Ulrich W. Sahm: Aram Hiram- Eine Stadt für aramäische Christen | Fokus Jerusalem

JERUSALEM, 04.09.2018 – Shadi Khalloul, (42) Vorsitzender der Vereinigung der Israelisch-Christlich-Aramäischen-Gemeinde, hat Premierminister Benjamin Netanjahu seinen Traum vorgestellt: eine christlich-aramäische Stadt im Norden des Landes. Aramäisch ist jener Galiläische Dialekt, den Jesus gesprochen hatte und in dem mehrere Bücher des Alten Testaments sowie fast der ganze Talmud verfasst wurde. Khalloul hält die Errichtung einer solchen Stadt für notwendig, um die aramäische Sprache und Kultur zu erhalten. Als Shadi Khalloul an der Universität in Nevada studierte, so berichtet er, wurde ihm dort mitgeteilt, Aramäisch sei eine tote Sprache. Denn in Nordamerika und Europa weiß kaum jemand, dass diese Kultur noch lebendig ist. Doch bis heute hat sich das Aramäische bei maronitischen Christen im Libanon und bei den fast ausgerotteten syrisch-orthodoxen Christen im Bürgerkriegsland Syrien als Umgangssprache erhalten.

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