BUCHEMPFEHLUNG: „Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik“

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BUCHEMPFEHLUNG:
„Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik“
 



INHALTSANGABE

  1. TEIL 1 – Rezensionen des Buches…
  2. TEIL 2 – Redebeitrag von Klaus Faber bei Buchvorstellung…
  3. TEIL 3 – Redebeitrag von Sacha Stawski bei Buchvorstellung…
  4. TEIL 4 – Hintergrundinformationen zum Buch, inkl. Inhaltsangabe…

TEIL 1 – Rezensionen des Buches…

  1. WELT  Judenhass bei Muslimen und in deutschen Medien
    Antisemitismus ist ein Übel, das in vielen Bereichen unserer Gesellschaft zu finden ist. Verschiedene aufmerksame Beobachter haben jetzt für einen Sammelband die Israel-Berichterstattung der deutschen Medien und die Stimmung in islamischen Gemeinschaften untersucht. Die Ergebnisse sind erschreckend.
    Ich kenne die Zukunft nicht, aber ich bin sicher, dieses Buch wird morgen noch wichtiger sein als heute. Schon jetzt ist es ein notwendiges Werk. Dass Antisemitismus genauso widerlich wie unerlaubt ist, darüber gibt es einen breiten Konsens. Doch wie vielfältig die salonfähigen Verkleidungen sein können, wird erst durch die Beiträge von 31 aufmerksamen Beobachtern klar.
    Das Buch „Neuer-alter Judenhass“ ist eine tiefgehende Studie zu einem Phänomen, das wir oft nur am Rand der Gesellschaft und der Medien vermuten und das es doch bis in die Mitte der Gesellschaft geschafft hat. Im deutschsprachigen Raum kenne ich keine vergleichbare Darstellung dieses virulenten Problems unserer Gesellschaft. 

  2. WELT  Der Islam kannte keinen Judenhass  – Ein Sammelband befasst sich mit den verschiedenen Formen des Antisemitismus
    Ich kenne die Zukunft nicht, aber ich bin sicher, dieses Buch wird morgen noch wichtiger sein als heute. Schon jetzt ist es ein notwendiges Werk. Dass Antisemitismus genauso widerlich wie unerlaubt ist, darüber gibt es einen breiten Konsens. Doch wie vielfältig die salonfähigen Verkleidungen sein können, wird erst durch die Beiträge von 31 aufmerksamen Beobachtern klar. Das Buch „Neuer-alter Judenhass“ ist eine tiefgehende Studie zu einem Phänomen, das wir oft nur am Rand der Gesellschaft und der Medien vermuten und das es doch bis in die Mitte der Gesellschaft geschafft hat. Im deutschsprachigen Raum kenne ich keine vergleichbare Darstellung dieses virulenten Problems unserer Gesellschaft.
    In den deutschen Medien gibt es eine breite, undifferenzierte Solidarität mit dem vermeintlich Schwächeren, ohne dessen Mitverantwortung an der Gewaltspirale genauso zu erforschen wie die Reaktionen Israels. Die hervorragende Analyse von Rolf Behrens untersucht die Berichterstattung zu Nahostfragen des „Spiegels“ und zeigt, wie einseitig das Flaggschiff des deutschen Journalismus berichtet. Wenn vorrangig die Aktionen Israels kritisch untersucht werden, ohne die Aktionen von palästinensischer oder arabischer Seite genauso klar zu analysieren, entsteht eben nur ein einseitiges Bild. Ein Bild, in dem von Israel nicht mehr erkennbar bleibt, dass es unsere Werte und gesellschaftlichen Zielvorstellungen teilt und sie in einer Welt anderer Werte und gesellschaftlicher Zielvorstellungen sehr mühsam verteidigt. 
  3. TAGESSPIEGEL – Israel als „kollektiver Jude“ – „Die Weisen von Zion“ sind noch immer unter uns: 31 Autoren analysieren den alten und den neuen Antisemitismus – Von Ralf Balke
    Wenn wir sehen, wie israelische Panzer durch palästinensische Dörfer fahren und sich die verzweifelten Menschen mit Steinen wehren, dann müssen wir im Blick auf Warschau und im Blick auf den Aufstand der Juden im Warschauer Ghetto auch fragen dürfen, war das dann nicht auch Terror?“ Mit diesen Worten sorgte im Januar 2003 Udo Steinbach, Direktor des Deutschen Orient-Institutes, einem vom Auswärtigen Amt alimentierten Thinktank, für reichlich Aufsehen. Denn mit seinen Äußerungen rückte er die Israelis nicht nur in die Nähe der Nazis, sondern banalisierte darüber hinaus den Terror der Palästinenser, die bekanntlich nicht nur Steine werfen….

  4. FAZ  Eine unheimliche Verbindung – Kritik an Israels Politik muß von jeglichem Antisemitismus frei sein
    25. Oktober 2006 – Eigentlich müßte es doch ganz leicht sein, klar und deutlich die Grenzlinie zwischen einer „normalen“ Kritik an Israels Politik auf der einen und Antisemitismus auf der anderen Seite zu markieren. Antisemitismus beruht auf einer aus Furcht und Vorurteil genährten Wahrnehmung von Juden, die diesen eine prinzipielle, unübersteigbare kulturelle und rassische Andersartigkeit unterstellt und auf Judenhaß hinausläuft. Kritik an jüdischen Minderheiten in anderen Ländern, zum Beispiel der „,jüdischen Lobby“ in den Vereinigten Staaten, und Kritik an der Politik des Staates Israel verlieren immer dann ihre Normalität, wenn sie sich mit verschwörungstheoretischen und mystischen Klischees verbindet, die ein vernünftiges Abwägen des Für und Wider bestimmter Handlungen unmöglich machen, weil die antisemitisch eingefärbte Kritik auf der Pauschalverdammnis alles Jüdischen beruht. Die kann subtiler oder gröber formuliert sein, darauf kommt es nicht an. Tatsächlich ist es ungeheuer schwer, im Alltag der politischen Auseinandersetzungen diese Grenzlinie zu erkennen. Das hat mehrere Gründe….

  5. NDHonesty heißt Ehrlichkeit – Gibt es einen neuen Judenhass – in Deutschland, Europa, der Welt? – Von Horst Helas 
    Viele neu erscheinende Bücher werden den Lesern mit den Worten offeriert, sie kämen genau zur richtigen Zeit. Nicht immer trifft dies zu. Bei diesem, jüngst auf den Buchmarkt gekommenen Sammelband »Neu-alter Judenhass. Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik« jedoch zweifelsohne. Leider.
    Das zentrale Anliegen der Autoren dieser Publikation ist die Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Wurzeln, aktuellen Erscheinungen von Antisemitismus und den aussichtsreichsten Gegenstrategien zu seiner Bekämpfung. Man mag es bedauern, die Politik der USA im arabisch-israelischen Konflikt ist nicht Gegenstand des Bandes. Wohl aber (und dies mit vollem Recht) werden Beispiele von Antiamerikanismus oder Pauschalurteilen über das aktuelle politische Handeln der USA kommentiert und kritisiert.

