Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Diplomatische Verwerfungen Israel-Vatikan

Jerusalem, 10. Mai 2009 – Nur einen Tag vor der Ankunft des Papstes in Israel kommt es zu diplomatischen Spannungen zwischen Israel und dem Vatikan. Regierungschef Benjamin Netanjahu will unbedingt beim Empfang des Papstes auf dem Flughafen eine Rede halten, obgleich ihm das laut Protokoll nicht zusteht. Denn dem Papst ebenbürtig ist nur Staatspräsident Schimon Peres, nicht aber ein Regierungschef. Ebenso forderte Netanjahu vom Papst, ins Ministerpräsidentenamt zu kommen, und nicht – wie schon mit seinem Vorgänger Ehud Olmert abgesprochen – bis nach Nazareth zu reisen und sich vom Papst empfangen zu lassen. Dann schlug Netanjahu vor, dass der Papst ihn in seiner Residenz in Jerusalem aufsuchen sollte, was Vertreter des Vatikans empört zurück wiesen. Jetzt versucht er, laut Zeitungsberichten, seine Begegnung mit dem Papst von Nazareth nach Kapernaum am See Genezareth zu verlegen.

weiterlesen

Kommentar: Papst im heiklen Land

Jerusalem, 8. Mai 2009 – Die Liste der auf den Papst wartenden Fettnäpfchen im heiklen heiligen Land ist lang. Ein Deutscher, ehemaliges Mitglied bei Hitler-Jugend und Wehrmacht, besucht Israel. Der Skandal um die Rehabilitierung des Holocaust-Leugner und Bischof Richard Williamson. Die Wiedereinführung der lateinischen Freitagsliturgie, in der die Juden als „verblendet“ bezeichnet werden. Ganze drei Tage in Israel aber nur ein Tag bei den Palästinensern. Und die Weigerung des Vatikans, eine Politshow der Palästinenser im Flüchtlingslager El Aida zuzulassen, wo für den Papst, gegen den Willen der Israelis, eine Bühne im Schatten der „Mauer“ errichtet wurde. Die Liste der Kontroversen im Konfliktfeld zwischen Juden, Christen und Moslems, Israelis und Palästinensern ließe sich beliebig verlängern.

weiterlesen

Muttertag nach Art der Hamas

Muttertag nach Art der Hamas HonestReporting Media BackSpin, 7. Mai 2009 Es ist auf makabre Weise passend, dass  National Geographic dieses Feature über Mariam Farhat rechtzeitig zum Muttertag veröffentlicht. Farhat (alias…

weiterlesen

Papst fliegt mit H1 ins Minenfeld

Jerusalem, 6. Mai 2009 – Am Montag wird der Papst aus Jordanien kommend auf dem Ben Gurion Flughafen landen und 119 Knessetabgeordneten sowie der kompletten diplomatischen wie kirchlichen A-Riege die Hände schütteln. Dann fliegt er mit H1 (Helikopter Nr 1) ins nahöstliche Minenfeld zwischen Juden und Palästinensern, Moslems und Israelis. Der Abgeordnete Michael Ben-Ari von der Nationalen Union hat seine Teilnahme abgesagt, weil er Proteste vorbereite: „Mit dem feierlichen Staatsempfang für Papst Benedikt XVI. kehrt man Millionen von Juden den Rücken, die im Schatten des Kreuzes von der Inquisition geschlachtet wurden.“ Immerhin weiß dieser Gegner des Papstbesuchs, dass Ratzinger einst der „Inquisition“ vorsaß. Ex-General Giora Eiland und ehemaliger Vorsitzender des nationalen Sicherheitsrates, wusste in giftigen Zeitungs- und Radiokommentaren sogar mehr, als der Papst. So sei der umstrittene „Holocaust-Papst“ Pius XII im vergangen August heilig gesprochen worden und kürzlich habe Benedikt XVI den Holocaustleuger-Bischof Williamson rehabilitiert und wieder ins Amt eingeführt. Beides ist falsch.

weiterlesen

Guardian-Kolumnist rechtfertigt Terror

Guardian-Kolumnist rechtfertigt Terror HonestReporting Media BackSpin, 6. Mai 2009 Jonathan Steele behauptet, dass Staaten berechtigt sind, palästinensischen Terror zu unterstützen. Lesen Sie dazu bitte das neue Kommuniqué von HonestReporting: Guardian Columnist…

weiterlesen

Leseempfehlungen heute

Leseempfehlungen heute HonestReporting Media BackSpin, 6. Mai 2009 Fatah-Offerten gegen Hamas-Propaganda. Falastina soll in wenigen Wochen ans Netz gehen. Die Finanzierung ist allerdings ungeklärt, da potentielle Geldgeber nicht davon ausgehen, dass…

weiterlesen