Ermittlungen nach Angriff auf jüdisches Lokal eingestellt – Der jüdische Gastronom Uwe Dziuballa war im September letzten Jahres antisemitisch attackiert worden | Jüdische Allgemeine

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7 Kommentare
  • Roland Köberlein
    Roland Köberlein

    Wenn man sich anschaut, dass das Schalom mindestens seit 2002 Ziel antisemitischer Angriffe ist und die Polizei Chemnitz hier nie besonders großen Einsatzeifer zeigte, verwundert einen auch das nicht mehr.
    Bei Belltower gibt es ein Interview mit Uwe Dziuballa aus dem Jahr 2012, das einen nur ungläubig mit dem Kopf schütteln lässt.

    „Mehrmals schon wurde uns ein Schweinekopf vor die Tür gelegt. Der letzte war mit einem Judenstern bemalt. Als ich bei der Polizei anrief, um dies zu melden, wurde ich gefragt ob ich den Schweinekopf nicht vorbei bringen könnte, die Beamten seien sehr beschäftigt. Ich bat sie persönlich vorbei zu kommen, um die Spuren zu sichern. Am Tatort angekommen, trampelten die Beamten erst einmal durch den Schnee und verwischten so mögliche Spuren. Daraufhin setzten sie sich in das Restaurant, um bei einem Kollegen über Funk etwas zum Frühstücken zu bestellen. Als ich sie bat, darauf zu achten, im Restaurant kein Schweinefleisch zu essen, sagten sie mir ich solle mich nicht so anstellen. Einige Tage später bekam ich einen Anruf vom Staatsschutz indem mir erklärt wurde, dass die Fotos vom Tatort verschwunden seien und ob ich denn noch welche hätte. Wenig später wurde mir dann auch mitgeteilt, dass der Schweinekopf statt in der Kriminaltechnik in der Tierverwertung gelandet sei und verbrannt wurde ? und damit leider keine Beweise mehr vorhanden.“
    https://www.belltower.news/hunderte-von-rechtsextremen-anschlaegen-auf-das-schalom-in-chemnitz-kein-einziger-taeter-gefasst-34440/

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