Jews angered by activists‘ use of Holocaust victims‘ remains | ynetnews

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  • Honestly Concerned e.V.
    Honestly Concerned e.V.

    Charlotte Knobloch: „Die Aktion des Zentrums für Politische Schönheit in Berlin soll provozieren, ist aber tatsächlich nur geschmacklos, taktlos und pietätlos. Sollte die Behauptung des ZPS zutreffen und die „Widerstandssäule“ tatsächlich mit der Asche von Holocaust-Opfern gefüllt sein, wäre das nicht nur eine Störung der Totenruhe und eine Missachtung der jüdischen Begräbnisregeln, sondern auch politisch völlig kontraproduktiv. Kein noch so legitimes Anliegen gibt dem ZPS – oder irgendjemand anderem – das Recht, die Opfer des Nationalsozialismus in einer so respektlosen Art und Weise zu instrumentalisieren.

    Wer unsere Demokratie gegen ihre Gegner verteidigen will, der sollte ihren ersten und wichtigsten Grundsatz berücksichtigen: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Diese Regel gilt entweder immer und überall, oder sie gilt gar nicht. Wenn jedermann sie vor dem Hintergrund eines selbst verkündeten politisch-moralischen Notstandes einfach außer Kraft setzen kann, ist sie nichts wert.

    Nicht weniger als der Vorgang selbst erschreckt mich auch, dass diese unglaubliche Grenzüberschreitung selbst in angesehenen Presseerzeugnissen teilweise auf Wohlwollen und Zustimmung trifft. Ein Lob der Kunstfreiheit oder die Überlegung, dass Sichtbarkeit des Gedenkens das höchste Gut sein müsse, mögen in anderen Zusammenhängen angemessen sein – hier legitimieren sie eine ungeheuerliche Verfehlung.“

    https://www.facebook.com/ChKnobloch/posts/2991771797542452

  • Honestly Concerned e.V.
    Honestly Concerned e.V.

    ORD – Orthodoxe Rabbinerkonferenz / Oberrabbinat Deutschland: „Zur jüngsten Kampagne des Zentrums für Politische Schönheit, eine Gedenksäule gegen den Verrat an der Demokratie vor dem Berliner Reichstag aufzustellen, die nach Angaben der Initiatoren die Asche von Holocaust-Opfern aus Auschwitz enthält, erklärt das Vorstandsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland, Rabbiner Avichai Apel:

    „Während der NS-Schreckensherrschaft wurden die Körper von 6.000.000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern durch die Schornsteine der Nationalsozialistischen Konzentrationslager in Europa entsorgt. Ihnen wurde hierdurch die Möglichkeit genommen, nach jüdischem Ritus in der kommenden Welt („Olam HaBa“) wiederaufzuerstehen.

    Prinzipiell begrüße ich hierzulande alle politische Aktionen gegen den wachsenden Rechtsextremismus und Antisemitismus, auch wenn sie sich provokant äußern. Doch hier hat das Zentrum für Politische Schönheit eine Grenze überschritten und sich einen Namen als Zentrum für Pietätslosigkeit gemacht.

    Als ob das Leid unserer Brüder und Schwestern vor über 70 Jahre nicht genug war, darf die Asche dieser Menschen kein Teil eines Kunstobjektes sein. Mit dem Missbrauch dieser Asche wurde einerseits die Totenruhe (§ 168 StGB) verletzt und andererseits wird hier der Tod von Millionen von Menschen für ein obszönes Kunstspektakel ausgenutzt.

    Im Namen der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland fordere ich die Initiatoren dieser Aktion auf, mittels Begleitung eines Rabbiners, die Ruhe der Toten wieder herzustellen und die Asche gemäß den jüdischen Gesetzen (Halacha), respektvoll zu der Ewigen Ruhe zu bringen, welche ihr zusteht.““
    https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=2901354403217833&id=2602217209798222

  • Honestly Concerned e.V.
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    LAK Shalom / Grüne Jugend Niedersachsen: „Früher wurden die Überreste der Holocaustopfer von den Nazis weiterverarbeitet. Man machte daraus zum Beispiel einen Lampenschirm.¹ Heute versuchen die Nachfahren des Tätervolks wieder, sich an den sterblichen Überresten der Opfer von damals zu bereichern.
    Das „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) hat ein „Kunstwerk“ auf dem Gebiet der ehemaligen Krolloper, in unmittelbarer Nähe zum Reichstag, in Berlin aufgestellt. Dabei handelt es sich um eine Säule, die nach den Angaben des Kollektivs die Asche von Holocaustopfern beinhalte.