  6. JCPA – Ein auf den neusten Stand gebrachter Beitrag zu unserem Wissen über zeitgenössischen Antisemitismus – Dr. Joel Fishman über  Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik
    Englische Originalrezension:
    A State-of-the-Art Contribution to Our Knowledge of Contemporary Anti-Semitism   
    Übersetzt von Daniela Marcus
    Neu-alter Judenhass zeigt die Bemühungen von 31 engagierten Verfassern, Kapitel über dieses zeitgemäße und schmerzhafte Thema zu schreiben. Das Buch beinhaltet einen großen Bereich von Perspektiven: „Jüdische und nichtjüdische Deutsche, Deutsche mit arabischem, iranischem und türkischem Hintergrund, Israelis, Amerikaner und Österreicher, Christen, Juden, Moslems und Menschen anderen Glaubens oder ohne Glauben, Politiker, Experten, Forscher und repräsentative Institutionen und Organisationen.“ Unter den Autoren sind Bassam Tibi, Professor für internationale Beziehungen an der Universität Göttingen; Klaus Faber, erfahrener Politiker der SPD in Deutschland und versierter Gelehrter; Yigal Carmon, Vorsitzender von MEMRI; Esther Schapira, sehr versierte Enthüllungsjournalistin und Redakteurin bei Radio und Fernsehen; Ilka Schröder, früheres Mitglied des Europäischen Parlaments; und Abraham Foxman, Landesdirektor und Präsident der ADL.
    Die Herausgeber haben die Aufsätze thematisch und geographisch angeordnet. Die Bereiche sind wie folgt eingeteilt: (1) „Deutsche Medien und der Nahostkonflikt“, (2) „Islamischer Antisemitismus im Nahen Osten und in Europa“, (3) „Perspektiven“. Zusätzlich enthält das Buch drei Anhänge. Der letzte von ihnen ist besonders interessant, weil er den englischen Wortlaut der Hamas-Charter beinhaltet. Eine deutsche Übersetzung gibt es dafür bisher nicht.
    Insgesamt präsentiert diese Gruppe engagierter Intellektueller eine zusammengesetzte Sicht der Dinge, die nüchtern, verständlich und weltgewandt ist. Es sollte angemerkt werden, dass die Autoren zwischen legitimer Kritik an Israel und Antisemitismus unterscheiden. Dabei wenden sie Natan Sharanskys 3-D-Test an, der die historischen Kriterien, die Antisemitismus charakterisieren, benennt. Diese sind: Dämonisierung, Doppelmoral und Delegitimierung. Demgemäß sind die Autoren der Ansicht, dass die deutsche Presse Israel generell unfair behandelt.
    Die Schlüsselrolle des arabischen Antisemitismus
    Es ist erwähnenswert, dass die Autoren im Wesentlichen zunächst die arabische Welt als verantwortlich für den gegenwärtigen unnachgiebigen Ausbruch von völkermordähnlichem Antisemitismus betrachten. Als Hauptproblem identifizieren sie den Islam in seinen verschiedenen Manifestationen, seien diese inhärent oder radikal. Demgemäß verliert die „Zentralität“ der palästinensischen Frage, die ein beliebtes Thema von britischen Politikmachern und amerikanischen „Ganzheitlichen“ und „Realisten“ ist, ihre Bedeutung. Die Palästinenser werden im Schatten dieser umfassenderen kulturellen Realität betrachtet und deshalb wird ein Kompromissvertrag, der auf „Land für Frieden“ basiert, als sinnlos angesehen. Ebenso wird man keine politisch korrekte Vorstellung davon finden, dass es einen Übereinstimmungstypus zwischen israelischer und palästinensischer Politik gibt.
    Es gibt auch eine unumwundene und ehrliche Akzeptanz der Tatsache, dass das „Dritte Reich“ zur Verbreitung des Antisemitismus in der arabischen Welt beigetragen hat. So schildert z. B. der in der ersten Person geschriebene Bericht von Eldad Beck, „Islam und Antisemitismus“, auf erschreckende Art wie Hitler und das „Dritte Reich“ an Orten wie dem Südlibanon und Pakistan ehrfurchtsvoll bewundert wurden.
    Andere Autoren werfen die Frage der westlichen Verantwortung für die Beschwichtigungspolitik auf. Und weitere Artikel –diejenigen von Ilka Schröder und Matthias Küntzel- dokumentieren die einseitige, anti-israelische Politik der Europäischen Union. Die Auslegung des Buches akzeptiert die Wahrscheinlichkeit, dass die unerbittliche Feindseligkeit der islamischen Welt gegenüber Israel und dem Westen symptomatisch für einen „Zusammenprall der Zivilisationen“ wenn nicht sogar einen religiösen Krieg sein kann. In anderen Ländern wie z. B. Frankreich wäre es jedoch schlichtweg inakzeptabel und politisch inkorrekt, diese Möglichkeit in Erwägung zu ziehen.
    Innerhalb des Kontextes eines internen deutschen Dialogs sehen mehrere Autoren des Buches dem Problem eines „sekundären Antisemitismus“ ins Auge. Sekundärer Antisemitismus ist mit der deutschen nationalen Identifikation und der Schoah-Vergangenheit verbunden. Er ist in der sarkastischen Aussage, dass die Deutschen den Juden Auschwitz niemals verzeihen werden, zusammengefasst. Gemäß dieser Logik rauben die Juden allein durch ihre Existenz den deutschen Zeitgenossen ihren nationalen Stolz und manche beschuldigen die Juden, die „moralische Auschwitzkeule“ ständig zu schwingen. Bereits in den 1950er Jahren identifizierte Theodor Adorno diese neue Form des Antisemitismus, und heute ist Lars Rensmann der führende Analyst in diesem Bereich. [1]
    Jeder Aufsatz beinhaltet wertvolle Einsichten und neue Interpretationen. Ein Beispiel für Ehrlichkeit kombiniert mit präzisem Denken kann in Yigal Carmons Abhandlung „Was ist arabischer Antisemitismus?“ gefunden werden. Carmon, Israeli und Vorsitzender von MEMRI (Middle East Media Research Institute) erhebt die äußerst ernsthafte Anschuldigung, dass Nahost-Gelehrte, insbesondere Israelis, auf Grund ihrer politischen Agenda absichtlich das Problem des islamischen Antisemitismus ignoriert haben:
    Trotz all dieser weithin bekannten Zeichen wurde der Antisemitismus der arabischen Welt lange Zeit ignoriert, selbst in Israel. Abgesehen von wenigen Ausnahmen hat die überwältigende Mehrheit von Nahost-Experten innerhalb und außerhalb Israels dieses Thema gemieden. Hier spielt gewiss die Vorstellung, dass das zionistische Unternehmen dieses Problem des Antisemitismus hätte lösen sollen, eine Rolle. Die Schlussfolgerung, dass ein Hass, dem die Juden geglaubt hatten entflohen zu sein, sie auch im Nahen Osten treffen könnte, war etwas, das viele lieber nicht zugeben wollten. Auch die gut begründete Angst, dass die Aufdeckung antisemitischer Tendenzen auf der anderen Seite eine politische Widerwilligkeit in Israel hervorgerufen und gestärkt hätte und eher den politischen Gruppen, die jeden territorialen Kompromiss ablehnen, in die Hände gespielt hätte, mag zu diesem Verschließen vor der Realität beigetragen haben.
    Nichtsdestotrotz müssen die Repräsentanten einer israelischen Politik, die zu Kompromissen bereit ist, zugeben, dass es nicht nur auf intellektueller Ebene falsch, sondern dass es erneut politisch kontraproduktiv wäre, wenn der Antisemitismus auf arabischer Seite weiterhin ignoriert werden würde. Antisemitisches Gedankengut ist in den arabischen Gesellschaften weit verbreitet. Zurzeit ist Antisemitismus in der Tat die gefährlichste Form von gegen Juden gerichtetem Hass. Und er verhindert grundsätzlich ein dauerhaftes und friedliches Abkommen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. Nicht zuletzt kann man an den Friedensabkommen zwischen Israel, Ägypten und Jordanien sehen, dass diese nicht zu weit reichender Normalisierung zwischen den Gesellschaften geführt haben. Somit kann man nicht einfach nur Unwahrheit und Vorurteil bekämpfen, um dem Antisemitismus in arabischen Staaten entgegen zu treten, sondern man muss auch einen Versuch unternehmen, die wesentliche Beziehungskomponente zwischen Juden und Arabern zu verbessern. (S. 209-210)
    Neu-alter Judenhass stellt einen soliden, hoch qualifizierten Beitrag zu unserem Verständnis von zeitgenössischem Antisemitismus dar. Wenn man dieses Buch liest, kann man einen Eindruck von der Ernsthaftigkeit dieses bedeutenden kulturellen Problems gewinnen, das begonnen hat, europäische und Weltpolitik zu polarisieren. Der neu-alte Hass stellt nicht nur eine Bedrohung für Israelis und Juden dar, sondern auch für diejenigen, die in humanen Gesellschaften leben wollen, die von Recht und Ordnung bestimmt werden und deren Gesetze den Bürgern individuelle Rechte garantieren.
    DR. JOEL FISHMAN ist Historiker des modernen Zeitalters und Mitglied des „Jerusalem Center for Public Affairs“.
    [1] Siehe sein Werk: „Demokratie und Judenbild“ (Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2004)



