Richard Sudan geifert wegen Salah

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Richard Sudan geifert wegen Salah

HonestReporting Media BackSpin, 16. Juli 2011

Für manche Menschen ist die Wahrheit  einfach zu schwer zu ertragen. Dass Sheikh Raed Salah (Abb. rechts) ein besonders widerlicher Antisemit sein könnte, von dem die britische Regierung nicht wollte, dass er in ihrem Land Hasspredigten hält, scheint als Begründung zu simpel.

In seinem Beitrag auf der Independent-Webseite sieht Richard Sudan noch viel bösere Mächte am Werk:

Die unrechtmäßige Inhaftierung und die Art und Weise des versuchten Mordes an Sheikh Raed Salah ist symptomatisch für die pro-zionistische Haltung der Regierung.

Und wer ist der Drahtzieher hinter der Regierung für die „Verfolgung” und Inhaftierung eines „unschuldigen Mannes”?

Diese Episode hat eine politische Aussage; sie selbst ist das Ergebnis politischen Drucks seitens der Israel-Lobby.

Geschenkt. Die Tatsache, dass Salah es überhaupt schaffte, trotz Einreiseverbots ins Land zu kommen und der Verhaftung für einige weitere Tage zu entgehen, wirft etliche Fragen auf, vor allem die Zuständigkeit der jeweiligen Behörden betreffend, die an der Durchsetzung des Verbots scheiterten.

Die britische Regierung hat das Recht, jeden an der Einreise zu hindern, der als „nicht förderlich für das Wohl der Allgemeinheit” angesehen wird. Salahs Liste extremistischer Äußerungen und Hetze fiel deutlich innerhalb dieser Kategorien und gab dem Innenminister guten Grund, ihn auszuweisen.

Aber Richard Sudan sieht offenbar die unsichtbare Hand der „Israel-Lobby” am Werk. Vielleicht sollte Sudan stattdessen über Folgendes nachdenken:

• Die Tatsache, dass Salah sich derzeit wegen einer antisemitischen Rede vor israelischen Gerichten verantworten müsste, in der er behauptete, Juden äßen Matzen, in die das Blut nicht-jüdischer Kinder eingebacken wäre.

• Seine Verurteilung wegen materieller Unterstützung der Hamas.
• Seine verdammenden Stellungnahmen zu Homosexuellen.

Sorry Sudan, aber nicht alles ist eine zionistische Verschwörung, die angeblich die Stimmen von Unterstützern der Palästinenser zum Schweigen bringt. Dass die Independent sich bereit erklärt, so etwas zu veröffentlichen, sagt viel über den Zustand einiger britischer Medien aus, die es vorziehen, Extremismus-Apologeten eine Plattform zu geben statt sich mit den wirklichen Problemen zu beschäftigen.

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