ULRICH W. SAHM – Israel schließt Warenterminal nach Gaza

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5 áéðåàø 2009àøáòéí åúùò îùàéåú åáäï 1119 èåï ùì ñçåøåú äåòáøå äéåí (á') ãøê îòáø "ëøí ùìåí" àì úåê øöåòú òæä. ÷îç, öéåã øôåàé åúøåôåú äéå ø÷ çì÷ îäîåöøéí ùäåòáøå áçñåú àøâåðéí áéï-ìàåîééí åîãéðåú ùåðåú ëâåï: àåðø"à (ñåëðåú äñòã åäùé÷åí ùì äàåîåú äîàåçãåúJerusalem, 1. November 2014  – Israel hat den einzigen Warenterminal Kerem Schalom zum Gazastreifen „bis auf Weiteres“ geschlossen. Das hat nach Angaben des israelischen Fernsehens das israelische Verteidigungsministerium erklärt. Die Schließung sei Israels Reaktion auf den erneuten Beschuss Israels mit einer Rakete am Samstag, die in „offenem Gelände“ explodiert sei und keinen Schaden angerichtet habe. Die im Gazastreifen de facto herrschende Hamas-Organisation habe über die Ägypter den Israelis mitteilen lassen, dass die Rakete von einer radikalen Organisation abgeschossen worden sei und nicht von der Hamas. Die Hamas bemühe sich, die Raketenschützen zu verhaften.

Kerem Schalom ist heute der einzige verbliebene Warenübergang in den Gazastreifen. Auch während des jüngsten Gaza Kriegs blieb er fast ununterbrochen offen. Hunderte Lastwagen bringen täglich Nahrungsmittel, Viehfutter, Medikamente und andere Waren durch diesen Terminal in den ansonsten von der Welt abgeschnittenen Gazastreifen mit etwa 1,8 Millionen Einwohnern. Ägypten hat seine etwa 11 Kilometer lange Grenze zum Gazastreifen infolge von Terroranschlägen im Sinai hermetisch geschlossen. Inzwischen seien etwa 1.800 Schmugglertunnel unter der Grenze zwischen der Sinaihalbinsel und dem Küstenstreifen von der ägyptischen Armee zerstört worden. Zur Zeit richten die Ägypter eine bis zu 5 Kilometer breite „Pufferzone“ ein. Alles Gestrüpp und Häuser sollen weggeräumt werden. Die Bewohner in der künftigen „sterilen“ Zone erhalten bestenfalls eine geringe finanzielle Kompensation. Ägypten plant angeblich auch den Bau eines hundert Meter tiefen Wassergrabens, um jeglichen Kontakt zwischen Ägypten und dem Gazastreifen physisch unmöglich zu machen.

So bleibt den Menschen im Gazastreifen nur der Kontakt nach Israel. Wegen der Osloer Verträge mit der PLO von 1994 ist Israel verpflichtet, eine Seeblockade des Gazastreifens aufrecht zu erhalten, um Waffenschmuggel zu unterbinden.

Der einzige sonst noch bestehende Grenzterminal, Erez im Norden des Gazastreifens, kann gemäß einem Beschluss des israelischen Verteidigungsministeriums nur noch von Diplomaten und in „humanitären Fällen“ benutzt werden.

Der andere große und moderne Warenterminal in Karni wurde schon vor einigen Jahren von Israel geschlossen, nachdem er mehrfach von Selbstmordattentätern und mit Autobomben der Hamas angegriffen worden ist. Das Ziel der Hamas war damals, den Warenverkehr aus Israel zu unterbinden, um die Preise der Schmugglerwaren aus Ägypten und so auch die Abgaben an die Hamas in die Höhe zu treiben.

 

 

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