. „Und damit ist Frankfurt ein Zentrum jüdischen Lebens in Deutschland. Darüber sind wir froh“, so Becker.
    Zudem sei Frankfurt seit 30 Jahren Partnerstadt von Tel Aviv und pflege eine sehr enge Freundschaft mit der Israelischen Metropole. „Auch daraus resultieren innerhalb der Deutsch-Israelischen Beziehungen ganz besondere Beziehungen Frankfurts zu Israel“, erklärte Becker. Der Kongress sei ein wichtiges Signal der Solidarität mit Israel und könne, neben einem stärkeren Zusammenwirken der beim Kongress beteiligten Gruppen, auch das Bild Israels in Deutschland noch breiter vermitteln.
    „Nicht nur, aber gerade auch, aus der deutschen Geschichte resultiert die besondere Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels“, hob Becker hervor. „Wir wünschen uns für den nahen Osten eine Zukunft in Freiheit, Frieden und Sicherheit und damit eine Zukunft der guten Nachbarschaft. Wir wissen jedoch zugleich, dass dies noch ein weiter Weg ist.“
    Der Kongress könne gerade auch in Deutschland deutlicher die Situation Israels vermitteln, so Becker. „Israel ist der offenen Bedrohung von außen ausgesetzt, und ich verurteile in diesem Zusammenhang klar und deutlich die Aggression gegenüber Israel durch den Iran“, sagte der Kämmerer. Gleichzeitig sei Israel dem Kampf durch Gruppen wie der Hamas ausgesetzt. „Wer diese ständige eigene staatliche Infragestellung sieht, der kann die Sicherheitsinteressen Israels verstehen.“
    Wer nach der Räumung des Gaza-Streifens Raketenbeschuss von dort erfahren musste, sei zu Recht besorgt im Umgang mit dem Westjordanland, das nahe an den Bevölkerungszentren Israels liege. „Frieden und Sicherheit kann nur in Freiheit entstehen. Ich wünsche mir, dass es zu einer Verständigung über die künftigen Grenzen Israels und eines eigenen palästinensischen Staates in der Zukunft kommen kann, die dann auch die Siedlungsfragen leichter beantworten lässt. Es darf aber auch nicht zu einem noch näheren Heranrücken des Terrors an die Bevölkerungszentren Israels führen“, stellte Becker fest.
    Die Sicherheit Israels sei eine zentrale Frage gerade auch für Deutschland und damit auch für Frankfurt. Becker betonte, dass Frankfurt eng und unverrückbar an der Seite Israels stehe. Das Existenzrecht Israels dürfe nicht in Frage gestellt werden. „Bei keinem souveränen Staat der Welt wird über ein Existenzrecht überhaupt gesprochen“, sagte Becker. Gleiches müsse auch für Israel gelten.
     
     
    1. FRANKFURT.de‚Ein weiter Weg zum FriedenStadtkämmerer Becker beim ersten Israel-Kongress in Deutschland
    2. PRESSEMELDUNG HESSENFrankfurt am Main: ‘Ein weiter Weg zum Frieden‘– Pressemeldung vom 2. November, 2010, 12:06 pm
    3. Frankfurt-Live.com Ein weiter Weg zum Frieden
  4. Frankfurter Allgemeine Zeitung  01.11.2010  Seite 2  Frankfurt: Die Freunde Israels
    Israel ist nicht allein.“ So lautet die Botschaft dieses ersten Israel-Kongresses am Sonntag in einem Frankfurter Bürgerhaus. Der Zufall will es, dass dieses Bürgerhaus ausgerechnet Titus-Forum heißt, benannt nach jenem römischen Kaiser, der im Jüdischen Krieg Jerusalem und seinen Tempel zerstörte. Nicht zuletzt die Gefahr einer neuen Zerstörung der Heiligen Stadt und des jüdischen Staates durch Iran und seine Hilfstruppen Hizbullah und Hamas ist die große Angst, welche die mehr als tausend Kongressteilnehmer umtreibt. Sie möchten mit diesem Treffen Israel ein Signal geben, dass es auch in Deutschland weiterhin viele Freunde besitzt. Und sie wollen sich selbst gegenseitig bestätigen, dass sie nicht allein dastehen, sondern überall im Lande Mitstreiter besitzen. Eingeladen haben der Verein „I Like Israel“ und die Deutsch-Israelische Gesellschaft, ihrem Ruf sind drei Dutzend jüdische und christliche Organisationen gefolgt, von der Zionistischen Organisation bis zur Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem. Noch nie zuvor habe er in Deutschland so viele Israel-Freunde in einem Raum angetroffen, sagt Israels Botschafter Yoram Ben-Zeev.
    Die Zahl der Israel-Unterstützer sei in Deutschland nicht kleiner geworden, berichtete Sacha Stawsi von „I like Israel“. Doch die Stimmung habe sich gedreht – gegen Israel. „Wo sind wir denn, dass Israel als die größte Gefahr für den Weltfrieden angesehen wird“, wettert denn auch Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden und Schirmherrin des Kongresses. „Wo sind die Demonstranten, die gegen die Hizbullah und ihre 40 000 Raketen auftreten?“ Die hiesigen Israel-Freunde müssten in die Offensive gehen und in ihrem Umfeld um Verständnis für den Judenstaat und sein Sicherheitsbedürfnis werben.
    In der Politik haben sie Unterstützung gefunden. Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok, der Bundestagsabgeordnete Volker Beck von den Grünen und die hessische SPD-Landtagsabgeordnete Nancy Faeser zeigen sich in ihren Reden solidarisch. Aber für manchen im Saal nicht solidarisch genug. Als Beck davon spricht, dass die israelische Siedlungspolitik nicht weise sei, erntet er böse Zwischenrufe.
    HANS RIEBSAMEN


  5. NORDHESSISCHE Israel-Aktivisten wollen sich bundesweit vernetzen
    Frankfurt/Main (ms) – Die Freunde Israels wollen sich künftig in Deutschland besser vernetzen, um die öffentliche Meinung zugunsten des jüdischen Staates zu verändern. Das ist das Ergebnis des „1. Deutschen Israelkongresses“, der am Sonntag in Frankfurt am Main stattgefunden hat. Die Vertreter von rund 80 christlichen, jüdischen und politischen Organisationen wollen zudem auf eine konsequentere Haltung der Bundesregierung gegenüber dem iranischen Atomprogramm drängen….
  6. EUROJEWCONG EJC Secretarty General Serge Cwajgenbaum speech at the Deutscher Israel Kongress in Frankfurt
    Ladies and Gentlemen, dear friends, Chaverim,
    On behalf of the EJC it is a pleasure and an honor to take part in this unique gathering of supporters and friends of Israel.
    A similar event declaring support for Israel was held recently in Rome. However, we are unfortunately going through a period of time where events such as these are no longer a common occurrence.
    The process of the delegitimization of Israel started with the 1st and 2nd intifada and culminates today in a situation which reminds us of the words of former Israeli ambassador to France and Germany, Asher Ben Natan, who stated, „Today we have former ministers who are now friends of Israel and we have former friends of Israel who are now ministers.“
    Why is the Vatican Synod focusing on Israel when the Vatican expresses concern over the deterioration of Christian life in Arab countries ?
    Why is the European Parliament condemning Israel and refusing to upgrade its status within the European Union, yet remains quasi-silent over the permanent violation of human rights in the rest of the world ?
    Why is the United Nations Human Rights Council regularly condemning Israel and only Israel ?
    Why is the world silent when Ahmadenijad is menacing the free world, threatening Israel with mass destruction and sponsoring hate and terrorism in the world ?
    This is the reality which Israel faces and that is why events such as today’s are vital.
    The mainstream and silent majority must come out publicly in denouncing this biased treatment of Israel.
    I am confident that the spirit of today’s gathering in Frankfurt will spread, particularly in Europe, and that this event will act as a wake-up call to Europe, „Wake up Europe !“  
     

  7. ISRAELNETZHintergrund: Erster Deutscher Israelkongress: Solidarität mit dem jüdischen Staat 

    Der israelische Abgeordnete Johanan Plesner war Ehrengast beim 1. Deutschen Israelkongress (Foto: Elisabeth Hausen)
    Mehr als 1.000 Gäste aus ganz Deutschland haben am Sonntag auf dem 1. Deutschen Israelkongress ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat bekundet. Viele forderten bei der Konferenz in Frankfurt am Main ein schärferes Vorgehen gegen Firmen, die Geschäfte mit dem Iran betreiben. Ein weiteres Thema war die israelfeindliche Resolution, die der Bundestag im Juli einstimmig verabschiedet hatte. 
    Stadtkämmerer Uwe Becker, offizieller Vertreter der Stadt Frankfurt, betonte in seiner Begrüßungsrede: „Frankfurt steht ausdrücklich an der Seite Israels“. Das Existenzrecht Israels dürfe nicht nur nicht in Frage gestellt werden, es dürfe gar nicht erst darüber diskutiert werden. Der Kämmerer sagte bereits die Unterstützung seiner Stadt für den geplanten 2. Israelkongress im Jahr 2011 zu. 
     