    1. JCPAA State-of-the-Art Contribution to Our Knowledge of Contemporary Anti-Semitism – Joel Fishman on Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik (New-Old Jew Hatred: Anti-Semitism, the Arab-Israeli Conflict, and European Policy)
      New-Old Jew Hatred represents the efforts of thirty-one committed contributors to write chapters on this timely and painful subject. This work includes a wide range of perspectives, „Jewish and non-Jewish Germans, Germans of Arab, Iranian, and Turkish backgrounds [respectively], Israelis, citizens of America and Austria, Christians, Jews, Muslims and people of other religious beliefs, or of no belief at all, politicians, experts, researchers and representative institutions and organizations.“ Among the contributors are Bassam Tibi, professor of international relations at the University of Göttingen; Klaus Faber, senior figure in the Social Democratic Party of Germany and accomplished scholar; Yigal Carmon, president of MEMRI; Esther Schapira, highly accomplished investigative journalist and radio and television editor; Ilka Schroeder, former member of the European Parliament; and Abraham Foxman, national director and president of the ADL….

  7. EJP New book on Jewish hatred and anti-Semitism
    BERLIN (EJP)— A new book has been launched in Germany covering the issue of anti-Semitism in Islamic and Christian culture.
    „Neu- Alter Judenhass – Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik“ (New, Old Jewish Hatred – Anti-Semitism, The Arab-Israeli Conflict and European Politics), by Klaus Faber, a social democratic politician, university professor Julius Schoeps and real estate magnet Sacha Stawski looks at the different faces of anti-Semitism – some of it visible, much of it deeply hidden within societal structures.
    The authors were inspired to take a deep look into this subject following a 2003 German parliamentary seminar that discussed the themes of anti-Semitism, the German media and the Middle East. They participated in an exhibit, at Berlin’s Centrum Judaicum, on the theme of Islamic anti-Semitism, in 2004….

  8. AVIVA – Neu-alter Judenhass – Sarah Ross
    Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski haben gemeinsam ein Buch herausgegeben, das sich mit dem Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis befasst.
    Der Antisemitismus hat viele Gesichter. Mal versteckt und dann wieder sehr deutlich tritt er in unserem Alltag ans Tageslicht: So zum Beispiel in der Form des deutschen Schuldabwehr-Antisemitismus. Dahinter verbirgt sich der Vergleich der israelischen Politik gegenüber den PalästinenserInnen mit Hitlerdeutschlands Verbrechen an den Juden. Aber auch der islamische Antisemitismus und besonders die Berichterstattung in Verbindung mit dem arabisch-israelischen Konflikt stellt bereits seit längerer Zeit ein nicht mehr zu ignorierendes Problem dar. Gerade in den Medien werden TerroristInnen häufig nicht als das bezeichnet, was sie sind, und darüber hinaus wird zum Beispiel die Bedeutung der Worte des iranischen Präsidenten relativiert. Dabei sind der islamische Antisemitismus und der im christlich-westlichen Kulturkreis längst eine „unheilige Verbindungen“ eingegangen – und zwar nicht erst seit der islamischen Einwanderung nach Europa und auch nicht nur dort: „Hitlerdeutschland hat im Bündnis mit größeren Teilen der damaligen arabischen Nationalbewegung zur Verbreitung seines antisemitischen Weltverständnisses im Islam einen wesentlichen Beitrag geleistet.“….

  9. DIE RHEINPFALZ – Judenhass MUT – Bund soll aktiv Partei ergreifenEine Redebeitrag über das Buch „Neu-alter Judenhass“, das kürzlich in Berlin vorgestellt worden ist
    Die Herausgeber und Autoren eines neuen Buchs über Antisemitismus fordern einen jährlichen Antisemitismusbericht der Bundesregierung.
    Nachfolgend ein Redebeitrag von Mitherausgeber Klaus Faber, der ehemals Staatssekretär in Sachsen-Anhalt war
    „Zusammen mit Julius Schoeps und Sacha Stawski habe ich das Buch „Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik“ herausgegeben… Der von uns herausgegebene Sammelband befasst sich mit dem Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis, jeweils verbunden mit demjenigen Konflikt, den wir meistens Nahostkonflikt nennen. Beide Antisemitismusvarianten sind unheilige Allianzen eingegangen, nicht erst seit der islamischen Einwanderung nach Europa und nicht nur dort. Hitlerdeutschland hat im Bündnis mit größeren Teilen der damaligen arabischen Nationalbewegung, auch im Buch wird das geschildert, zur Verbreitung seines antisemitischen Weltverständnisses im Islam einen wesentlichen Beitrag geleistet; es wurde dabei, bis hin zu Plänen des Völkermords an den Juden Palästinas, durch den Führer der palästinensischen Araber unterstützt. Der deutsche Schuldabwehr-Antisemitismus, der beispielsweise in der hierzulande weit verbreiteten Meinung sichtbar wird, Israels Verhalten gegenüber »den Palästinensern« sei mit Hitlerdeutschlands Verbrechen an den Juden vergleichbar, erhält viele Stichworte aus der islamisch-arabischen Propaganda. Die Medien in Deutschland und Europa spielen dabei eine besondere Rolle, wie einige Autorinnen und Autoren des Buchs im einzelnen zeigen….

