Kolumne zur pro-jüdischen Demonstration: Einen Jugendclub für jeden Nazi | Politik – Berliner Zeitung

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Der offene Antisemitismus der letzten Wochen hat die Juden in Deutschland verunsichert. Deshalb hieß es am Sonntag „Aufstehen gegen Judenhass“. Aber was kommt nach der Demonstration?

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5 Kommentare
  • Amem Annegret

    Ein Großvater von mir (Buchhalter und Angestellter der Stadt) verweigerte sich beim „Brennen der Synagoge“ zu zusehen. Er setzte noch eines drauf „Das ist auch ein Haus Gottes!“ So oder so, war er schon in Ungnade gefallen und wurde zum Zwangsvollstrecker jüd. Vermögens gezwungen (er warnte vor und klebte Marken auf Plunder). Da er sehr unfähig war (sehr guter Buchhalter) kam er wieder in seinen Beruf. Und heute? Wer sich entschieden gegen Nazis wehrt soll Strafgeld zahlen?

  • Lorenz Von Bödefeld

    Wo zieht man denn die Abgrenzung zwischen „wir“ und der „deutschen Öffentlichkeit“? Ich sehe mich als Teil letzterer und die umstehenden Anwesenden hätte ich auch dieser sehr vagen Rubrik zugeordnet. Oder war das rein quantitativ gemeint? 8.000 bis 10.000 Teilnehmer sind doch eine beachtliche Zahl für eine Kundgebung, die erst ein zwei Tage vorher durch die Medien einen und die Plakate der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Wann haben sich zuletzt so viele Bürger (im besten Sinne des Wortes) zu einer Veranstaltung zusammengefunden, bei der es nicht um Fußball, Bratwurst und/oder Technomusik ging?

  • Simone Hofmann

    Natürlich kommt jetzt WIEDER HINSETZEN . Es haben sich alle wichtigen jüdischen und nicht-jüdischen Persönlichkeiten mit allen gezeigt, es wurden Reden gehalten, Hände geschüttelt und es wurden schöne Bilder gemacht. Das wars dann auch- machen wir uns nichts vor, belügen wir uns nicht selbst so und nicht anders ist es. Das der Zentralrat das organisieren musste ist schon beschämend genug, Denn das wäre eine Sache von nicht-jüdischen Institutionen gewesen, eine so zentrale Kundgebung zu organisieren. Sorry, aber das ist meine Meinung.

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