Goethe-Institut finanziert Zerstörung Israels

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Der Schlüssel vom Aida-Camp in Bethlehem
Jerusalem, 13. März 2012 – Mit finanzieller Hilfe des Goethe-Instituts Ramallah wollen Palästinenser einen überdimensionalen eisernen Schüssel zur Berliniale in Berlin schicken, um damit das „Recht auf Rückkehr“ palästinensischer Flüchtlinge und ihrer Nachkommen in das Kernland Israels und damit die  Zerstörung des jüdischen Staates einzufordern.
Das Goetheinstitut finanziert den Versand eines hochpolitischen palästinensischen „Kunstwerks“ zur 7. Biennale in Berlin, vom 27. April  bis zum 1. Juli. „Bethlehem ISI Media“ verkündete in einer Pressemitteilung das künstlerische Projekt „Schlüssel zur Rückkehr“. Im Jahr 2008 hätten Palästinenser des Aida-Flüchtlingslagers in Bethlehem gemeinschaftlich den „größten Schlüssel der Welt“ aus Eisen geschaffen und (erfolglos) eine Eintragung im Guinness Buch der Weltrekorde angestrebt. Der neun Meter lange Schlüssel wiegt fast eine Tonne und schmückt heute mit dem Motto „Unser Recht auf Rückkehr steht nicht zum Verkauf aus“ eine Art Siegestor am Eingang des Lagers neben einer UNO-Institution.
Eiserne Schlüssel gelten bei palästinensischen Flüchtlingen als Symbol für ihr vermeintlich verbrieftes Völkerrecht auf Rückkehr in ihre verlassenen Häuser im Kernland Israels, aus dem sie bei der Staatsgründung Israels 1948 geflohen oder vertrieben worden sind. Die 700.000 Flüchtlinge von damals haben sich inzwischen laut UNO-Angaben auf etwa 5,5 Millionen Menschen vermehrt.
Seit 1948 gibt es eine separate Uno-Flüchtlingshilfeorganisation allein für Palästinenser, die UNWRA. Gemäß ihrer Charta werden die palästinensischen Flüchtlinge mitsamt ihren Kindeskindern so lange mit deutschen, amerikanischen und anderen Steuergeldern mit Nahrungsmitteln, Erziehung und Berufsausbildung kostenlos versorgt, bis sie in das heutige Israel zurückströmen dürfen.
Im Gegensatz dazu gilt für die Millionen nicht-palästinensischen Flüchtlinge in der Welt in Afrika, in der arabischen Welt, in Indien und Kaschmir, in Europa (deutsche Vertriebene) die Regel, dass diesen Menschen umgehend ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden sollte, in ihrer Heimat oder im Gastland. So steht es in der Charta der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR. Neben Palästinensern wird keinem anderen Flüchtling ein „Recht auf Rückkehr“ zugestanden.
Der UNO wird vorgeworfen, mit einem „doppelten Standard“ zu handeln, zumal Palästinenser wie Israelis wissen, was dieses „Rückkehrrecht“ bedeutet. Zusätzliche 5,5 Millionen Araber in Israel bedeuten das Ende des „jüdischen“ Staates Israel. In ihm leben heute schon neben 6 Millionen Juden etwa 1,2 Millionen Araber. Israel würde auf einen Schlag seine jüdische Mehrheit verlieren und in einen weiteren arabischen Staat umgewandelt.
Aus diesem Grund kann die finanzielle Hilfe des Goethe-Instituts in Ramallah für den Transport des überdimensionalen  eisernen Schlüssels vom Aida-Camp nach Berlin als symbolische Beihilfe für die Zerstörung Israels aufgefasst werden. Schlimmer noch: auf deutsche Verhältnisse übertragen, könnte das auch als Aufforderung an rund 14 Millionen „Vertriebene“ aus Schlesien, Danzig, Königsberg und dem Sudetenland aufgefasst werden, gleiche Rechte wie die Palästinenser einzufordern.
Auf Anfrage erklärte der Leiter des Goethe-Instituts in Ramallah, Jörg Schumacher: „Die Kunst-Werke Berlin sind seit vielen Jahren Partner des Goethe-Instituts z.B. in der Organisation von Workshops für Nachwuchskuratoren. Das Goethe-Institut verfolgt dabei weder politische Ziele, noch nimmt es Einfluss auf die inhaltliche Arbeit seiner Partner.“ Auf konkrete Fragen zu der politischen Dimension dieses Projekts ging er nicht ein und verriet auch nicht die Höhe der finanziellen Hilfe für den Transport des tonnenschweren Schlüssels vom Aida Camp nach Berlin.
Die palästinensischen Organisatoren dieser „Schlüssel zur Rückkehr“ Kampagne machen keinen Hehl aus ihrer rein politischen Absicht. Die Zusammenarbeit mit der 7. Berliniale sei eine „nationale Errungenschaft“ für alle Palästinenser. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: Die Reise des Schlüssels sei gefüllt mit „politischer Symbolik“. Sie werde Aufmerksamkeit und Diskussionen rund um die Frage des Rückkehrrechts auslösen. 