    Der Generaldirektor der israelischen Kadima-Partei, Johanan Plesner, zeigte sich bewegt über die Vielzahl der Gäste. Er sprach in seiner Rede unter anderem „das globale Problem der veränderten Kriegsführung“ an. Es kämpfe nicht mehr „reguläre Armee gegen reguläre Armee“. Die Normen und Regeln der Kriegsführung, die früher Zivilisten geschützt haben, hätten sich geändert. Organisationen wie Hisbollah oder Hamas richteten sich in zivilen Gegenden ein. Die Gruppen befänden sich damit immer in der Siegerposition: Reagiere Israel, würden Zivilisten verletzt und „die Hamas hat all die schönen Bilder, die sie der Welt präsentieren kann“. „Reagiert Israel nicht, hat die Hamas ebenfalls gewonnen“, so der Knesset-Abgeordnete, der für seine Rede stehenden Beifall erhielt. 
     
    Knobloch und Ben-Ze´ev als Schirmherren 
     
    Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland und Schirmherrin des Kongresses, warnte vor allem vor der Bedrohung Israels durch den Iran. Sie frage sich zudem, warum nicht gegen die Hisbollah demonstriert werde und dagegen, dass die Hamas im Gazastreifen den Aufbau verhindere. Während der internationale Druck auf die Hamas ausbleibe, ergingen ständig Resolutionen gegen Israel. Der jüdische Staat stehe im Fadenkreuz des Terrorismus und die UN schwiegen dazu, kritisierte Knobloch. Israels Feinde rüsteten nicht nur Waffen auf, sondern beeinflussten das Bild der Menschen über Israel durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit. Knobloch betonte: „Es ist an der Zeit, in den Köpfen der Menschen Ursache und Wirkung im Nahen Osten wieder zurechtzurücken.“  
    Knobloch teilte sich die Schirmherrschaft mit Israels Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Ze´ev. Dieser kritisierte in seiner Ansprache, dass die Menschen in Deutschland oftmals nur die Schlagzeilen zum Nahostkonflikt, nicht aber die Hintergründe kennen würden. Negative Berichterstattung trage unter anderem zum schlechten Image Israels in der Welt bei. An diesem Bild seien allerdings nicht nur die Medien schuld, betonte Ben-Ze´ev. Im Blick auf Israels Siedlungspolitik sagte er, es sei legitim, diese nicht zu akzeptieren. „Aber die Wahrheit ist, die Siedlungen sind nicht das wirkliche Problem des Friedensprozesses.“ Sonst hätte es bereits 1967 Frieden gegeben, als es noch keine einzige israelische Siedlung gab, so der Botschafter. 
     
    Die Beziehungen Israels zur Bundesrepublik bezeichnete Ben-Ze´ev als „sehr gut“, auch wenn beide Seiten nicht immer einer Meinung seien. Wichtig sei jedoch, dass es nicht nur auf Regierungsebene ein gutes Verhältnis gebe, sondern auch zwischen den Menschen beider Staaten. Er fügte an: „Herzstück einer Freundschaft kann aber nicht Kritik sein, sondern nur gegenseitiges Vertrauen“. Der Botschafter sprach auch die derzeit auf Eis gelegten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern an. Deren Erfolg hänge davon ab, ob Israel auf palästinensischer Seite einen „mutigen Partner findet“ – so wie beim Friedensschluss mit Jordaniens König Hussein oder Ägyptens Präsident Anwar al-Sadat. 
     
    Diskussion über westliche Israelpolitik 
     
    Der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, äußerte die Hoffnung, dass der Israelkongress zu einer faireren Betrachtung Israels führen werde. Vieles an der israelischen Politik sei schwer verständlich, aber „wir dürfen Israel nicht behandeln, als habe es Liechtenstein und die Schweiz als Nachbarn“. Das Mitglied der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe forderte die Anwesenden auch dazu auf, zu prüfen, was „weise“ an der israelischen Politik ist. Die „rechts-nationalistische“ Regierung in Jerusalem dürfe beispielsweise nicht die Probleme bei der Siedlungspolitik vergrößern. Wer Israel kritisiere, sollte jedoch prüfen, wie sich die Situation für die Bevölkerung im jüdischen Staat angesichts der zahlreichen Bedrohungen anfühle. Beck forderte die Hamas dazu auf, den Beschuss auf Israel unverzüglich zu beenden und den israelischen Soldaten Gilad Schalit freizulassen. Von Israel verlangte er die Öffnung der Blockade des Gazastreifens.  
    Ein Podiumsgespräch zum Thema „Israel, Islamismus und die westliche Politik“ ergänzte den Vortrag. Der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe, Jerzy Montag (Bündnis 90 / Die Grünen), betonte: „An Solidarität kann Israel nie genug bekommen.“ Gleichzeitig verteidigte er die Resolution des Bundestags vom 2. Juli, in der die Bundesregierung aufgerufen wird, Israel zur Beendigung der Gaza-Blockade aufzufordern. Diese sei nicht belehrend, sondern als Ausdruck der Freundschaft gegenüber dem jüdischen Staat zu werten. Allerdings sei er bereit, Kritik zu akzeptieren, die sich beispielsweise auf die Unklarheit der Formulierung beziehe. 
     
    Montags CDU-Kollegin Gitta Connemann bezeichnete das Abstimmungsergebnis hingegen als „Unfall“. Das verabschiedete Dokument enthalte Bewertungen und Feststellungen, die einem deutschen Parlament nicht zustünden. Dies liege teilweise auch an einer „unglücklichen Kommunikation“ vor der Verabschiedung der Resolution zwischen den Fraktionen einerseits und nach außen andererseits. Sie wies darauf hin, dass die Deutsch-Israelische Parlamentariergruppe mit 130 Mitgliedern die zweitgrößte im Bundestag sei. Connemann selbst war wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht an der Abstimmung beteiligt. 
     
    Der frühere Bundestagsabgeordnete und ehemalige außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Gert Weisskirchen, kritisierte den Beschluss. Es sei nicht Aufgabe des Deutschen Bundestages, Israel vorzuschreiben, was es zu tun habe. Er fragte: „Gibt es eine ähnliche Resolution beispielsweise gegen die Niederlande?“ Eine Zäsur dürfe es in der Haltung gegenüber Israel nicht geben. 
     
    Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok äußerte seine Besorgnis darüber, dass Israel in den modernen Medien den Kampf der Bilder verliere. Die Forderung nach einer Anerkennung des Staates Israel sei nicht ausreichend, vielmehr sei der jüdische Staat schützenswert. Zudem müsse verhindert werden, dass neue Waffen in den Gazastreifen gelangten, die gegen Israel eingesetzt würden. 
     
    Der frühere Abgeordnete des Europäischen Parlamentes, Lothar Klein (CDU), erinnerte an die DDR, in der „Solidarität mit Israel sehr ungemütlich sein konnte“. Dadurch hätten sich die Israelfreunde jedoch nicht beirren lassen. Darüber hinaus warf er die Frage auf, wie es sein könne, dass Deutschland der zweitwichtigste Handelspartner des Iran sei. 
     
    Gegen Geschäfte mit dem Iran 
     
    Mit dem Thema „Israel, Iran, Hamas und Hisbollah – Die Region Mittlerer Osten im internationalen Konflikt“ befasste sich denn auch eine zweite Gesprächsrunde. Die Beteiligten kritisierten vor allem die Geschäfte deutscher Firmen mit dem Iran und den Besuch des Kulturausschusses des Bundestages in dem muslimischen Staat.  
    Der israelische Historiker und Autor Ja´akov Lozowick wies darauf hin, dass die Bedrohung durch den Iran nicht neu sei. Israel warne bereits seit etwa 20 Jahren davor. Allerdings habe die Welt erst vor einigen Jahren festgestellt, dass es tatsächlich ein Problem mit Atomwaffen im Iran gebe. Dies sei jedoch nicht die Kernproblematik. Gefährlich sei, dass der Iran seine „Ideologie transportiert“. Dem Iran und seinen Verbündeten müsse klargemacht werden, dass die Staatengemeinschaft diese Ideologie nicht erlaube. „Solange der Iran und seine Verbündeten glauben, sie sind auf der Siegerseite, gibt es keine Chance auf Frieden“, so Lozowick. Er wies auch auf die Wiederbewaffnung der Hisbollah im Libanon hin. Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 hätten die UN beschlossen, dass die vom Iran unterstützte Miliz keine Waffen mehr erhalten dürfe. Dennoch habe diese mehr als vier Jahre nach Kriegsende etwa dreimal so viele Waffen wie vorher. Dies zeige, dass der Iran und seine Verbündeten derzeit keine Angst hätten. Daher müssten Sanktionen und Maßnahmen ergriffen werden, „die weh tun“. 
     