    „An 23 Orten in Deutschland, Polen und der Ukraine habe das ZPS in den vergangenen zwei Jahren mehr als 200 Bodenproben genommen. Überall dort, wo die Ermordung von Menschen industrielle Ausmaße angenommen hat, im Umkreis früherer Vernichtungslager und Erschießungsplätze. Fündig wurden die Aktivisten beinahe überall, sagen sie.“²

    Laut den Angaben des ZPS sei es das Ziel, ein Mahnmal für die Opfer des Holocausts einzurichten und besonders an die Schuld konservativer Politiker zu erinnern, die Adolf Hitler die Macht durch ihre Zustimmung zum „Ermächtigungsgesetz“ übertrugen und somit dem Holocaust den Weg ebneten. Das ZPS treibe die Sorge um, die heutigen Konservativen, also die Unionsparteien, könnten ebenfalls ein solches Bündnis mit der AfD schließen und damit die Demokratie gefährden.³

    Aber was wäre ein Mahnmal für die Opfer der Shoah, nachdem sich das ZPS schon die Mühe gemacht hat, die Totenruhe und jedweden Respekt vor den Opfern und ihren Hinterbliebenen zu ignorieren, um Asche zu sammeln, ohne eine kommerzielle Ausschlachtung?
    Gegen eine Spende von 50€ bekommt man vom ZPS einen „Schwurwürfel“, der einen daran erinnern soll, dass so etwas wie die Shoah nie wieder passieren darf. Dieser Würfel enthält Bodenproben aus den Gebieten, in denen gegraben wurde. Die Asche der Holocaustopfer wird also auf dem Markt für das ZPS verwertet.
    Auch wenn die Bodenproben, wie es auf der Website steht, negativ getestet wurden, also nicht direkt Asche enthalten, ist es eine widerwärtige Ausschlachtung der Shoah zu Gunsten des eigenen Geldbeutels und der eigenen Bekanntheit.
    Diese pietät- und schamlose Aktion wurde nicht mit jüdischen Organisationen oder Vereinen, die sich um das Gedenken der Opfer kümmern, abgesprochen. Das ZPS hätte für die Störung der Totenruhe wahrscheinlich auch keine Erlaubnis erhalten. Christoph Heubner, Vize-Präsident des internationalen Auschwitzkomitees, sagt beispielsweise: „Auschwitz-Überlebende sind bestürzt darüber, dass mit diesem Mahnmal ihre Empfindungen und die ewige Totenruhe ihrer ermordeten Angehörigen verletzt werden.“⁴

    Das Ignorieren der Totenruhe und der Wünsche der Hinterbliebenen für die eigene Profilierung und die kommerzielle Ausschlachtung verurteilen wir aufs Schärfste. Das ZPS beweist mal wieder, dass die liebsten Juden der Deutschen die toten Juden sind. Mit denen kann man sich nämlich profilieren und Geld machen. Aus „Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei Juden!“ wird „Deutsche wehrt euch, kauft tote Juden!“⁵
    Volker Beck hat glücklicherweise das ZPS bereits wegen der Verletzung der Totenruhe angezeigt.⁶ Wir hoffen, dass diese Anstrengung erfolgreich sein wird.


    Fußnoten
    ¹ Vgl. Dr. Stein, Harry (oJ): “Stimmt es, dass die SS im KZ Buchenwald Lampenschirme aus Menschenhaut anfertigen ließ?“, online abrufbar unter: https://www.buchenwald.de/en/1132/ zuletzt abgerufen am 03.12.19

    ² Siehe: Frank, Arno (2019): „Kunstaktivisten errichten Gedenkstätte für Holocaust-Opfer“, online abrufbar unter: https://www.spiegel.de/…/zentrum-fuer-politische-schoenheit… zuletzt abgerufen am 03.12.19

    ³ Vgl. Zentrum für politische Schönheit (2019): „Seit heute früh hat Berlin ein neues Denkmal“ online abrufbar unter: https://sucht-uns.de/, zuletzt abgerufen am 03.12.19

    ⁴ Vgl. Jüdische Allgemeine (2019): „Umstrittene Künstler errichten Gedenkstätte für Schoa-Opfer“, online abrufbar unter: https://www.juedische-allgemeine.de/…/umstrittene-kuenstle…/, zuletzt abgerufen am 03.12.19

    ⁵ Siehe hierzu die Karikatur von Sarah-Borowik Frank: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10215533903686134

