Sammlung von Reaktionen auf PaliLeaks

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Sammlung von Reaktionen auf PaliLeaks

HonestReporting Media BackSpin, 25. Januar 2011

Eine kurze Zusammenstellung über Sturm und Drang der palästinensischen  Dokumente, die im Guardian veröffentlicht wurden.

Elliott Abrams:

Drittens: was einige Zeitungen als „Angebote“ oder „Zustimmungen“ während der Verhandlungen 2007-2008 bezeichnen, sind weit weniger als das: in Wirklichkeit sind es einleitende Gespräche oder Bestrebungen, weit sind kleiner geschlossen werden, als tatsächlich häufig einleitende Prüfspitzen oder Bemühungen, die Gegenseite auszutesten. Israelis und Palästinenser erzielten, soweit die Blätter bis jetzt veröffentlichten, auf vielen Feldern niemals eine Vereinbarung bzw. man war weit davon entfernt. Häufig wird gesagt, dass „jeder weiß, wie eine endgültige Vereinbarung aussieht“, aber diese Dokumente widerlegen eindeutig diese Schlussfolgerung….

Robin Shepherd:

Dies ist absolut katastrophal, da es gleichzeitig zeigt, dass jeder, vom britischen Außenministerium über die BBC, die Europäische Kommission und die leidenschaftlich antiisraelische NGO-Community, eine Position eingenommen hatte, die wesentlich kompromissloser war, was „Siedlungen“ betraf als die palästinensische Führung selbst, und dass dieselbe palästinensische Führung akzeptiert hatte, dass die so genannten „Grenzen“ von 1967 – die Goldwährung für praktisch jede antiisraelische Polemik allerseits – für die Aussichten eines dauerhaften Friedens irrelevant ist.

Harry’s Place:

Dieses Leck bringt Israels Politiker keinesfalls in Verlegenheit. Das liegt daran, dass es keinen Widerspruch gibt zwischen dem, was israelische Politiker ihren Wählern sagen und dem, was sie hinter verschlossenen Türen verhandeln. Im Vergleich dazu besteht der Grund, dass dieses Leck jenen palästinensischen Politiker schadet, darin, dass es eine sehr große Distanz zwischen den palästinensischen Unterhändlern und besonnener diplomatischer Führung aufzeigt – und zwar darin, was sie privat äußern und was sie ihren (vereinzelten) Wählern öffentlich erklären.

Noah Pollak:

Aber der größte Verlierer in den Palästina-Dokumenten ist jemand, der zur fraglichen Zeit nicht einmal auf der Bühne agierte, nämlich Präsident Obama, der beschloss, israelische Siedlungen zum Kernstück des Friedensprozesses zu erklären. Die Dokumente zeigen, dass die einzigen Felder, auf denen die [beiden] Seiten einer Verhandlungslösung in der Kontroverse um die Siedlungen nahe kamen, die Akzeptanz von Landtausch war. Heute bestehen die Palästinenser auf Obamas Geheiß hin auf komplettes Einfrieren jeglicher Siedlungstätigkeit, bevor sie überhaupt weiterverhandeln – einschließlich der Gebiete, bei denen sie vor gerade mal zwei Jahren zustimmten, sie seien bereits de facto israelisch. Also drehte Obama auf diese Weise die Zeit zurück zu einem der wenigen Punkte relativer Übereinstimmung und Fortschritt zwischen beiden Seiten.

Melanie Phillips:

Wo auch immer die tatsächliche Wahrheit liegt: es scheint mir so, dass der Guardian sich überfressen hat. Entweder stimmt seine Haltung zum Inhalt der Dokumente – dann ist seine Analyse des Nahen Ostens seit Jahren komplett falsch gewesen; oder in seinem Wunsch Israel zu vernichten ist er einem monumentalen Betrug aufgesessen und diese Autoren konnten ihre Gier danach, Israel in der heutigen Morgenausgabe den Rest zu geben, nicht in Schach halten und offenbarten sich damit als Idioten.

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