Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Palästinenser wollen Staat ausrufen

Jerusalem, 16. November 2009 – Volkstänze in Ramallah, der Hauptstadt der palästinensischen Autonomiebehörde. Anlass ist der Jahrestag der Ausrufung eines palästinensischen Staates 1988 in Algier durch Jassir Arafat. Trotz Anerkennung durch über 100 Staaten, ist sie auf dem Papier geblieben. Arafats Tod vor fünf Jahren kurz zuvor in der Mukata am Mausoleum des in Paris gestorbenen Volksgründers gedacht.

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Wie Israel den Mauerfall beachtet

Jerusalem, 9. November 2009 – Die Fernsehen brachte Dokumentationen und kündigten weitere an. Im Rundfunk wurde das Thema ausgiebig diskutiert, doch keineswegs im Zusammenhang mit der „Mauer“ im eigenen Land. Die Israelis wissen, dass ihr „anti-Terror-Sperrwall“ mit der Berliner Mauer nichts gemein hat. Die Zeitungen berichteten über die Feierlichkeiten in Berlin. Das israelische  Modell Bar Rafaeli habe in Berlin, vor dem Brandenburger Tor die Preisverleihung des Pop-Musik-Senders MTV moderiert.

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Kanaanäer wollten wie Europäer sein

Jerusalem, 9. November 2009 – In der Levante lebende Kanaanäer empfanden sich als Europäer. Das sagte  Dr. Assaf Yasur-Landau von der Haifa Universität, nach der Entdeckung einer Freske im minoischen Stil bei Ausgrabungen in Tel Kabri im Norden Israels nahe Naharija. Die Kanaanäer lebten in der mittleren Bronzezeit (2000-1500 vor Christi) im Heiligen Land, in der Bibel auch „Land Kanaan“ genannt. Kabri ist die einzige kanaanäische Stadt, die verlassen wurde, ohne dass jemals in späterer Zeit eine neue Stadt darüber gebaut worden wäre.

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Kommentar: Mauer ist nicht gleich Mauer

Jerusalem, 7. November 2009 – 20 Jahre Fall der Berliner Mauer sind Anlass für pro-palästinensische „Friedensaktivisten“ in Deutschland und Österreich, das Augenmerk auf die „Mauer“ in Nahost zu richten und ihren Abriss zu fordern, als gäbe es keine anderen Mauern in der Welt, an den Außengrenzen der EU, eine saudische Mauer auf jemenitischem Territorium, entlang der Grenzen Indiens und entlang der amerikanischen Grenze zu Mexiko. Die Bollwerke sollen Feinde, Terroristen oder arbeitssuchende Fremde aussperren, während die Berliner Mauer errichtet worden ist, um die Bevölkerung von einem Ausbruch aus ihrem DDR-Gefängnis abzuhalten.

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STANDARDBuchrezension: Zurück in die Zukunft– Avraham Burg, einstiger Sprecher der Knesset, fordert in seinem kontroversiellen Buch, dass sich Israel aus dem Bann des Holocaust lösen solle  
Die Shoah existiert nur im Singular. Jenes Wort, das im Hebräischen „großes Unheil“ bedeutet, ist zum Signifikanten für ein unvergleichliches Ereignis geworden. In ihm schwingt mit, was wohl für immer unbeschreiblich bleiben wird: der Völkermord an sechs Millionen Juden. Historisch ist es unbestreitbar: Nie zuvor und nie wieder danach sind derart viele Menschen Opfer einer solch industriellen Tötungsmaschinerie geworden. Die Shoah, sie ist in dieser Hinsicht tatsächlich ohne Beispiel. Und doch: Gerade die Monopolisierung des Schreckens und das Beharren auf seiner historischen Einmaligkeit kann diesen Völkermord aus allen Kontexten herausreißen. Es besteht Gefahr, dass die Shoah zu einem Ereignis wird, das lähmend und zeitlos über der Zukunft schwebt.
 
