»Jedes Mal schlägt Israels Armee zurück« – Zum Israelbild in deutschen Schulbüchern und seine Anschlussfähigkeit an israelbezogenen Antisemitismus | Jüdische Rundschau

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Neues Bild (4)Im Sommer dieses Jahres kam es im Zuge des Gazakriegs in der Bundesrepublik zu den schwersten antisemitischen Ausschreitungen der letzten Jahre. Während der Demonstrationen wurden abscheuliche und zur Genüge häufig zitierte antisemitische Parolen gebrüllt sowie Schilder hochgehalten, deren Motive dem zweitausend Jahre alten christlichen Antisemitismus entsprangen. Kleinkinder wurden zwischen Puppen drapiert, die mit roter Farbe beschmiert waren. Zwischen ihnen lag ein abgetrennter Puppenkopf. Neben linken, rechten und Querfront-Antisemiten waren vor allem muslimische Männer, Frauen und in mehreren Fällen auch Kinder an den sogenannten Gaza-Demonstrationen beteiligt. Nahezu konfrontationslos hat sich hierzulande ein aggressiv-antisemitisches Milieu etabliert, dessen Entstehung sowohl von der Zivilgesellschaft als auch von den staatlichen Institutionen ignoriert wurde. Da davon auszugehen ist, dass die meisten »Demonstranten« das staatliche Bildungssystem durchlaufen haben, stellt sich die Frage, warum die Schulen bei der Bekämpfung des israelbezogenen Antisemitismus derart versagt haben. Bietet das Schulsystem gar Anknüpfungspunkte für israelbezogenen Antisemitismus? Welches Israelbild wird eigentlich in deutschen Schulbüchern vermittelt?…

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