  • Das Originalmaterial zu Ihrer Info:

    • Sehr geehrter Herr Sahm,
      vielen Dank für Ihre Mail, die mir meine Kollegin Ursula Obers-Kraft weitergeleitet hat. Die Kunst-Werke Berlin sind seit vielen Jahren Partner des Goethe-Instituts z.B. in der Organisation von Workshops für Nachwuchskuratoren. Das Goethe-Institut verfolgt dabei weder politische Ziele, noch nimmt es Einfluss auf die inhaltliche Arbeit seiner Partner.
      Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Freundliche Grüße aus München,
      Joerg Schumacher
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      Dr. Joerg Schumacher
      ?. ???? ??????
      Director / Institutsleiter
      Goethe-Institut
      French-German Cultural Center Ramallah
      T  +972-2-2981 922
      F  +972-2-2981 923
      M +972-599-200 692
      joerg.schumacher@ramallah.goethe.org
      www.goethe.de/ramallah

    • PRESS RELEASE – FOR IMMEDIATE RELEASE
      The Key of Return- a voyage from Palestine to Germany
      In 2008, the residents of the Aida Refugee Camp near Bethlehem in Palestine collaboratively produced what is said to be the largest key in the world (its makers have even attempted to gain this official title from Guinness World Records). The key, weighing close to one ton and measuring around nine meters in length, was made of steel and installed at the entrance to the camp announcing: »our right of return is not for sale.«
      Since the expulsion of Palestinians in 1948 and 1967 into numerous refugee camps in Palestine and the Middle East, generations of refugees have been waiting for their »right of return.« When they left their homes, the generation of the Nakba took their keys with them, in the belief that their return was imminent. More than sixty years have passed, and their numbers have multiplied to around five million Palestinian refugees worldwide. The keys have been passed on from generation to generation as a keepsake—as a memory of their lost homes and as lasting symbols of the right of return, but also as affirmations of their human rights.
      The 7th Berlin Biennale for Contempoary Art requested to borrow the Key of Return from the Aida Refugee Camp community, for the duration of the 7th Berlin Biennale, from April 27th to July 1st 2012. The key travels thousands of miles across land and sea to Germany, where the question of the right of return of the refugees is brought to the foreground and the significance of the key’s exhibition in Berlin is underlined. The Key will be brought back to Aida refugee camp as soon as the exhibition in Berlin ends.
      From its departure from Aida through the villages and cities from which the residents were displaced in 1948, the key will succeed in realizing part of the dream of millions of Palestinian refugees. The key will travel through the villages of the South: Beir Msallam, Beit Jibreen, Khirbet Atallah, Iraq Al-Manshiyah, Al-Faluja, Jseir, Tal Alturmus, Almasmiyah Alsagheerah, Almasmiyah Alkabeera, Arab Safreir and arriving at Mina Al-Qila‘ (Ashdod). Since most Palestinians face grave difficulties in obtaining travel permits, the Key is their chance to bring their message to the world. With this trip, the key will bring with it the soul of the refugee camps, the soul of every refugee in Palestine and abroad, and the soul of the right of return.
      The Organizing Committee of the „Key of Return Campaign“ affirms that this collaboration with the 7th Berlin Biennale is a national accomplishment for all Palestinians and Palestinian refugees. The trip of the key is filled with political symbolism that will generate attention and discussion around the issue of the right of return. In addition, the key will be welcomed by Palestinian refugees living in Berlin upon its arrival, thus creating an focal connection between both refugee communities.

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      The Key of Return is a collaborative project of the 7th Berlin Biennale and the International Academy of Art, Palestine in cooperation with Schlesische 27, Internationales JugendKunst- und Kulturhaus, Friedrichshain-Kreuzberg. The 7th Berlin Biennale is curated by Artur ?mijewski with Joanna Warsza and Voina group as associate curators.
      The key sculpture is a collective work by the refugees of the Bethlehem area and the Aida Youth Centre.
      This project is co-curated by the residents of the Aida refugee camp, Khaled Hourani, Director of International Art Academy Palestine, Toleen Touq, independent curator, Palestine/Jordan and Franziska Zahl, 7th Berlin Biennale.
      Made possible with financial support from the Goethe-Institute, Ramallah.

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