  10. ISRAELNETZ – Neues Buch zu Israel-Berichterstattung und Antisemitismus
    BERLIN (inn) – Texte zum Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis sowie zur Berichterstattung über Israel in den deutschen Medien hat der „Verlag für Berlin-Brandenburg“ in einem Buch zusammengefasst. Das Werk mit dem Titel „Neu-alter Judenhass – Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik“ wird am Dienstag in Berlin vorgestellt…
  11. PERLENTAUCHER.DE – Neu-alter Judenhass – Antisemitismus, arabisch-iraelischer Konflikt und europäische Politik

  12. Eine kleine Auswahl von den vielen Website, auf denen das Buch empfohlen wird:
    1. LEHRER Online
    2. Lichtig Verlag
    3. BpB
    4. IKYC
    5. Buchausgabe.de
    6. Deutsch Israelische Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Berlin 
    7. Guter-Rat.de

 


TEIL 2 – Redebeitrag von Klaus Faber bei Buchvorstellung…

Redebeitrag von Staatssekretär a. D. Klaus Faber zur Vorstellung des Buches
Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik
am 4. Juli 2006 im Centrum Judaicum

Unsere Forderung: ein jährlicher Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung

Meine Damen und Herren,
zusammen mit Julius Schoeps und Sacha Stawski habe ich das Buch „Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik“ herausgegeben. Ich war bei der Buchtextproduktion für die Gesamtkonzeption und die Koordination verantwortlich – die allerdings wie die meisten Einzelschritte nur mit Hilfe anderer und in enger Zusammenarbeit der Herausgeber erfolgreich sein konnte. Wie Sie der Einladung entnehmen konnten, war ich Staatssekretär – von 1994 bis 1999 in Sachsen-Anhalt – und bin Rechtsanwalt in Potsdam sowie, u. a., Geschäftsführender Vorsitzender des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e. V.. Die Buchidee geht auf zwei vom Wissenschaftsforum mitgetragene und von mir geleitete Diskussionsrunden u. a. mit Politikern und Wissenschaftlern in Berlin zurück, die sich mit den Themen Medien und Antisemitismus sowie islamischer Antisemitismus befassten. Bei allen an der Text- und Buchproduktion Beteiligten möchte ich mich im Namen der drei Herausgeber sehr herzlich bedanken, bei den Autorinnen und Autoren – ein Teil ist ja anwesend – und bei allen an den Lektorenaufgaben Beteiligten – ich nenne vor allem Frau Milena Uhlmann, die ebenfalls hier ist. Der herzliche Dank gilt ebenso dem Verlag, der durch Herrn André Förster vertreten wird, heute insbesondere, für die Präsentation, Herrn Prof. Dr. Arno Lustiger, Herrn Dr. Hermann Simon vom Centrum Judaicum und schließlich, persönlich, Julius Schoeps und Sacha Stawski.
Der von uns herausgegebene Sammelband befasst sich mit dem Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis, jeweils verbunden mit demjenigen Konflikt, den wir meistens Nahostkonflikt nennen. Beide Antisemitismusvarianten sind unheilige Allianzen eingegangen, nicht erst seit der islamischen Einwanderung nach Europa und nicht nur dort. Hitlerdeutschland hat im Bündnis mit größeren Teilen der damaligen arabischen Nationalbewegung, auch im Buch wird das geschildert, zur Verbreitung seines antisemitischen Weltverständnisses im Islam einen wesentlichen Beitrag geleistet; es wurde dabei, bis hin zu Plänen des Völkermords an den Juden Palästinas, durch den Führer der palästinensischen Araber unterstützt. Der deutsche Schuldabwehr-Antisemitismus, der beispielsweise in der hierzulande weit verbreiteten Meinung sichtbar wird, Israels Verhalten gegenüber »den Palästinensern« sei mit Hitlerdeutschlands Verbrechen an den Juden vergleichbar, erhält viele Stichworte aus der islamisch-arabischen Propaganda. Die Medien in Deutschland und Europa spielen dabei eine besondere Rolle, wie einige Autorinnen und Autoren des Buchs im einzelnen zeigen.
31 Autorinnen und Autoren äußern sich in dem Sammelband in drei Abschnitten zu verschiedenen Aspekten des neu-alten Judenhasses, zu den Themen deutsche Medien und Nahostkonflikt, zum islamischen Antisemitismus und zum Handlungsbedarf in der Politik. Einige aktuelle Beispiele können dazu dienen, die Problematik deutlich zu machen.
Der Aufruf des Präsidenten der Islamischen Republik Iran vom Oktober 2005, Israel von der Landkarte zu tilgen, hatte in den meisten westlichen Ländern zu Protesten geführt. Etwas später als andere Länder hatte auch Deutschland offizielle diplomatische Schritte gegen die Islamische Republik eingeleitet. Für deutsche Verhältnisse war es eher ein Novum, dass an der Berichterstattung des Zweiten Deutschen Fernsehens vom Oktober 2005 über die Position des Präsidenten der Islamischen Republik Iran und kurz danach über die Terroranschläge im israelischen Hadera öffentlich wahrnehmbar Kritik geübt wurde. Das Zweite Deutsche Fernsehen hatte in den Nachrichtensendungen die Bedeutung der Äußerungen des iranischen Präsidenten relativiert und in die Nähe bereits früher verbreiteter iranischer Propaganda gerückt, die man offenbar nicht so ernst zu nehmen habe; mit ähnlicher Tendenz wurden, wie zuvor schon in vielen vergleichbaren ZDF-Nachrichtensendungen, die Attentäter von Hadera und ihre Organisation nicht mit der zutreffenden Qualifikation als „Terroristen“ angesprochen, sondern durch das unkommentierte Zitat einer Propaganda-Erklärung dieser Organisation der Eindruck vermittelt, die Terrortat sei mit einer Aktion zu vergleichen, die nach militärischen Regeln durchgeführt wird.
