Erstes Mal seit acht Monaten: Soldat im Gazastreifen getötet

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GAZA (inn) – Ein israelischer Soldat ist am Donnerstagmorgen bei einer Militäroperation im Gazastreifen getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Es war das erste Mal seit November 2006, dass ein israelischer Militärangehöriger bei Kämpfen im Gazastreifen ums Leben kam.

Wie die Tageszeitung „Ha´aretz“ berichtet, explodierte eine Bombe in der Nähe des Flüchtlingslagers Bureidsch im Gazastreifen. Palästinensische Augenzeugen berichteten, dass rund zehn Panzer und zwei Bulldozer, begleitet von Hubschraubern, vor der Morgendämmerung etwa 500 Meter weit auf die Felder nahe dem Lager vorrückten. Die Issadin al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Hamas-Flügel, sagten, ihre Kämpfer hätten die Soldaten mit Maschinengewehren und Granaten angegriffen, als sie das Lager betraten. Wie die Hamas mitteilte, hätten Kämpfer zudem vorher Sprengstoff ausgelegt.

Die Palästinenser schossen eine Rakete auf einen Armee-Bulldozer ab, der darauf in Flammen geriet. Als die Militanten die Soldaten angriffen, schoss ein Kampfflugzeug der Armee auf sie. Zwei Mitglieder des „Islamischen Dschihad“ wurden dadurch verletzt, teilte die Hamas mit.

Ein israelischer Soldat wurde schwer verletzt und starb, als er noch vor Ort medizinisch versorgt wurde. Eine Armee-Sprecherin sagte, die Operation diente der Verhinderung von Terror-Aktivitäten. In der Gegend befänden sich immer noch Personen, die gesucht würden.

Wie die Gruppe „Islamischer Dschihad“ mitteilte, schoss sie während der Operation Kassam-Raketen auf die israelische Stadt Sderot ab. Es gab jedoch keine Berichte von Verletzten.

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