ULRICH W. SAHM – Kommentar zum Tod des palästinensischen „Ministers“

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Ulrich W. Sahm

Jerusalem, 11. Dezember 2014 – Ziad Abu Ein ist tot. Ob der palästinensische ´“Minister“ und enge Berater von Präsident Mahmoud Abbas durch Schläge israelischer Soldaten und infolge des Einatmens von Tränengas gestorben ist oder an einem Herzinfarkt, ist eine Frage der Weltanschauung. Zwar gab es eine Autopsie der Leiche am forensischen Institut in Abu Dis im Beisein israelischer, palästinensischer und jordanischer Pathologen. Doch erwartungsgemäß wiederholen palästinensische Sprecher wie Hussein el Scheich, was sie schon vorher wußten: Abu Ein sei ein Opfer israelischer Gewalt geworden. Die israelischen Pathologen hingegen weisen auf Narben früherer Herzinfarkte, verstopfte Arterien und „Empfindlichkeit für Stress“.

Zahlreiche Journalisten waren bei dem Ereignis präsent und haben alles aus vielen Winkeln gefilmt. Die Filmchen wurden aber zusammengeschnitten, um das jeweilige palästinensische oder israelische Narrativ zu beweisen. So hat Abu Ein nach einer Rangelei mit Soldaten noch Interviews gegeben, ehe er sich mit Griff an die Brust auf den Boden legte. Zu sehen ist eine israelische Sanitäterin, die aber verscheucht wurde, als Palästinenser Abu Ein – noch bei Bewusstsein – zu einer Ambulanz wegtrugen.

Eigentlich hätte man sich die Autopsie ersparen können, wenn gemäß palästinensischer Ansicht ohnehin die Politik des „israelischen Besatzungsregimes“ schuld an dem Tod war.

Die große Frage ist jetzt, welche Folgen der Tod des prominenten Palästinensers haben wird. Die palästinensische Autonomiebehörde könnte die Stimmung anheizen und die Sicherheitskooperation mit Israel aufkündigen. Oder wollen die Palästinenser die Lage beruhigen?

Die Sicherheitskooperation nützt nicht nur den Israelis, indem Attentate und Zusammenstöße mit gewaltbereiten Palästinensern verhindert werden. Genauso nützt sie auch der Autonomiebehörde unter Mahmoud Abbas, denn die erstarkte Hamas-Bewegung warten nur auf das Signal, auch das Westjordanland übernehmen zu können. Ohne die Kooperation könnte Israel keine schützende Hand mehr über Abbas legen.

Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, dass die palästinensische Terrororganisation PFLP im Oktober 2001 den israelischen Minister Rehabeam Zeevi (mit dem Spitznamen Ghandi) in seinem Jerusalemer Hotel ermordet hat. Nach dem Attentat erhielten die Mörder und Ahmed Saadat, der den Befehl gegeben hatte, Asyl in Jassir Arafats Hauptquartier.

 

 

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2 Kommentare
  • Marco Singer
    Marco Singer

    Frank-Walter Steinmeier Yesterday
    Der tragische Tod von Ziad Abu Ein im Westjordanland ist ein neuer
    Tiefpunkt in den seit Wochen anhaltenden Spannungen zwischen Israelis
    und Palästinensern. Es ist jetzt wichtig, dass die Umstände seines Todes
    schnell, umfassend und für alle nachvollziehbar aufgeklärt werden.
    Sollten sich Hinweise auf Fehlverhalten ergeben, müssen hieraus
    Konsequenzen gezogen werden.

    Der Vorfall zeigt erneut, dass die
    derzeitige Situation unhaltbar ist. Die wiederkehrenden Ausbrüche von
    Gewalt mit Opfern auf beiden Seiten müssen ein Ende haben. Wir brauchen
    konkrete Schritte von beiden Seiten zur Entspannung der Lage und für
    eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen.
    ……………………………………………………………………………………………………………………………..

    Es ist eine unsägliche Schande was Sie da oben auf Ihrer FB Seite zu
    diesem Mörder und Verbrecher schreiben! Ihr „Sozialdemokraten“ seit
    ein verlogenes heuchlerisches Pack, daß nichts
    mit Sozial und noch weniger mit Demokrat sein etwas zu tun hat! Ihr
    habt Eure Selen für einen vollen Benzintank der vom Volk gespendeten
    Karossen an die Araber verkauft und unterstützt heute den Traum von
    Adolf Hitler und Joseph Goebbels von Judenfreier Welt ! Ihr hofft, daß
    Euch die Araber die pseudo-„Palästinenser“ dabei als Helfershelfer mit
    Euren Unterstützung schaffen. As ist ein Jammer wie diese Welt w.g.
    solcher Versager zu Grunde geht! -> Alle die so „kritisch“ dem
    Staat Israel und den Juden gegenüber stehen, finden Ihre Flagge als die
    dritte in der ersten Reihe auf der linken Seite !!
    Also, Sie sagen, bevor Israel sich als ein Staat erklärte, es war
    Palästina, Land der „Palästinenser“.
    Richtig? Haben Sie sich jemals gefragt wie damals die Palästina Flagge
    ausgesehen hat?
    Gut, versuche es. Es war blau und weiß mit einem Davidstern. (vgl, 3.
    Zeile von oben auf der rechten Seite). Verwirrt?
    Oh,
    aber Sie dachten (Mandat, jüdisch) Palästina ein islamisches arabisch,
    türkisch, tscherkessischer souveräner Staat, daß die bösen Juden
    übernahm, nicht wahr??
    http://www.factualisrael.com/1939-palestinian-flag-look-like-surprised/

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