Media-Watch-Institutionen und andere hatten in den vergangenen Jahren häufig derartige Tendenzen in der Berichterstattung deutscher Medien (nicht nur des ZDF) kritisiert, waren damit – vor allem in den Medien selbst – aber kaum gehört worden. Experten jeder Provenienz in Medien, Politik und Wissenschaft kennen natürlich seit langem das nicht nur antiisraelisch, sondern offen antisemitisch grundierte Politikverständnis der staatlich kontrollierten Medien in der Islamischen Republik Iran, wie z. B. der Buchbeitrag von Wahied Wahdat-Hagh (der hier ist) und Mohammed Schams zeigt. Ähnliches gilt für das politische Klima in vielen arabischen Ländern, wie etwa die Massenpublikation der „Protokolle der Weisen von Zion“ in arabischer und englischer Sprache, deren filmische Verarbeitung und Verbreitung in ägyptischen, syrischen, libanesischen oder jordanischen Fernsehsendungen sowie antisemitische Karikaturen in den Massenmedien belegen. Die „Protokolle“ sind eine antisemitische Fälschung aus dem zaristischen Russland, die beweisen soll, dass es eine Verschwörung zur Errichtung einer jüdischen Weltherrschaft gibt. Es handelt sich dabei also nicht um einen Grenzfall zwischen Antiisraelismus und Antisemitismus (mit derartigen Übergängen und mit der Grenzziehung selbst befassen sich mehrere Beiträge in dem Sammelband), sondern um eine klassische, auch von Adolf Hitler geschätzte antisemitische Hetzschrift – um eine unter vielen anderen.
Über die iranischen Absichten, eine Atombombe zu bauen, und über die Verwendungsoptionen konnte es ebenso seit längerer Zeit keine ernsthaften Zweifel geben. Die Bombe war und ist nicht als Gleichgewichtsinstrument gegen die atomar bewaffneten Länder Pakistan, Indien, Russland oder Israel gedacht, von denen Iran nicht bedroht war, schon gar nicht atomar. Nur wer nicht hören wollte, hat nicht verstanden, was (keinesfalls defensiv-hypothetisch) gemeint war, wenn iranische Amtsträger in den vergangenen Jahren öffentlich erklärten, die Islamische Republik könne einen atomaren Angriff überleben, für Israel reiche aber eine Atombombe aus.
Ich will als letztes Beispiel einen Vorgang der letzten Woche erwähnen, der zunächst – zunächst – nichts mit dem Thema Antisemitismus zu tun hat. Fast alle deutschen Zeitungen hatten auf der ersten Seite, den meisten, aber nicht allen Nachrichtenagenturen folgend, berichtet, die Hamas-Regierung sei zu einer „indirekten“ Anerkennung Israels bereit. Wir hatten zuvor von keiner Seite gehört, die Hamas-Charta sei aufgehoben worden – vielmehr wurde deren Verbindlichkeit immer wieder öffentlich betont. Sie können im Anhang zu dem Sammelband die durchgängig mit religiösem Anspruch auftretende Hamas-Charta finden. Auf den Seiten 400, 401, 408 und 409 wird über die religiöse muslimische Pflicht, Juden zu töten, über die Zugehörigkeit des ganzen „Palästinas“, also auch Israels, zum islamischen Waqf-Besitz bis zum Tag des „Jüngsten Gerichts“ und über die Verschwörung der jüdischen Feinde berichtet, die von der französischen bis zur „kommunistischen“ Revolution für alle Untaten verantwortlich sein sollen. Sie erinnern sich vielleicht daran, dass einen Tag nach dem Bericht über die angebliche Hamas-Anerkennungsbereitschaft die Hamas-Regierung, die übrigens nach dem eigenen Verständnis – glaubwürdig – islamisch „fromm“ ist, diese Nachrichten deutlich dementiert hat.
In der gleichen Woche wurde über die saudi-arabische Schule in Bonn berichtet, in der die Schüler – über die Hälfte davon deutsche Staatsbürger – lernen, dass Muslime Juden töten sollten. Die deutsche Schulaufsicht tut sich, so ein Fernsehbericht, schwer, dieses Treiben zu unterbinden. Auch diplomatische Rücksichten sollen dabei eine Rolle spielen. Manche haben Zweifel geäußert, ob sich die deutsche Schulaufsicht ähnlich schwer tun würde, wenn in der Schule zur Tötung von nicht-jüdischen Deutschen aufgerufen worden wäre. –
Unter den 31 Autorinnen und Autoren des Sammelbands befinden sich jüdische und nicht-jüdische Deutsche, Deutsche arabischer, iranischer und türkischer Abstammung, Israelis, US-Staatsbürger und Österreicher, Christen, Juden, Muslime und Menschen mit anderer oder ohne Glaubenszugehörigkeit, Politiker, Experten, Wissenschaftler und Repräsentanten engagierter Institutionen und Vereinigungen. Der Sammelband gibt unterschiedliche Positionen zu einer Problematik wieder, die leider aktuell bleiben wird. In einem Punkt stimmen die Autorinnen und Autoren überein: Es besteht Anlass zum Handeln gegen den neu-alten Antisemitismus – in ganz Europa, vor allem in Deutschland, und auch in Nahost.
Jedenfalls nach Auffassung der Herausgeber gehört in Deutschland dazu auch die politische Forderung, dass die Bundesregierung in Anlehnung an das Vorgehen anderer Staaten einen jährlichen Bericht zur Antisemitismusbekämpfung herausgibt. Der Bericht sollte, unter Beteiligung des Innenministeriums und des Auswärtigen Amtes, über die Verbreitung antisemitischer Strömungen in allen Gesellschaftsteilen und –institutionen einschließlich der Medien Auskunft geben sowie darlegen, welche Gegenmaßnahmen notwendig sind und eingeleitet wurden. Aufgenommen werden muss ebenso die Berichterstattung über die antisemitische Agitation in den Herkunftsländern der muslimischen Einwanderer, die uns über viele Wege – u. a. über Satelliten, über das Internet, über den Buch- und Zeitschriftenimport oder sogar über Schulen – erreicht, und über die Maßnahmen, die die Bundesregierung dagegen ergreift oder ergreifen wird. Wie wichtig ein derartiger Bericht ist, zeigen übrigens auch die erschreckenden Untersuchungen der Alice-Salomon-Fachhochschule über den Antisemitismus an Berliner Schulen – Studien, die unter der Leitung von Herrn Levi Salomon stattfanden, der heute hier ist. In dem Buch schildert übrigens Herr Philipp Gessler (ebenso hier anwesend) die entsprechenden Vorgänge.
Der Kampf gegen den neuen und den alten Antisemitismus ist ein wichtiger Teil des Kampfes für die Demokratie und für die Menschenrechte. Den Menschenrechtskonventionen der Vereinten Nationen sind nahezu alle Staaten beigetreten, darunter auch diejenigen, die Antisemitismus nicht nur zulassen, sondern durch eigene Beiträge fördern. Der deutsche Staat, unser Staat, sollte die Aufgabe annehmen, im Gegensatz zu früheren Positionen in dieser Frage aktiv Partei zu ergreifen.


