Joe Biden kritisiert KZ-Gedenkstätte Dachau scharf – Der künftige US-Präsident wirft der Einrichtung in seinem autobiografischen Buch Geschichtsklitterung vor. An der Gedenkstätte ist man irritiert. | Süddeutsche.de

Landtagsvizepräsident Karl Freller (CSU), Direktor der bayerischen Gedenkstättenstiftung, ist am Freitagnachmittag gerade auf dem Weg zu seinem Heimatort Schwabach bei Nürnberg, als ihn die erstaunliche Nachricht ereilt. Joe Biden, der demnächst als 46. Präsident der USA ins Weiße Haus einzieht, hat der KZ-Gedenkstätte Dachau Geschichtsklitterung vorgeworfen. Ein massiver Vorwurf, der die Mitarbeiter der bedeutendsten KZ-Gedenkstätte mit jährlich knapp einer Million Besucher aus dem In- und Ausland ziemlich erstaunt hat. “Ich werde Joe Biden gleich, wenn ich zuhause bin, schreiben, ihm zu seiner Wahl gratulieren und ihn nach Dachau einladen”, sagt Stiftungsdirektor Freller. Den Vorwurf weist der CSU-Politiker indes entschieden zurück. Da muss Joe Biden einen falschen Eindruck bekommen haben, meint auch die Gedenkstättenleiterin Gabriele Hammermann, die von der Kritik Joe Bidens “sehr überrascht” worden ist.

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