    ⁶ Vgl. Laurin, Stefan (2019): „Volker Beck stellt Strafanzeige gegen das Zentrum für Politische Schönheit“ online abrufbar unter: https://www.ruhrbarone.de/volker-beck-stellt-strafan…/176147 zuletzt abgerufen am 03.12.19″

    https://www.facebook.com/lakshalomnds/photos/a.314191022063156/1524751034340476/?type=3&__xts__%5B0%5D=68.ARCSPhfTf2XAZacU4L0qS9XWMZT2T4NQo1EY-LZlZ0E696E4cOkOwujxM9VnYsDBgBfIhN7pPAwVxqUKKwbqgU_nXRPMkuUweOjpPpZ8gg9CUbHjouaWpOqlZ4ZDUMvAkxMgVEwepapmL8CKbz0zT7VteeMHrOHTXCkogCpVzBMt4CE6Kpt2ncrl5ihceszKwu-vHnX6HHW3ScRE7fT6_ozZsVE2eUU9TFCIKkfre_n6sWeR-KW4MU7DNN6ORsKbWtqx4i3JdqQE5YUar050jDYkUfo6-4xh5Nhdm2QSIisByBjKTuunkqf1jMYqeRywfyvgDxiyCCvQqlA&__tn__=H-R

  • Honestly Concerned e.V.
    Honestly Concerned e.V.

    Sarah Borowik: „Wieso Dementi nicht funktionieren: Das Dementi muss immer spannender sein, als das zu dementierende Statement. Das ist aber selten der Fall. Deswegen funktionieren Dementi nicht.

    Seit gestern gibt es eine hitzige Debatte über die aktuelle Aktion des Zentrum für Politische Schönheit. Man kann auf deren Website „Merchandise“ erwerben, eingegossene Bodenproben in denen man Spuren von toten Jüdinnen fand. Nach dem Aufschrei folgte das Dementi, das ZPS kennzeichnete die Bodenproben als „negativ“ – doch keine toten Jüdinnen drin. Es geht gar nicht mehr darum, ob die Proben positiv oder negativ sind. Es geht darum, dass man jüdische Stimmen, das Auschwitz-Komitee, die Nissenbaum Stiftung etc. miteinbeziehen sollte, wenn man so eine Aktion – im Sinne der Opfer und Angehörigen – plant. Es wäre nett, mal gefragt zu werden. Wirklich. So fühlt es sich nur wie ein PR-Move auf unsere Kosten an. Jetzt sollen wir uns auch noch „beruhigen“, nachdem ja alles nur ein Scherz, ein Missverständnis ist. Nein, ich beruhige mich überhaupt nicht! Kein Euro davon macht je wieder gut, dass sich gestern Auschwitz-Überlebende entwürdigt und entmenschlicht gefühlt haben – schon WIEDER! Von wegen – „NIE WIEDER“. Die Euros, über 50.000, gehen natürlich an das Zentrum selbst.
    … „There is no business like Shoah business.“ – Eike Geisel“

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10215533903686134&set=a.10200824101750279&type=3

    • Sarah Borowik
      Sarah Borowik

      Honestly Concerned e.V. Wieso Dementi nicht funktionieren:
      Das Dementi (offizielle Berichtigung oder Widerruf einer Behauptung) muss immer spannender sein, als das zu dementierende Statement. Das ist aber selten der Fall. Deswegen funktionieren Dementis nicht.
      Sie funktionieren auch deshalb nicht, weil Menschen die noch gar nichts von dem ursprünglichen Vorfall wussten, erst dadurch davon erfahren. So verbreitet sich die ursprüngliche Information neu. Wie ein Virus.

      Seit gestern gibt es eine hitzige Debatte über die aktuelle Aktion des Zentrum für Politische Schönheit. Man kann auf deren Website „Merchandise“ erwerben, eingegossene Bodenproben in denen man angeblich Spuren von toten Jüdinnen fand. So das Echo. Nach dem Aufschrei folgte das Dementi, das ZPS kennzeichnete die Bodenproben als „negativ“ – doch keine toten Jüdinnen drin. Es geht gar nicht mehr darum, ob die Proben positiv oder negativ sind. Es geht darum, dass man jüdische Stimmen, das Auschwitz-Komitee, die Nissenbaum Stiftung etc. miteinbeziehen sollte, wenn man so eine Aktion – im Sinne der Opfer und Angehörigen – plant. Es wäre nett, mal gefragt zu werden. Wirklich. So fühlt es sich nur wie ein PR-Move auf unsere Kosten an. Jetzt sollen wir uns auch noch „beruhigen“, nachdem ja alles nur ein Scherz, ein Missverständnis ist. Nein, ich beruhige mich überhaupt nicht! Kein Euro davon macht je wieder gut, dass sich gestern Auschwitz-Überlebende entwürdigt und entmenschlicht gefühlt haben – schon WIEDER! Von wegen – „NIE WIEDER“. Die Euros, die als Spenden u. A. durch den Merchandise gesammelt wurden – über 50.000 – gehen natürlich an das Zentrum selbst.
      … „There is no business like Shoah business.“ – Eike Geisel

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