Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Erste israelische Untersuchung zur Mavi Marmara

Jerusalem, 12. Juli 2010 – Der altgediente General Giora Eiland hat nach fünfwöchigen Untersuchungen die Ergebnisse eines militärischen Reports über die Vorgänge auf dem türkischen Schiff Mavi Marmara am 31. Mai vorgelegt. Neun Türken wurden bei der israelischen Kommandoaktion nach dem Entern des Schiffes getötet. Es handelte sich je nach politischer Ausrichtung um „gewalttätige Terroristen“ oder um Friedensaktivisten, die mit einem Schiff voller Hilfsgüter die von Ägypten und Israel verhängte Blockade des Gazastreifens durchbrechen wollten.

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Fundsache: Älteste Inschrift Jerusalems

Jerusalem, 11. Juli 2010 – Eine winzige Tonscherbe mit Keilschrift aus dem 14. Jahrhundert vor der Zeitrechnung wird von Jerusalemer Archäologen als die älteste jemals in der Heiligen Stadt gefundene Inschrift gefeiert. Die Scherbe mit dem „sehr kunstvoll“ eingedrückten Keilschrift-Text wurde im Erdreich unter einem Turm aus der Zeit des Königs Salomon (10. Jahrhundert) in der sogenannten „Stadt Davids“ südlich des Tempelberges außerhalb der Stadtmauern Jerusalem gefunden. Die Tontafel, knapp 2×2,8 Zentimeter groß und nur 1 Zentimeter stark, enthält die Worte „Du“, „später“ und „tun“ in Akkadisch, der damaligen „Weltsprache“. der Jerusalemer Assyrologe  Wayne Horowitz und sein ehemaliger Doktorand Takayoshi Oshima, der heute an der Universität of Leipzig lehrt entzifferten den kurzen Text.

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„Wundervolle Beziehungen“

Nach einem „tektonischen Bruch“ in den Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem, wie es vor einigen Wochen Israels Botschafter Michael Oren ausdrückte, ist jetzt alles wieder „wunderbar“. Der amerikanische Präsident Barack Obama gab sich bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu betont locker und lachend. Während der Israeli vor einigen Monaten noch durch die Hintertür der Bediensteten ins Weiße Haus geschleust wurde, wurde ihm jetzt der rote Teppich ausgerollt. Obama lud Netanjahu sogar zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Beim vorigen Besuch Netanjahus ließ Obama die israelische Delegation zu „internen Beratungen“ alleine, um mit Frau und Kindern zu speisen.

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