Endstation: Gegenwart | Süddeutsche.de

Ein Besuch im legendären Café Tamar in Tel Aviv ist wie eine Zeitreise: Seit 75 Jahren ist es eine Heimat der israelischen Linken und Intellektuellen. Nun muss es schließen – und die Kundschaft protestiert….

Ein Besuch im legendären Café Tamar in Tel Aviv ist wie eine Zeitreise: Seit 75 Jahren ist es eine Heimat der israelischen Linken und Intellektuellen. Nun muss es schließen – und die Kundschaft protestiert….

Kommentar von Honestly Concerned
DEBATTENBEITRAG: Über was die SZ sehr wohl berichtet - und nicht etwa auf irgend einer versteckten Mittelseite, sondern an prominenter Stelle, auf einer halben Seite, auf der Rückseite der Zeitung: Eigentlich ein ganz normaler Alltagsartikel, wie er auch (fast identisch, oder doch anders) in anderen Auslandsmedien erschienen ist (z.B. http://www.ansamed.info/ansamed/en/news/sections/generalnews/2015/04/27/israel-tel-avivs-cult-coffee-shop-tamar-closes_9ce4ab47-f7df-4520-86d4-4b4a94ef6b87.html). Und doch hat dieser Artikel etwas, was bei genauerem Hinschauen einen unangenehmen "Nachgeschmack" hinterlässt. "Endstation" in der schlechten "Gegenwart". Die gute, friedliche Vergangenheit, in der das Linke Israel, das Israel von Rabin, einmal führend war, wird nun niedergemetzelt, platt gemacht, von dem brutalen Israel von heute, in dem Immobilienhaie rücksichtlos alles niederwälzen. Wie gesagt, eigentlich eine ganz normale Alltagsgeschichte mit der sich Tel Aviv Kenner vielleicht sogar z.T. identifizieren können, aber was bedeutet solch ein Artikel für den deutschen Durchschnittsleser der SZ (besonders, wenn es sich hier um einen regelmäßigen Leser der SZ handelt, eine Zeitung die sowieso oft wegen ihrer nicht unproblematischen und nicht selten tendenziösen Nahostberichterstattung auffällt)...?!?
Die Reportage passt aber in die übliche SZ-Berichterstattung. Aus Sicht dieser Zeitung, gibt es aus Israel sowieso nichts Positives zu berichten.
wo Münch oder Teichmann draufsteht kann weder neutral noch pro Israel sein.
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Sacha Stawski