    Der Politikwissenschaftler und Publizist Matthias Küntzel äußerte sich kritisch über die Geschäfte deutscher Firmen mit dem Iran. Von den Unternehmen vorgebrachte Argumente nach dem Motto „Wenn wir die Geschäfte nicht machen, machen sie andere“, wies er deutlich zurück. Hier müsse es eine moralische Grenze geben und klargestellt werden, dass die Bundesrepublik solche Geschäfte nicht machen könne. „Wer die deutsche Iranpolitik nicht ändern will, sollte von Israelsolidarität schweigen“, sagte Küntzel. Er sprach zudem eine Maßnahme der niederländischen Regierung an. Diese hatte die iranischen Revolutionsgarden auf die EU-Liste der internationalen Terrorgruppen setzen lassen. Solch ein Schritt könne beispielhaft für die Bundesregierung sein. Laut Küntzel sei es zudem falsch zu glauben, dass die Iranproblematik über den Nahostkonflikt zu lösen sei. Dem Regime in Teheran gehe es darum, die „westliche Moderne“ zu zerstören – Israel sei nur der erste Schritt dazu. 
     
    Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, forderte wirtschaftliche Sanktionen gegen den Iran nach dem Motto: „Name and shame“ (benennen und beschämen). Firmen, die Geschäfte mit der Islamischen Republik hätten, müssten öffentlich angeprangert werden. 
     
    Die Diskussionsteilnehmer äußerten sich auch kritisch über die Iran-Reise des Kulturausschusses. Die Mitglieder hätten sich mit Vertretern des Mullah-Regimes getroffen, die zu einem früheren Zeitpunkt öffentlich den Holocaust geleugnet hätten. Solche europäischen Delegationen seien keine Hilfe für die iranische Opposition, sagte der Gesandte des Staates Israel, Emmanuel Nahschon. Sie bewirkten eher das Gegenteil. 
     
    Antisemitismus heute vor allem gegen Israel gerichtet 
     
    Ein weiteres Panel beschäftigte sich mit „Antisemitismus und Anti-Israelismus im täglichen Leben“. Laut dem Rechtsanwalt und Vorsitzenden des Keren Hayesod Deutschland Nathan Gelbart ist etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung „latent antisemitisch“. Allerdings sei der „moderne Antisemit mit der Zeit und seinen Aufgaben gewachsen“. So feinde er vor allem den Staat Israel und Institutionen wie den Zentralrat der Juden in Deutschland an und nenne sich „Antizionist“. Als solcher stelle er unter anderem den Holocaust mit der israelischen Behandlung der Palästinenser gleich „und reduziert damit den Holocaust auf ein Nichts“. Der Antisemit leugne hingegen den Holocaust direkt.  
    Der Präsident des jüdischen Fußballvereins TuS Makkabi Frankfurt, Alon Meyer, kritisierte die „Gier“ der Medien nach Sensationsnachrichten. Auf Veranstaltungen wie dem Israelkongress sei die Presse hingegen zu schwach vertreten. Man müsse eine breite Öffentlichkeit schaffen, die Israel unterstütze. 
     
    Die Direktorin der Abteilung für den Kampf gegen Antisemitismus beim israelischen Außenministerium, Aviva Raz Schechter, warnte davor, Antisemitismus mit Schweigen zu begegnen. Sie wies außerdem auf die Gefahr hin, die von arabischen und muslimischen Fernsehsendern ausgeht, die per Satellit in Europa empfangen werden können. Dort werde häuft eine Art „Gehirnwäsche“ betrieben. Es gebe nicht nur Antisemitismus, sondern es werde auch gegen die europäischen Werte vorgegangen. 
     
    Das Gründungsmitglied des Bundes Jüdischer Soldaten Gideon Römer-Hildebrecht berichtete, er werde immer wieder mit Äußerungen konfrontiert wie „Juden unterminieren die Bundeswehr“ oder „In Afghanistan wird letztlich Israel verteidigt“. Auch werde den Juden vorgeworfen, durch den Nahostkonflikt den Islamismus nach Deutschland zu bringen. In dem Zusammenhang stellte er die Frage, ob das Vorgehen gegen Hetzer konsequent genug sei. 
     
    DGB-Gewerkschaftssekretär Sebastian Wertmüller wies darauf hin, dass seit Jahren antizionistische Strömungen im linken Spektrum zu beobachten seien. Doch der Deutsche Gewerkschaftsbund stelle sich mit seinem Präsidenten Michael Sommer ohne Abstriche auf die Seite des jüdischen Staates Israel. 
     
    Der 1. Deutsche
    Israelkongress stand unter dem Motto „Gemeinsam für Israel“. Zahlreiche jüdische, christliche und deutsch-israelische Organisationen und Vereine stellten sich dort vor. Es war das erste Mal, dass so viele israelfreundliche Gruppen unterschiedlicher Ausrichtungen gemeinsam eine Konferenz gestalteten. Die Koordination hatte Sacha Stawski, der Vorsitzende der Initiativen „I Like Israel“ (ILI) und „Honestly concerned“, übernommen. 
    Von: Elisabeth Hausen und Dana Nowak
  8. OPENREPORT – Botschafter besorgt über Israel-Bild in Deutschland – Knobloch fordert Unterstützung – Mehr als 1.000 Teilnehmer beim Israelkongress
    Frankfurt/Main (dapd). Der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, kritisiert die Diskrepanz zwischen der Politik der Bundesregierung und dem Bild seines Landes in der deutschen Öffentlichkeit. Nach den USA sei Deutschland Israels wichtigster Verbündeter, und auf politischer Ebene bestehe in Kernfragen Einigkeit zwischen beiden Staaten, sagte Ben-Zeev am Sonntag auf dem Israelkongress in Frankfurt am Main. Gleichzeitig sehe er in der Bevölkerung und in den Medien die Tendenz, sein Land zu „delegitimieren“. Auch Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, forderte auf dem Kongress Unterstützung für Israel ein.
    1. Deutscher Israel-Kongress - Foto: dapd/Martin Oeser
    Hintergründe und Fakten zum Nahostkonflikt seien vielen Deutschen unbekannt, sagte der Botschafter. Als lebendige und stabile Demokratie sei Israel gezwungen, seine Errungenschaften permanent gegen seine Nachbarn zu verteidigen. Iran entwickle Atomwaffen und vergrößere ständig seinen Einfluss im Nahen Osten. Kritik an der israelischen Siedlungspolitik akzeptiere sein Land. „Herzstück einer Freundschaft kann aber nicht Kritik sein, sondern nur gegenseitiges Vertrauen“, unterstrich der Botschafter. Es bleibe wichtigstes Ziel israelischer Politik, den Konflikt in Palästina komplett zu beenden.
    Knobloch: Israel im Fadenkreuz von Terroristen
    Der Botschafter verwies auf die Bedeutung der beabsichtigten Israelreise von Bundespräsident Christian Wulff im November. Ungeachtet vereinzelter Vorbehalte setze sein Land Hoffnung auf den Besuch. In israelischen Medien war kritisiert worden, dass Wulff lediglich eine Reise „zum gegenseitigen Kennenlernen“, nicht aber einen Staatsbesuch plane.
    Zentralratsvorsitzende Charlotte Knobloch nannte in Frankfurt die Sicht der deutschen Medien auf Palästina „völlig verquer“. Israel werde inzwischen sogar als Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet. „Ja sind denn alle verrückt geworden?“, fragte Knobloch. Israel sei täglich im Fadenkreuz von Terroristen, aber die westliche Staatengemeinschaft lasse sich vom Iran „am Nasenring“ herumführen. „Um Ursachen und Wirkung des Nahostkonflikts darzustellen, werden die Juden in Deutschland und Europa mehr denn je als Brückenbauer gebraucht“, sagte Knobloch.
    Grünen-Politiker ausgebuht
    Der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, betonte, es sei in Deutschland nicht leicht, sich an der Seite Israels in die Diskussion einzumischen. Beck erntete Pfiffe und Buhrufe, als er sagte: „Nicht jede politisch nachvollziehbare Entscheidung Israels ist auch weise.“
    Am ersten Deutschen Israelkongress am Wochenende in Frankfurt beteiligten sich jüdische und christliche Organisationen und deutsch-israelische Gesellschaften aus dem ganzen Bundesgebiet. Rund 1.000 Diskutanten und Zuhörer der Veranstaltung wollten gemeinsam Solidarität mit Israel demonstrieren.
     