TEIL 3 – Redebeitrag von Sacha Stawski bei Buchvorstellung…


    Redebeitrag von Sacha Stawski (Honestly Concerned e.V.) zur Vorstellung des Buches
    Neu-alter Judenhass: Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik
    am 4. Juli 2006 im Centrum Judaicum

    Antisemitismus ist aufgrund seiner unterschiedlichen Erscheinungsformen ein durchaus komplexes Thema. Der „traditionelle“ Antisemitismus beinhaltet Vorurteile, wie z.B. dass alle Juden reich seien und Hakennasen hätten. Allerdings wird diese Form des Antisemitismus heute von der Durchschnittsbevölkerung als genausowenig „existent“ anerkannt, wie z.B. die teuflische Unterstellung, daß Juden zum Pessachfest Nicht-Jüdische Kinder schlachten, um aus deren Blut das Matzabrot zu fertigen. Gleichwohl ist es ein Fakt, daß es im Arabischen Fernsehen Serien gibt, die genau dies und vieles mehr behaupten, was letztendlich per Satelliten TV doch seinen Weg in Europäische Wohnzimmer findet. Tatsache ist somit, daß diese und viele andere Vorurteile weiterhin verbreitet sind.

    In diesem Sammelband haben wir 31 Autoren die Möglichkeit gegeben, „neue“ Aspekte des immer gleichen alt-neuen Antisemitismus zu erörtern und gewisse Aspekte hervorzuheben – aus der Perspektive der Politik, der Zivilgesellschaft oder der Medien, wie in meinem Fall.

    Bevor ich meine eigene Rolle als einer dieser Autoren erläutere, möchte ich mich aber als einer der drei Herausgeber persönlich bei meinen beiden Co-Herausgebern für deren tatkräftige Mitarbeit bedanken, i.B. bei Kaus Faber, ohne den dieses Projekt nie zum Ziel gekommen wäre, dem Verlag und vor allem bei den Autoren und Lektoren. Ich denke, das hier entstandene Werk ist in dieser Form einzigartig – wichtig genug, um als Nachschlagewerk für Medien, Politik und Gesellschaft dienen zu können.

    Ohne dem Inhalt zu viel vorweg zu nehmen, möchte ich, wie schon angekündigt, einige Worte zu meinem Beitrag erörtern. Es geht um das Bild Israels in den Köpfen der Menschen – um Antisemitismus, um den Nahostkonflikt, Medienberichterstattung und Medienkritik seit Beginn der so genannten „Al-Aqsa-Intifada“.

    Man kann davon ausgehen, daß die Berichterstattung der Medien eine nicht unerheblich Rolle bei der Aussage von 59% der Europäern[1] gespielt hat, als sie angaben, daß „Israel eine Gefahr für den Weltfrieden darstellt“. Ähnlich verhält es sich mit Aussagen wonach 68,3% der Deutschen Bevölkerung meinten, daß „Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führe“ und 51,2% glaubten, daß „was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, im Prinzip auch nichts anderes ist als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben“.

    Diese Ergebnisse mögen erschrecken und doch verdeutlichen sie nur all zu gut was im Kopf des Durchschnittsbürgers vor sich geht und geben Anzeichen für Aspekte, die mitberücksichtigt werden sollten, wenn man heute von Antisemitismus spricht.

    Nun mögen einige hinterfragen was Aussagen über Israel mit Antisemitismus zu tun haben. Doch genau da sind wir an dem Punkt angekommen, wo unser Buch jenen entscheidenden Aspekt anspricht, bei dem es um diesen „neuen“ Antisemitismus geht. Dieser ist primär gegen den „Juden der Nationen“ gerichtet – projiziert auf Juden insgesamt – und nun mit Hilfe unseres Buches für jedermann verständlich gemacht.

    Hier gilt es unmißverständlich zwischen legitimer Kritik an der Politik Israels, die es immer gegeben hat und immer geben wird, und tatsächlichem Antisemitismus zu unterscheiden. Als praktische Richtlinie kann man eine im Jahr 2005 ausformulierte Arbeitsdefinition der EUMC[2] nehmen, die aber bislang noch keine formelle Anerkennung gefunden hat. Diese, wie auch eine einfachere Alternativdefinition von Antisemitismus von Nathan Scharansky[3] – die sich an den so genannten „3-D“-Kriterien orientiert 1.) D-ämonisierung von Juden, 2.) D-oppelstandard, mit dem Juden gemessen werden, und 3.) D-elegitimierung von Juden, werden ebenfalls in dem Buch aufgegriffen.

    Deutlich wird hiebei, daß es nicht darum geht, Israelkritik mundtot zu machen, sondern daß es lediglich darauf ankommt, wie diese Kritik formuliert wird und was sie bezwecken soll!

    Sicherlich tragen zahlreiche Faktoren für die sehr negative Meinung von Israel bei, die viele Menschen, i.B. auch in Deutschland, hegen. Schuldkompensation durch eine Gleichstellung von Israel mit Nazi-Deutschland („They‘re as bad as us“) mag ebenso ein Faktor sein, wie das „David und Goliath“ Syndrom (Sympathien für den vermeintlich Schwächeren – in diesem Fall für die Palästinenser). Ein häufiger vorkommender Faktor scheinen Unwissenheit und (oft unbewußte) stereotypische Vorurteile zu sein. In diesem Zusammenhang muß wieder an die Verantwortung der Medien erinnert werden, die nicht nur verantwortlich sind für das, was sie schreiben, sondern auch für das Ergebnis, das beim Leser/Betrachter ankommt!

    Die Printmedien gehen meistens subtil vor. Oft wiederkehrende Darstellungen spielen dabei eine entscheidende Rolle:

    • Israel ist die „Besatzungsmacht“ [4]…
    • Israel ist die bewaffnete Bedrohung (selbst wenn Israel den Rückzug vorbereitet)[5]
    • Israel ist die Gewaltmacht, die Panzer[6] gegen Kinder einsetzt[7]
    • Israel „mauert“ [8]…
    • Israel eskaliert[9]
    • Israel ist der brutale „Aggressor“, der jeden Frieden „planiert“[10], sogar dann wenn die Hamas angeblich Israel anerkennt, usw….

    Vor allem, spielt aber auch die optische Begleitung, die Bildauswahl zu Artikeln eine wichtige Rolle in der Wahrnehmung der Menschen; die Bildauswahl hat inhaltlich oft nichts mit dem Artikel zu tun hat und steht sogar in direktem Widerspruch dazu:

    Zur gleichen Zeit findet dann z.T. noch eine Idealisierung und Romantisierung statt. So werden z.B. Fabeln über die als Terrororganisation anerkannte Hamas als Tagesnachrichten abgedruckt, ohne ein Wort über die terroristischen Ideale der Organisation zu verlieren[11]….

