Entscheidungsschlacht um Veröffentlichung des Balen-Reports der BBC

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Entscheidungsschlacht um Veröffentlichung des Balen-Reports der BBC

HonestReporting Media BackSpin, 25. November 2011

Gestern in der Jewish Chronicle:

Am Mittwoch begann am Obersten Gerichtshof Großbritanniens, was man wahrscheinlich als Entscheidungsschlacht am Ende eines 6 Jahre andauernden Kampfes bezeichnen kann, nämlich, dass die BBC [endlich] zur Veröffentlichung einer [hausinternen (bd)] Untersuchung über ihre Nahostberichterstattung gezwungen werden könnte.

Im Frühjahr 2005 hatte der Londoner Anwalt Steven Sugar versucht, die Veröffentlichung des Balen-Reports mittels Einschaltung des neu installierten Freedom of Information Act (FOI) zu erwirken.

Nachdem er Anfang dieses Jahres starb, wurde seiner Witwe Fiona Paveley das Recht zugesprochen, den Rechtstreit in seinem Namen weiterzuführen….

Die diese Woche begonnene gerichtliche Auseinandersetzung vor dem Supreme Court war ursprünglich auf Februar angesetzt, dann aber wegen Sugars Tod im Vormonat verschoben worden.

Beim Balen Report handelte es sich um eine von der BBC selbst in Auftrag gegebene Bewertung ihrer Berichterstattung zum israelisch-palästinensischen Konflikt. Nachdem Malcolm Balen im Jahr 2004 das Papier fertig gestellt hatte, gab Beeb* mindestens 250.000 £ Rundfunkgebühren aus, um ihre Anwaltskosten zur Vertuschung des Reports abzudecken.

Auch HonestReportings Anfrage bei der FOI bezüglich des Reports war abschlägig beschieden worden.

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* Beeb = Verballhornung für BBC

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