Stolz und selbstbewusst – Vor 150 Jahren wurde das Bethaus mit der goldenen Kuppel eingeweiht | Jüdische Allgemeine

Der rote Teppich liegt ausgerollt vor der Neuen Synagoge – Centrum Judaicum an der Oranienburger Straße. Dort, wo sonst Polizisten aufpassen, dass keiner zu nah an das Hauptportal herantritt, wurden die Türen am Montagnachmittag geöffnet, und etwa 150 Interessierte nutzten den Eingang. Ruth Gross ist regelrecht mitgenommen, denn sie hat die Synagoge zum letzten Mal als Schulmädchen betreten. Das ist mittlerweile mehr als 80 Jahre her. Damals wohnte sie wenige Häuser entfernt und kam auf ihrem Schulweg an dem Gotteshaus vorbei. Ebenso erinnert sie sich noch genau an die Pogromnacht, als sie mit ihrem Vater dort entlangging und die auf die Straße geworfenen Gebetsbücher mitnehmen wollte – wovon ihr Vater sie eindringlich abhielt.

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