Die verschwundenen Flüchtlinge im Libanon | Mena-watch

Laut UNRWA, der UN-Agentur zur Betreuung „palästinensischer Flüchtlinge“, sind 10% der libanesischen Bevölkerung eben „palästinensische Flüchtlinge“: „Rund 450.000 Flüchtlinge sind bei der UNRWA im Libanon registriert.“ Nun muss man wissen, dass „palästinensische Flüchtlinge“ sich per Definition von allen anderen Flüchtlingen auf der Welt grundsätzlich unterscheiden. Ein normaler, d.h. nichtpalästinensischer Flüchtling nämlich ist jemand, der von einem Ort an den anderen flieht, wo sofort alles unternommen werden sollte, damit er aufhört, Flüchtling zu sein. 1939 schon schrieb der britische Völkerrechtler Yewdall Jermings dass „der Status des Flüchtlings natürlich kein permanenter“ sein dürfe und es das Ziel von Flüchtlingspolitik sein müsse, „dass der Flüchtling sich dieses Status so schnell wie möglich entledigt, sei es durch Repatriierung oder durch Naturalisierung in seinem Zufluchtsland“.[1]

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