    1. NH24 Botschafter besorgt über Israel-Bild in Deutschland Knobloch fordert Unterstützung – Mehr als 1.000 Teilnehmer beim Israelkongress 
      Der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, spricht am Sonntag in Frankfurt im Rahmen des 1. Deutschen Israel-Kongresses. (Foto: Martin Oeser/ dapd)
      Frankfurt. Der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, kritisiert die Diskrepanz zwischen der Politik der Bundesregierung und dem Bild seines Landes in der deutschen Öffentlichkeit. Nach den USA sei Deutschland Israels wichtigster Verbündeter, und auf politischer Ebene bestehe in Kernfragen Einigkeit zwischen beiden Staaten, sagte Ben-Zeev am Sonntag auf dem Israelkongress in Frankfurt am Main. Gleichzeitig sehe er in der Bevölkerung und in den Medien die Tendenz, sein Land zu „delegitimieren“. Auch Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, forderte auf dem Kongress Unterstützung für Israel ein.
       
  9. WELT Botschafter besorgt über Israel-Bild in Deutschland
    Yoram Ben-Zeev kritisiert die Diskrepanz zwischen der Politik der Regierung und dem Bild seines Landes in der deutschen Öffentlichkeit. In den Kernfragen bestehe Einigkeit zwischen beiden Staaten, sagte Israels Botschafter auf dem Israel-Kongress in Frankfurt am Main. Gleichzeitig sehe er in der Bevölkerung und in den Medien die Tendenz, sein Land zu „delegitimieren“. Hintergründe und Fakten zum Nahost-Konflikt seien vielen Deutschen unbekannt. Als lebendige und stabile Demokratie sei Israel gezwungen, „seine Errungenschaften permanent gegen seine Nachbarn zu verteidigen“. Der Iran entwickle Atomwaffen und vergrößere ständig seinen Einfluss. Kritik an der israelischen Siedlungspolitik akzeptiere sein Land. „Herzstück einer Freundschaft kann aber nicht Kritik sein, sondern nur gegenseitiges Vertrauen.“ Am 1. Deutschen Israelkongress am Wochenende in Frankfurt beteiligten sich jüdische und christliche Organisationen und deutsch-israelische Gesellschaften aus dem ganzen Bundesgebiet.  
  10. Nach den USA ist Deutschland Israels wichtigster Verbündeter. Allerdings besteht laut dem israelischen Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, eine Diskrepanz zwischen der Politik der Bundesregierung und dem Bild Israels in der deutschen Öffentlichkeit. Angeblich gebe es Tendenzen in Deutschland, Israel zu „delegitimieren“.
    Der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, kritisiert die Diskrepanz zwischen der Politik der Bundesregierung und dem Bild seines Landes in der deutschen Öffentlichkeit. Nach den USA sei Deutschland Israels wichtigster Verbündeter, und auf politischer Ebene bestehe in Kernfragen Einigkeit zwischen beiden Staaten, sagte Ben-Zeev am Sonntag auf dem Israelkongress in Frankfurt am Main. Gleichzeitig sehe er in der Bevölkerung und in den Medien die Tendenz, sein Land zu „delegitimieren“. Hintergründe und Fakten zum Nahostkonflikt seien vielen Deutschen unbekannt.
    Als lebendige und stabile Demokratie sei Israel gezwungen, „seine Errungenschaften permanent gegen seine Nachbarn zu verteidigen“, sagte der Botschafter. Iran entwickle Atomwaffen und vergrößere ständig seinen Einfluss im Nahen Osten. Kritik an der israelischen Siedlungspolitik akzeptiere sein Land. „Herzstück einer Freundschaft kann aber nicht Kritik sein, sondern nur gegenseitiges Vertrauen“, unterstrich der Botschafter.
  11. CHRISTEN AN DER SEITE ISRAELS – Großer Israel-Kongress in Frankfurt

    In Frankfurt am Main fand am 31. Oktober der „1. Organisationsübergreifende Israelkongress“ statt.
    Die Veranstalter, zu denen auch Christen an der Seite Israels und die Initiative 27. Januar gehören, erklärten dazu:
    „Unter dem Motto ‚Gemeinsam für Israel‘ wollen wir alle Israel-solidarischen gesellschaftlichen Gruppierungen in Deutschland zusammenbringen, um uns gegenseitig kennen zu lernen, Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit zu besprechen und ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem Staat Israel zu setzen. Wir wollen hier in Europa einen Beitrag leisten, den souveränen Staat Israel in seinem Streben nach Frieden und Sicherheit zu unterstützen. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen der nächsten Jahre, wollen wir dem Jüdischen Staat mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln auf allen Ebenen zur Seite stehen.“
    Dazu ein Bericht von Ulrich Roock
    hier
    Das Programm und alle weiteren Informationen gibt es hier
    Hier geht es zur aktuellen Pressemitteilung des Kongresses.
    Christen an der Seite Israels und die Initiative 27. Januar werden
    auf dem Kongress mit einem Informationsstand vertreten sein. Wir freuen uns auf Sie!

    1. CHRISTEN AN DER SEITE ISRAELS Gemeinsam für Israel – Von Ulrich Roock
      Unter dem Motto „Gemeinsam für Israel“ fand am 31. Oktober 2010 in Frankfurt der erste Deutsche Israel-Kongress statt, zu dem sich 1100 Personen angemeldet hatten.
      Nachdem ich den Sicherheitscheck überwunden hatte, durfte ich den Saalbau Titus-Forum betreten und erhielt gegen eine geringe Eintrittsgebühr mein Namensschild. Ungefähr 50 der 80 beteiligten Israel-unterstützenden Organisationen hatten auf zwei Etagen Informationsstände eingerichtet und Material ausgelegt. An mindestens drei Stellen konnte man Waren aus Israel kaufen. Es gab Getränke, Muffins und koschere Speisen während der ganzen Zeit der Veranstaltung. Eine Klezmer-Band sorgte für die musikalische Umrahmung und Zwischenspiele.
      Schon während der Grussworte hatte ich alles um mich herum vergessen. Konnte es wirklich sein, dass man an diesem Tag von den vielen jüdischen, christlichen und politischen Gruppen eine einheitliche Botschaft hören würde? Ein gemeinsamer Impuls für unser ganzes Land und darüber hinaus? Ja, in der Tat! Jeder Beitrag reflektierte das eine Anliegen, das zum Wahlspruch der ganzen Veranstaltung wurde: Israel, du bist nicht allein! Und: Als Freunde Israels sind wir nicht allein!…
  12. HAOLAM – Israelkongress in Frankfurt/Main: Mehr als 1.000 Teilnehmer sorgten für ein fulminantes Ereignis

    Unter dem Motto „Gemeinsam für Israel“ hat am Sonntag in Frankfurt am Main der 1. organisationsübergreifende Deutsche Israelkongress stattgefunden. Ganze 80 Freundschafts- und Kooperationsorganisationen aus dem gesamten Bundesgebiet, die sowohl überregional als auch lokal engagiert sind, darunter auch haOlam.de und das ADC Bildungswerk e.V., kamen dazu im Saalbau Titus-Forum zusammen. Mehr als 1.000 Teilnehmer folgten der Einladung zum Kongress und sorgten damit dafür, das die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertroffen wurden. Unter der Federführung von Sacha Stawski (ILI e. V. und Honestly Concerned) setzten die Teilnehmer, darunter Politiker, Wissenschaftler und Diplomaten Künstler, ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem jüdischen Staat Israel…



