Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Bush vor einer Nebelwand

Jerusalem, 10. Januar 2008 – Dichter Nebel versperrte Präsident George W. Bush den Blick auf die Altstadtmauer Jerusalems, als er am Donnerstag im Sechsten Stock des King David Hotels aufwachte. Das gesamte Besuchsprogramm geriet durcheinander. Statt mit seinem grünen Hubschrauber nach Ramallah zu fliegen, musste die 167 Limousinen und Krankenwagen lange Autokolonne den Landweg über „Siedler-Umgehungsstraßen“ durch israelisch-besetztes Gebiet nehmen, um dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud die Aufwartung zu machen. So konnte sich Bush einen persönlichen Eindruck von der Sperrmauer machen, die von den Palästinensern auch „Apartheidsmauer“ genannt wird, während sie aus israelischer Sicht dem Terror ein Ende setzen soll. 

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Ein Tag der Pannen für Bush

Jerusalem, 10. Januar 2008 – Der zweite Tag des amerikanischen Präsidenten George W. Bush im Nahen Osten war geprägt von Pannen und Eklats. Es begann mit einem Frühstückstreffen mit Israels Oppositionschef Benjamin Netanjahu. Den wollte Bush eigentlich nicht sehen, doch am Ende mussten die Amerikaner nachgeben und arrangierten ein kurzes Gespräch. Dann spielte das Wetter den Planern und Sicherheitsleuten einen Streich. Dichter Nebel machte einen problemlosen Flug vom Fussballstadion der Hebräischen Universität zur Mukata in Rammallah unmöglich.

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Kommentar: Bush ist keine lahme Ente

Jerusalem, 10. Januar 2008 – Bis zum letzten Tag seiner Amtszeit im Januar 2009 ist und bleibt George W. Bush der mächtigste Mann der Welt, auch wenn er in seiner Heimat schon als „lahme Ente“ abgeschrieben worden ist. Da er nicht wieder gewählt werden kann, kann er sich jetzt ganz der Außenpolitik widmen. Innerhalb eines Jahres will er den hundertjährigen Nahostkonflikt lösen.  Spätestens bei seiner Visite in Jerusalem und Ramallah bemerkte er, dass die Dinge nicht so einfach gelagert sind wie in Texas.

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Bush erhält Jerusalem-Karte aus Hannover

Jerusalem  – Die Weltkarte mit Jerusalem im Mittelpunkt, von Heinrich Bünting 1581 in Hannover geschaffen, ist eine der berühmtesten Karten der Heiligen Stadt. Rund um Jerusalem im Mittelpunkt sind drei Kontinente wie ein Kleeblatt angeordnet. Jerusalems Bürgermeister Uri Lupoliansky hat als Gastgeber den amerikanischen Präsidenten George Bush bei seiner Ankunft im King David Hotel empfangen und ihm bei der Gelegenheit den alten Stich aus Hannover überreicht.

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AUSZUG AKTUELLER MELDUNGEN ZUM THEMA IRAN AUS UNSEREM TÄGLICHEN NAHOST-NEWSLETTER…

Reuters Deutscher Diplomat musste Iran verlassen
Berlin  – Möglicherweise als Reaktion auf die Ausweisung eines iranischen Diplomaten aus Deutschland hat nun auch ein deutscher Botschaftsmitarbeiter den Iran verlassen müssen.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin wollte sich zu den Hintergründen nicht äußern und bestätigte lediglich, dass ein deutscher Diplomat das Land verlassen habe. Die Bundesregierung hatte nach einem Bericht des „Spiegel“ vom Dezember bereits im Juli einen Konsulats-Attache ausgewiesen, der versucht haben soll, in Deutschland Komponenten für die Urananreicherung zu kaufen.
Der Diplomat habe Kontakt zu einem bayerischen Spezialunternehmen aufgenommen, um vermutlich ein Bauteil zu kaufen, das auch bei der Urananreicherung benötigt wird. Das Auswärtige Amt hatte dazu eine Stellungnahme abgelehnt.
 

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Bush wird Reproduktion eines Buchenwald-Opfers erhalten

Jerusalem, 8. Januar 2008 – Am Freitag wird US Präsident George Bush die Jerusalemer Holocaust Gedenkstätte Jad Vaschem besuchen. Dabei wird ihm eine Faksimile-Reproduktion von 99 Illustrationen zur Bibel überreicht werden. Die Bilder im Art-Nouveau-Stil wurden 1941 von dem belgischen Juden Carol Deutsch geschaffen, der 1943 erst in das KZ-Sachsenhausen bei Berlin und schließlich ins KZ Buchenwald deportiert wurde, wo er im Dezember 1943 starb.

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Katyusha-Raketen in Nordisrael

Heute Morgen sind zwei Katyusha-Raketen in der westgaliläischen Ortschaft Shlomi an Israels Nordgrenze gelandet, die von Terroristen im Libanon abgeschossen wurden. Eine der Raketen richtete leichten Schaden an einem Gebäude an, die andere beschädigte einen Stromleitungsmast. Verletzt wurde dabei niemand.

In Israel legt man die Raketenangriffe nach Aussage des Ministers für die Entwicklung des Negev und Galiläas, Yaakov Edri, der libanesischen Regierung zur Last. „Wir müssen uns daran erinnern, dass eine internationale Truppe im Libanon im Einsatz ist, deren Aufgabe es ist, diese Art von Beschuss zu verhindern“, sagte Edri. „Offensichtlich versuchen militante Gruppen, die Region zu erhitzen und sich während des Besuchs von US-Präsident George W. Bush in Erinnerung zu rufen.“ (Bush wird morgen zu einem dreitägigen Besuch in Israel eintreffen.)

Bereits im Juni 2007 waren erstmals seit dem zweiten Libanonkrieg im Sommer zuvor wieder zwei Katyusha-Raketen in Kiryat Shmona niedergegangen. Während des Krieges bombardierte die Terrororganisation Hisbollah den Norden Israels mit insgesamt 4 000 Raketen.

(Haaretz, 08.01.07)

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Muslimisches Massengrab in Eilat entdeckt

Jerusalem, 7. Januar 2008 – In der südisraelischen Stadt Eilat am Roten Meer, im Länderdreieck zwischen Ägypten, Israel und Jordanien, stießen Bauarbeiter der örtlichen Religionsbehörde Ende Dezember bei einer Erweiterung des jüdischen Friedhofs auf ein mögliches muslimisches Massengrab. Gefunden wurden Fragmente des Korans, Knochen, Stiefel und Militäruniformen. Noch ist unklar, wer diese Toten sind und wie sie zu Tode gekommen sind. Nach Angaben der Sprecherin der Stadt Eilat, werde die Stelle „von Archäologen“ untersucht. Sie bestätigte, dass ein Gericht ein Stopp der Baumaßnahmen verfügt habe und könne vorläufig keine weiteren Angaben machen. Das Gräberfeld liege im Norden der Stadt, nahe dem Industriegebiet.

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Iran: Die Fiktion von Wahlen

Iran: Die Fiktion von Wahlen   von Wahied Wahdat-Hagh, Kolumnist für WELT DEBATTE     Am 14. März 2008 sollen in Iran „Wahlen“ des islamistischen „Parlaments“ stattfinden, dabei ist das Kalifat…

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