Nahostkonflikt

Nahostkonflikt

Die Bullen der „roten Heidi“

Jerusalem, 27. Februar 2008 – Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel erfährt keine derart offen getragene Ehre wie die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidi Wieczorek-Zeul beim Besuch im Heiligen Land. Drei deutsche Polizisten in voller Montur, mit grünen schusssicheren Jacken und aufgeklebtem „Polizei“-Schild in leuchtenden weißen Lettern sowie eine Pistole im Halfter boten der Ministerin den Personenschutz. Ein vierter unauffälliger Herr verneinte, mitgereister Journalist zu sein. „Ich bin vom BKA.“ Zur Frage, wieso er denn keine so auffällige schusssichere Jacke trage, klopfte er sich auf die Brust: „Die trage ich unter dem Hemd.“

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Hamas scheitert mit Demonstrationsaufruf

Jerusalem, 25. Februar 2008 – Nach nur zwei Stunden löste sich die geplante aber wenig erfolgreiche Massendemonstration wieder auf. Die beabsichtigte 40 Kilometer lange Menschenkette blieb mangels Demonstranten ziemlich lückenhaft. Anstelle der erwarteten 40.000 Menschen kamen nur einige Tausend. Einige Jugendliche wollten von Beth Hanoun zum israelischen Grenzübergang Erez vordringen, wurden aber von Kämpfern der Hamas zurückgedrängt und verhaftet.

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Ariel Scharon wird 80 (am Mittwoch)

Jerusalem, 25. Februar 2008 – Seinen achtzigsten Geburtstag „feiert“ der wohl umstrittenste Politiker Israels im Koma. Vor zwei Jahren setzte ein Schlaganfall der Karriere Ariel Scharons ein abruptes Ende. Schon in den vierziger Jahren beteiligte sich der 14-jährige Scharon an den blutigen Konflikten zwischen Juden und Arabern, noch vor der Gründung eines jüdischen Staates, den die Araber mit Gewalt verhindern wollten. In der israelischen Armee machte Scharon Karriere als Berufssoldat an der Spitze der berüchtigten Einheit 101. Sie führte besonders riskante Einsätze jenseits der Grenze im damals jordanischen Westjordanland aus. So entstand schon in den fünfziger Jahren in Israel der Mythos um den mutigen wie eigenwilligen Soldaten. Gleichzeitig war er auf der arabischen Seite gefürchtet. Bei seinen Kommando-Einsätzen starben zu viele Zivilisten.

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