  13. DIG BERLIN Im Zeichen der Solidarität – 1000 Teilnehmer beim ersten Israel-Kongress in Frankfurt
    Foto: Burkhard Mannhöfer
    Unter dem Motto „Gemeinsam für Israel“ hat am Sonntag in Frankfurt am Main der 1. Deutsche Israelkongress stattgefunden. Ganze 80 Freundschafts- und Kooperationsorganisationen aus dem gesamten Bundesgebiet, die sowohl überregional als auch lokal agieren, kamen dazu im Saalbau Titus-Forum zusammen.
    Unter der Federführung von Sacha Stawski (ILI e. V. und Honestly Concerned) setzten circa 1000 Gäste, darunter Politiker und Wissenschaftler sowie Diplomaten der Botschaft, ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem Staat Israel. Die DIG Berlin und Potsdam unterstützte den Kongress, ihr Vorsitzender Jochen Feilcke war mit dabei und leitete ein Panel.
    Zuvor hatten die teilnehmenden Organisationen am Samstagabend einstimmig eine Solidaritätserklärung sowie einen Forderungskatalog an die deutsche Öffentlichkeit und Politik verabschiedet. Diese ist unter folgendem Link zu finden:
    http://israelkongress.de/dekla.html
    Der Kongress am Sonntag bot neben Podiumsgästen und einer Fülle von Informationen aller Teilnehmer vor allem die Möglichkeit der Begegnung und der Vernetzung über politische, gesellschaftliche und religiöse Grenzen hinweg.
  14. EUROPENEWS – Persönliches vom 1. deutschen Israelkongress
    Zuerst bekam ich ein wenig „Israel-Gefühl“: Vor dem Eingang eine (zum Glück um 11. Uhr noch nicht allzu) lange Schlange, die sich langsam auf die Sicherheitskontrolle zu bewegte. Das kennt man vom Flughafen, das kennt man aus Israel, wenn man dort eine größere Einrichtung wie ein Einkaufs- oder Veranstaltungszentrum betreten will.
    Und doch ist es immer wieder erschreckend, dass es in Deutschland nötig ist Synagogen und jüdische sowie proisraelische Veranstaltungen auf diese Weise zu schützen. Auf der positiven Seite – wenn auch nur am Rande wegen dieser Kontrollen, sondern hauptsächlich wegen der anwesenden Leute – konnte man ohne Bedenken seine Sachen (Jacke, Rucksack, Fotoapparat usw.) einfach irgendwo stehen/liegen lassen und sich sicher sein, dass alles noch da war, wenn man wiederkam.
    Die Kontrollen sorgten allerdings auch dafür, dass der Kongress nur mit einer riesigen Verspätung eröffnet werden konnte, weil so viele Menschen noch draußen warteten – insgesamt waren nach Angaben des Veranstalters rund 1.100 Personen angemeldet; aber man sah auch reichlich Leute mit handschriftlich beschriftetem Namensschild, dem Erkennungszeichen, dass sie nicht angemeldet waren.
    Im Folgenden beschränke ich mich auf die politischen (Podiums-)Diskussionen
    Da der Zeitplan mit der Verspätung von ca. 45 Minuten ohnehin völlig aufgelöst war, musste improvisiert werden, was die Podiumsdiskussionen und andere Vorträge anging, vor allem, weil einige der Politiker weitere Termine hatten, zu denen sie sich rechtzeitig auf den Weg machen mussten. So wurden nicht alle Grußworte gesprochen und Volker Beck nahm nicht am Podium „Israel, Islamismus und die westliche Politik“ teil (er musste mit dem Menschenrechtsausschuss nach Kairo fliegen), sondern sprach deshalb ein Grußwort.
    Darin gab es nette Worte wie: „Inzwischen ist es so, dass man sagen muss, man muss auch mal die Hamas kritisieren dürfen“, statt zu behaupten, Kritik an Israel sei verboten. Im Gegensatz zu diesen wahren Worten ließ er sich dann allerdings auch dazu aus, dass die Siedlungen das Haupthindernis zu Friedensgesprächen seien und die jetzige Regierung Israels auch nicht gut sei. Dazu griff er einem Diskussionsthema vor, von dem er wusste, dass es später noch angesprochen werden würde. Er verteidigte den Bundestagsbeschluss zur Murmelschiff-Affäre als richtig, darin stünde nichts Falsches – was ihm reichlich Unmut einbracht. (Ich hätte am liebsten gepfiffen ob solcher Arroganz und Verlogenheit.) Er führte an, dass aber auch einiges nicht in dieser Resolution stand und fügte an, es habe „keinen Sinn, wenn wir uns als politische Lehrmeister hinstellen“ (womit er deutsche Politiker meinte, nicht die Kongressteilnehmer). Das Dumme ist, dass deutsche Politiker, Medienschaffende und sonstige „Eliten“ aber genau das tun.
    Nach Becks terminbedingtem sofortigen Abgang nahm Sacha Stawski kurz Stellung zu dessen Äußerungen; Hauptaugenmerk: Es ist schon ein Widerspruch, wenn man sich zur Sicherheit Israels bekennt und gleichzeitig will, dass die Übergänge zum Gazastreifen komplett und bedingungslos geöffnet werden. (Denn genau das hatte Beck mit seiner Stellungnahme vertreten – der Bundestag in seiner Resolution ebenso.)
    Es folgte Frau Nancy Faeser (stellv. SPD-Landtagsfraktions-Vorsitzende), die in Vertretung von Torsten Schäfer-Gümbel (SPD-Fraktionschef im hessischen Landtag) weitgehend politische Worthülsen von sich gab; dazu gehörte etwas von der „Pflicht zur Kritik“ (auch an Israel).
    Ganz anders zu Beginn ihr Parteigenosse Uwe Becker, Stadtkämmerer von Frankfurt/M. Der fand klare Worte, u.a.: „Wer Israels Existenzrecht in Frage stellt, der erklärt – nicht völkerrechtlich, aber intellektuell – Israel den Krieg.“
    Auch Charlotte Knobloch fand eindeutige Worte. Noch klarer war Yohanan Plesner, Generalsekretär der Kadima, der ein wenig über die Hintergründe von Entscheidungen Israels erläuterte und für mehr Verständnis für israelisches Handeln warb – womit er im Grunde Eulen nach Athen trug (um nicht sagen zu müssen, er predige den Bekehrten), denn im Saal und davor befanden sich schließlich Leute, die Israels Position unterstützen und nicht heuchlerisch verleumden. Aber es war gut, das einmal so zusammengefasst zu hören – es gibt Grundlagen für eigenes Streiten für Israel.
    Das erste Podium behandelte „Israel, Islamismus und westliche Politik“ und war nach den Einführungen der Teilnehmer auf dem Podium erst einmal bestimmt vom Streit um die Bundestags-Resolution zur Gazaflottillen-Aktion am 31. Mai, angestoßen von Gert Weißkirchen. Dieser hatte kritisiert, dass ein solcher einstimmiger Beschluss des Bundestags überhaupt zustande kommen konnte. Damit griff er die Solidaritätsbekundungen von Jerzy Montag und Gitta Connemann an, die vorher erstens davon schwärmten, dass die deutsch-israelische Parlamentariergruppe die zweitgrößte des Bundestags ist (nach der deutsch-amerikanischen) und daraus folgerten, dass die Solidarität der Abgeordneten mit Israel stark ist und täglich gelebt wurde. Weißkirchen: Wenn wir Solidarität mit Israel üben, dann üben wir Solidarität mit uns selbst. Die Resolution vom Juli zeigt keine positive Haltung gegenüber Israel, schon gar keine solidarische. Es ist nicht der Auftrag des deutschen Bundestages solche Entscheidungen gegen Israel zu treffen.
    Jerzy Montag vom Bündnis90/Die Grünen und Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe verteidigte den Beschluss vehement. Man habe keine Forderungen an Israel gestellt; alle Resolutionen des Bundestages richteten sich an die Bundesregierung und niemanden sonst. Gitta Connemann von der CDU beschrieb dagegen den Beschluss als einen „Unfall“; sie selbst war bei der Abstimmung aus persönlichen Gründen nicht anwesend gewesen, wisse aber von Kollegen, dass die Kommunikation unter den Abgeordneten und den Fraktionen ganz schlecht und falsch gelaufen sei. Man wisse jetzt, was falsch gelaufen sei und müsse daran arbeiten, dass das nicht wieder passiert.
