ULRICH W. SAHM – Familie getöteter Aktivistin verliert Prozess

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A Just Verdict in the Rachel Corrie Case | FrontPage Magazine

Rachel Corrie

Jerusalem, 12. Februar 2015 – Rachel Corrie war eine 23 Jahre alte pro-palästinensische Aktivistin. An der Grenze zu Ägypten im Gazastreifen setzte sie sich im Auftrag der Organisation ISM vor einen Caterpillar D9 Bulldozer der israelischen Armee, um die Zerstörung eines palästinensischen Hauses zu verhindern. Eine Untersuchung der Armee ergab, dass der Fahrer des Bulldozers die junge Frau im knallroten Mantel nicht habe sehen können. Sie wurde unter den Trümmern begraben. Die israelische Armee behauptete zudem, dass es sich um eine „geschlossene Sperrzone“ gehandelt habe, in der sich Corrie nicht hätte aufhalten dürfen. Weiter bezichtigte der Report der Militärs die propalästinensische Organisation ISM und Corrie eines „illegalen, unverantwortlichen und gefährlichen“ Verhaltens.

Ihr “Heldentod” erhielt in der palästinensischen Propaganda eine ikonische Bedeutung. Ihr “Märtyrium” wurde zu einem Theaterstück unter dem Titel “Mein Name ist Rachel Corrie”. Es wurde in London und vor einem Jahrzehnt auch in New York aufgeführt.

Seit dem Tod versuchen Corries Eltern, Israel zur Verantwortung zu ziehen und klagten auf Entschädigung. Doch am Donnerstag hat das Oberste Gericht endgültig die Klage zurückgewiesen, weil der Tod in einer „Kriegszone“ passiert ist. Das berichtete die Zeitung Haaretz am Donnerstag.

Zeugen bestreiten die Behauptungen der Militärs und hatten seinerzeit ihre Aussagen mit Bildern belegt. Doch stellte sich heraus, dass ganz unterschiedliche Bulldozer an verschiedenen Orten abgelichtet worden sind.

Die Eltern Corries hatten zuvor den Hersteller des Bulldozers, Caterpillar Inc., in den USA verklagt, aber ebenfalls den Prozess verloren.

 

 

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