Konrad-Adenauer-Stiftung wirbt für das „Reiseparadies Iran” | Mena-watch

Die Konrad-Adenauer-Stiftung jubelt im Rahmen des „7. HAFIS-Dialogs“, der am 6. Oktober in Weimar stattfindet, über die „boomende Tourismusindustrie“ im Iran und teilt mit, dass sich der „Iran-Tourismus so dynamisch entwickelt, dass ein führender Reiseveranstalter Iran zum ‚beliebtesten Fernreiseziel‘ erklärt” habe. Dass dies nicht für alle Menschen gilt, wird wohlweislich unter den Tisch gekehrt. Iran liegt nämlich unter dem als moderat gepriesenen Präsidenten Hassan Rouhani laut dem Spartacus-Ratgeber für schwule Reisende auf Platz 192 von 193 bewerteten Ländern – noch hinter Saudi-Arabien, das Platz 190 belegt. Amnesty International berichtete kürzlich über die jüngste Hinrichtung eines 19-jährigen Schwulen, Hassan Afshar, im Gefängnis der Stadt Arak, die im August 2016 statfand.

Stefan Joel Holfert
Früher waren Blitzscheidungen schwieriger. Man mußte seiner Frau ein rehbraunes Kleid kaufen und dann noch einen Jäger kennen, der sie für ein paar Tausender abschießt. Heute macht man Urlaub im Iran und läßt seine Frau Minirock tragen.