    Ich nehme das Frau Connemann für sich persönlich ab – aber wenn es stimmt, dann muss gefragt werden, warum das nicht in die Öffentlichkeit transportiert wurde/wird! Sind die Abgeordneten zu feige Fehler zuzugeben oder ist es eben doch nicht so, dass es ein „Unfall“ war? Könnte es sein, dass diese Resolution eben doch die Meinung zumindest der überwiegenden Mehrheit der Abgeordneten (auch in der hoch gelobten Parlamentariergruppe) widerspiegelt?
    Diskussionsleiter Jochen Fellcke hatte eine weitere Nuss für die Abgeordneten: Der Bundestag hat eine Resolution vorliegen, in der die Freilassung Gilad Shalits gefordert wird. Hierzu war klarzustellen, dass die Entscheidung über diese Resolution letzte Woche von der Tagesordnung genommen wurde, um sie nicht angesichts eines Entschluss-Marathons und der großen Aufmerksamkeit für die Atompolitik untergehen zu lassen. Das ist zu begrüßen, hätte aber dabei aber auch besser kommuniziert werden müssen, denn es hatte zu heftiger Kritik aus proisraelischen Kreisen geführt, die jetzt im Nachhinein so nicht gerechtfertigt ist. Der Entwurf bezieht sich ausdrücklich auf einen Entschluss des Europaparlaments, der Israel auffordert, zur Herstellung eines guten Klimas und Vertrauens auf Seiten der Terroristen (meine Wortwahl) Araber freizulassen, um so eine Freilassung Shalits zu ermöglichen. Fellckes Frage an die Abgeordneten: Warum sind das EP und der Bundestag nicht in der Lage eine Forderung an die Palästinenser zu stellen, ohne von Israel gleichzeitig Vorleistungen zu verlangen?
    Ich möchte anfügen: Sind diese Leute nicht in der Lage zu unterscheiden zwischen rechtmäßig und auch juristisch legal verurteilten Mördern und einem völlig unrechtmäßig und jeglichem Völkerrecht widersprechenden Festhalten eines jungen Israelis zu unterscheiden, der außerdem auf israelischem Staatsgebiet und nicht während Kampfhandlungen entführt wurde?
    Jerzy Montag gab sich wieder widerborstig und empört. Der Entwurf für den Bundestag enthalte nichts, was sich an die israelische Regierung richte und mache auch keine Vorbedingungen. Es stünde eindeutig ausschließlich darin, dass Gilad Shalit freizulassen sei. Fellckes Angebot, die Passage vorzulesen, die den Rückgriff auf die EP-Resolution enthalte, lehnte Montag ab. Daraufhin gab es reichlich Unmutsäußerungen aus der Zuhörerschaft, die von Fellcke aber abgewehrt wurde – er werde die Passage im Anschluss vorlesen.
    Auch Frau Connemann war nicht einverstanden mit der Darstellung des Entwurfs, er sei unvollständig verlesen worden. Sie holte das nach – bis auf die Passage, die auf den EP-Beschluss Bezug nahm. Dieser und der entscheidende Teil der aus dem EP wurden vom Moderator verlesen, hatten aber keinerlei Auswirkung auf die Aussagen der Abgeordneten. Insbesondere bei Herrn Montag scheint Kritik nicht anzukommen. Es sei doch allen sonnenklar, dass Israel Palästinenser werde freilassen müssen, um Shalit freizubekommen. Ja, Herr Montag, aber vielleicht überlassen wir es den Beteiligten selbst, darüber zu diskutieren, statt ihnen Vorgaben zu machen, die von den Terroristen begeistert aufgenommen werden, während sie Israel unter Druck setzen?
    Einen sehr treffenden Kommentar gab übrigens in Sachen „Friedensprozess“ (der auch am Rande angesprochen wurde) von Lothar Klein, Vorsitzender der Sächsischen Freunde Israels und CDU-Stadtrat in Dresden, der einen Freund zitierte: „Land für Frieden ist wie Geld für Liebe – dem ältesten Gewerbe der Welt.“
    Aller Ehren wert waren die Versuche von Gert Weisskirchen und den Veranstaltern, die Stimmung vor allem gegen Jerzy Montag zu bremsen. Man sei froh über sein Engagement, dass er da war und teilnahm und danke ihm für seine Anwesenheit und seine Verteidigung Israels. Das und kontroverse Diskussion sind natürlich wichtig und richtig. Aber Glaubwürdigkeit wird Montag seitens der Kongressteilnehmer wohl nicht weiter attestiert werden.
    Das zweite Panel fand unter der Leitung von Jörg Rensmann vom Middle East Freedom Forum zum Thema „Israel, Iran, Hamas und Hisbollah – Die Region im Mittleren Osten im internationalen Kontext“ statt. An den Mikrofonen saßen Dieter Graumann vom ZdJ, der israelische Diplomat Emmanuel Nahshon, Matthias Küntzel und der Historiker Yaacov Lozowick (über dessen gute Deutschkenntnisse ich überrascht war). Nahshon äußerte sich sehr konziliant zur Türkei als wichtigem Bündnispartner Israels, was Graumann kommentierte: „Herr Nahshon, Sie sind Diplomat. Ich bin kein Diplomat, ich kann Klartext reden.“ Was er auch tat, nicht nur zur Türkei. Alle Redner stellten dar, wie der Iran die Region unterwandert und dass die Schere zwischen Reden und Tun dem Mullah-Staat gegenüber ziemlich auseinander klafft. Es wurde sehr deutlich, dass die allgemeine Ansicht, die Lösung des Konflikts zwischen den Palästinensern und Israel würde auch die übrigen Konflikte und Probleme des Nahen Ostens lösen, absolut in die falsche Richtung zielt. Der arabisch-israelische Konflikt lässt sich erst lösen, wenn die Kriegstrieber Iran und Syrien ihren Einfluss verlieren. (Vor allem der Iran, denn Syrien dürfte dann „automatisch“ folgen.)
    Darüber hinaus wurde vorgeschlagen, der Deutsche Bundestag solle es dem niederländischen Parlament gleich tun, das die Revolutionsgarden auf die Liste der Terrorgruppen setzen lassen will, womit z.B. automatisch Sanktionen für jeden greifen würden, die mit irgendjemandem Handel treibt, der zu den Revolutionsgarden gehört – und das sind einige Firmen und Organisationen des Iran.
    Matthias Küntzel gab noch eine sehr präzise Erklärung ab: „Wer die deutsche Iranpolitik nicht ändern will [d.h. die Sanktionen nicht will], der sollte von Israelsolidarität schweigen.“ Recht hat er!
    Das letzte Panel hatte „Antisemitismus und Anti-Israelismus im täglichen Leben“ zum Thema. Alon Meyer als Präsident von TuS Makkabi Frankfurt berichtete aus dem Spiele-Alltag seines Vereins und Weigerung von Verbandsverantwortlichen auch im Vorfeld gegen Antisemitismus vorzugehen. Es muss immer erst etwas gewalttätiges passieren, bis die überhaupt aktiv werden. Gideon Römer-Hildbrecht berichtete über die Bundeswehr und was Juden dort erleben. Der Tenor war, dass es eigentlich recht in Ordnung ist, aber von altgedientem Personal immer wieder mal seltsame Äußerungen zu vernehmen sind. Im privaten Umfeld gibt es heftige Vorfälle (sein Beispiel involvierte muslimische Migrantenkinder). Ein DGB-Vertreter musste unbedingt Thilo Sarrazin einbringen und verdammen; das erschien mir als ein reichlich von Vorurteilen geprägtes Horror-Szenario, das politisch korrekt mit persönlicher Gier und nicht Sorge und dem ganzen Inhalt des Buches begründet wurde.
    Für mich hatte der Abend – vor dem eigentlichen Ende des Kongresses mit den unterhaltsamen Tagesordnungspunkten – ein persönlich sehr schönes Ende, als ich mit Arye und zweien seiner Freunde noch einen Happen essen ging und ihn dann zum Flughafen brachte. Hoffentlich bleibt das keine Eintagsfliege, sondern wird – größer und regelmäßig – Fortsetzungen finden!
    Erste Ergebnisse der Konferenz (eine Deklaration und ein Forderungskatalog) sind auf der Seite Israelkongress.de einzusehen.

