Nicht Stillstand, sondern Rückschritt – Vortrag: Der Journalist Andreas Zumach sprach auf Einladung des „Forums gegen Rüstungsexporte“ über die Situation in Israel und Perspektiven des Nahostkonflikts | Bergsträßer Anzeiger

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Bergstraße. Wenige Wochen nach den Parlamentswahlen blickt der Journalist Andreas Zumach skeptisch auf die politische Entwicklung in Israel. „Ich bin ziemlich pessimistisch“, sagte er bei einem Vortrag in Heppenheim. Die Hindernisse auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden scheinen kaum überwindbar zu sein. Zum aktuellen Zeitpunkt befürchtet der Nahostexperte einen Kurs in die falsche Richtung: „Es wird keinen Stillstand geben, sondern Rückschritte.“…


8 Kommentare
  • Ruprecht Polenz
    Ruprecht Polenz

    Dass ausgerechnet Sie diesen Vorwurf erheben, Herr Stawski, wundert mich nun doch. Für Sie liegt die mit mit Löffeln gefressene Weisheit doch im status quo – obwohl er für Israel weder Frieden noch Sicherheit bedeutet. Ich habe von Ihnen noch keinen einzigen Vorschlag für eine Änderung ISRAELISCHER Politik gelesen. Stattdessen rechtfertigen Sie die Siedlungspolitik, die Israels Sicherheit NICHT erhöht und das Land international immer mehr isoliert.

  • Sacha Stawski
    Sacha Stawski

    Lieber Herr Polenz, Sie liegen mal wieder so gänzlich falsch; so falsch wie man nur falsch liegen kann. Zum einen verteidige ich die Siedlungspolitik nicht. Zum anderen sehe ich es nicht als meine Aufgabe mich in die Politik eines Landes einzumischen, dessen Staatsbürger ich nicht bin.
    Mir geht es ausschließlich um eine ausgewogene, ehrliche und wahrheitsgemäße Berichterstattung. Mir geht es darum, dass Israel mit dem selben Standard gemessen wird, wie alle anderen Staaten auch. Ich setze mich gegen eine Dämonisierung, Delegitimierung und gegen Doppelstandards ein, wenn es um Israel geht. Leider behandeln „Experten“, wie Sie, Israel mit einem anderen Maßstab, als jedes andere Land der Welt. Ich würde mir wünschen mindestens so oft Kommentare von Ihnen zu lesen, wenn es darum geht den Terrorismus der Palästinenser, wie auch sonst wo in der Welt zu verurteilen; wenn es darum geht antisemitische Straftaten beim Namen zu nennen; wenn es darum geht die Verfolgung von Christen, Yesiden und Andersgläubigen in der Arabischen Welt zu verurteilen; wenn es darum geht über das „platt machen“ eines 2-km Sicherheitsstreifens entlang der Grenze zu Ägypten geht; wenn es um Menschenrechte, Holocaustleugnung, usw. im Iran geht; etc., etc. Es wäre so schön, wenn Sie nicht nur bei Israel meinen würden alles besser zu wissen, sondern eben auch bei den viel größeren Problemen, die es in dieser Welt gibt. Genauso wäre es auch mal schön, wenn Sie einige der positiven Dinge in Bezug auf das Land, das Sie so gerne kritisieren und so oft zum Schwerpunkt Ihrer Kommentare machen, hervorheben würden: den Einsatz in Krisengebieten, wie derzeit in Nepal; die unzähligen weltverbessernden Errungenschaften und Innovationen in den Bereichen Medizin, Wissenschaft, Technologien, Wirtschaft, usw. Ich könnte die Liste beliebig fortsetzen.
    Lieber Herr Polenz, Sie sind ein außenpolitischer Experte. Sie haben unzweifelhaft viel Wissen, aber warum behandeln Sie Israel immer mit einem anderen Standard als jedes andere Land der Welt…?!?!?
    Zu guter letzt noch etwas zu meiner rein persönlichen Meinung: Ich denke, daß Israel bereits vor vielen Jahren – noch lange vor der Intifada – versäumt hatte eine Lösung für die Palästinensischen Gebiete zu finden, wobei ich absolut erkenne, daß man für jede Lösung einen Partner gebraucht hätte, den es leider zu keinem Zeitpunkt gab. Israel hat den Palästinenser vielfach in den letzten Jahrzehnten weitestgehend das geboten, was angeblich gefordert wurde, einschließlich einer Palästinensischen. Hauptstadt Jerusalem. Weder Arafat noch Abbas waren bereit für einen weitreichenden Frieden. Gaza wurde einseitig „Siedlungsfrei“ gemacht, mit dem Ergebnis, daß dies nun eine Hochburg für Terrorismus ist; eine Hochburg, von der in absehbarer Zukunft ein neuer Krieg ausgehen wird. Einen großen Siedlungsausbau gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr – zumindest nicht über das hinaus, was in bestehenden Verträgen in gewissen Gebieten an „natürlichem Wachstum“ erlaubt war. Gleichwohl stimme ich zu, daß der Eindruck, der nach Außen entsteht ein anderer ist, der sehr kontraproduktiv ist. Ausschreibungen für neue Siedlungswohnungen werden überproportional in den Fordergrund gestellt und i.B. von Anti-Israelischen NGOs für ihre Zwecke ausgeschlachtet. Bei diesem brisanten Thema würde ich mir viel mehr Feingefühl von Israelischen Regierungen erhoffen, aber das ist, wie schon gesagt, eine rein persönliche Meinung. Und was meine „Weisheit“ zum Thema „Frieden“, bzw. „Konfliktlösungen“ betrifft, muss ich gestehen, daß ich relativ skeptisch bin. Solange es keinen Partner auf Palästinensischer Seite gibt, solange Palästinensische Kinder weiter tagtäglich zum Hass und zur Liebe für den „Jihad“ aufgezogen werden, wird es keinen Frieden geben, egal was die Israelis tun. Israel könnte sich ggf. einfach noch weiter zurückziehen und die Palästinenser einen unabhängigen Staat in den Gebieten ausrufen lassen, aber das würde die Probleme sicher nicht lösen. Israel könnte dann zwar argumentieren, daß man sich gegen einen angreifenden Staat verteidigt, aber sein wir doch mal realistisch: Ein Palästinensischer Staat kann nur dann reell existieren und erfolgreich gedeihen, wenn Israel mit diesem Staat kooperiert. Würde Israel die Grenzen zu dem Nachbarstaat Palästina dicht machen, einschließlich allen Waren-, Strom- und sonstigen Lieferungen, was ja letztendlich nur konsequent wäre, würden die Menschen dort verhungern!

  • Monika Winter
    Monika Winter

    Herr Polenz weiß mal wieder ganz genau was für Israel gut ist, es gibt ja kein anderes Land auf diesem Planeten, um das man sich kümmern könnte. Auch ohne Siedlungen wäre Israel nicht sicher vor Terror, Gewalt und Übergriffen. Seit seiner Entstehung muss Israel damit leben; Siedlungsbau ist ein Vorwand für die „Palästinenser“, um eine Begründung für ihren Hass zu liefern (der auch ohne Siedlungen vorhanden ist) , und gleichzeitig für einige europäische Politiker um Israel in die Hände seiner Feinde zu spielen. Kümmern Sie sich bitte mal um andere Konflikte in der Welt, Herr Polenz. Ihr Blick auf Israel ist ja schon wie eine Phobie…

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