Karl Lauterbach(SPD): „Auch Fremde und Juden haben die gleichen Rechte wie wir“ | Richard Bermann | Facebook

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15 Kommentare
  • Kai Dorra
    Kai Dorra

    Ich kann die Kritik wirklich nicht nachvollziehen. Brandner ist Fremdenhasser und er agiert mit antisemitischen Sprüchen. Darauf bezieht sich Lauterbach – und da deutsche Juden keine „Fremden“ sind, nennt er beide Gruppen, gegen die Brandner gehetzt hat, und stellt fest, dass beide Gruppen dieselben Rechte haben wie „wir“ – also die Deutschen, auf die beides nicht zutrifft. Man könnte über die Formulierung streiten. In diesem Fall sogar über modische Stilfragen. Aber das Weltbild des Herrn Brandner kann man Lauterbach deswegen ganz sicher nicht unterstellen.

  • Elvira U. Groezinger
    Elvira U. Groezinger

    Kai, Jenninger hat auch nur von Hitler als „Faszinosum“ gesprochen! Das falsche Wort zu falscher Zeit am falschen Ort.
    Lauterbach hat Juden unter „ die Anderen“, „Fremden“ subsumiert, was wir nicht sind! Seit 1700 Jahren in Deutschland und”Fremde”?!
    Wir haben ein sehr scharfes Sensorium für falsche Töne! Sorry, Kai! Da gibt es nichts zu deuteln.

    • Kai Dorra
      Kai Dorra

      Elvira U. Groezinger Auch mein Beruf – das Marketing – ist Sprache. Natürlich ergibt es auch Missverständnisse, aber wer diese instrumentalisiert, der begeht eben eine bewusste Fehlinterpretation. Zumal die Textabsicht hier wirklich unzweifelhaft eindeutig war.

    • Elvira U. Groezinger
      Elvira U. Groezinger

      Kai Dorra wenn es aus einer unerwarteten Ecke kommt, ist es noch schockierender!Mich hat vor Jahren ein Germanistenkollege heftig angegriffen, weil ich “Soll und Haben” von Gustav Freytag als antisemitisch analysiert habe. Er sah es anders, verteidigte ihn! Dann mehrere Jahre später trafen wir aufeinander bei einem Kongress. Da sagte er zu mir: „Ich bin seither einen weiten Weg gegangen“. Tja, Sprache und Literatur sind mein Beruf… und geschichtliche Lehren vergisst man nicht. Sprache gebiert Gewalt! Ist doch ein Problem! Leider.

    • Elvira U. Groezinger
      Elvira U. Groezinger

      Kai Dorra – nichts liegt mir ferner als ihm
      das Wort im Mund umzudrehen! Wer sich falsch ausdrückt, riskiert falsch verstanden zu werden! Er hat den Tweet gelöscht, warum wohl? Weil er sicherlich gemerkt hat, was er da gerade gesagt hat! Eine Erklärung, plausibel und einleuchtend wäre sinnvoll gewesen. Kam aber nicht. Tja, also bleibt es frei interpretierbar! Pech, dumm gelaufen! Und Sprache ist ein gefährliches und sehr verräterisches Element in der Kommunikation!

    • Kai Dorra
      Kai Dorra

      Elvira U. Groezinger Lauterbach hat Juden eben nicht unter „Fremde“ subsummiert, sondern die Gruppen beide genannt, gegen die Brandner hetzt – und durch diese Aufzählung klargestellt, dass Juden eben keine Fremden sind. Ich kann in dieser völlig gegenstandslosen Kampagne gegen Lauterbach nur den Versuch erkennen, Brandner zu relativieren. Man verdreht ihm absichtlich das Wort im Munde und verdreht seine Äußerung ins Gegenteil.

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