Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Kommentar: Pilgerfahrt der verpatzen Chancen

Jerusalem, 13. Mai 2009 – Jedem war klar, dass die heikle Reise des Papstes ins heikle Land schwierig werde. Vom 82-jährigen Heiligen Vater wurde ein unmöglicher diplomatischer Balanceakt abverlangt. Dank der ungeheuerlich intensiven Vorbereitungen mitsamt einer „wunderbaren“ Kooperation israelischer und palästinensicher Sicherheitskräfte, verlief der technische Ablauf des Besuches weitgehend pannenfrei. Gleichwohl verpatzen Israelis, Papst und Palästinenser Chancen, positive Zeichen für die Zukunft zu setzen.

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Hamas: Widerstand nicht steuerfrei

Hamas: Widerstand nicht steuerfrei HonestReporting Media BackSpin, 13. Mai 2009 Wie die Jerusalem Post aus Gaza berichtet, müssen  Radiostationen ihre Schließung befürchten, wenn sie nicht die jährlich anfallende Schutzgeld Lizenzgebühr in…

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Leseempfehlungen

Leseempfehlungen HonestReporting Media BackSpin, 14. Mai 2009 Der Mythos eines säkularen Palästina. Die so genannten „moderaten“ Palästinenser beabsichtigen nicht, einen säkularen demokratischen Staat zu etablieren; und sie taten es auch…

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Im Papamobil zum Tal des Endgerichts

Jerusalem, 12. Mai 2009 – Die Israelis hatten sich von ihrer Bestürzung über die Rede des Papstes in der Holocaustgedenkstätte noch nicht erholt, als schon der nächste Eklat seine Runde machte. Beim interreligiösen Dialog im Notre Dame Zentrum am Montag Abend riss plötzlich der muslimische Scheich Taisir Al-Tamimi das Mikrofon an sich. Auf arabisch „brüllte“ er in den Saal, dass Saladin die Christen verschont habe. Jetzt aber würden die Juden in Gaza „unsere Frauen und Kinder abschlachten“. Deshalb sollten sich Christen mit Moslems zum gemeinsamen Kampf gegen die Juden rüsten. Eigentlich war alles getan worden, einen ähnlichen Hassausbruch Tamimis beim Besuch von Johannes Paul II zu verhindern. Der Papst blieb freundlich dreinschauend auf seinem Thron sitzen. Der Kardinal neben ihm auf der Bühne klatschte freundlichen Beifall. Der Papst stand dann auf und schüttelte dem Scheich sogar die Hand. Benedikt XVI hat freilich kein Wort verstanden. Erst dann wurde die Veranstaltung vorzeitig abgebrochen. Der Austausch von Geschenken fiel aus.

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Die Papstrede in Jad Vaschem

Jerusalem, 12. Mai 2009 – Wer die Rede des Papstes in der Holocaustgedenkstätte Jad Vaschem mit deutschen Ohren gehört hat, mag sie gelobt und für angemessen gehalten haben. Doch die Leitung von Jad Vaschem reagierte zunächst „empört und erschüttert“, auch wenn sie später ein wenig die Wogen diplomatisch glätteten.

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Kommentar zum Papst

Jerusalem, 11. Mai 2009 – Der Papstbesuch in Israel kann nur vom Erfolg gekrönt sein. Denn fast alle ernsten Differenzen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem jüdischen Volk, zwischen dem Vatikan und dem Staat Israel, konnten in den Wochen vor dem Besuch geradezu mit einem Gewaltakt entschärft oder beiseite geräumt werden.

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Papst in Israel

Jerusalem, 11. Mai 2009 – Pünktlich um 11:00 Uhr Ortszeit landete die Boeing 321 der „Royal Jordanian“ auf dem Ben Gurion Flughafen bei Tel Aviv. Der Papst flog lediglich 20 Minuten, denn Amman liegt nur 100 Kilometer entfernt. Die Piloten hatte eine große israelische und vatikanische Flagge beiderseits der Cockpit aufgesteckt. Die Krone des Haschemitischen Königshauses schmückte das Heck der schwarz-grau bemalten Maschine.

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ULRICH W. SAHM

Jerusalem – Die Weltkarte mit Jerusalem im Mittelpunkt, von Heinrich Bünting 1581 in Hannover geschaffen, ist eine der berühmtesten Karten der Heiligen Stadt. Rund um Jerusalem im Mittelpunkt sind drei Kontinente wie ein Kleeblatt angeordnet. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat hat eine eingerahmte Kopie der Karte dem Papst nach seiner Landung mit einem Militärhubschrauber auf dem Ölberg überreicht. Die gleiche Karte hatte auch George W. Bush bei seinem Israel-Besuch im Januar 2008 überreicht bekommen.

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