    Nicht nur das Zusammenspiel von Bildern und begleitenden Texten ist wichtig, sondern auch die Kombinationen von Titelzeilen und tatsächlichen Fakten. Während Leser in den Überschriften in Großbuchstaben und Fettschrift über die Gewaltakte mordender Israelischer Soldaten informiert werden, erfährt man oft erst im zweiten, oder dritten Absatz, daß die ggf. erschossenen Palästinenser schwer bewaffnete Terroristen waren (sofern überhaupt)[12].

    Ein weiterer Faktor hängt mit antisemitischen Ideologemen zusammen, so ist das biblische Racheprinzip[13] ein ständig vorkommendes Konzept[14]… In deutschen Medien steht „Auge um Auge“ für ein vermeintlich archaisches Racheprinzip, dessen israelische Variante, wie z.B. im „Spiegel“, den griffigen Zusatz erhielten: Auge um Auge, Wahn um Wahn[15].

    In ähnlicher Art und Weise wird Lesern ein realitätsfernes Bild von einem typischen „Juden“, und dem „typischen Israeli“ vermittelt. Für diejenigen, die es nicht besser wissen, trägt jeder Israeli einen langen Bart, schwarzen Hut und Kaftan usw.[16]

    Bei alledem ist der enge Zusammenhang zwischen dem was in den Arabischen Medien[17] immer wieder suggeriert wird, z.B. das alte Konzept der „Jüdischen Weltverschwörung“, und dem was einige Zeit später in Europäischen Medien auftaucht, ein ebenfalls nicht zu unterschätzendes Phänomen, das in unserem Buch Aufmerksamkeit findet.

    Zusammenfassend bleibt festzuhalten, daß die Deutschen Medien, sofern man diese über „einen Kamm scheren“ kann, sicherlich nicht antisemitisch sind. Gleichwohl gibt es Tendenzen in der Berichterstattung, die dazu führen, daß bei Lesern gewisse Klischees bestätigt werden. Was in jedem Fall durch die von uns gesammelten Informationen deutlich wird, ist daß ein Handlungsbedarf besteht und so möchte ich an dieser Stelle 4 klare Forderungen in Richtung der Bundesregierung äußern:

    1.) Es gibt eine Definition des „Problems“ Antisemitismus von der EUMC. Geben Sie dieser Definition einen formell anerkannten Status und

    2.) Noch wichtiger: benutzen sie diese für ein regelmäßiges Monitoring, sowie für

    3.) die Entwicklung von entsprechenden Gegenmaßnahmen.

    4.) Abschließend, lassen Sie das Thema bitte nicht auf sich beruhen. Stellen Sie durch einen jährlichen Bericht zur Antisemitismusbekämpfung, gekoppelt mit dem vorab genannten Monitoring ein für allemal sicher, daß Antisemitismus seine Salonfähigkeit verliert und nachhaltig bekämpft wird.


    [1] Studie der EU-Kommission, November 2003. Befragung von 7500 Europäern in 15 EU-Mitgliedsstaaten.
    [2] EUMC Englischer Originaltext: http://eumc.eu.int/eumc/material/pub/AS/AS-WorkingDefinition-draft.pdf
    [3] WELT – 29.04.2004 – „Der Feind unterscheidet nicht zwischen Israelis und Juden“ – Natan Scharansky zu Vorurteilen und Stereotypen
    [4] Handelsblatt, 15.11.2003
    [5] Berliner Morgenpost, 16.03.2003
    [6] Aachener Zeitung, 09.03.2002
    [7] Neue Zürcher Zeitung, 06.05.2004
    [8] Neue Presse, 23.10.2003
    [9] Die Welt, 06.10.2003
    [10] SZ, 19.05.2004
    [11] Rheinische Post, 23.3.2004
    [12] Beispiel: Frankfurter Rundschau 25.06.2003, „Israelische Soldaten töten vier Palästinenser“
    [13] Der Spiegel, 41/2001
    [14] Stern 15/2002
    [15] Spiegel 43/2000 – „Die Gegenseite – Auge um Auge, Wahn um Wahn – reagierte prompt“; Spiegel 48/2000 – „Doch die Vergeltungspolitik – Auge um Auge, Wahn um Wahn – fällt immer deutlicher auf Israel selbst zurück“; Spiegel 15/2002 – „…geradezu biblische Vergeltungspolitik Scharons – Auge um Auge, Wahn um Wahn …“
    [16] Tagesspiegel, 27.01.2003
    [17] http://www.honestly-concerned.org/Infomaterial/ARAB_CARTOONS_BRANDNEW.pdf
     


    TEIL 4 – Hintergrundinformationen zum Buch, inkl. Inhaltsangabe

    VERLAG FÜR BERLIN BRANDENBURG
    2. AUFLAGE SOEBEN ERSCHIENEN

    Neu-alter Judenhass
    Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik
    Klaus Faber/Julius H. Schoeps/Sacha Stawski (Hg.)


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    Das anhaltend große Interesse an dem Sammelband Neu-alter Judenhass zeigt, dass seine Thematik und die Analysen der Beiträge aktuell sind – und weiterhin aktuell bleiben werden. Dies betonen auch die Herausgeber im Vorwort zur 2. Auflage mit Blick auf die Situation nach dem Libanon-Israel-Konflikt im Sommer 2006.
     

    In seinem der 2. Auflage vorangestellten Geleitwort plädiert der Holocaust-Überlebende und Schoa-Historiker Arno Lustiger für einen jährlichen Bericht der Bundesregierung zur Antisemitismusbekämpfung, der über antisemitische Vorfälle und Tendenzen in Deutschland Auskunft gibt und darlegt, welche Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
      
    Neu-alter Judenhass befasst sich mit dem Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis. Zu Aspekten wie deutsche Medien und Nahostkonflikt, islamischer Antisemitismus in Nahost und Europa und Herausforderungen für die deutsche und europäische Politik äußern sich neben den Herausgebern profilierte Autorinnen und Autoren: Ulrich W. Sahm, Esther Schapira/Georg M. Hafner, Rabbi Andrew Baker, Bassam Tibi, Cem Özdemir, Mordechay Lewy, Dieter Graumann, Anetta Kahane, Johann Michael Möller, Abraham H. Foxman, Yigal Carmon, Mohammed Schams/Wahied Wahdat-Hagh, Philipp Gessler, Eldad Beck, Doron Rabinovici, Matthias Küntzel, Ilka Schröder, Gert Weisskirchen, Hildegard Müller, Markus Löning, Klaus-Jürgen Scherer, Rolf Behrens, Yves Pallade, Tobias Kaufmann, Katrin Kemmler und Lars Rensmann.
     
    Bei allen unterschiedlichen Akzenten und Perspektiven stimmen die Autorinnen und Autoren in einem Punkt überein: Es besteht Anlass zum Handeln gegen den neu-alten Antisemitismus – in Deutschland, in Europa und in Nahost.
     
