Zionistische Judäophobie

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Die Anti-Defamation League, eine große US-zionistische Organisation, gibt vor, Antisemitismus zu bekämpfen. Die Betreiber der deutsch-zionistischen Internet-Seite honestly concerned[Von der HC Redaktion hervorgehoben] übernehmen häufig deren Beiträge, wie diesen:

ADLAnti-Semitism in Arab Media

Al-Watan, November 24, 2005 (Saudi Arabia) In Arabic: „The big Middle East.“

Die Karikatur stammt offenbar aus Al-Watan, einer saudi-arabischen Zeitung. Die US-Anti-Defamation League fand sie antisemitisch. Auf dem Topf stünde „The big Middle East“. Vermutlich bedeutet die Aufschrift The Greater Middle East; ein Begriff, mit dem die Neo-Cons das Gebiet von Mauretanien bis Afghanistan bezeichnen – ihr gegenwärtiges Expansions-Areal. Uncle Sam und ein – ja was – ein Mann mit Davidstern am Hut kochen den Größeren Nahen Osten gar.

In den Augen der US- und Deutsch-Zionisten ist jeder judäophob, der Israels Staats- und Regierungspolitik angreift. Genauer: Sie wollen, daß jeder als judäophob gilt, der das tut. Sie wollen den Unterschied zwischen Juden und Israelis verwischen und den zwischen Regierung und Landesbewohnern. Nicht nur fördern sie damit die Judäophobie, sie sitzen ihr selbst auf.

Die tatsächlich bestehende massive Judäophobie in Saudi-Arabien, wie in Ägypten und anderswo, kommt Uncle Sam sehr zupaß: Können doch seine Vasallenregime durch Ablenkung auf Dritte die Volksmassen im Schach halten. Wollte der große Freund der israelischen Staats- und Regierungspolitik gegen Judäophobie vorgehen, dann müßte er die militärische, politische und wirtschaftliche Unterstützung für die Vasallenregimes einstellen, ebenso wie für den israelischen Staat. Das US-Kapital würde damit allerdings auf ganz viel Profit verzichten… Na, dann lieber doch Judäophobie in Saudi-Arabien und Ägypten, und die Karikaturen bleiben judäophob, oder auch mal nicht, wie hier.

T:I:S, 4. Dezember 2005

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