Report: Switzerland Comes to Aid of Hamas, Will Pay Salaries to Gaza Operatives | Algemeiner.com

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Switzerland has put together a plan to reconstruct the Gaza Strip which includes paying the salaries of Hamas operatives, according to Palestinian officials interviewed by Israel’s NRG website. The plan would also reestablish the status of the Hamas terrorist organization as the only authority in the Gaza Strip. In recent months, according to the report, Hamas has been faced with the danger of collapsing in Gaza, and turned to Swiss officials for help. Its relations with Egypt are at their […]


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  • Alex Salomon
    Alex Salomon

    Schweizer Flüchtlingspolitik zur Nazizeit:
    J-Stempel ist eine deutsche Erfindung
    Die Schweiz hat nach neuen Erkenntnissen den berüchtigten J-Stempel für Juden in der Nazizeit nicht erfunden. Die Zeitschrift «Beobachter» korrigierte jetzt einen 1954 erschienenen Artikel, der seitdem in der Debatte über den Umgang der Schweiz mit jüdischen Flüchtlingen eine entscheidende Rolle gespielt hatte. Damals hatte das Blatt berichtet, die Initiative zur Einführung des berüchtigten J-Stempels in den Pässen deutscher Juden sei 1938 vom damaligen Schweizer Polizeichef Heinrich Rothmund ausgegangen. Wie der «Beobachter» am Mittwoch in Bern erklärte, belegen neue historische Erkenntnisse jedoch, daß die Idee von deutscher Seite gekommen war. Rothmund habe sich zunächst sogar dagegen gestellt.

    Mehr als 40 Jahre nach Erscheinen des Artikels, lieferte der «Beobachter» nun eine neue Version der damaligen Ereignisse: Die Schweiz sah sich 1938 einem Flüchtlingsstrom aus Deutschland und Österreich gegenüber. Da die Flüchtlingskonferenz von Evian im Juli 1938 keine Lösung für das Problem fand, wollten die Schweizer Behörden dem Zustrom mit der Wiedereinführung der Visumspflicht mit Deutschland begegnen. Dagegen wehrte sich die deutsche Regierung, da diese Maßnahme auch für nichtjüdische Reisende gelten sollte.

    Polizeichef Rothmund schlug dann im August 1938 einen Sichtvermerk für alle Emigranten vor. Das deutsche Auswärtige Amt lehnte dies ab und forderte stattdessen, ein «J» in die Pässe aller deutschen und schweizerischen Juden zu stempeln. Rothmund meldete Bedenken an und erklärte, die Schweiz risikiere, «die ganze zivilisierte Welt gegen sich aufzubringen».

    Gegen die Einwände Rothmunds, aber auf Anraten von Außenminister Giuseppe Motta und dem Gesandten in Berlin, Hans Frölicher, stimmte der Bundesrat am 4. Oktober 1938 schließlich einer Vereinbarung mit Deutschland zu, nach der die Pässe deutscher Juden mit dem J-Stempel zu versehen seien. Die Forderung nach J-Stempeln in Pässen von Schweizer Juden wurde fallengelassen.

    Zu den neuen Erkenntnissen über Rothmund meinten Schweizer Politiker und Historiker, die Eidgenossen hätten den Judenstempel zwar nicht erfunden, wohl aber eine inhumane Flüchtlingspolitk betrieben. «Daß die Schweiz einen Vertrag mit rassistischem Inhalt unterzeichnet hat, ist ihre ganz große Schuld», erklärte die Präsidentin der Schweizer Sozialdemokraten, Ursula Koch.

    Der Historiker Georg Kreis räumte ein, daß die Vorwürfe gegen Rothmund «etwas relativiert werden» müßten. Er warnte aber davor, daß «neunmalkluge Revisionisten und pseudopräzise Differenzierer die Schweiz insgesamt entlasten» wollten.

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