Dieser Meinung ist zumindest Avraham Burg. Der israelische Ex-Abgeordnete der Arbeitspartei, der von 1999 bis 2003 Sprecher der Knesset und zuvor Vorsitzender der Jewish Agency gewesen ist, hat mit Thesen wie dieser in Israel für Wirbel gesorgt.
 
Harsche Kritik
 
Als dort vor zwei Jahren sein Buch Lenazeach et Hitler erschien, da schlug es ein wie eine Bombe. In bis dato nie gekannter Eindeutigkeit stellte hier einer der führenden Köpfe des Establishments Grundlagen des nationalen Selbstverständnisses in Frage. Zudem übte Burg harsche Kritik am Umgang der jüdischen Mehrheit mit der arabischen Minderheit. 

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Jüdischer Terrorist gefasst

Jerusalem, 1. November 2009 – Am Sonntag Abend wurde ein Veröffentlichungsverbot zur Verhaftung eines jüdischen Terroristen und Serienmörders aufgehoben. Vor drei Wochen habe der Schabak (Innen-Geheimdienst) Yaakov „Jack“ Teitel, 37, festgenommen. Mehrere Mordfälle und Bombenanschläge hätten so aufgeklärt werden können, die Teitel teilweise schon 1997 verübt habe, so ein Polizeisprecher bei einer Pressekonferenz.

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Rakete in Südisrael

Am Montagabend haben palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen wieder eine Kassam-Rakete in Richtung der israelischen Kleinstadt Sderot abgefeuert. Sie landete auf freiem Feld im Kreis Shaar Hanegev und richtete offensichtlich keinen Schaden an.

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Israelischen Offizieren droht Verhaftung in Europa

Jerusalem, 1. November 2009 – Doron Almog ist israelischer Geschäftsmann und wollte in London Gelder für einen gemeinnützigen Zweck sammeln. Almogs autistischer und mental schwer geschädigter Sohn war im Jahr 2007 verstorben. Almog bemüht sich auf freiwilliger Basis um Hilfe für autistische Kinder. Deshalb hatte man ihn zu einem Vortrag eingeladen.

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SPIEGEL Importe aus dem Westjordanland – EU straft Israel ab
Das Westjordanland gehört zollrechtlich nicht zu Israel – zu diesem Ergebnis kommt der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes. Ein Streit um den Import von Produkten aus dem palästinensischen Gebiet nach Deutschland berührt eine brisante Frage: Sind die israelischen Siedlungen illegal?
Jerusalem – Vordergründig geht es um die vergleichsweise geringe Summe von 19.155 Euro und 46 Cent, die die Firma Brita vom Hamburger Zoll zurückfordert. Im Kern aber dreht sich das entsprechende Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Frage von höchster politischer Brisanz: Sind die israelischen Siedlungen im palästinensischen Westjordanland illegal oder nicht?
Obwohl das Urteil noch aussteht, zeichnet sich mit dem am Donnerstag vorgelegten Schlussantrag von Generalanwalt Yves Bot eine Niederlage der Firma Brita ab. Denn meistens folgen die Luxemburger Richter dem Antrag des Generalanwalts. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden dann auch die Hamburger Finanzrichter die Argumentation aus Luxemburg übernehmen.
Hintergrund des Streits: Brita, bekannt für Wasserfilter, importierte 2002 Sprudelgeräte von der israelischen Firma Sodaclub. Die Produkte werden in der Siedlung Maale Adumim hergestellt, die östlich von Jerusalem im palästinensischen Westjordanland liegt. Brita hatte sie als „Made in Israel“ deklariert und dafür Zollfreiheit beantragt.
Das Hauptzollamt Hamburg-Hafen fragte bei den israelischen Kollegen nach, wo genau die Waren hergestellt worden seien. Sie kämen aus einem Gebiet „unter israelischer Zollverwaltung“, lautete die Antwort. Ob die Waren in israelischen Siedlungen hergestellt worden seien, hakten die Hamburger nach. Als eine Antwort ausblieb, entschieden die Deutschen, für die Ware Zoll zu erheben.

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