Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Bei Peres hängt der Haussegen schief

Jerusalem, 11. Januar 2008 – „Genug, ich will nicht, dass du weiterhin Präsident bist.“ Scharfe Worte der 84 Jahre alten Sonja Peres. Nach 62 Jahren Ehe mit einem der markantesten Politiker der Welt, dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres, reicht es der Ehefrau, die sich immer schon vom Rampenlicht ihres Mannes ferngehalten hat. Ausgerechnet jetzt, wo der „ewige Verlierer“ Peres, zugleich Friedensnobelpreisträger, ursprünglich ein enger Berater des Staatsgründers David Ben Gurion, den Höhepunkt seiner Karriere, das Präsidentenamt erreicht hat, will Sonja „ein normales Leben“ führen. Sie will mit ihrem Mann ins Altersheim umziehen. „Er soll jetzt von morgens bis abends nur noch für mich da sein“, wird Sonja zitiert.

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Die neue Nahost-Politik von Bush

Jerusalem, 10. Januar 2008 – Zum Abschluss seiner Visite im Heiligen Land verlas US-Präsident George Bush in Jerusalem eine „Präsidenten-Erklärung“. Dieses Papier stellt die neue Grundlage der amerikanischen Nahostpolitik dar. Der Ruf nach dem Ende der israelischen Okkupation seit 1967 kommt darin nur mit Abstrichen vor.
Bush entwirft drei parallele Wege. Beide Seiten müssten die Roadmap (Wegekarte zum Frieden) erfüllen. An die Palästinenser geht die alte Forderung, ihre Wirtschaft zu fördern, politische Institutionen aufzubauen und ihren Sicherheitsapparat in Ordnung zu bringen. Ohne Forderung an Israel, sollten die arabischen Staaten, einen „lang überfälligen“ Frieden mit Israel zu schließen, „die Hand nach Israel auszustrecken“.

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Bush vor einer Nebelwand

Jerusalem, 10. Januar 2008 – Dichter Nebel versperrte Präsident George W. Bush den Blick auf die Altstadtmauer Jerusalems, als er am Donnerstag im Sechsten Stock des King David Hotels aufwachte. Das gesamte Besuchsprogramm geriet durcheinander. Statt mit seinem grünen Hubschrauber nach Ramallah zu fliegen, musste die 167 Limousinen und Krankenwagen lange Autokolonne den Landweg über „Siedler-Umgehungsstraßen“ durch israelisch-besetztes Gebiet nehmen, um dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud die Aufwartung zu machen. So konnte sich Bush einen persönlichen Eindruck von der Sperrmauer machen, die von den Palästinensern auch „Apartheidsmauer“ genannt wird, während sie aus israelischer Sicht dem Terror ein Ende setzen soll. 

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Ein Tag der Pannen für Bush

Jerusalem, 10. Januar 2008 – Der zweite Tag des amerikanischen Präsidenten George W. Bush im Nahen Osten war geprägt von Pannen und Eklats. Es begann mit einem Frühstückstreffen mit Israels Oppositionschef Benjamin Netanjahu. Den wollte Bush eigentlich nicht sehen, doch am Ende mussten die Amerikaner nachgeben und arrangierten ein kurzes Gespräch. Dann spielte das Wetter den Planern und Sicherheitsleuten einen Streich. Dichter Nebel machte einen problemlosen Flug vom Fussballstadion der Hebräischen Universität zur Mukata in Rammallah unmöglich.

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Kommentar: Bush ist keine lahme Ente

Jerusalem, 10. Januar 2008 – Bis zum letzten Tag seiner Amtszeit im Januar 2009 ist und bleibt George W. Bush der mächtigste Mann der Welt, auch wenn er in seiner Heimat schon als „lahme Ente“ abgeschrieben worden ist. Da er nicht wieder gewählt werden kann, kann er sich jetzt ganz der Außenpolitik widmen. Innerhalb eines Jahres will er den hundertjährigen Nahostkonflikt lösen.  Spätestens bei seiner Visite in Jerusalem und Ramallah bemerkte er, dass die Dinge nicht so einfach gelagert sind wie in Texas.

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AUSZUG AKTUELLER MELDUNGEN ZUM THEMA IRAN AUS UNSEREM TÄGLICHEN NAHOST-NEWSLETTER…

Reuters Zeitung: Importe aus Iran 2007 stark gestiegen
Berlin  – Im vergangenen Jahr sind nach einem Zeitungsbericht trotz des Atomstreits die Importe aus dem Iran um fast 50 Prozent gestiegen.
Allerdings sei dies auf einem geringen Niveau geschehen, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die Bundesagentur für Außenwirtschaft am Dienstag vorab. Die deutschen Exporte seien 2007 zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Danach beliefen sich die Importe aus Iran im vergangenen Jahr auf rund 580 Millionen Euro. Die Exporte sanken dagegen um 15 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro.
 

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Bush erhält Jerusalem-Karte aus Hannover

Jerusalem  – Die Weltkarte mit Jerusalem im Mittelpunkt, von Heinrich Bünting 1581 in Hannover geschaffen, ist eine der berühmtesten Karten der Heiligen Stadt. Rund um Jerusalem im Mittelpunkt sind drei Kontinente wie ein Kleeblatt angeordnet. Jerusalems Bürgermeister Uri Lupoliansky hat als Gastgeber den amerikanischen Präsidenten George Bush bei seiner Ankunft im King David Hotel empfangen und ihm bei der Gelegenheit den alten Stich aus Hannover überreicht.

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