    Über die Herausgeber:
    Klaus Faber, Staatssekretär a. D., Rechtsanwalt und Publizist, Geschäftsführender Vorsitzender des Wissenschaftsforums der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V.
    Julius H. Schoeps, Professor für Neuere Geschichte und Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam
    Sacha Stawski, Immobilienkaufmann, Gründer und Chefredakteur der Initiative Honestly Concerned e.V., die sich gegen Antisemitismus einsetzt


    Klaus Faber/Julius H. Schoeps/Sacha Stawski (Hg.):
    Neu-alter Judenhass
    Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik
    Mit einem Geleitwort von Arno Lustiger
    2. Aufl., 2007
    432 S., Hardcover, Fadenheftung
    ISBN: 978-3-86650-163-8
    24,90 Euro
    Verlag für Berlin-Brandenburg
    Tel: 030/ 88 46 89-44 • Fax: 030/ 88 46 89-11 • eMail:
    [email protected]  www.verlagberlinbrandenburg.de

     


     

    Neu-alter Judenhass
    Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik

    Sammelband. Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski (Hg.)

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    Der von Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski herausgegebene Sammelband befasst sich mit dem Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis. Beide Antisemitismusvarianten sind unheilige Verbindungen eingegangen, nicht erst seit der islamischen Einwanderung nach Europa und nicht nur dort. Hitlerdeutschland hat im Bündnis mit größeren Teilen der damaligen arabischen Nationalbewegung zur Verbreitung seines antisemitischen Weltverständnisses im Islam einen wesentlichen Beitrag geleistet. Der deutsche Schuldabwehr-Antisemitismus, der beispielsweise in der hierzulande weit verbreiteten Meinung sichtbar wird, Israels Verhalten gegenüber »den Palästinensern« sei mit Hitlerdeutschlands Verbrechen an den Juden vergleichbar, erhält viele Stichworte aus der islamisch-arabischen Propaganda.

    31 Autorinnen und Autoren äußern sich zu verschiedenen Aspekten des neu-alten Judenhasses (deutsche Medien und Nahostkonflikt, islamischer Antisemitismus, politische Perspektiven): unter ihnen jüdische und nichtjüdische Deutsche, Deutsche arabischer, iranischer und türkischer Abstammung, Israelis, US-Staatsbürger und Österreicher, Christen, Juden, Muslime und Menschen mit anderer oder ohne Glaubenszugehörigkeit, Politiker, Experten, Wissenschaftler und Repräsentanten engagierter Institutionen und Vereinigungen.

    Der Sammelband gibt unterschiedliche Positionen zu einer Problematik wieder, die leider aktuell bleiben wird. In einem Punkt stimmen die Autorinnen und Autoren überein: Es besteht Anlass zum Handeln gegen den neu-alten Antisemitismus – in ganz Europa, vor allem in Deutschland, und auch in Nahost.

    Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski (Hg.):

    Neu-alter Judenhass.
    Antisemitismus, arabisch-israelischer
    Konflikt und europäische Politik

    Verlag für Berlin-Brandenburg, 2006
    www.verlagberlinbrandenburg.de


    424 S., Hardcover, Fadenheftung
    ISBN: 3-86650-163-3
    Preis: 24,90 Euro

    Inhalt:

    Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski
    Vorwort: Grundfragen einer Diskussion
    Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik


    Abschnitt I
    Deutsche Medien und der Nahostkonflikt
    Grenzziehung zur antisemitischen Israelkritik

    Einleitung von Klaus Faber

    Rolf Behrens
    »Sie schießen, um zu töten.«
    Die Berichterstattung über Israel bedroht das »besondere Verhältnis«

    Lars Rensmann
    Der Nahost-Konflikt in der Perzeption des Rechts- und Linksextremismus

    Yves Pallade
    Medialer Sekundärantisemitismus, öffentliche Meinung und das Versagen gesellschaftlicher Eliten als bundesdeutscher Normalfall

    Esther Schapira/Georg M. Hafner:
    Entlastungsantisemitismus in Deutschland

    Johann Michael Möller
    Medien, Israel und Antisemitismus

    Tobias Kaufmann
    In Blüms Dschenin. Journalisten und Politiker fördern durch Fahrlässigkeit, Unterlassung und Vorsatz die israelfeindliche Haltung deutscher Medienkonsumenten

    Klaus-Jürgen Scherer
    Über antisemitische Ressentiments im kulturellen Selbstgespräch der deutschen Öffentlichkeit

    Sacha Stawski
    Das Bild Israels in den Köpfen der Menschen
    Antisemitismus, Nahostkonflikt, Medienberichterstattung und Medienkritik seit Beginn der »Al-Aqsa-Intifada«

    Ulrich W. Sahm
    Deutsche Medien und der Nahostkonflikt 

    Katrin Kemmler
    Die antiimperialistische Stille Post

    Rabbi Andrew Baker
    Sachverständigenaussage zum Antisemitismus in Europa

    Abschnitt II
    Islamischer Antisemitismus in Nahost und Europa
    Das ungern wahrgenommene Problem

    Einleitung von Klaus Faber

    Abraham H. Foxman
    Muslimischer Antisemitismus zwischen Europa und dem Nahen Osten

    Bassam Tibi
    Die Mär des Islamismus von der jüdischen und kreuzzüglerischen Weltverschwörung gegen den Islam

    Yigal Carmon
    Was ist arabischer Antisemitismus?

    Mohammed Schams/Wahied Wahdat-Hagh
    Der khomeinistische Antisemitismus

    Cem Özdemir
    Muslimische Migranten und Antisemitismus

    Philipp Gessler
    Antisemitismus unter Jugendlichen in Deutschland

    Eldad Beck
    Islam und Antisemitismus

    Mordechay Lewy
    »Denn wer einmal uns versteht, wird uns auch verzeihen.«
    Kritik der Selbstverneinung im Zeitalter der postmodernen Unvernunft des Abendlandes

    Doron Rabinovici
    Altneuhaß. Moderne Varianten des Antisemitismus

    Matthias Küntzel
    Joschka Fischer, die »Road Map« und der Gaza-Abzugsplan

    Abschnitt III
    Perspektiven. Herausforderungen für die deutsche und europäische Politik

    Einleitung von Klaus Faber

    Anetta Kahane
    Was Zivilgesellschaft gegen Antisemitismus nützt

    Ilka Schröder
    Liaisons dangereuses. Die EU und ihre Destabilisierungspolitik gegen Israel

    Gert Weisskirchen
    OSZE und Kampf gegen den Antisemitismus

    Hildegard Müller
    Deutschlands Verantwortung in Europa: Antisemitischem Denken, Reden und Handeln entgegenwirken!

    Markus Löning
    Kampf gegen den Antisemitismus: Eine Aufgabe für alle gesellschaftlichen Gruppen.
    Ein ständiger Kampf für unsere freiheitliche Gesellschaft!

    Dieter Graumann
    Islamismus – das friedensresistente Monster
    Europa muss kämpfen – für sich selbst

    Julius H. Schoeps
    Die Schatten der NS-Vergangenheit
    Das deutsch-jüdische Verhältnis auf dem Prüfstand

    Klaus Faber
    Was ist zu tun?
    Antisemitismus, Israel und die deutsche Politik

     

     

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