Diakon trotz KZ-Witzen: Gestörtes Verhältnis – Gespräch zwischen Zentralrat der Juden und Bischof steht weiter aus | Augsburger Allgemeine

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7 Kommentare
    • Betti Krymalowski
      Betti Krymalowski

      Also, die Instrumentalisierung der Judenverfolgung, um gewisse Ziele zu erreichen, sei es macht- und/oder finanzpolitische, steigerte sich aufgrund der Entstehung eines neuen Weltbildes zur Judenausrottung.

      Und jetzt, da es den Staat Israel und die Globalisierung gibt, entstand der Anti-Zionismus.

      Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus sind bequeme Mittel,um von den eigenen Defiziten und Machenschaften abzulenken, indem man einen schwarzen Peter kreiert, der (eher) nicht zu einem selbst gehört.
      Auch ermöglichen diese eine enorme materielle Bereicherung auf Kosten anderer…

      Also, ist es immer mehr oder weniger dieselbe miese Masche, aber unter neuen Namen.

      Nur dieses Mal wird es eventuell nur einen Platz geben, wo die Juden werden hingehen / hin flüchten können, insofern das Land bestehen bleiben wird – und genau deshalb wollen das wohl gewisse Mega Judenhasser unmöglich machen.

      Wie nennt man dies?

    • Betti Krymalowski
      Betti Krymalowski

      Tolle Erklärung, vielen Dank!
      Habe ich das richtig verstanden:
      Somit ist Antijudaismus nicht gleich Antisemitismus – da es beim ersteren wohl um die Ausmerzung der jüdischen Religion ging, durch das Angebot der Möglichkeit zu konvertieren und beim zweiteren um die totale Vernichtung aller Juden geht, da sie als ein“vermeintlichen“ Volkes gelten – aufgrund ihrer semitischen Abstammung?

    • Henry Einav Weinwurzel
      Henry Einav Weinwurzel

      Stimmt nicht: Schon der mittelalterliche und frühneuzeitliche Antijudaismus diskriminierte und verfolgte Juden als fremdartiges Volk, ließ ihnen aber mit der Konversion zum Christentum stets die Integration in die herrschende Kultur offen.
      Der Antisemitismus entstand seit der Französischen Revolution von 1789, als ältere antijüdische Vorurteile aufgrund der aufgeklärten Begründung und Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte zunehmend an Überzeugungskraft einbüßten. „Moderne“ Antisemiten betrachteten Juden pseudowissenschaftlich als geschlossene Abstammungseinheit mit erblichen negativen Eigenschaften, die diese daher durch keine Assimilation, weder christliche Taufe noch „bürgerliche Verbesserung“, ablegen könnten. In Form einer Verschwörungstheorie behaupteten sie, die jüdische Minderheit hätte einen übergroßen Einfluss auf die Gesellschaft und sei für eine Vielzahl tatsächlich oder vermeintlich negativer Entwicklungen in Staat, Wirtschaft und Kultur verantwortlich. Dabei übernahmen und erweiterten sie die schon aus dem Mittelalter bekannten Stereotype von Juden.
      Der Antisemitismus war durch die tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüche der Säkularisierung, Industrialisierung und widersprüchlich verlaufenden Demokratisierung mitbedingt. Er reagierte auf europäische Moderne und Aufklärung und zeigte zugleich die Krise des Liberalismus an, gegen den er sich richtete.
      Die frühste bekannte Verwendung des Begriffes „Antisemitismus“ stammt von 1860, als der Bibliograph Moritz Steinschneider dem Historiker Heymann Steinthal attestierte, in einer Kritik an Ernest Renan die „Consequenzen, oder richtiger Inconsequencen seiner antisemitischen Vorurtheile“ aufgedeckt zu haben.[3][4]
      Seit 1879 wurde der Begriff „Antisemitismus“ für eine rassistisch begründete Judenfeindlichkeit im Deutschen Kaiserreich populär, ausgelöst durch Polemiken des Historikers Heinrich von Treitschke, des Hofpredigers Adolf Stoecker und des Journalisten Wilhelm Marr. In dem 1879 erschienen Pamphlet Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum hatte Marr weiterwirkende Vorurteile gegen Juden durch ihre Einordnung in eine angebliche Rasse von Semiten begründet. Um die rechtliche Gleichstellung der Juden zu revidieren und sie aus der Gesellschaft auszugrenzen, unterstellte Marr dem Judentum einen kulturell durchgesetzten „Semitismus“. Als offizielle Bezeichnung wurde der Begriff erstmals im Namen der Ende 1879 von Marr gegründeten „Antisemitenliga“ verwendet

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