Weshalb haben wir so lange weggesehen und weggehört?

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Mit dem Thema „Islamischer Antisemitismus in Nahost und Europa“ nahmen am 1. April 2004 im Centrum Judaicum sieben Veranstalter, darunter das Moses Mendelssohn Zentrum (Prof. Julius H. Schoeps), das Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V. (Klaus Faber), die Zeitung „Die Welt“ (Johann Michael Möller, stellvertretender Chefredakteur) und die deutsche mediawatch-Organisation „honestly-concerned“ (Sacha Stawski, Chefredakteur), einen sensiblen Debattenaspekt auf, dem sich in Politik und Gesellschaft nicht jedermann gerne stellt.
Experten, Politiker und etwa 130 Gäste diskutierten fast vier Stunden lang im Centrum Judaicum. Auf dem Podium waren weiterhin Yigal Carmon vom Middle East Media Research Institute („memri“; Jerusalem), Mohammed Schams, ein Sprecher der Association of Human Rights and Democracy for Iran, Eldad Beck, Korrespondent von israelischen und europäischen Zeitungen, Deidre Berger, Direktorin im Berliner Büro des American Jewish Committee sowie Politiker von SPD, CDU, Bündnis 90/ Die Grünen und FDP vertreten. Bei allen Ausgangsunterschieden im Ansatz, in den Schlußfolgerungen und im Detail gab es in der Berliner Diskussion eine gemeinsame Grundtendenz: Über den islamischen Antisemitismus in Nahost und in Europa wird in der politischen Klasse, in den Medien und in der Öffentlichkeit zu wenig gesprochen. Für die Außen- und die Innenpolitik sind die damit verbundenen Fragen ein heikler Debattenpunkt, den man gerne herunterspielt. Das fängt damit an, daß einige den Zusammenhang von zeitgenössischem Islam und Antisemitismus gänzlich leugnen, andere in der unter Muslimen verbreiteten Juden- und Israelfeindschaft keinen
Antisemitismus, sondern nur eine Nebenkriegsfolge des Nahostkonflikts erkennen wollen….
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