Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Tsunami zu Moses Zeit

Jerusalem, 25. Oktober 2009 – Vor der Küste des Heiligen Landes hat es mindestes vier Tsunamis gegeben. Fünf Meter hohe Wellen könnte zwei Kilometer weit auf dem Land Zerstörungen angerichtet haben. Diese Entdeckung von Beverly Goodman von der Universität Haifa kam eher zufällig zustande. Zusammen mit Unterwasserarchäologen war Goodman auf der Suche nach gesunkenen Schiffen aus der römischen Zeit vor dem Hafen von Caesarea. In dieser von König Herodes ausgebauten Stadt residierte der Prokurator der Provinz Judäa, Pontius Pilatus. Eine in Caesarea entdeckte steinerne Inschrift erinnert an den römischen Verwalter, unter dem Jesus von Nazareth zum Tode verurteilt worden ist.

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Alma Mahler: Publikum flüchtete

Jerusalem, 23. Oktober 2009 – „Wegen einem Sicherheitsproblem ist das Publikum gebeten, das Museum zu verlassen“, erklang es aus den Lautsprechern des „Untergrundmuseums“ kurz nach Beginn einer weiteren Vorführung von „Alma Mahler“. Etwa 300 Zuschauer hatten sich eingefunden und an Tischen mit Kerzen, Wein und einer Abendmahlzeit Platz genommen, als die überraschende Ankündigung kam. „Die Menschen rannten in Panik. Wir waren sicher, dass es einen Vorfall gab“ sagte eine Zuschauerin der Zeitung Jedijot Achronot. Das Untergrund Museum befindet sich im Jerusalemer Stadtzentrum und diente während der britischen Mandatszeit als Gefängnis, in dem Mitglieder des jüdischen Untergrunds auch gehängt worden sind. In dem Gelände des „Russischen Bezirks“, wo sich auch das Hauptquartier der Jerusalemer Polizei in alten russischen Klostergebäuden befindet, hat es während der Intifada mehrere tödliche Attentate gegeben.

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Atomares Gespräch Israel-Iran

Jerusalem, 22. Oktober 2009 – „Besitzen Sie Atomwaffen oder nicht?“, fragte Ali Asghar Soltanieh, Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde,  die Direktorin der Abteilung für Politik und Waffenkontrolle bei der israelischen Atom-Energiekommission, Meirav Zafary-Odiz. Soltanieh soll laut Augenzeugen seine Frage mit einem „leidenschaftlichen Tonfall“ vorgetragen haben. Zafary-Odiz habe gelächelt und den Iraner zurückgefragt: „Und wie steht es mit Ihren atomaren Fähigkeiten.“ Der Schlagabtausch soll im „Vier Jahreszeiten Hotel“ in Kairo Ende September stattgefunden haben.

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Saramago löst wieder Skandal aus

Jerusalem, 20. Oktober 2009 – “Die Bibel ist eine Anleitung für schlechte Moral und hat einen großen Einfluss auf unsere Kultur und sogar auf unsere Lebensweise. Ohne die Bibel wären wir anders, und wahrscheinlich bessere Menschen.“ Das sagte Jose Saramago, 86, Literatur-Nobelpreisträger von 1988, bei der Vorstellung seines neuen Buches “Cain” in der nord-portugiesischen Stadt Penafiel über das Alte Testament. Als er gefragt wurde, ob seine Worte nicht die katholische Kirche verletzen könnten, sagte er, dass ihn das nicht besorgt mache, „da die Katholiken ohnehin nicht die Bibel lesen“. Aber dann fügte er hinzu, dass seine Worte durchaus die Juden verletzen könnten: „Aber das kümmert mich nicht sonderlich.

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Wer besitzt die Macht im Iran?

Wer besitzt die Macht im Iran?  von Wahied Wahdat-Hagh, Kolumnist für WELT DEBATTE   Mohssen Makhmalbaf ist einer der bekanntesten iranischen Filmemacher. In einem Interview mit Roozonline analysiert er die…

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Krise zwischen Türkei und Israel schwelt weiter

Jerusalem, 13. Oktober 2009 – Zwischen Israel und der Türkei, einst „strategische Partner“ im Nahen Osten, schwelt eine schwere Beziehungskrise. Der Beschluss Ankaras, Israel nicht am großen NATO-Manöver „Anatolische Adler“ zu beteiligen, überraschte die Israelis. „Wir können nicht zulassen, dass israelische Kampfflugzeuge, die im Gazastreifen Palästinenser angegriffen haben, in unserem Himmel herumfliegen“, hieß es zur Begründung. Seit dem Jahr 2000 beteiligt sich Israel an der zweiwöchigen Übung mit Kampfflugzeugen und Hubschraubern, zusammen mit Amerikanern und anderen NATO-Truppen. Die Amerikaner waren über den Schritt der Türkei laut Presseberichten „wenig erfreut“ und stornierten ihre Beteiligung an dem Manöver.

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Israelische Reaktionen zum Nobelpreis

Jerusalem, 9. Oktober 2009 – In den israelischen Rundfunknachrichten wurde Auszeichnung des US Präsidenten Barack Obama  mit dem Friedens-Nobel-Preis als „leicht verwunderlich“ vermeldet. Im nachfolgenden Mittags-Magazin wurden Auszüge aus der Kairoer Rede Obamas gesendet, in der er zur Versöhnung mit der muslimischen Welt, zur Zweistaatenlösung in Nahost und zu einem Ende der israelischen Siedlungspolitik aufgerufen hatte. Der angesehene politische Kommentator Jaron Dekel sagte, dass ein Friedens-Nobel-Preisträger „nicht so leicht in den Krieg zieht“. Dekel erwähnte an erster Stelle der Iran.

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