Vorfall Meldung Berlin, Tempelhof-Schöneberg, 11.03.2021: Schoa-relativierendes laminiertes Plakat an einem Hoftor | RIAS Berlin – Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin – Beiträge | Facebook

Am 11. März wurde an einem Tor zu einem Grundstück im Süden Berlins ein laminiertes Plakat mit der Aufschrift “Impfen macht frei” vorgefunden. Am 13. März war es wieder entfernt.
Der Slogan beruft sich auf eine Toraufschrift, die an Eingängen zu mehreren NS-Konzentrationslagern angebracht war. Durch diese Gleichsetzung sollen die Impfungen gegen das SARS-CoV 2-Virus disqualifiziert werden. Zudem inszenieren sich Impfgegner_innen damit als eine marginalisierte und verfolgte Gruppe. Solche und ähnliche Gleichsetzungen bagatellisieren die staatliche antisemitische Politik im Nationalsozialismus, die in der Schoa und damit der Ermordung von Millionen von Menschen gipfelte. Sie tragen dazu bei, dass öffentliche Relativierungen der NS-Verbrechen, aber auch NS-Vokabular in die Alltagssprache Einzug erhalten. Relativierungen dieser Art führen auch dazu, dass Jüdinnen_Juden nicht als Teil der Gesellschaft gesehen und ihre Wahrnehmungen unsichtbar gemacht werden.
Der Slogan beruft sich auf eine Toraufschrift, die an Eingängen zu mehreren NS-Konzentrationslagern angebracht war. Durch diese Gleichsetzung sollen die Impfungen gegen das SARS-CoV 2-Virus disqualifiziert werden. Zudem inszenieren sich Impfgegner_innen damit als eine marginalisierte und verfolgte Gruppe. Solche und ähnliche Gleichsetzungen bagatellisieren die staatliche antisemitische Politik im Nationalsozialismus, die in der Schoa und damit der Ermordung von Millionen von Menschen gipfelte. Sie tragen dazu bei, dass öffentliche Relativierungen der NS-Verbrechen, aber auch NS-Vokabular in die Alltagssprache Einzug erhalten. Relativierungen dieser Art führen auch dazu, dass Jüdinnen_Juden nicht als Teil der Gesellschaft gesehen und ihre Wahrnehmungen unsichtbar gemacht werden.


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