Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Auf alten Wegen gehn

Jerusalem, 13. Februar 2011 – Die Zeiten, in denen sich Touristen im Gewirr der Basargassen in der historischen Altstadt Jerusalem verirrten, sind vorbei. Jetzt werden im Internet zehn „geführte Touren“ durch Jerusalem angeboten. Jeder kann sie mitsamt Tondateien und Video auf seinen Computer runterladen, sich den dazugehörigen Ausschnitt aus dem Stadtplan sowie die mündlichen Erklärungen ausdrucken. Fast 100.000 Euro haben sich die Stadtverwaltung Jerusalems und die Gesellschaft für die Entwicklung der Stadt das Projekt kosten lassen. Beteiligt sind namhafte Forschungsinstitute und sogar das Ministerpräsidentenamt.

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AUSZUG AKTUELLER MELDUNGEN ZUM THEMA IRAN AUS UNSEREM TÄGLICHEN NAHOST-NEWSLETTER

tagesspiegel Iran kämpft gegen mehr Freiheit und Demokratie in Ägypten
Es ist kein Zufall, dass iranische Oppositionelle in ihren Grußadressen an die tunesischen und die ägyptischen Revolutionäre stets davor warnen, die Islamisten zu unterschätzen. Ihre Sorgen werden durch die offen zur Schau gestellte Begeisterung des Regimes in Teheran über die Kairoer Demonstrationen gespeist. Die ist nicht verwunderlich, sehen die Ajatollahs die prowestliche ägyptische Diktatur doch seit dem Friedensschluss mit Israel als einen ihrer Erzfeinde an.
Die Ziele der ägyptischen Moslembrüder, deren ideologische Vordenker Schriften mit so eindeutigen Titeln wie „Unser Kampf mit den Juden“ verfasst haben, sind trotz des sunnitisch-schiitischen Gegensatzes jenen des iranischen Regimes durchaus ähnlich.
 

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NYT räumt mit PaliLeaks-Version auf

NYT räumt mit PaliLeaks-Version auf HonestReporting Media BackSpin, 12. Februar Während wir alle von Ägypten abgelenkt wurden, veröffentlichte das NY Times-Magazin einen ausführlicheren Blick auf die Friedensgespräche zwischen Abbas und Olmert.…

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Wie Israel zu Ägypten schweigt

Jerusalem, 11. Februar 2011 – Das offizielle Israel hüllt sich zu den Entwicklungen im Nachbarland Ägypten in schweigen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wünscht lediglich, dass Ägypten weiterhin am Friedensvertrag mit Israel festhalten möge. 30 Jahre lang hielt dieser kalte Frieden mit minimalen Handelsbeziehungen und keinerlei kulturellen Kontakten, zumal die ägyptischen Berufsvereinigungen ihre Mitglieder verpflichten, jegliche „Normalisierung“ mit Israel zu unterlassen. Das traf auch die große christliche Minderheit in Ägypten, die Kopten. Nur ganz selten trifft man in Jerusalems Grabeskirche koptische Pilger. Für die koptische Kirche in Jerusalem mit eigenen Klöstern und heiligen Stätten wie dem Hintereingang zum Grab Jesu hat das schlimme wirtschaftliche Folgen. Denn die Kirchen im Heiligen Land überleben durch Einnahmen von Pilgern, die ihre Hospize füllen und Andenken erwerben.

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Arabische Aufstände

Jerusalem, 9. Februar 2011 – Der Ruf nach Freiheit und Demokratie, wie er plötzlich in Tunesien und dann millionenfach noch lauter auf dem Tahrir-Platz in Kairo zu hören war, ist gewiss aufrichtig und echt. Der Hass der Massen richtete sich nicht nur gegen Ben Ali und Mubarak, sondern gegen das ganze System mit einem Diktator an der Spitze.

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