ULRICH W. SAHM – Eine uralte Festung in der Festung gefunden

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Jerusalem, 21. November 2014 – Die Geschichte wiederholt sich. In der stark befestigten israelischen Ortschaft Netiv Haasara, wo sich auch ein israelisches Militärlager befindet, hart am Zaun zum Gazastreifen gelegen, haben Archäologen eine 2.500 Jahre alte mutmaßlich persische Festung freigelegt. Sie diente als Bollwerk gegen die Truppen von Alexander dem Großen.

In der zufällig bei Bauarbeiten entdeckten Grabungsstätte wurden auch Pfeil- und Speerspitzen aus Bronze und Eisen gefunden. Neben Steinöfen wurden in einem Lagerraum Amphoren für Wein und Olivenöl entdeckt. Mitten in der alten Siedlung wurde ein kräftig gebauter Turm freigelegt, der beweist, dass es sich hier um eine alte Wehrsiedlung gehandelt habe.

Das heutige Netiv Haasara liegt jeweils 10 Km von der Stadt Gaza und der israelischen Stadt Aschkelon entfernt und war so Teil einer Kette von Festungen entlang der Mittelmeerküste. Nach Angaben von Dr. Yael Abadi-Rice von der Antikenbehörde, die für die Ausgrabungen verantwortlich ist, sei die persische Festung gewaltsam zerstört worden, als sie von Alexander dem Großen überrannt worden ist im 4. vorchristlichen Jahrhundert. Erst tausend Jahre später wurde der Ort in der byzantinischen Zeit neu besiedelt und überbaut.

Vor 2.500 Jahren haben sich in dem Gebiet Perser und Griechen bekämpft, heute sind es Araber (Palästinenser) und Israelis. Nur die Waffen haben sich geändert.

 

 

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