Vor 50 Jahren wurde der Neubau der Wiesbadener Synagoge eröffnet | Wiesbadener-kurier

WIESBADEN – Es ist ein großer Tag für die jüdische Gemeinde Wiesbadens. Entsprechend groß ist die Zahl der Gäste und Ehrengäste in der Synagoge in der Friedrichstraße. Denn vor 50 Jahren ist der Neubau der Synagoge und des Gemeindezentrums eröffnet worden. Gleichzeitig feiert man die Neugründung der jüdischen Gemeinde im Jahr 1946. „Gut und angenehm ist es, mit seinen Brüdern zusammen zu sein“, lautet der Text eines Volkslieds, mit dem Chor und Orchester der Frankfurter Isaak Emil Lichtigfeld-Schule den Festakt einleiten. „Vor 70 Jahren war es für die Gemeinde nicht vorstellbar, sich an einem Ort fest einzurichten. Es war ein Leben mit gepackten Koffern“, betont Jacob Gutmark vom Vorstand der jüdischen Gemeinde. In englischer Sprache und unter dem großen Applaus der Gäste bedankt er sich noch einmal für die Unterstützung der US-Armee bei der Neugründung der Gemeinde. Nicht ohne an den 15. Jahrestag der Anschläge aufs World Trade Center zu erinnern. Beides seien Beispiele dafür, wie man zerstörerische Kräfte überwinde, um mit großer Energie wieder aufzuerstehen.

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