    • HEPLEVPersönliches vom 1. deutschen Israelkongress

      Zuerst bekam ich ein wenig „Israel-Gefühl“: Vor dem Eingang eine (zum Glück um 11. Uhr noch nicht allzu) lange Schlange, die sich langsam auf die Sicherheitskontrolle zu bewegte. Das kennt man vom Flughafen, das kennt man aus Israel, wenn man dort eine größere Einrichtung wie ein Einkaufs- oder Veranstaltungszentrum betreten will. Und doch ist es immer wieder erschreckend, dass es in Deutschland nötig ist Synagogen und jüdische sowie proisraelische Veranstaltungen auf diese Weise zu schützen. Auf der positiven Seite – wenn auch nur am Rande wegen dieser Kontrollen, sondern hauptsächlich wegen der anwesenden Leute – konnte man ohne Bedenken seine Sachen (Jacke, Rucksack, Fotoapparat usw.) einfach irgendwo stehen/liegen lassen und sich sicher sein, dass alles noch da war, wenn man wiederkam….

       

  15. aus dem…
    NEWSLETTER DER ICEJ VOM 02.11.20101100 Teilnehmer beim Israelkongress in Frankfurt – Juden und Christen setzen Zeichen der Solidarität mit Israel
    1100 Teilnehmer aus ganz Deutschland drängten sich am Sonntag in den Räumen des Saalbau Titusforum in Frankfurt, um ihre Solidarität mit Israel zu bekunden. Unter dem Motto „Gemeinsam für Israel“ hatten sich 80 unterschiedliche Gruppen sowohl aus dem jüdischen als auch aus dem christlichen Bereich zusammen getan, um über alle Unterschiedlichkeiten hinweg zu betonen, dass der jüdische Staat nicht allein dasteht. Auch die ICEJ gehörte zu den beteiligten Organisationen.
    „Ich glaube nicht, dass ich in Deutschland schon einmal vor so vielen Israel-Freunden gesprochen habe“, erklärte der Israelische Botschafter  in Deutschland, Yoram Ben Zeev
    sichtlich erfreut. „Für mich als israelischer Botschafter – und auch ganz persönlich – ist das ein besonderer Moment“. Gemeinsam mit der Vorsitzenden des Zentralrates des Juden in Deutschland, Frau Charlotte Knobloch, hatte er die Schirmherrschaft inne.
    Ben Zeev und Knobloch kritisierten in ihren Ansprachen das einseitige Bild, das in den deutschen  Medien von der Politik Israels gezeichnet werde. Zudem seien vielen Bürgern in Deutschland die grundlegenden Fakten über den Nahost-Konflikt unbekannt, so Ben Zeev. Das reichhaltige und abwechslungsreiche Kongressprogramm wurde  von Sacha Stawski (ILI e. V. und Honestly Concerned) koordiniert und gemeinsam mit Claudia Korenke, Vorsitzende der DIG-Frankfurt, moderiert.
    Es umfasste neben Podiumsdiskussionen zur deutschen Iran-Politik und zum Bundestagsbeschluss zur Gaza-Flottille auch musikalische und kulturelle Beiträge. Ehrengast aus Israel war der Generaldirektor der Kadima-Partei Johanan Plesner. Er forderte die deutsche Politik dazu auf, die Bedrohung des iranischen Atomprogramms ernst zu nehmen und zu verhindern, dass Teheran in den Besitz einer Atombombe komme.
    „Ich hoffe, Deutschland wird den Mut und die Weisheit haben, eine klare Botschaft (an den Iran) zu artikulieren, denn Deutschland und Israel teilen dieselben Werte“, sagte
    Plesner. Zahlreiche Stände im Foyer boten den beteiligten Organisationen und den Besuchern die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen und zu vernetzen. Schon am Vortag hatten die veranstaltenden Organisationen eine
    Solidaritätserklärung sowie einen Forderungskatalog an die deutsche Öffentlichkeit und Politik verabschiedet.
    Der erste organisationsübergreifende Israelkongress, den die Veranstalter als vollen Erfolg werteten, soll im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden. Bilder und Videos vom Kongress sind unter www.israelkongress.de zu finden. 

  16. POLITFOREN Volker Beck augebuht – Buh-Rufe für Volker Beck beim Israelkongress
    Der Grünen-Politiker Volker Beck hat auf dem 1. Deutschen Israelkongress in Frankfurt am Sonntag mit unbedachten Äußerungen für Buh-Rufe und Pfiffe gesorgt. In seiner Rede zur Nahost-Politik bezeichnete Beck die israelische Regierung als „rechts-nationalistisch“ und kritisierte: „Nicht jede politisch nachvollziehbare Entscheidung Israels ist auch weise.“ Er verteidigte den Bundestagsbeschluss zur Gaza-Flottille als richtige Entscheidung und forderte Israels Regierung auf, die Blockade gegenüber Gaza aufzuheben.
    Nach diesen Äußerungen gab es vehemente Unmutsbekundungen von Seiten der Zuschauer (im unteren Video ab 3:50 min: „Das ist ja unglaublich“), so dass der eigentlich als Moderator fungierende Sacha Stawski nach Becks Rede stringent eingreifen musste: „Liebe Anwesende, wir haben das Pech jetzt gehabt, dass Herr Beck leider weg muss und wir die Debatte mit ihm nicht mehr persönlich weiterführen können. Aber natürlich ist das Thema, das wir jetzt gerade gehört haben, die Blockade von Gaza, ein ganz wichtiges und auch ein strittiges Thema. Ganz klar was jetzt aus der Rede rüber kam ist natürlich die Sicherheit Israels. Was nicht erwähnt wurde, ist eigentlich der Hintergrund für die Gaza-Blockade – es gibt ja einen Grund dafür. Darüberhinaus war die Blockade keine Total-Blockade, wie es in den Medien rüber kam. Es wurden immer alle notwendigen Güter in den Gaza-Streifen rein gelassen, so dass die Forderung, den Gaza-Streifen komplett zu öffnen, aus meiner Sicht eine Forderung ist, die von diesem Kongress nicht unterstützt werden kann. Denn dann würden natürlich auch genauso unkontrolliert Waffen und dergleichen in den Gaza-Streifen kommen. Darin sehe ich also einen klaren Widerspruch: In der einen Seite fordert man die Sicherheit, auf der anderen Seite sagt man, lasst mal die Waffen und alles unkontrolliert rein.“
  17. REGENBOGEN I – 1. Israelkongress am 31. Oktober 2010 in Frankfurt – Teil I
    Ein großes Geschenk war es für AhuvaIsrael, an diesem wichtigen und in Deutschland erstmals stattfinden Kongress dabei sein zu können.
    Der Wermutstropfen, der dieser, retrospektiv betrachteten, großartigen Solidaritätskongress für Israel voran ging,  (möglicherweise nicht nur für mich), auch hier in Deutschland darf bei einer öffentlichen jüdisch/israelischen Veranstaltung der Sicherheitsdienst nicht fehlen! Überaus traurig aber auch in Deutschland leider notwendig!!!
    Die Veranstaltung verzögerte sich dadurch, bei  angemeldeten Teilnehmerzahl von 1000 Kongress-Teilnehmern um Erhebliches – die Veranstalter konnten jedoch gut damit umgehen – es mussten kaum Beiträge gestrichen werden.
    Im Zeichen der Solidarität – 1000 Teilnehmer am Israel-Kongress in Frankfurt – Quelle: Newsletter der Botschaft des Staates Israel, Berlin – 01. November 2010…

    1. REGENBOGEN I – 1. Israelkongress in Frankfurt am 31.10.2010 – Teil II /Lesung/Musik
      Neben Reden und Foren gab es musikalische Intermezzi mit der Roman Kuperschmidt-Kletzmer-Band, die dann auch zum Abschlus des Abends eine fröhliche Tanz-Gemeinschaft in mitreißenden Rhythmen begleitete (Video folgt!)


      Arye Sharuz Shalicar, Israel, las aus seinem Buch „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude zwei Abschnitte.

      Arye Sharuz Shalicar
      leistete nach dem Abitur 1997 bei der Bundeswehr seinen Militärdienst als Sanitäter und begann an der FU in Berlin zu studieren. 2001 wanderte er nach Israel aus. Er diente in einer Fallschirmjägereinheit bei der israelischen Armee und absolvierte und der Hebräischen Universität in Jerusalem das Bachelor-Studium Internationale Beziehungen, Nahostgeschichte und Politik sowie im Anschluss bis 2009 ein Master-Studium der Europan Studies. Von 2006 bis 2009 arbeitet er für The Jewish Agency for Israel und ab 2007 für das Nahost-Studio der ARD in Tel Aviv. Er ist Vorsitzender der Organisation junger deutschsprachiger Einwandere in Israel und seit 2009 Pressesprecher der Israelischen Armee.
      Verlag: dtv premium – ISBN 978-3-423-24797-9….
  18. FRGefühlte Bedrohung     

  19. PRO-ISRAEL-INITIATIVE „NEVERAGAIN“1. Deutscher Israelkongress
     

  20. UND NOCH 3 „NETTIGKEITEN“…


    1. Die offizielle iranische Nachrichtenagentur IRNA…

    2. Die JUNGE WELT….
      JUNGE WELT
      Mobilmacher des Tages: Israel-Kongreß
      unbenannt
      Die Israel-Lobby in Deutschland macht mobil. Am 31.Oktober findet auf Initiative des Vereins »I like Israel« und Sascha Stawskys »Honestly Concerned« in Frankfurt am Main der »1. organisationsübergreifende deutsche Israel-Kongreß« statt. »Die Stimme Deutschlands für Israel muß lauter werden!« heißt es in der Einladung. Konkret geht es um ein »starkes Israel«, das sich den Organisatoren zufolge gegen Hamas, Hisbollah und Iran wehren muß. Über 50 Gruppen laden zum Solidaritätstreffen mit der nahöstlichen Besatzungsmacht in den Saalbau Titus-Forum ein, darunter das »Mideast Freedom Forum Berlin«, auf dessen Veranstaltung auch schon zum Atombombenangriff auf Iran geworben wurde. Als einer der »Ehrengäste« aus Israel wird Tourismusminister Stas Misejnikov von der rechtsextremen 

    3. Und das so genannte Palästina Portal…
      PALÄSTINA PORTAL
      Gemeinsam für Israel„. Erster Israelkongress in Frankfurt: eine Ansammlung von Psychopathen?

          

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TEIL 3 – Erste Fotos und YouTube Clips... 

