ULRICH W. SAHM – Rakete trifft Haus bei Bethlehem

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FotoJerusalem, 5. August 2014 – Etwa 9 Minuten vor Beginn der Waffenruhe um 7:00 Uhr MESZ hat eine sehr laute Explosion den Süden Jerusalems erschüttert. Während offizielle israelische Stellen wie die Polizei keine Erklärung hatten, stellt sich inzwischen heraus, dass eine Rakete der Hamas ein Haus in Beth Sahour, einem östlichen Vorort von Bethlehem, getroffen und teilweise zerstört hat. Ein Militärsprecher erklärte auf Anfrage,  dass es sich möglicherweise um den Treffer einer Rakete aus den Gazastreifen gehandelt habe. Unklar ist, wieso es keinen Luftalarm in der Gegend von Jerusalem gegeben hat und wieso die Rakete nicht von dem „Eisenkappe“ Abwehrsystem abgeschossen worden ist. Der Militärsprecher bestätigte auf Anfrage, dass es sich um eine Rakete habe, die im palästinensischen Autonomiegebiet niedergegangen ist.

Nach Angaben des hebräischen Nachrichtendienstes Ynet entstand an dem getroffenen Haus zwar großer Schaden, doch niemand sei verletzt worden.

Beth Sahour ist ein überwiegend christliches Dorf, in dem sich die berühmten Hirtenfelder befinden, die in der Weihnachtsgeschichte im Neuen Testament erwähnt werden.

Ein Reporter des palästinensischen Fernsehens behauptete, dass die Rakete auf Beth Sahour nicht von der Hamas im Gazastreifen abgeschossen worden sei. Vielmehr sei es eine israelische Rakete des Abwehrsystems Eisenkappe gewesen. Mit der habe die israelische Armee erfolglos versucht, eine auf Jerusalem gezielte Rakete abzufangen. Während der Reporter dieses ausführte, erhielt er offenbar aus dem Kontrollraum seines Senders die Anweisung, dazu zu schweigen. Verwirrt ging er zum nächsten Thema über.

Im israelischen Rundfunk wurde kommentiert, dass es der Hamas „peinlich“ sei, die palästinensischen Gebiete mit ihren unsteuerbaren Raketen getroffen zu haben. Während der vergangenen drei Wochen schlugen Raketen der Hamas in Hebron und in Betunia bei Ramallah ein. Weiter erklärte der israelische Reporter, dass es für die unvollständigen Behauptungen des palästinensischen Journalisten keinerlei Bestätigung gebe.

 

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