Barak warnt vor Raketenpotential der Hisbollah

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Verteidigungsminister Ehud Barak hat gestern zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt im Juni vor dem Außen- und Sicherheitsausschuss der Knesset über die aktuelle Sicherheitslage gesprochen. Dabei wies er vor allem auf den bedrohlichen Raketenbestand der Hisbollah hin. Die shiitische Terrororganisation verfüge momentan über etwa 20 000 Raketen unterschiedlicher Reichweite – mehr als sie vor dem letztjährigen Krieg im Libanon besessen habe. Im Verhältnis zu Syrien stellt der Verteidigungsminister hingegen ein Abnehmen der Spannungen fest.

In Hinsicht auf die israelischen Gesten gegenüber der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und die erwogene Schließung einiger Kontrollpunkte im Westjordanland betonte Barak, dass das anhaltende Raketenfeuer aus dem Gaza-Streifen zeige, dass Israel die militärische Kontrolle über das Westjordanland nicht aufgeben dürfe, bevor ein angemessener Schutz vor Raketen eingerichtet werde. Seiner Auskunft nach werde Israel in etwa zweieinhalb Jahren über ein Raketenabwehrsystem verfügen; dann „könnten gewisse Dinge in Judäa und Samaria getan werden“.

Der stellvertretende Leiter der Forschungsabteilung des Militärgeheimdienstes (AMAN), Oberstleutnant Eli Ben-Meir, erläuterte vor dem Ausschuss die militärischen Aktivitäten der Palästinenser im Gaza-Streifen. Noch immer werde die Philadelphi Route an der Grenze zu Ägypten zum Waffenschmuggel benutzt. Über die dortigen Tunnel seien jüngst Hamas-Führer aus Trainingslagern im Iran und in Syrien zurück nach Gaza geschleust worden.

(Ha’aretz, 28.08.07)

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