  1. ÜBER 100 BILDER VOM 1. DEUTSCHEN ISRAELKONGRESS

    http://israelkongress.de/media.html

     
     
  2. VIDEOS
    DER OFFIZIELLE YOUTUBE VIDEO CHANNEL DES KONGRESSES (
    weitere Videos werden noch hochgeladen)…

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TEIL 4 – Eine wichtige Aktion, die aus dem Israelkongress hervorgegangen ist…  
  

  1. Bitte um Änderung des Antrages Drs 17/3422
    An die Vorsitzenden der CDU, CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    An die Vorsitzenden der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
     
    02.11.10 
    Freiheit für Gilad Shalit – Drs 17/3422
    Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,
    bitte erlauben Sie uns, Sie auf diesem Wege unmittelbar anzuschreiben. Am Donnerstag, dem 11.11.2010 soll im Deutschen Bundestag der Antrag „Freiheit für Gilad Shalit- Drs 17/3422“ verabschiedet werden. Das begrüßen wir sehr und hoffen mit Ihnen von ganzem Herzen, daß der junge israelische Soldat nach mehr als 4 Jahren in der Geiselhaft der terroristischen Hamas endlich freigelassen wird. Diese Verletzung elementarer Menschenrechte muß unverzüglich und bedingungslos beendet werden!
    Der Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Grüne, FDP enthält u.E. allerdings einen Passus, der zumindest mißverständlich ist: unter Ziffer 3 heißt es u.a.: Der Deutsche Bundestag begrüßt … die Entschließung des Europäischen Parlaments vom 11. März 2010, die die Freilassung von Gilad Shalit fordern.
    Das Europäische Parlament hat in dieser Entschließung zwar die Freilassung von Gilad Shalit gefordert, in Ziffer 5 der Forderungen heißt es aber: Das Europäische Parlament hebt hervor, dass beiderseitige vertrauensbildende Maßnahmen aller Parteien, einschließlich der Freilassung einer bedeutenden Anzahl von palästinensischen Gefangenen, dazu beitragen könnten, eine konstruktive Atmosphäre zu schaffen, die zur Freilassung von Unteroffizier Shalit führt. 
    Israel wird also aufgefordert, eine „konstruktive Atmosphäre“ zu schaffen durch Freilassung einer bedeutenden Anzahl von palästinensischen Gefangenen!
    Wir bitten Sie, diese Berufung auf die übrigen Resolutionen aus dem Antrag des Deutschen Bundestages entweder herauszunehmen oder doch zumindest dadurch zu „entschärfen“, daß Sie nicht die Entschließungen anderer Parlamente begrüßen, sondern die Tatsache, daß die Freilassung Gilad Shalits auch von eben diesen Parlamenten gefordert wird.
    Bitte fordern Sie die Freilassung von Gilad Shalit ohne jede Vorbedingung!
    Mit vorzüglicher Hochachtung und
    mit freundlichen Grüßen
    Jochen Feilcke
    Vorsitzender 
    Deutsch-Israelische Gesellschaft
    Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam

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TEIL 5 – SONSTIGES
 

  1. Weiteres vom Israelkongress…

    1. NEUE FACEBOOK GRUPPE…
      1. Deutscher Israelkongress

    2. ISRAELKONGRESS – Broschüre vom Israelkongress
      http://www.yisroel.de/imagazin/Israelkongress.pdf

    3. ISRAELKONGRESS – Israel – SOLIDARITÄTSREISE „zum 1. Israelkongress in Frankfurt“  – Reiseinformationen
  2. NUR EINIGE WENIGE „NETTIGKEITEN“


    1. Die Nachfolge von Wolfgang Benz im Zentrum für Antisemitismusforschung steht fest, so daß Benz scheinbar der Meinung zu sein scheint sich endlich mal alle dem widmen zu können, was er sich vorher nicht getraut hat. So hat er auch kein Problem damit dem einschlägig bekannten Internetportal Muslim-Markt ein Interview zu geben. Die Darstellungen von Israel und Juden, die Boykottaufrufe auf dem Portal und auch der Rest der Artikel lassen keinen Zweifel an den Positionen des Betreibers. So verwundert es auch kaum, daß dieses islamistische Internetportal sogar zeitweise vom Verfassungsschutz beobachtet wurde
      M
      USLIM MARKT – Muslim-Markt interviewt – Prof. Wolfgang Benz – Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung – 1.11.2010
      Wolfgang Benz (Jahrgang 1941) studierte nach seinem Abitur Geschichte, Politische Wissenschaft und Kunstgeschichte an Universitäten in Frankfurt am Main, Kiel und München. An der Universität München wurde er 1968 promoviert für eine Dissertation zur Innenpolitik in der Weimarer Republik und arbeitete anschließend bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München….

    2. MAINZER RHEIN-ZEITUNGAnschlag auf Synagoge: Polizei hofft auf Zeugen – Mainz -Bislang konnte die Polizei keine neuen Erkenntnisse zum Brandanschlag auf die Mainzer Synagoge gewinnen. Das teilte das Präsidium Mainz am Montagmittag mit.
      „Die Untersuchungen werden auch am heutigen Tage weiter fortgeführt. Mit neuen Hinweisen ist jedoch, aller Voraussicht nach, nicht vor Dienstag zu rechnen“, so Polizeisprecher René Nauheimer. Die Polizei erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung.
      Am Samstagabend hatten Unbekannte in unmittelbarer Nähe der Mainzer Synagoge in der Neustadt gezündet. Nach ersten Ermittlungen der Polizei warfen der oder die Täter gegen 21.45 Uhr einen Molotowcocktail in Richtung des jüdischen Gotteshauses….
    3. BRIEF VON STEPHAN J. KRAMER AN DIE OBERBÜRGERMEISTERIN VON FRANKFURT, FRAU PETRA ROTH…
      Frau Petra Roth
      Stadt Frankfurt am Main
      Büro der Oberbürgermeisterin
      Römerberg 23
      D-60311 Frankfurt am Main
      Fax und Email vorab: 069 212 30749

      Gedenkveranstaltung 9. November 2010

      Berlin, den 26. Oktober 2010

      Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Roth,
      ich habe in den letzten Tagen durch Freunde erfahren, dass die Stadt Frankfurt am Main in diesem Jahr wieder eine Gedenkveranstaltung zum 9. November 2010 durchführt und aus diesem Anlass der deutsch-französische Publizist und Soziologe Alfred Grosser in Frankfurt sprechen soll.
      Ich bin über die Auswahl des Sprechers doch einigermaßen überrascht, um nicht zu sagen befremdet und entsetzt. Als ehemaliger Mitarbeiter des 1999 verstorbenen Zentralratspräsidenten Ignatz Bubis sel. A. betrachte ich diese Angelegenheit vielleicht nicht objektiv genug, aber mir fehlt – offen gesagt – jedes Verständnis dafür, wie die Stadt Frankfurt am Main, in der die Erinnerung an das Wirken dieses großen Juden stets betont wird, Herrn Grosser am 9. November, in der Paulskirche zum Gedenken an den Jahrestag der Pogromnacht, sprechen lassen kann.
      Nicht nur wird Herr Grosser nicht müde die Lage der palästinensischen Bevölkerung mit dem Schicksal von Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern in der Shoa, dem Nationalsozialistischen Holocaust, gleichzusetzen und relativiert damit das unsägliche Leid der Opfer des Nationalsozialismus, er hat sich auch ausdrücklich hinter Martin Walsers Kritik an der „Ausschwitz-Keule“ gestellt, die Walser in seiner Friedenspreisrede am 11. Oktober 1998 in der Frankfurter Paulskirche vor der Elite dieses Landes formuliert hat. Die stehenden Ovationen der Anwesenden und die schockierte Reaktion der ebenfalls anwesenden Eheleute Bubis, sowie die anschließende Debatte, markierte eine der dunkelsten Stunden in der Geschichte der Aufarbeitung der deutschen Nazi-Vergangenheit.
      Eine Rede von Herrn Grosser an diesem Ort, zu diesem Anlass ist meines Erachtens pietätlos und lässt Zweifel am bisher glaubwürdigen Engagement der Stadt Frankfurt aufkommen. Lassen Sie dies nicht zu und laden Sie Herrn Grosser besser wieder aus.
      Mit freundlichen Grüßen
      Stephan J. Kramer
      Generalsekretär


      1. Frankfurter Neue Presse Jüdische Gemeinde verärgert 
         
        1. Frankfurter Neue Presse – Jüdische Gemeinde hört Grosser doch zu
        2. Frankfurter Neue Presse – Eine gute Wahl für die Paulskirche
      2. Frankfurter Rundschau Affäre Grosser 
         
        1. Frankfurter Rundschau Grosser mit Publikum
        2. Frankfurter Rundschau Affäre Alfred Grosser
        3. Frankfurter Rundschau Ärger um Alfred Grosser
      3. FAZ – Pogromnacht-Gedenken
      4. WELT ONLINE Frankfurter Reden: Zentralrat: Stadt „pietätlos“
      5. BILD Jüdische Gemeinde hört sich Grossers Rede an
      6. Berliner Morgenpost Gedenkfeier: Zentralrat fordert Ausladung Grossers zum 9. November
      7. nh24.de – Jüdische Gemeinde empört über Auftritt Grossers
      8. haGalil onLine Spricht Alfred Grosser in der Frankfurter Paulskirche?

             

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