Gegen die antiisraelische Demonstration am 26.Juli 2014 in Gießen

  • 0

Seit einigen Wochen finden in Deutschland und anderen europäischen Ländern Demonstrationen statt, die sich vorgeblich für einen Frieden im Nahen Osten aussprechen.

Wer genauer hinsieht bemerkt: die Demonstrationen richten sich gegen Israel als jüdischen Staat und gegen Juden im Allgemeinen. Auf den Demonstrationen werden antisemitische Parolen gerufen, wie: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“. Den protestierenden geht es nicht allein um den Nahost-Konflikt. Auf diesen Demonstration wird der Grund für den Konflikt in der israelischen Politik gesucht. Die dahinterstehende Grundannahme ist, die Juden müssten immer schuld sein. Daher bleibt es auch in Deutschland nicht bei antiisraelischen Parolen, sondern man versucht die Juden hier vor Ort bei uns anzugreifen. In Hamburg und Bremen wurden bereits Bürger verletzt, die Demonstrationsteilnehmer für Juden hielten. In Essen versuchten Demonstranten die örtliche Synagoge anzugreifen. Die Polizei verhinderte die Katastrophe.

Die Veranstalter der antiisraelischen Demonstration „Free Palestine“ am 26. Juli in Gießen ermahnen die Demonstrationsteilnehmer friedlich zu bleiben. Es steht zu befürchten, dass die Veranstalter nicht genug Einfluss auf die Teilnehmer ausüben können, um antisemitische Parolen oder gar gewalttätige Übergriffe zu verhindern. Gleichzeitig zu diesem Schein einer No-Tolerance-Politik in Bezug auf Antisemitismus während der Demonstration, äußern sich die Veranstalter offen antisemitisch. Es zeichnet sich ab, dass die Klientel der Demonstration am Samstag in Gießen dieselbe sein wird, wie auf anderen Demonstrationen.

Wir laden daher alle besorgten Bürger Gießens zu einer Kundgebung am kommenden Samstag ein. Wir wollen nicht, dass sich Juden in Deutschland fürchten müssen! Wir wollen keine antisemitischen Demonstrationen in Gießen!
Kundgebung: Samstag, 26.07.2014, 14 Uhr am Marktplatz

Bündnis gegen Antisemitismus

  • 0
4 Kommentare
  • AUCH_Verwirrt

    War gestern da, hab mir das ganze angeschaut. Absolut ohne Zwischenfälle das ganze. Warum nehmt ihr euch bitte heraus, mal wieder die deutungshoheit in solchen sachen zu besitzen? Merkt euch, jeder Mensch der vorab eine Bedingungslose Solidarität verkündet, ist nicht besser als vereinzelte (!), unbedachte aus der emotionalität heraus geäusserten dummen antisemitischen „Parolen“ bei so einer Veranstaltung. Antideutsche sind in meinen Augen die am wenigsten reflektierenden Menschen überhaupt. Unter den Linken zumindest.

  • rid

    Die demo verlief friedlich und es wurde dort immer wieder betont dass sie nicht gegen juden oder israelis gerichtet ist. Man hat auch trauer fuer die opfer auf israelischer seite ausgedrückt. Die menge hat ihre meinung durch laute zurufe und ggf. Jubel ausgedrückt. Es war deutlich dass niemand dort die hamas gutheißen konnte und wollte. Aber das was die israelische regierung zur zeit macht ist voelkermord, unterdrückung und folter. Und nicht verteidigung.

  • ed g

    Schon zu Auftaktkundgebung wurde deutlich in welche Richtung die „Free Palestine“-Demo gehen wird, wurde von Organisatoren zwar vorgegeben sie richte sich am Frieden aus und für Hass auf Juden und Israel sei kein Platz, konnte man die Sprechchöre „Kindermörder Israel“ schon zu Auftakt lauthals vernehmen – goutiert und mit angestimmt auch und gerade von den Menschen, die in die Organisation dieses Aufzugs mit eingebunden waren. In den vorderen Reihen der Demonstration wurden dann auch Hamas-Fahnen gezeigt (beides gut dokumentiert auf Videos, die die Organisatoren und Unterstützer offenbar voller Stolz auch ins Netz einstellten). Die Kundgebung „Gegen jeden Antisemitismus!“ die gleichzeitig stattfand wurde dann auch schon während die „Free Palestine“-Demo stattfand von deren Sympathisanten belagert. Nach Auflösung der „Free Palestine“-Demo zogen Kleingruppen zu der Kundgebung „Gegen jeden Antimsemitismus“, als diese feststellen musste, dass diese nicht mehr an Ort und Stelle war, wurde unter den Rufen „Wo sind die Juden?“ „Wir kriegen sie alle“ in die Straßen und Plätze der Innenstadt ausgeschwärmt. Dort machten diese Kleingruppen dann auch vermeintliche Juden aus und setzten zu deren Verfolgung, ein Eingreifen durch die Polizei konnte Schlimmeres verhindern.

Hinterlasse eine Antwort